Es ist vollbracht! Mein Kinderbuch „Das Geheimnis des goldenen Drachens“ gibt es jetzt für alle kleinen und großen Leser auch als Hörbuch zum Download und zum Streaming.
Für alle, die eine magische Kindergeschichte aufs Ohr bekommen wollen
Gelesen wird die magische Geschichte von der Moderatorin, Journalistin, Podcasterin und ausgebildete Sprecherin Vivian Uppmann. Frau Uppmann (Instagramm) konnte ich für das Einsprechen und die Vertonung des Kinderbuches hin zum Kinder-Hörbuch gewinnen. Zusammen mit dem BoD-Verlag habe ich das Hörbuch-Projekt „Golddrache“ vor Weihnachten und dem Jahreswechsel angestoßen.
SAVE THE Hörbuch-DATE – 16.02.2026
Am 16.02.2026 wird laut Verlag das Kinder-Hörbuch in gängigen Hörbuch-Portalen und Streaming-Diensten erwerbbar sein bzw. kann angehört werden. Also: SAVE THE Hörbuch-DATE!
Wo steht das Kinderbuch zum Download oder für das Streaming bereit?
Die Geschichte um die Freunde Finn, Nils, Tammo, Marieke und Emma können große und kleine interessierte Hörer und Hörerinnen auf den gängigen Hörbuch-Plattformen herunterladen oder direkt per Stream anhören und genießen.
Folgende Plattformen bieten laut Verlag das Hörbuch an:
Spotify (Kauf und Streaming)
Apple (Kauf)
Audible (Kauf und Streaming)
Hugendubel (Kauf und Streaming)
Thalia (Kauf und Streaming)
Storytel (Streaming)
Nextory (Streaming)
Google (Kauf)
Bookbeat (Streaming)
Bibliothekskataloge (Streaming)
Bild: Das Geheimnis des goldenen Drachens – Jens Böhme – Hörbuch-Cover
Das Autoren-Triptychon – Buch | E-Book | Hörbuch
Somit habe ich es geschafft und einen weiteren schriftstellerischen Meilenstein erreicht. Ich konnte mir den Traum von einem „Autoren-Triptychon“ (wie es immer gern nenne) verwirklichen. Es gibt nunmehr alle drei Publikationsvarianten: Buch | E-Book | Hörbuch. Die Freude bei mir ist riesig!
Gleichzeitig ist bei mir auch der Gedanke da, dass dieses Hörbuch auch ein Stück weit die Barrierefreiheit fördern wird. Denn das Buch kann ja nicht nur gelesen, sondern auch angehört werden!
Was fehlt eigentlich noch? Ach ja – ein Film! Nun ja, das ist dann schon eine etwas andere Hausnummer. Ein Animations-Film alla „Elio“ oder „Ratatouille“ wäre schon eine coole Sache. Oder ein Film mit realistischen Menschen gedreht hier vor Ort in Rastede … nur mal so, … also nur einmal so als Idee gedacht und als Vision. Nun – träumen darf ich ja! Und wer weiß, was die Zukunft noch bereit hält?
Bild: Das Geheimnis des goldenen Drachens – Jens Böhme – Hörbuch-Cover
Von was handelt die Geschichte im Kinderbuch?
„Ein Regenbogen. Ein Geheimnis. Ein unglaubliches Abenteuer, das alles verändert!“
Bild: Am Hirschtor – Schlosspark Rastede – Das Geheimnis des goldenen Drachens – Jens Böhme
„Am Tag von Finns sechstem Geburtstag erscheint ein mysteriöser dreifacher Regenbogen am Himmel und führt ihn und seinen Bruder Nils sowie seine Freunde zu einem unglaublichen Fund: Ein kleiner, goldener Drache im Schlosspark von Rastede! Ein phantastisches Wesen, das nur alle zehn Jahre auftaucht und es offenbart ihnen ein magisches Geheimnis.
Doch das Geschenk hat seinen Preis! Wer von der Existenz des Drachen erzählt, wird zu Gold. Als Marieke dieses Geheimnis mit ihrer besten Freundin Emma teilt, verwandelt sie sich in eine goldene Statue. Um sie zu retten, müssen die Freunde drei magische Aufgaben erfüllen – ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Sie begegnen einem uralten Baum, einem launischen Wassergeist und einem obdachlosen Mann namens Rudi, der ihnen mit einem ungewöhnlichen Geschenk weiterhilft.“
Info: Wie mir der Verlag mitteilte, werden im BoD-Shop leider nur die Printausgaben angeboten. Das Hörbuch ist aber bei allen bekannten und gängigen Plattformen erhältlich.
Aktion der Schutzgemeinschaft ländlicher Raum Nord-West e.V. wird bis 31. März 2026 verlängert
INFO: Ursprünglich war die Ausschreibung bis Ende Januar 2026 datiert und Autoren Autoren konnten Texte zum Thema „Die Farben der Moore“ einreichen. Schon letztes Jahr stand die Aktion und der Aufruf der Schutzgemeinschaft ländlicher Raum Nord-West e.V. in der Rasteder Rundschau, Ebenso können Interessierte auch auf der eigenen Webseite des Vereins die Bedingungen und Infos nachlesen. Auf Anfrage beim Verein erfuhr ich, dass Publikmachen des Aufrufs ausdrücklich erwünscht ist!
Nachfolgend die Informationen aus dem Flyer Schutzgemeinschaft ländlicher Raum Nord-West e.V.:
Erzählen Sie uns eine Geschichte oder lassen Sie ein Gedicht sprechen über die Farben des Moores in Ihrer Region. Die Farbe kann auch verbunden sein mit einem Erlebnis, einer Erfahrung oder einer Erinnerung. Es kann eine bunte Zeitreise durch die Jahrzehnte oder ein Schlaglicht auf ein einzelnes, vielleicht einfarbiges Ereignis aus dem Moor sein. Erzählen Sie uns die Geschichte auf Ihre Weise.
Aus der Summe dieser Geschichten und Gedichte wollen wir etwas über die Vielfalt der Moorlandschaft in Ihrer Region erfahren, über deren Eigenheiten und die Veränderungen im Laufe der Zeit.
Geschichten können in Form von Erzählungen, Gedichten, Kurzgeschichten, Poetry Slams oder auch als Fotogeschichten eingebracht werden. Sie können visuelle Elemente enthalten, wie Fotos, Collagen, Zeichnungen oder Gemälde. Immer steht aber die Geschichte oder das Gedicht im Vordergrund.
Wir werden alle Einsendungen auf unserer Website (www.schutzgemeinschaft-laendlicher-raum.de) veröffentlichen. Die besten davon werden im Rahmen einer Lesung der Öffentlichkeit präsentiert. Wir behalten uns außerdem vor, die Geschichten, Gedichte und Darstellungen in einem Buch zu veröffentlichen.
Bedingungen
Die Geschichten/Gedichte sollen nicht länger als zwei Seiten (ca. 600 Wörter bzw. 4000 Zeichen mit Leerzeichen, Schriftgröße 12) sein. Jede/r kann maximal zwei Dinge einreichen. Mitmachen können alle von jung bis alt. Mit Ihrer Einsendung erklären Sie sich bereit, dass sie auf der Website der Schutzgemeinschaft ländlicher Raum Nord-West eingestellt wird. Einsendeschluss ist der 31. Januar 2026.
Wertung
Eine unabhängige Fachjury bewertet die eingereichten Geschichten. Die Autoren und Autorinnen der besten Werke werden zur Lesung eingeladen und erhalten Gelegenheit, ihre Geschichte selbst vorzutragen.
Einsenden und Kontakt
Schicken Sie Ihre Moor-Geschichte per Mail an die Schutzgemeinschaft ländlicher Raum Nord-West e.V., c/o Dr. Heidy Wienekamp-Suhr, schutzgemeinschaft-nw@web.de. Eigene Kontaktdaten nicht vergessen. Rückfragen unter Tel. 044027893 oder per E-Mail.
Die Farben der Moore Manchmal heißt es, Moore seien eintönig, langweilig und farblos. Wenn man aber genau hinschaut, sind Moore bunt. Nicht nur durch das Spiel der Jahreszeiten, das sich in einem Moorsee spiegeln kann, sondern auch im Detail. Denken Sie an die Balz des Moorfrosches in blau, an das knallige Rot der Preiselbeere oder das zarte Rosa der Heidekräuter. In welcher Farbe leuchtet das Moor für Sie? Können Sie das in Worte fassen, in eine Geschichte einweben oder in einem Gedicht zum Ausdruck bringen? Das wollen wir von Ihnen wissen.
Lassen Sie mit Ihrer Geschichte oder Ihrem Gedicht die Farben der Moore leuchten!
Mein literarischer Beitrag zum Aufruf – Ein Gedicht
Ich kenne die Moore und die Natur in der Region. Mindestens 2 Mal pro Woche fahre ich zum Beispiel durch die Wesermarsch und genieße die Landschaft und entdecke immer wieder heimische Tiere und so viele verschiedene Vogelarten. Animiert durch den Aufruf bin ich kreativ geworden und habe eine Gedicht verfasst. Dies habe ich bereits eingereicht und ich bin gespannt auf das Ergebnis des Aufrufes der Schutzgemeinschaft ländlicher Raum Nord-West e.V.
So habe ich geschrieben:
„[…] … hiermit sende ich Ihnen mein heiteres Gedicht ‚Die Liebe im Moor‘ zur Einsendeaufforderung ‚Moorgeschichten und -gedichte‘ für die Schutzgemeinschaft ländlicher Raum Nord-West e.V. und zum diesjährigen Thema ‚Die Farben der Moore‘ zu.
Die Farbe der Liebe ist traditionell Rot, da sie Leidenschaft, Romantik, Verlangen und starke Emotionen symbolisiert. So geht es vielen Menschen auch beim Thema Natur und Moorlandschaft. Die Romantik und Leidenschaft zum Moor wird in diesem Gedicht ein wenig anderes dargestellt und lässt zur Interpretation viel Spielraum. […]“
Einst versank ein adretter Mann im Moor, von ihm heraus schaute nur noch ein Ohr. Er war ein gar neugierig-törichter Tor, kam ab vom Weg, sah keine sichere Spur.
Eine Frau namens Käthe mit roter Trompete, gewahr ihm und formte ein Seil aus Knete. Zog den grünen Moor-Mann heraus und zählte, eins-zwei-drei, das Mannsbild laut krakeelte.
Beide vom Moor ganz besudelt, die Trompete farbenfroh dudelt! Mann und Frau sind verliebäugelt, Moorgeflimmer, das leise säuselt. Erzählt von gefährlichen Wegen im Moor, manchmal bringen sie die Liebe hervor.
Ich wollte schon immer einmal ein Kinderbuch schreiben! In meiner Phantasie habe ich schon viele Welten erschaffen, Schauplätze mit vielen Charakteren ausgestattet, spannende Szenen kreiert und dachte mir: Das wird eine phantastische und große Welt!
Aber eine solche Welt zu kreieren und ein dickes fettes Buch zu schreiben, braucht neben dem Handwerk seine Zeit und Muse! Da ich nicht hauptberuflich Schriftsteller bin, sondern nur jene freien Minuten und Stunden in der Freizeit für meinen literarischen Faible zur Verfügung habe, muss ich meine kreativen Projekte so gestalten, dass ich auch irgendwann ein Buch in den Händen halte und trotzdem zufrieden und glücklich mit meinem literarischen Werk sein kann.
Kinderbuch für Groß und Klein
Jetzt ist es endlich soweit im Juli 2025 konnte ich das Kinderbuchprojekt „Das Geheimnis des goldenen Drachens“ beenden und veröffentlichen. Zusammen mit meiner Lektorin und einer Illustratorin habe ich eine lokale Geschichte im Ammerland herausgebracht. Es ist eine phantastische und abenteuerliche Kindergeschichte für Kinder ab 5 Jahre. Gestaltet als Vorlesebuch für die Hosentasche; quasi zum Mitnehmen in den Urlaub, auf Reisen, im Rucksack oder einfach für das Vorlesen vor dem Einschlafen im gemütlichen Bett.
Die Geschichte spielt im Residenzort Rastede und mit verschiedenen Schauplätzen im wunderschönen Schlosspark und seinem Ellernteich. Auf der Landkarte des Freundeskreises Schlossparks Rastede können interessierte große und kleine Leser und Leserinnen direkt nachschauen, wo sich die Protagonisten Nils, Finn, Tammo, Marieke und Emma in der jeweiligen Szene in der Geschichte befinden.
Aktionsstart ab 8. August: E-Book-Aktionspreis für 8 Wochen (inkl. MwSt) ist: 2.99 EUR
E-Book im Ladenpreis danach (inkl. MwSt) ist: 4.99 EUR
E-Book in allen bekannten E-Book-Shops wie z. B. dem Amazon Kindle Shop, den Tolino Shops, Apple iBooks oder Google Play sowie in vielen anderen Online-Shops und bei über 2.000 Online-Buchhandlungen erhältlich.
Direkt zu erwerben natürlich auch über den Verlag Bod!
Kleiner Hinweis: Ich freue mich über jede Rezension! Diese helfen dem Buch, dem Autor und honorieren den kreativen Schaffensprozess. Wie sagt man so schön: „Hat es Euch gefallen, dann haut in die Rezensionstasten, wenn nicht, dann sagt es mir direkt.“ Ich danke Euch!
Um was geht es in der Geschichte im Kinderbuch „Das Geheimnis des goldenen Drachens“?
Schon einmal Tagebuch geschrieben? Wenn ja, dann weißt du ja, dass auch diese Art des Schreibens Ausdauer benötigt. Zumindest braucht es Durchhaltevermögen und etwas Muse, wenn die Gedanken und Erlebnisse eines jeden Tages über einen längeren Zeitraum dokumentiert werden sollen. Mit dem 6-Minuten Tagebuch ist es etwas anders!
Ein Tagebuch für positives Denken
Ein Tagebuch zu führen, ist etwas Kreatives, etwas Dokumentarisches, aber in erster Instanz auch etwas sehr Persönliches. Wer es einmal ausprobiert hat, weiß, dass es einen langen Atem braucht und oft auch Zeit, um sich im herausfordernden Alltag hinzusetzen und den abgelaufenen Tag Revue passieren lassen. Oder auch einfach nur stichpunktartig die Gedanken und Erlebnisse von gestern nachzutragen. Manchmal sind es dann auch die Ereignisse von Vorgestern, von Vor-Vorgestern oder von Vor-Vor-Vorgestern; und wenn man etwas mehr hinterherhinkt, muss dann sogar die ganze Woche noch einmal durchdacht werden. Zumindest brauch der Tagebuchautor dann etwas mehr Zeit und ein gutes Gedächtnis; wenn er oder sie es ernst meint mit dem „Tagebuchschreiben“!
Ein Tagebuch ist auch ein Archiv, ein Zeitdokument – oft mit einem Datum versehen – von erlebten Tagesereignissen einer Person. Wenn Tagebücher Generationen überleben sind sie nicht nur Gedanken-Anker für sich selbst, sondern auch für die Kinder und Kindeskinder oder jene Menschen, die zu einem späteren Zeitpunkt ein aufrichtiges und neugieriges Interesse am Leben des Schreibers bzw. der Schreiberin haben. So schafft jeder seine eigenen und persönlichen Chroniken!
Prolog zu diesem Text: Da es sich bei dem Roman „Der Tausendfüßler“ um einen Liebesroman handelt und der nachfolgende Text zum Thema „Affäre“ bzw. „Definition einer Affäre“einer der besten performanten Texte auf einem ehemaligen Webseitenprojekt solopoint.de (siehe hier Wayback Machine*) war, erhält dieser Text hier Raum, um nicht in Vergessenheit zu geraten. Dem einen oder anderen Leser oder Leserin wird dieser Text hoffentlich einiges beantworten können. Affäre ist eben nicht gleich „Affäre“!
Künstliche Intelligenz – Hype oder unausweichliche Transformation?
Am 01.02.2023 (schon ein Weilchen her) habe ich mit voller Neugier und rund um den Hype von „Künstlicher Intelligenz“ (KI) sowie im Zuge meiner täglichen Arbeit im Unternehmen mit der KI von Microsoft dem ChatGPT beschäftigt.
Die neuesten Entwicklungen im Bereich der KI sind ein sehr spannendes Feld. Es wird große verändernde Entwicklungen für die Arbeitswelt geben. Wir sind mitten drin in der Transformation! Die Zukunft wird sich mit der KI (englisch „Artificial Intelligence“ | kurz: AI) gestalten. In vielen Bereichen wird es einen Perspektivwechsel geben und andere Perspektiven werden eingenommen werden müssen. Die Arbeit mit Algorithmen, mit KI/AI ist ja nicht neu, wurde aber mit dem „Freilassen“ von ChatGPT für die Allgemeinheit auf eine neue Stufe gestellt.
Google und auch andere Unternehmen wie zum Beispiel Meta oder Baidu (chinesisches Unternehmen und Suchmaschine), die sich die Entwicklung innerhalb dieser Sphären auf die Fahne geschrieben haben, geraten durch Microsofts ChatGPT (Suchmaschine Bing) in Zugzwang. Keiner der Tech-Unternehmen möchte sich am globalen Markt der Tech-Eitelkeiten auf dem absteigenden Ast sehen und einen Wettbewerbsnachteil erlangen. Jedes von den großen Tech-Unternehmen möchte sich so positionieren, so dass sie in der Zukunft weiterhin größtmöglichen Einfluss besitzen und auch den sprichwörtlich den größten Anteil des Technologie-Kuchens abbekommen.
Künstliche Intelligenz – „Time ist Money!“
Wir sprechen hier insbesondere von dem unternehmerischen Ziel einflussreiche Vorreiterrollen auf diesem Gebiet der Künstlichen Intelligenz zu erlangen, fähige Transformation der eigenen Unternehmung zu gestalten, um im Wettbewerb bestehen zu können und nicht zuletzt monetäre und technologische Macht in den Händen zu halten. Neben diesen klaren wirtschaftlichen Interessen existieren aber auch der Anspruch an die fachliche Expertise und zusätzliche Hilfestellung für den Menschen (für alle Menschen auf der Welt) in den unterschiedlichsten Bereichen der Arbeitswelt. Ob als Sprach- oder Navigationsassistent oder bei der Hilfe neue Inhalte zu generieren, es muss zu einer philosophischen, ethischen und rechtlichen Betrachtung von Grundfragen in Zusammenhang mit der KI kommen!
Meine drei Grundfragen in Bezug auf Künstliche Intelligenz
Die für mich 3 Grundfragen, die sich aus dieser Entwicklung ergeben, lauten:
Welche Vorteile erhalten wir durch die KI und welchen persönlichen Nutzen und Nutzen für die Allgemeinheit kann der Mensch mit ihr erzielen?
Was macht die Existenz der KI mit uns selbst, mit unserer Arbeitsweise und wohin entwickeln wir uns möglicherweise hin?
Welche Gefahren könnten bestehen oder könnten durch die KI auftreten und wie sieht eine Koexistenz mit ihr aus?
Die Charles Bukowski-Gesellschaft lud am 17. August zum Bukowski-Symposium in Oldenburg ein
Im August war es wieder soweit gewesen. Die deutsche Charles Bukowski-Gesellschaft lud zum Bukowski-Symposium in Oldenburg ein. In der Mohrmann-Halle (Bauwerkhalle) am Pferdemarkt 8 (eine Art Kulturhalle) konnten Bukowski-Fans, Literaturwissenschaftler und Neugierige mit den Mitgliedern der Gesellschaft direkt in den Austausch treten oder einfach nur den interessanten Vorträgen lauschen.
Charles Bukowski Banner an der Mohrmann-Halle – CBG Symposium Oldenburg
Vorträge der Mitglieder auf dem Symposium
Es gab insgesamt 4 Vorträge in denen der amerikanische Schriftsteller mit deutschen Wurzeln im Mittelpunkt stand:
Charles Bukowski Vortrag – CBG Symposium Oldenburg
Vortrag: Yvonne Dauer (Gegenbach/BW, in ihrer Promotion beschäftigt sie sich u.a. mit Charles Bukowski): „Closer to God than the Sparrow. Rebellion und Sehnsucht in Charles Bukowskis Strom of the Living and Dead“
Vortrag Sascha Bolder (Kerpen/NRW, schrieb seine Masterarbeit über Bukowski): „Old Man Out: Erklärungsansätze für das geringe Ansehen Charles Bukowskis in der amerikanischen Literaturgeschichtsschreibung“
Vortrag Falko Henning (Berlin, Gründer der Charles-Bukowski-Gesellschaft und ausgewiesener Experte): „Escritos y Fotos de unvieja indecent – Bukowski in Uruguay und Argentinien“
Vortrag Joachim Dittmar (Oberursel, langjähriges Mitglied der Charles-Bukowski-Gesellschaft und profunder Kenner von Leben und Werk Bukowskis): „Los Angeles und Charles Bukowski“
Charles Bukowski Vortrag 3 – CBG Symposium Oldenburg
Ab 19 Uhr wurde dann zu einer Bukowski-Lesung mit Klavierkonzert geladen. Im fliegenden Wechsel gab es szenische Lesungen mit Ulf Goerges und Klavierstücke (von Bach bis Hisaishi) von Katja von der Heide.
Die Charles-Bukowski-Gesellschaft (CBG)
Gegründet wurde die Charles-Bukowski-Gesellschaft 1996 in Bamberg. Sie arbeitet insbesondere mit Menschen zusammen, die den Autor Charles Bukowski noch persönlich gekannt haben, sowie mit allen maßgeblichen Literaturwissenschaftlern, die sich diesem Autor und seinem Werk beschäftigen (auch international). So heißt es in einem Flyer:
WIR …
… erforschen Leben, Werk und Wirkung unseres Autors
…. unterstützen die Verbreitung und öffentliche Anerkennung
… unterhalten ein eigenes Archiv
… veröffentlichen regelmäßig Jahrbücher und andere Publikationen
… veranstalten Symposien, Lesungen und Vorträge und mehr
WIR …
… pflegen weltweiten Kontakt zu Bukowski-Forschern und Spezialisten
… fördern literaturwissenschaftliche Arbeiten
… erstreben die Einrichtung einer Gedenkstätte im Geburtshaus
… freuen uns über kulturbewusste Förderer/Sponsoren und Neumitglieder
Wer war Charles Bukowski? – Kurzvita
Charles Bukowski ist ein amerikanischer Schriftsteller, der am 16. August 1920 in Andernach geboren wurde. 1923 zog die Familie Bukowski nach Los Angeles, in die Geburtsstadt des Vaters. Er veröffentlichte von 1960 bis zu seinem Tod (9. März 1994 in San Pedro) über vierzig Bücher mit Gedichten und Prosa.
Das war Anfang meiner eigenen 20er Lebensjahre. Zwischen den beiden Studien war ich genau ein ganzes Jahr selbst Postmann und arbeitet damals als Zusteller für Brief- und Frachtverkehr bei der Deutschen Post im Gebiet Meißen meiner Heimatstadt. Als eine Art „Springer-Postbote“ hatte ich aber auch meinen eigenen Bezirk und echt super-tolle Kollegen. Ich hatte schon einige Monate auf dem Buckel und einiges erlebt bei der Zustellung; positive, wie auch negative Begebenheiten. Aber der Job machte mir Spaß! Jedoch war er nur befristet und ich überlegte tatsächlich, ob das nicht dauerhaft etwas für mich wäre?
Eines Tages jedenfalls stand ich mit den ganzen übervollen gelben Kisten voller vorsortierter Post an der Rampe und rauchte mit Fritz, dem einzigen anderen Mann im „Postoffice“ unter den Zustellern (Fahrradzusteller), eine letzte Zigarette bevor es dann raus ging.
„Mensch, das musste unbedingt mal lesen! Der Typ beschreibt genau das, was wir hier machen, echt geil! Du schmeißt dich weg.“
„Echt?“
„Ja, kein Scheiß!“
„Ne, kenn ich wirklich nicht, aber kauf ich mir mal.“
„Mach das, das ist der Hammer, Alter!“
Ein paar Tage später war ich in der Buchhandlung, habe mir das Buch gekauft und es ratzfatz verschlungen. Und Fritz hatte recht, es war toll. Es war … mein Leben. Und da hatte einer namens Charles Bukowski was geschrieben, was ich oft auch selber erlebt habe. Ich hätte einige Anekdoten direkt gleich als Anhang hinten dran setzen können. Natürlich schaute ich anschließend nach, ob es da noch mehr Bücher gab. Und ja! Es gab noch mehr, was für ein Glück! So habe ich mir nach und nach die Romane von ihm, aber auch die Gedichte zu Gemüte geführt und irgendwann auch die Biografie von Neeli Cherkovski gekauft. Ich war definitiv Fan von diesem verschrobenen Typen geworden. Dies zeigt sich unter anderen auch in einigen Gedichten meiner Jugendjahre, die ich Anfang des Jahres im meiner Gedichtsammlung „GEDICHTE FÜR CLAQUEURE – TEXTE VON LIEBE, LUST UND LEBEN„* veröffentlicht habe. Zwei der Gedichte sind sogar direkt Buko gewidmet. So ganz, von seinem adaptierten Stil, konnte ich mich irgendwie nie ganz trennen und es macht mir immer noch Spaß ab und an formal-ähnliche Gedichte zu schreiben.
Poster Charles Bukowski mit Zitat – CBG Symposium Oldenburg
Irgendwann, viele Jahre später, lass ich dann im HunteReport den Artikel „Unbequemer Außenseiter“ (Artikel nicht mehr verfügbar Stand: 03.03.2025) und den Termin des Symposiums der CBG in Oldenburg. Klare Sache: Der Artikel wurde an den Kühlschrank geheftet und der Termin vorgemerkt. Ich konnte leider aus zeitlichen Gründen nicht alle Vorträge an diesem Tag hören und dem Konzert im Nachgang folgen, aber ich gehört und gesehen habe, hat mir gefallen und das ein oder andere Gespräch mit den Mitglieder fand ich spannend. Nicht zuletzt musste ich mich ja auch noch bei Roni dem Organisator (und Vorsitzender der Bukowski-Gesellschaft) bedanken, der mir bei einer Ebay Auktion die nötige fachliche Expertise zur englischen Erstausgabe von „Faktotum“ gab – signiert wohlgemerkt!
BUKOWSKI – FESTIVAL 2020 – in Bamberg
Das Festival findet in der Woche vom Donnerstag, 25.06.2020 – Samstag, 27.06.2020 statt.
Auszug aus dem Exposé der CBG:
„Im Jahr 2020 jährt sich der Geburtstag von Charles Bukowski zum runden 100sten mal. Die Gelegenheit ist unwiederholbar perfekt, um enorme Publikumswirksamkeit und Presse-Aufmerksamkeit (auch international) zu generieren und unserem Autor eine breite Bühne mit vielfältigem Programm zu bieten. Deshalb planen wir erstmals ein großes Festival, an Stelle unserer sonstigen jährlichen Symposien mit nur beschränktem Wirkungskreis. Verschiedene Akteure und Veranstaltungen werden ineinandergreifend sowohl unterhaltendes Programm wie auch informative und literaturwissenschaftliche Teile beinhalten. Sowohl unsere Kooperationspartner wie unsere Talk-Gäste und Redner sind durchweg erste Garde. […] Unser Ehrengast ist Bukowskis Tochter Marina Bukowski.“ (Anmerkung: Updates zum Inhalt der Veranstaltung werden in diesem Artikel hier folgen.)
Weitere Informationen zu Charles Bukowski im Netz:
Homepage der Charles-Bukowski-Gesellschaft (Info: Die Webseite der Deutschen Charles Bukowski-Gesellschaft befindet sich derzeit in Bearbeitung. Es ist ein neuer Auftritt geplant.)
Aktuell: 2026 – 7. Rasteder Lesestunden – Es geht in die siebende Runde mit der Literatur in Rastede. Diese stehen wieder ganz im Zeichen von neuen Büchern bekannter Autoren und Autorinnen. Veranstaltungen finden vom 26.02. bis 11.12.2026 statt.
Bedeutende Autoren lesen in der Residenzstadt Rastede
Die Residenzstadt Rastede im wunderschönen Ammerland lädt 2019 alle Literaturbegeisterten mit den „1. Rasteder Lesestunden“ recht herzlich ein. In Rastede präsentieren sich über das ganze Jahr hinweg verschiedene Autoren in Lesungen vor Ort. Zudem finden auch diverse Veranstaltungen rund um das Buch statt wie zum Beispiel ein „Großer Bücherflohmarkt“ (26.05.2019) und die Aktionswoche „Bücher spenden“ (11.-15. März 2019).
Literaturliebhaber, Leseratten, Bücherfreunde und natürlich auch jeder Autor selbst – Aufgepasst!
Die Lesestunden finden im Zeitraum vom 5. April – 6. Dezember 2019 statt.
11 Orte. 11 Erlebnisse. – Heißt es auf dem Cover des Flyers, welches unter anderem in der Bibliothek (Villa Wächter) von Rastede zu finden oder auch jederzeit online einsehbar ist.
Den Anfang des Lesereigens macht am 05. April Joe Bausch im Schlosscafé in Rastede. Er wird aus seinem Buch Gangsterblues lesen. Den meisten dürfte Joe Bausch als Gerichtsmediziner im ARD-Tatort sein.
(Artikel aktualisiert 06.02.2026)
Kleiner Buch-Tipp: Kinderbuch – „Das Geheimnis des goldenen Drachens“ – spielt direkt in Rastede!
Dieses Theaterstück habe ich Ende der 90er Jahre geschrieben. Da war ich allerdings noch recht jung und das Manuskript trug den Arbeitstitel „Am Neubaugebiet ist ein Park„. Da er einfach passt wie die Faust aufs Auge (manchmal geht es auch im Stück recht hart zur Sache), habe ich ihn auch so belassen.
Das Manuskript habe ich vor kurzem in digitaler Form in einem alten Ordner im Lotus SmartSuite-Dateiformat wieder gefunden und mir gedacht: Mensch Jens, einfach mal überarbeiten und veröffentlichen – ist doch eine schöne Liebesgeschichte. Zuallererst musste ich erst einmal das Format der Datei ändern, da Microsoft Word die alte Datei nicht öffnen konnte. War gar nicht so einfach, musste mich erst einmal im Netz diesbezüglich belesen. Wie es schien, war ich nicht allein mit dem Problem. Letztlich habe ich meinen Ur-alt-Rechner von einem Laptop wieder hochgefahren auf dem die Lotus-Software zum Glück noch installiert war. So konnte ich die alte unlesbare Datei zu Word konvertieren.
In einer Nacht-und-Nebel-Aktion ist dies dann auch geschehen. Einmal überarbeitet und anschließend noch einmal von einer Kollegin Korrektur lesen lassen; die das Handwerk einer Lektorin super beherrscht. Ganze 92 Seiten dramatisches Textformat ist dabei heraus gekommen! Neben der Liebesgeschichte beinhaltet dieses Theaterstück, insbesondere geschrieben für das Jugendtheater, auch in Mitten der 90er Jahre alltägliche Probleme junger Menschen der damaligen Zeit, die irgendwo auch Thema meiner eigenen damaligen Jugendzeit der 90er Jahre waren.
Ist das Theaterstück zwar in den 90er Jahren angesiedelt, so ist das Thema doch irgendwie Evergreen-Content. Denn auch die Jugend der 2000er, 2010er und der 2020er Jahre wird die Sorgen und Nöten und auch Fragestellungen haben, die in diesem Theaterstück behandelt werden.
Aller Anfang ist schwer, sagt man … oder auch leicht – je nachdem. Die Frage „Wie fange ich einen Krimi an zu schreiben?“ beantwortete sich bei mir mit: einfach mal drauf los spinnen, denn ich habe da was im Kopf. Es war letzten Sommer und ich war gerade in Berlin unterwegs. Saß im Park am Nordbahnhof und sinnierte so vor mich hin. Plötzlich spann ich mir einen Anfang für einen Kriminalroman zusammen und auch schon einige Protagonisten kamen auf die geistige Bühne. „Mensch, das musst du aufschreiben!“, habe ich mir gedacht und manchmal hat man eben nur die Rückseite einer Webebroschüre von MARC O Polo für die Niederschrift. Ich kritzelte alsbald mit einem Kuli drauf los.
Ich muss gestehen, dass schon einige Ideen für neue Geschichten in der Schublade ruhen und einem einfach die Zeit fehlt, diese weiter zu verfolgen. Aber diesen Anfang, die Idee oder auch nur die Szene nicht aufzuschreiben und die Gunst der Stunde im kreativen Wahn zu nutzen, wäre äußerst schade. Oft passiert es, dass die Ideen, die sich so schon formierten, zu einem ganze Universum aufblasen, dann nur noch rudimentär – in einem Satz oder einem Wort – vorhanden sind und das Beste an der Idee letztlich wieder verschwunden ist.
Ob ich den nachfolgenden Text weiter verfolge, weiß ich nicht, aber ich könnte mir durchaus vorstellen hier einen kleinen Roman von 100 – 200 Seiten mit einem Detektiven oder einem Detektiv-Team zu kreieren. Noch ist nicht aller Tage Abend und die Idee, wie es weiter geht, ist auch schon da. Die grundsätzliche Frage ist, „Habe ich Zeit dafür und könnte die Story jemanden interessieren?“
Nun denn …
Anfang eines Kriminalromans
Das könnte der Anfang eines Kriminalromans sein:
Egon Marius Krämer hat nur ein Buch in seinem Leben geschrieben, dafür hat er aber den Literaturnobelpreis erhalten. Die Auflage seines ‚Buches und die nachfolgenden Auflagen konnten sich sehen lassen; auch die vielen Übersetzungen. Es heißt, er habe nur 11 seiner Bücher signiert. Eines davon befindet sich im Museum für Literaturgeschichte in Berlin* und ein anderes in seinem Safe zu Hause. Vier weitere der signierten Bücher gelten als verschollen oder zumindest: Unbekannt verblieben. Zwei weitere Exemplare befinden sich bei Niklas Woodheimer, einem Internet Millionär, der eines der beiden Bücher für eine horrende Summe bei einer Ebay-Auktion im Internet ersteigert hatte, nach dem sich der Neffe von Krämer aus finanzieller Not ’notgedrungen‘ von seinem seltenen Exemplar trennen musste. 2,4 Millionen Euro erhielt er dafür von Woodheimer. Die Hälfte des Betrages, so wurde gemunkelt, hat er bereits wieder verspekuliert, da er als Spieler auf hohem Niveau nur die Börse als wahren Spielplatz mit Gewinnaussichten, quasi als Königsdisziplin, für echte Zocker hält. Das man da auch verlieren kann, scheint ihm nicht der Rede wert zu sein und gehört zum Spiel eben dazu. Mandy Münch aus Meißen, der Stadt des Porzellans, besitzt ebenfalls ein Exemplar. Das Spiel um sein Leben, scheint der Nobelpreisträger für Literatur Egon Marius Krämer jedenfalls verloren zu haben. Denn er liegt nun Tod auf dem Fußboden seiner Wohnung, exakt zwischen zwei symmetrisch aufgestapelten Türmen von Büchern. Es sind Exemplare seines eigenen Werkes. …
*ausgedacht, das „Museum für Literaturgeschichte“ in Berlin gibt es nicht :-) In Berlin gibt es aber das: Literatur- & Kulturhäuser – „Wandeln Sie auf den Spuren von Brecht, Tucholsky und von Kleist„(visitberlin.de)
MAWIL – diese 5 Buchstaben stehen für einen der versiertesten Comic-Zeichner Deutschlands. Comic’s von ihm wie zum Beispiel „Wir können ja Freunde bleiben“, „Die Band“, „Action Sorgenkind“ oder das DDR-Buch „Kinderland“ erschienen beim Verlag REPODUKT und im Ausland. Der Berliner Comic-Zeichner mawil lehrt als Dozent für das Goethe-Institut oder an der BTK, zeichnet für Magazine und Zeitungen wie den Tagesspiegel in Berlin. Außerdem kann man ihm als Fan auf seinen Ausstellungen begegnen, wie jeder Besucher seiner Webseite auf mawil.net nachlesen kann.
Kinderland (Klappentext): Ostberlin im Sommer 1989: Mirco Watzke steckt in der Klemme. Der sonst so vorbildliche Schüler der Klasse 5a hat Ärger mit den blöden FDJlern, und der Einzige, der ihm dabei helfen kann, ist ausgerechnet dieser unheimliche Neue aus der Parallelklasse …
Interview mit Comic-Zeichner mawil
Kinderland von mawil
Hallo MAWIL! Ich grüße Dich und freue mich sehr, dass Du für das 10-Fragen-Interview für mein Literaturblog „Der Tausendfüßler“ zu Deinem Comic-Buch „Kinderland“ zur Verfügung stehst.
Du beschreibst ja sehr passend und mitunter genau den Alltag der Kinder & Jugendlichen in der DDR. Ich bin selbst 77er Jahrgang und kann im Buch viele Parallelen zu meiner eigenen Kindheit ziehen und vor allem passen einige Szenarien wie die Faust aufs Auge. Ich hatte stets das Gefühl in meiner eigenen Vergangenheit wieder präsent zu sein. Viele Erinnerungen, die ich längst vergessen hatte oder die nur selten zum Vorschein kommen, waren plötzlich wieder da.
Gratulation zu diesem Buch und auch den dafür 2014 erhaltenen Max und Moritz-Preis in der Kategorie „Bester deutschsprachiger Comic“.
Jens: Wie bist Du eigentlich auf den Titel „Kinderland“ gekommen?
MAWIL: Mir war ziemlich schnell klar, dass ich nie DAS ultimative DDR-Comic zeichnen kann. Jeder hat ein anderes Land mitbekommen -es gab ja so viele Nischen- und mehr oder weniger gelitten, ich selber hab dort sowieso nur die Kindheit erlebt. Da wollte ich mich dann lieber auf diese Zeit konzentrieren, die ich wirklich kenne und dann fiel mir zum Glück die berühmte Gerhard-Schöne-Platte „Lieder aus dem Kinderland“ ein. Die hatte ja neben Lakomys „Traumzauberbaum“ jeder.
Berlin-Mitte und der Pionierknoten Szene aus Kinderland von mawil
Jens:Du hast ja viele typische DDR Szenarien beschrieben wie zum Beispiel das SERO-Altstoff-Sammeln. Hast Du damals auch selbst gesammelt und kennst Du noch den Trick beim Altpapier nasse Zeitungen in das Bündel zu legen, damit es schwerer wird und ein paar Pfennige mehr rüber kommen?
MAWIL: Nee, den Trick kannte ich noch nicht, aber so im Nachhinein holt jeder noch die verrücktesten Anekdoten aus dem Ärmel, wie man sich an dem Staat gerächt oder sich das Notwenigste organisiert hat. Kein Wunder, dass dieser Sozialismus nicht funktionieren konnte.
Tischtennis-Szene aus Kinderland von mawil
Jens:Tischtennisplatte und 2-Sterne-Bälle – Tischtennis spielt eine elementare Rolle in Deinem Buch. Hast Du selbst früher viel Tischtennis gespielt? Warum hast Du das Spiel so in den Vordergrund gerückt? Spielst Du heute noch?
MAWIL: Es gab ja im Osten nur zwei Sportarten. Fußball für die Kinder ohne Brillen und Tischtennis für die Kinder mit. Und Tischtennis war so die einzige Sportart, in der ich einigermaßen mithalten konnte, ja sogar auch mal kleine Triumphe feiern konnte. Ich spiele auch heute noch, selten aber regelmäßig und als der Verlag mit der Idee für ein DDR-Comic auf mich zu kam, wollte ich eigentlich gerade eher eine Tischtennis-Manga-Saga schreiben. Ist es ja dann auch irgendwie geworden. Man muss schon etwas selbst erleben, wenn man über die Leidenschaft berichten will.
Fahnenappell – Szene aus Kinderland von mawil
Jens:Du warst doch sicherlich auch Jungpionier? Die Szene mit dem Fahnenappell kennt wohl jeder aus der DDR-Zeit und der Schulzeit. Wie war Dein Verhältnis zur Kirche, kann man dieses von Deinem Protagonisten „Mürgo“ ableiten?
MAWIL: Die Kirche war auf jeden Fall ein Ort, an dem man damals interessante Leute getroffen und sich auch in fremden Gemeinden schneller wohl gefühlt hat, als auf einem fremden Schulhof. Ich bin da durch meine Eltern reingeboren, wurde aber auch zu den Jungpionieren gesteckt. Sicherheitshalber.
Berliner Mauer – Szene aus mawils Comic Kinderland
Jens:Warst Du selbst im Gruppenrat tätig? Ich gestehe, ich war sehr oft „Wandzeitungsredakteur„. Was bedeutete damals für Dich Jungpionier zu sein?
MAWIL: Ich hab mich so mitschleifen lassen vom Kollektiv. Es war halt lästige Pflicht, eine langwierige Zeremonie mehr neben den sonntäglichen Gottesdienstbesuchen. Kinder kann man mit sowas nicht begeistern. Quatsch machen mit den anderen Kids, vorher und nachher, war das einzig Lohnende.
Jens:Ist die Gruppenratsvorsitzende „Angela Werkel“ zufällig eine Anspielung auf die Kanzlerin?
MAWIL: Was? Nein! Das ist reiner Zufall, dass die so heißt. Wie kommst du denn darauf?
Diskoszene 80er Jahre
Jens:Was haben die Winnetou-Filme für Dich bedeutet? Da gibt es ja auch eine ganze Doppelseite zu diesem Thema in Deinem Buch, die letztlich auch grundlegend entscheidend für das Ende des Buches – für „Kinderland“ – und letztlich das Ende der DDR ist.
MAWIL: Die Indianer waren die Helden der DDR. Eine großartige Gelegenheit Westernfilme zu zeigen und zu drehen, denn da ging‘s es ja im Prinzip auch um den Kampf des Volkes gegen den Imperialismus oder wie man das erklärt hat. Außenseiter, Verlierer und Underdogs gingen immer. Egal, ob das nun Alfons Zitterbacke, Che Guevara oder die Olsenbande waren.
FKK-Szene Kinderland von mawil
Jens:Wie schon erwähnt, erinnern viele Szenen und vor allem auch Gegenstände in den Bildern an die Zeit vor dem Mauerfall, wie zum Beispiel die FKK-Szene oder die Kaubelei zur Tischtenniskelle aus dem Westen oder das Honecker-Bild in der Schule, der ASV-Anzug bei Herrn Plagwitz, HO, Muttiheft oder das Magazin Sputnik unter dem Arm von Herrn Maiwald, u.v.a. Kanntest Du dies alles auch selbst oder hast Du diese Szenen und Symbole als Stereotype für die Zone einfach in den Roman mit aufgenommen?
MAWIL: Ich hätte am liebsten noch viel mehr aufgenommen und hab jahrelang Ideen gesammelt, Sachen die mich sicher in meiner Kindheit geprägt haben, aber irgendwann passte nichts mehr rein. Das Ganze sollte ja nicht nur ein Abfeiern von Wiedererkennungen sein, sondern auch noch ein bisschen Geschichte und Drama beinhalten.
HO Kaufhallen – Szene aus Kinderland von mawil
Jens:Wie waren Deine Eindrücke, als Du zum ersten Mal im „Goldenen Westen“ warst?
MAWIL: Das kann man, glaube ich, ganz gut in dem Buch sehen. Das ist ja insgesamt vielleicht nur zu 30% autobiografisch, aber die Mauerfallszene ist so ziemlich 1:1, wie es unserer Familie damals erging.
Im Westen Kinderland – Szene von mawil
Jens:Wie lange brauchst Du für eine Seite bzw. Doppelseite? Und wie lange hast Du für „Kinderland“ gebraucht?
MAWIL: Normalerweise zeichnet man an einer Seite (Schwarz-Weiß-Zeichnung plus Ausmalen) einen Tag. Das Ausdenken davor lässt sich dagegen schwer planen. Ganz lange dauern Entscheidungen, die gefällt werden müssen. Da hat man immer Angst, die falschen zu treffen und dann womöglich 50 Seiten umsonst gezeichnet zu haben. Und wenn man von vorneherein weiß, dass es ein langes Buch wird, welches ganz lange dauern wird und es keinen Unterschied macht, ob man nun heute oder morgen damit anfängt, dann dauert es noch viel länger, als man eigentlich dachte, dass es lange dauert. So zum Beispiel bei Kinderland – 6 Jahre.
Jens:Ich danke Dir für das Interview und noch viel Erfolg bei Deinen weiteren Projekten.
„Hast Du schon gewusst, dass man Lagerregal von hinten wie vorn als Lagerregal lesen kann?“
l-a-g-e-r-e-g-a-l
Genauso verhält es sich mit dem Wort Rentner. RentneR – RentneR. Was für ein Spaß! Solche Wörter nennt man Palindrome vom griechischen in der Bedeutung „rückwärts laufend“. Sie können quasi von beiden Seiten gelesen werden und ergeben exakt dieselbe Zeichenkette.
Unterschied zwischen Palindrom & Ambigramm
Ambigramm Illuminati
Vor dem Begriff Palindrom kannte ich zuerst den Begriff Ambigramm und das auch nur, weil ich 2003 den Roman von Dan Browns „Illuminati“ gelesen habe, wo im Buch geheimnisvolle Ambigramme dargestellt worden. Natürlich wusste ich schon vorher, dass es Buchstaben und Bilder gibt, die einen spiegelhaften, wenn nicht gar einen universellen Anspruch in Form eines Zeichens bzw. einer Buchstabenzeichenkette haben; ähnlich dem Unendlichkeitssymbol des berühmten Möbiusbandes, aber erst da lernte ich die Unterschiede und Besonderheiten der Begriffe kennen.
Das Möbiusband
Das Möbiusband beispielsweise, welches nur eine Kante bzw. eine Fläche hat (es kann nicht zwischen unten und oben oder zwischen innen und außen unterschieden werden), ist für mich ebenso ein typisches Symbol für die Unendlichkeit wie es eben Ambigramme oder Palindrome sind. So kann ich bei einem Palindrom ewig von einer Seite zur anderen switchen und doch bleibt alles gleich – oder unendlich gleich.
Ein einfaches Palindrom
Ein einfaches Palindrom ist zum Beispiel das Wort EHE oder EBBE. Aber auch der Frauenname ANNA, wie die Band Freundeskreis schon richtig in ihrem Song A-N-N-A feststellte „… Du bist hinten wie vorne A-N-N-A …„. Und ein Beispiel für Männernamen-Palindrom wäre hier OTTO. Dagegen längere Wörter zu wissen und diese mal ganz so nebenbei zur Kenntnis zu bringen, kann schon eine coole Nummer sein. Überraschend und äußerst knifflig werden neben Ein-Wort-Palindromen gibt es hier die Satzpalindrome. Hier ist es schon etwas schwieriger welche zu entdecken, die zudem auch noch einen Sinn ergeben.
Beispiele für ein Satz-Palindrom sind:
Die Liebe ist Sieger; stets rege ist sie bei Leid.
Eine güldne, gute Tugend: Lüge nie!
Erika feuert nur untreue Fakire.
Ein Esel lese nie.
Ein Neger mit Gazelle zagt im Regen nie.
O Genie, der Herr ehre Dein Ego!
Trug Tim eine so helle Hose nie mit Gurt?
Gut über Sinn und Unsinn aufgeführter Satz-Palindrome kann man sich hier streiten. Der Interpretation sei hier freien Lauf gelassen. Aber überraschend ist es schon! Hier ist ein Satzpalindrom, welches mir besonders gefällt:
Vitaler Nebel mit Sinn ist im Leben relativ!
Ein Satz-Palindrom, welches ich recht lustig finde:
Pils mit Bier treibt im Slip.
Längstes Palindrom, das ich finden konnte:
Geist ziert Leben, Mut hegt Siege, Beileid trägt belegbare Reue, Neid dient nie, nun eint Neid die Neuerer, abgelebt gärt die Liebe, Geist geht, umnebelt reizt Sieg.
Für Neugierige, die noch mehr Palindrome entdecken wollen, gibt es hier die Liste deutscher Palindrome: