FESTIVAL of LIGHTS – Mit den Augen sehen: Illuminationen in Berlin

FESTIVAL of LIGHTS – UFOs über Berlin

Illumination Siegessäule
Illumination Siegessäule

Nein, Ufos sind es nicht. Aber mit etwas abstraktem Denken und reichlich viel Phantasie könnte der Beobachter meinen, dass die Lichtstrahlen am Nachthimmel von Ufos stammen, die sich im Landeanflug befinden. Gerade im Begriff die Wolkendecke zu durchbrechen und Berlin wird wieder einmal von Neu- und Unbekanntem heimgesucht. Vom Balkon aus sehe ich jeden Abend das ganze Lichtspektakel. Mit einem sehr guten 180 Grad Blickwinkel ist es mir vergönnt viele Orte in unterschiedlicher Entfernung zu lokalisieren, die direkt am FESTIVAL of LIGHTS teilnehmen. „Das sieht ja cool aus“, meinen dann Freunde, die mich besuchen. Eine erstaunliche Kulisse, die es dann gilt zu genießen.

„Berlin Illuminiert“ präsentiert von City Stiftung Berlin

Illumination Brandenburger Tor
Illumination Brandenburger Tor

Über 50 Wahrzeichen und Gebäude Berlins werden aus Illuminationen und Lichtprojektionen in Szene gesetzt. Dies geschieht vom 14. – 25. Oktober 2009. Das FESTIVAL of LIGHTS lässt sich von vielen Perspektiven aus entdecken. So genannte Lightseeing-Touren können nicht nur vom heimischen Balkon aus gestartet werden, sondern auch per Schiff (dem Light-Shipp), per Bus (dem Light-Liner) oder per Velotaxi (dem Light-Velo) und natürlich auch zu Fuß.

Ich sehe etwas, was Du nicht siehst! Außer: Du bist zur Dämmerstunde dabei …

Den Fernsehturm habe ich schon, wie auch letztes Jahr, bewundern dürfen. Hauptbahnhof sowieso, denn an diesem muss ich ja jeden Tag vorbei bzw. hindurch. Brandenburger Tor und die Straße unter den Linden ist ein heute erklärtes Ziel. Bin gespannt welche Lichtimpressionen ich zum diesjährigen FESTIVAL of LIGHTS noch durch Zufall bis zum 25. Oktober 2009 sehen werde? In gewisser Weise muss der Interessierte irgendwie auch Nachtschwärmer in Berlin sein und sich zur Dämmerstunden nach draußen begeben. Hoffe nur, dass mir die Kälte nicht so schnell in die Glieder fährt. Wenn doch, dann sollten wir uns vom Licht erwärmen lassen.

*Änderungen vorbehalten (laut Veranstalter)

(Artikel aktualisiert 07.05.2025)

BVG entdeckt den Mehrwert – Kampagne: „Meine Augenblicke“ flirten und zusammenkommen

Eindeutig zweideutige Bilder – Spiegelbilder der Illusion?

Ich habe sie auch schon gesehen, die Bilder der BVG zur Kampagne „Meine Augenblicke“. Es sitzen sich ein Mann und eine Frau gegenüber und einer von beiden ist zumeist beschäftig oder abgelenkt. Der oder die andere dagegen ist gefangen – vom Gegenüber. Zwischenmenschliche Augenblicke gewürzt mit allseits bekannten Gefühlen von Neugier, Sympathie, … Liebe auf den ersten Blick?

Die Berliner Verkehrsbetriebe stellen mit „Meine BVG“ eine Plattform für Suchende

Wer sucht, der findet! Tja, da hat die BVG, neben ihren diesjährigen Ausfallerscheinungen, einmal eine doch menschenfreundliche „Einfall-Erscheinung“ in Form einer Kampagne mit Mehrwert erschaffen. Was ich aus Anzeigen im [030] Magazin Berlin oder dem Tip Berlin kenne, gibt es nun auch auf der Homepage der BVG. Der Suchende bzw. der Verkehrsteilnehmer kann sich registrieren lassen und einen Text verfassen, „den Augenblick“ festhalten und hoffen, dass dieser von anderer Seite erwidert bzw. gefunden wird.

Die BVG-Nadel im Heuhaufen

Wie hoch die Wahrscheinlichkeit bei rund 3,4 Mio. Menschen in Berlin ist jemanden wieder zu finden bzw. dass ER oder SIE sich auf die Webseite  der BVG begeben und nachlesen … kann MANN & FRAU sich denken. Eine coole Idee ist es allemal, wie ich finde. Und wer weiß, vielleicht klappt es ja doch irgendwie und ein so festgehaltener und postulierter Augenblick führt zu weiteren, dann hoffentlich, gemeinsamen Augenblicken. Wenn ja, dann ist es wieder einmal wie im Film. Eine richtige Filmgeschichte und wie sagt man doch so schön: Die besten Geschichten schreibt das Leben.

Interview Sächsische Zeitung – Jens Böhme: Ein Tausendfüßler stolpert über seine Beine

Der Meißner Autor Jens Böhme hat seinen neuen Roman „Der Tausendfüßler“ veröffentlicht. Darin ist ein Schriftsteller auf der Suche nach Liebe und sich selbst.

 

Jens Böhme mit Roman
Jens Böhme mit Roman

Herr Böhme, Sie sind in Meißen aufgewachsen, leben aber seit sechs Jahren in Berlin. Was verbindet Sie heute noch mit der Domstadt?

Ich bin in Berlin so etwas wie ein Botschafter von Meißen, erzähle immer ganz begeistert vom Porzellan und der Stadt als Wiege Sachsens. Zudem leben meine Mutter und viele Freunde noch in Meißen, da habe ich eine enge Bindung und bin heute immer noch gern dort.

Spiegelt sich die Stadt auch in Ihrem Roman wieder?

Die Stadt im Roman ist zwar fiktiv, aber ich habe beim Schreiben die Meißner Altstadt vor Augen gehabt, Leser haben auch einiges wiedererkannt. Im Buch beschreibe ich ein Café, in dem der Schriftsteller immer sitzt und eines Tages seine Angebetete im gegenüberliegenden Buchladen beobachtet. Witzigerweise gibt es heute bei der Frauenkirche tatsächlich diese Konstellation, da hatte ich die Szene aber schon längst geschrieben. Eine spiegelverkehrte Erfüllung, sozusagen.

Ihr Protagonist Conrad Wipp ist Schriftsteller, kämpft mit einer Blockade, immer öfter fehlen ihm die Worte. Kennen Sie das auch als Autor, schreiben Sie aus eigener Erfahrung?

Das möchte ich mir nicht auf die Fahne schreiben. Sicher kenne ich zum Teil auch solche Probleme, habe auch die Erfahrung gemacht, dass in entscheidenden Momenten die Worte fehlen oder man beim Vorstellungsgespräch bzw. beim Flirt aufgeregt ist. Aber Literatur lebt natürlich von Übertreibung und ich habe die Figur zugespitzt, damit sie plastischer wird.

Immer wieder vergleichen Sie Ihren Helden mit einem Tausendfüßler. Wie sind Sie auf dieses Bild gekommen?

Ein Tausendfüßler setzt synchron seine vielen Gliedmaßen, ohne darüber nachzudenken, wie es funktioniert. Wenn er aber immer öfter darüber nachdenkt, verheddert er sich, kommt ins Straucheln. Genauso ergeht es Conrad, der ständig über das Leben nachgrübelt und darüber, ob ihm die richtigen Worte einfallen oder er die richtige Entscheidung trifft. Darüber vergisst er, einfach zu leben.

Und es ist die Liebe in Form einer schönen Buchhändlerin, die den Helden schließlich rettet?

Ja, mein Roman ist auf jeden Fall eine Liebesgeschichte. So etwas wie ein schöner Film abends im Fernsehen. Ich bin selbst auch eher der romantische Typ und glaube an die große Liebe, da stehe ich dazu.

Wie lange haben Sie denn an Ihrem Roman geschrieben?

Die Idee hatte ich schon im Jahr 2000, seitdem habe ich immer wieder kontinuierlich daran geschrieben, wenn ich Zeit hatte. Weil ich aber nebenbei meine Brötchen auch anderweitig verdienen muss, hat es ein Stück gedauert, bis der Roman schließlich Ende des letzten Jahres fertig war.

Wann haben Sie selbst denn angefangen zu schreiben?

Das war zeitig, schon in der dritten oder vierten Klasse. Da habe ich kleinere Geschichten geschrieben, manche sogar vor der Klasse vorgetragen. Später dann Gedichte und Kurzgeschichten, sogar ein Buch zu einem Filmprojekt. Und mein Debütroman ‚Zweimal Alltag, bitte! – Mit Problemen!!!‘ im Jahr 2000.

Arbeiten Sie derzeit an weiteren Werken?

Ich habe noch ein paar Manuskripte in der Schublade, zudem arbeite ich gerade an einem Projekt, wo ich als Ghostwriter fungiere. Eine Geschichte über einen Großstadtmacho, der überall Geliebte hat und schließlich ein ordentlicher Ehemann wird. Dafür suche ich aber noch einen Verlag.

Das Blog zum Roman: https://dertausendfuesslerroman.wordpress.com/

Autorenporträt Jens Böhme (siehe Sächsische Zeitung – Artikelbild)

Interview: Christiane Raatz

Foto: Claudia Hübschmann

Das Literatur-Blog – der-tausendfuessler.blog

Liebe Leser …

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Ausschau nach Feedback

… nun gibt es den Roman schon knapp ein viertel Jahr auf dem Markt. Jene Leser, die ein Autorenexemplar von mir persönlich erworben haben, gaben vielmals nach dem Lesen ein Feedback zum Inhalt des Romans „Der Tausendfüßler“. Natürlich fällt dieses immer unterschiedlich aus. Jeder hat seine eigene und vor allem andere Sichtweise auf den Text, die Story, den Protagonisten, die Liebe, den Plot quasi auf jede einzelne Szene. Jeder der LeserINNEN hat mitunter so seine eigene Lieblingsstelle-, Kapitel oder sogar Lieblingsphrase, wie ich erfuhr. Sicherlich gibt es auch die ein oder andere Stelle, Szene oder einen Fund, der möglicherweise für den ein oder anderen nicht als Highlight empfunden wird. Möglicherweise ist auch das Cover oder der Schreibstil Geschmacksache. Kritik, egal wohin das Pendel ausschlägt, ist in jedem Fall gut, vor allem wenn sie konstruktiv und ehrlich-fair ist. Nur so kann ich als Autor selbst reflektieren, ob ich das, was ich bezwecken wollte, auch geschafft habe. Und der ein oder andere Tipp kann für nächsten Roman ganz hilfreich sein. Doch es sei gesagt: Jeder Roman wird anders sein. Zwei Projekte liegen noch in der Schublade und sind definitiv nicht mit dem Roman „Der Tausendfüßler“ zu vergleichen. Genauso wenig mit dem Debüt „Zweimal Alltag bitte! – Mit Problemen!!!“ Lasst Euch überraschen …

Eine Plattform für das Feedback, Kritik und Austausch über den Liebesroman – Der Tausendfüßler

Diejenigen, die mir eine Feedback via E-Mail, Facebook, XING, Stayfriends oder gar per „Old Scool“ über einen Brief gesendet haben, möchte ich gern nach und nach mit Auszügen bzw. dem Kompletttext auf dem Blog veröffentlichen. Ob nun positiv oder negativ, wenn ich das Feedback selbst auswähle, dann wird dies Anonym geschehen. Keiner braucht sich da zwecks Namen, Datenschutz Sorgen machen. Postings zu einzelnen Artikel bzw. zum Romaninhalt werden sowieso direkt freigegeben. Hat der Leser (der Kritiker) kein Problem genannt zu werden, dann werde ich den Vornamen beim Feedback mit erwähnen. Ich frage vorher natürlich persönlich nach, ob das okay ist.

Ein Konvolut der Resonanz

Es soll ein kleines „Konvolut der Resonanz“ werden. Ich bin noch am Überlegen, ob ich dafür eine extra Seite bei wordpress.com auf meinem Blog anlege oder ob ich sukzessive Kommentare in Abständen in einer extra Rubrik poste, die dann gern kommentiert werden können. So können wir gemeinsam darüber diskutieren, wie die eigene Sichtweise auf diesen oder jenen Aspekt der Geschichte zu Stande kommt. Ob etwas richtig oder falsch ist und was sich der Leser bzw. der Autor gedacht hat. Ich werde mir am Wochenende Zeit nehmen und entsprechende Gedanken darüber machen, welche Variante für den Austausch am sinnvollsten ist.

Ich bin jetzt schon gespannt und freue mich auf die Diskussionen mit Euch … Euer Jens

Linktipps für Job und Karriere auf ABSOLVENTA – Jens Böhme

Job und Karriere – Links des Monats (07/2009)

Jobbörse ABSOLVENTA
Jobbörse ABSOLVENTA

Die Jobbörse ABSOLVENTA bringt stets am Ende des Monats einen Artikel „Job und Karriere Links des Monats“ heraus. Ein kleines Konvolut an aktuellen und interessanten Links zusammengestellt rund um das Thema Arbeitswelt, Karriere und Job’s.

Im Monat Juli 09 mit folgenden Themen:

Wie groß ist eigentlich Dein Netzwerk und bringt Dir „Die Macht der Kontakte“ überhaupt etwas? Wäre es zudem nicht schön im Supermarkt „Pillen für die Eins“ kaufen zu können. Umstrittenes Gehirndoping – leistungssteigernde Medikamente unter die Lupe genommen. In den Linktipps des Monats Juli der Jobbörse ABSOLVENTA erfährst Du weiterhin Interessantes zu den Themen: 1. Kurzarbeit für Berufseinsteiger in der Krise. 2. MBA-Absolventen orientieren sich neu – Solokarriere oder ab in den Mittelstand. Am Ende ein etwas anderer Linktipp: Akademiker kommen sehr spät in den Beruf und ins Bett – zum Sex. Los geht’s!

Hier geht es zum Artikel:

  • Job und Karriere Links des Monats (06/2009) (Link nicht mehr vorhanden)
  • Job und Karriere Links des Monats (07/2009) (Link nicht mehr vorhanden)

Info: Im Rahmen meiner Arbeit bei ABSOLVENTA habe ich damals initial die Link-Tipps des Monats etabliert. Leider weiß ich nicht, wie lange diese nach meinem Weggang gepflegt wurden und ob es diese heute noch gibt? Es war jedenfalls immer wieder spannend nach neuen Themen in der Arbeitswelt zu recherchieren und es hat mir großen Spaß gemacht kleine Abstracts zu schreiben.

Artikel von Jens Böhme auf ABSOLVENTA:

(Artikel aktualisiert 19.03.2025)

Interview WochenKurier – Jens Böhme: Als Schriftsteller brauchst Du viel Puste

„Als Schriftsteller brauchst Du viel Puste“

von Andrè Schramm

Kurz gefragt: Hobbyautor Jens Böhme und sein neues Werk

 

Jens Böhme mit dem Roman Der Tausendfüßler
Jens Böhme – Der Tausendfüßler

Der Autor und ehemalige Schüler des Franziskaneum Jens Böhme hat gut ein Jahrzehnt nach seinem Debüt nachgelegt. WochenKurier sprach mit dem 31-Jährigen über sein neues Werk, das er selbst als Dienstag-Abend-Liebesgeschichte bezeichnet.

MEISSEN. Sie leben seit knapp sechs Jahren in Berlin. Welchen Bezug haben Sie noch zu Meißen – ihrer Heimat?

Meine Familie und  Freunde wohnen hier, deshalb bin ich öfter zu Besuch.

Wie wird man eigentlich Schriftsteller?

Bei mir hat es angefangen mit Liebesgedichten und Kurzgeschichten während meiner Schulzeit. Es folgten erste Veröffentlichung und Lesungen.

Bei Literaturfest waren Sie gar nicht.

Das stimmt. Ich wäre gern dabei gewesen, hatte aber beruflich zu tun. Vielleicht klappts ja nächstes Jahr.

Also ist das Schreiben nach wie vor Hobby?

Ja. Leben kann ich davon nicht. Wenn am Ende eine Null steht, bin ich zufrieden.

Womit verdienen Sie dann ihr Geld?

Ich bin in der Medienbranche tätig. Das war übrigens auch ein Grund, warum ich nach Berlin gegangen bin.

Ihr Liebesroman trägt den Titel „Der Tausendfüßler“. Worum geht’s?

Der Roman dreht sich um einen Schriftsteller, der den Lebensmut verloren hat und zurückgezogen lebt. Als er die Buchhändlerin Miria kennen lernt, verändert sich sein Leben gewaltig. Man könnte sage, es ist eine `Sat.1-Dienstag-Abend-Liebesgeschichte`, allerdings mit mehr Tiefgang, Humor und unheimlichen Begebenheiten.

Sie haben ihr Werk über  die  „Book on Demand Variante“ veröffentlicht. Warum?

Es ist gerade für Nachwuchs-Autoren eine gute Möglichkeit, etwas ohne riesige finanzielle Belastungen zu veröffentlichen und das schon bei einer Auflage ab 30 Stück. Dabei kann das Buch bei entsprechender Nachfrage auch vervielfältigt werden. Die Auflage ist also unbegrenzt.

Viele erfolgreiche Autoren haben klein angefangen. Was glauben Sie, gibt es ein Erfolgsrezept?

Ich denke Kontinuität ist sehr wichtig. Viele Autoren beginnen stark und lassen dann genauso stark nach. Als Schriftsteller brauchst Du viel Puste.

Infos: https://der-tausendfuessler.blog/

(asc)

Tagebuchauszug: 16. Februar 2007

Wenn ein Obdachloser in der U-Bahn eine Rede hält

Berlin, 16. Februar 2007

„[…] Fuhr ich doch Richtung Kochstraße in der U-Bahn unter der Friedrichstraße, um dort Sushi zu holen für den gemeinsamen Abend in unserer WG.

Steigt doch zwei Stationen vorher wieder ein Obdachloser in den Waggon ein und beginnt seine Rede. Schon als ich ihn einsteigen sah, dachte ich mir genervt:

‚Jetzt geht schon wieder die alte Leier los.‘

Doch es kam anders als gedacht!

Nach dem typischem ‚Hallo, ich …‚, ging er witzig über zu ‚… ich nehme auch Diamanten, Brillanten, Aktienpapiere, Kreditkarten …‘ Die Leute in deren Gesichter ich das Gleiche las, was ich zuvor dachte, fingen an zu grinsen. ‚Ein bisschen Spaß muss sein‘, fuhr er fort, ‚unterstützten Sie meine ICH-AG. Angie, unsere Angie, mit der ich gestern noch telefoniert habe, macht das auch …‘

Einige der Leute mussten daraufhin richtig lachen, aber leider gab keiner von ihnen etwas. Ich muss gestehen, ich auch nicht. Bin derzeit zu knapp bei Kasse, um hier und da den Fragenden etwas zu geben und ich hatte auch just in diesem Moment kein Kleingeld dabei. Die „Angie“ ist sicherlich nicht – knapp bei Kasse –, obwohl sie ja den begehrtesten ICH-AG-Job in Deutschland hat, den es zu vergeben gibt:

Nämlich ‚Bunte-Kanzlerin‘ … wie der Obdachlose noch am Schluss erwähnte bevor er uns dann wieder verließ. […]“

Jens Böhme – Auszug aus den Tagebüchern meines Lebens

Hier gibt es mehr Infos über das Tagebuchschreiben und auch Bildern von meinen Tagebüchern:

Bücher von Jens Böhme:

(Artikel aktualisiert 14.05.2025)

Der Tausendfüßler – Interview im Wochenkurier mit Jens Böhme

Das Interview zum Roman „Der Tausendfüßler“ mit Jens Böhme

Jens Böhme - Der Tausendfüßler
Jens Böhme – Der Tausendfüßler

Letzte Woche befand ich mich in meiner Heimat in Meißen. In erster Linie zu Besuch bei meiner Mutter, die ich hiermit herzlichst grüße! Ein anderer Grund war ein Interview-Termin beim ansässigen Wochenkurier im Vorfeld des Meißner Literaturfestes. Zusammen mit einem Journalisten wollte ich über das Romanprojekt sprechen und den Roman „Der Tausendfüßler“ vorstellen.

Da die Online-Medien oft etwas schneller sind als das Printmedium selbst habe ich jetzt schon ein Interview für die interessierten Leser meines Romans. Das Interview erschien im Wochenkurier am 16. Juni 2009. Komplett zu lesen unter nachfolgendem Link:

Anmerkung des Autors zum Link „Interview mit Jens Böhme im Wochenkurier “ (7. Juli 2009):

Leider ist der Link zum Interview im Wochenkurier nur für einen begrenzten Zeitraum aktiv gewesen. Es gibt kein Archiv und seit letzter Woche verweist dieser nur auf die Startseite vom WochenKurier. In Kürze folgt das Interview in einem neuen  Artikel als Posting oder Scan. Ich bitte um etwas Geduld für den interessierten Leser. (JB)

(Artikel aktualisiert 12.05.2025)

An einem Freitag – Der Roman „Der Tausendfüßler“

An einem Freitag

Im Laufe des Donnerstags in der vergangenen Woche bekam ich endlich die lang ersehnte E-Mail von Frau L.; meiner Betreuerin vom Verlag.

„Guten Tag Herr Böhme, der Buchbinder hat mich informiert, dass Ihre Autorenexemplare morgen ab 10 Uhr zur Abholung bereit stehen …“

Was für eine schöne Nachricht. Den Zuschuss für den Restbetrag meiner Autorenauflage hatte ich einen Tag zuvor schon angewiesen und mit jener freudigen Nachricht erst in der kommenden Woche gerechnet. Doch, dass es so schnell geht, überraschte mich. Ich habe sogleich beim Verlag angerufen und den Termin zur Abholung bestätigt. Da mir nun aber im Moment kein Auto zur Verfügung steht, musste ich schnell überlegen, wie ich die Kartons vom Verlag (Bezirk Mitte – Ortsteil: Gesundbrunnen) nach Hause transportieren kann. Die Aniko, eine gute Freundin von mir, hatte mir schon zugesagt, dass wir mit ihrem PKW jederzeit nach der Arbeit bis 18 Uhr zum Verlag düsen könnten. Nun war aber der nächste Tag – ein Freitag. Und Freitag gab es nur die Möglichkeit bis 16 Uhr die „heiße Ware“ abzuholen. Jeder wird mich sicherlich verstehen, dass ich es nach so langer Wartezeit einfach nicht erwarten konnte. Ich wollte definitiv am Freitag die Bücher in meinem trautem Heim haben.

Eine Sackkarre muss her

Eine Sackkarre
Eine Sackkarre

Also rief ich in spontan unseren Hausmeister im Wohnobjekt an, ob er denn nicht eine Sackkarre zur Verfügung hätte, die ich mir kurzfristig ausleihen dürfte. Und siehe da: In wenigen Minuten hatte ich am Freitagmorgen ein Transportmittel zur Verfügung. Vorher noch schnell bei meinem Zahnarzt (Baumschulenweg – Bezirk Treptow-Köpenick) vorbei geschaut und anschließend mit der zusammenklappbaren Sackkarre, sowie tauber Gesichtshälfte und einem reparierten Zahn ab zum Verlag auf die Schwedenstraße.

3 Kartons voller Romane

Genau 3 Kartons voller Romane und 50 Postkarten mit Cover und Bestelldaten warteten im Verlagsbereich auf mich. Freudestrahlend nahm ich die Bücher an und verpflichtete spontan Frau L. doch ein paar Fotos zu knipsen, um den Augenblick fest zu halten. Zwar war meine linke Gesichtshälfte taub und die Zunge von der Betäubung sehr schwer, aber ich denke die Freude kann man mir doch schon sehr ansehen.

Freude über die Bücher
Freude über die Bücher

Fragen zum Ablauf gibt es ja immer und so habe ich Frau L. noch ein wenig über dies & das gelöchert. Wann zum Beispiel die ISBN 978-3-86805-384-5 wirklich frei gegeben ist? Wie lange es dauert, dass der Roman bei LOB (Lehmanns Online-Bookshop), bei Amazon.de oder direkt beim Online-Bookshop des Verlages (Pro BUSINESS Online-Bookshop) bestellbar ist? Auch hat mich interessiert, wann „Der Tausendfüßler“ im VLB (Liste der lieferbaren Bücher des Buchhandels) gemeldet sein wird? Einige Dinge, meinte Frau L., brauchen noch ca. 1-2 Wochen, dann sollte alles soweit durch sein. Aber Bestellungen können quasi jetzt schon beim Verlag eingehen, gab sie mir mit auf dem Weg.

„Der Tausendfüßler“ – Ein Liebesroman

Ich verabschiedete mich und in völliger Ruhe, super entspannt und äußerst glücklich fuhr ich mit den Büchern durch Berlin Mitte. Erst mit der U-Bahn Richtung Alex, dann über den Alexander Platz vorbei an der Berliner Weltzeituhr und weiter über Friedrichstraße zum Hauptbahnhof. Dort ausgestiegen, bin ich die letzten Meter mit der Sackkarre und den Kartons stolz wie eine Mutter mit ihrem Kinderwagen und ihrem darin befindlichen Sprössling nach Hause getingelt. Natürlich konnte ich die Kartons nicht einfach nur in die Ecke stellen. Nein, sie mussten sofort entleert werden. Also habe ich alle Bücher ausgepackt und auf einem Tisch im Flur akkurat aufeinander gestapelt. Die meisten Bücher blieben vorerst in der Schutzfolie verpackt. Aber das erste Dutzend trennte ich sofort von der Folie und fing an zu signieren; da ich ja schon einige Bestellungen eingetroffen waren. Nachdem die ersten Bücher mit Widmung versehen waren, mussten diese nur noch versandfertig gemacht werden. Und dann …

… dann konnte „Der Tausendfüßler“ im wahrsten Sinne des Wortes nun endlich auf die Reise gehen. Geradewegs hin – auf den Weg zum Leser.

Gedicht: Dialog mit der Liebe – Jens Böhme auf dem Zeilensurfer

Mein Text auf dem Zeilensurfer – Das Gedicht: Dialog mit der Liebe

Dialog mit der Liebe

Wieder einmal war ich am Boden
– mit dem Herzen.

Als mich die Liebe fragte:
„Und, mein Junge? Soll ich
Dir helfen? …
Es liegt in meiner Macht.“

Antwortete ich mit zwei
Buchstaben:
„NEIN.“

Das Gedicht „Dialog mit der Liebe“ zu lesen auf zeilensufer.de. (Leider gibt es diese Seite nicht mehr – Stand: 13.02.2014)

Das lange Warten hat ein Ende

Berlin, 6. Mai 2009

Eigentlich hätte ich ja heute den Prototypen erhalten sollen, um alles zu checken und um dann mein „Okay“ für die Freigabe zum Druck zu geben. Aber der Briefkasten war leer. Ich bin extra zweimal zum Briefkasten gegangen. Felsenfest habe ich damit gerechnet das erste Buch – wenn auch nur den Prototypen – heute in der Hand zu halten. Frau L. vom Verlag meinte Mittwoch. Also hatte ich mich auch geistig auf Mittwoch eingeschossen. Natürlich weiß ich, dass nicht immer alles auf den Tag, die Stunde, ja auf die Sekunde genau terminiert oder versprochen werden kann. Auch wenn wir das immer gern so hätten. Also heißt es noch einmal eine Nacht schlafen und dann mit großer Erwartung erneut zum Briefkasten gehen.

Ich fühle mich im Moment wie damals als Kind zu Weihnachten oder vor dem Geburtstag: Ich kann es kaum Erwarten …

Berlin, 7. Mai 2009

Cover - Der Tausendfüßler
Cover

Yeahhh … heute habe ich ihn endlich im Briefkasten gehabt – den Prototypen. Erst als ich wieder in der Wohnung war, habe ich die Büchersendung hastig ausgepackt und das Büchlein bewundert. Auf dem Sofa in meinem Zimmer bin ich dann wild ins Blättern geraten und habe mir alles genau angeschaut. Mit einem himmlischen Glücksgefühl, konnte ich dann entspannt realisieren, dass es jetzt den Roman „Der Tausendfüßler“ wahrhaftig gibt.

Nach dem Check und der Druckfreigabe warte ich nun auf die Bestätigung, dass ich meine Autorenexemplare erhalte und die ISBN-Nummer frei geschaltet ist. Erst dann kann der Roman bei mir, in den Buchhandlungen oder über den Verlag bestellt werden.

Berlin, 8. Mai 2009

Nein, ich habe nicht geträumt. Jetzt hat sich die Geschichte in einem handfesten Buch tatsächlich materialisiert. Auch am Morgen nach Erhalt des Prototypen war das Buch immer noch fassbar … und dies wird es mit Sicherheit auch bleiben. „Ick freu mir!“ würde der Berliner sagen.

Der Tausendfüßler von Jens Böhme – Roman-Layout des Buchumschlags

Umschlagcover - Der Tausendfüßler
Buchumschlaglayout – Der Tausendfüßler

Umschlaggestaltung – Der Tausendfüßler

So und nicht anders sieht der Roman im Buchumschlaglayout aus. Das Layout gefällt mir außerordentlich und ich denke, dass das Bild wie die Faust aufs Auge auch zum Titel und zum Inhalt passt. Es gab lange Diskussionen in unserer WG und bei meinen Freunden, welches Bild am geeigneten sei.  Zwischen zwei Varianten in unterschiedlichen Variationen mussten wir  uns bzw. ich mich entscheiden.

Das Endprodukt im Layout übertraf meine Vorstellungen und ich bin hoch erfreut es nun präsentieren zu können.

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