Interview mit der Berliner Band Berge auf Hauptstadtstudio

  1. Interview mit der Band Berge zum Debütalbum „Keine Spur“
  2. 10 Fragen an die Berliner Band Berge

Interview mit der Band Berge zum Debütalbum „Keine Spur“

Berliner Band Berge
hoertberge.de

Vor kurzem habe ich hier in der Rubrik „Videos auf dem Blog“ das Lied „Die fetten Jahre sind vorbei“ von Berge vorgestellt. Hauptstadtstudio hat 10 neugiere Fragen an die Band gestellt, die Rocco, einer der vier Bandmitglieder, mir gern beantwortet hat. Mehr Informationen zur Berliner Band Berge wie Twitter, Homepage, Debütalbum „Keine Spur“ und natürlich das Interview können Interessierte auch auf hauptstadtstudio.com lesen.

Es folgt der Artikel mit dem Interview der Band Berge:

„Keine Spur“ das Debütalbum der Berliner Band Berge

In Berlin steckt viel Musik. In den Clubs, auf den Straßen, in Proberäumen, in den Zimmern von Wohngemeinschaften, auf der Sommerwiese im Tiergarten oder auf den öffentlichen Plätzen wie zum Beispiel dem Alexanderplatz; letztendlich in den hiesigen Konzerthallen. In der Hauptstadt tummeln sich viele Künstler, vor allem auch Musiker unterschiedlicher Genre. Einsame Solisten, erquickende Duos, aber auch Zusammenschlüsse mehrerer Musiker – leidenschaftliche Liebhaber von Melodien und Texten – zu einer Band, sind hier auf ihren Instrumenten unterwegs.

Die Berliner Band Berge kommt direkt von der Spree. Berge, das sind vier gebürtige Berliner, die neuen Schwung in das deutschsprachige Popkarussell bringen. Die Band, deren Stimme die Sängerin Marianne ist, besteht seit dem Jahr 2007. Mit den drei Musikern Rocco, Jakob und Rüdiger komplettiert sich das Band-Quartett. Am 6. Februar 2010 erschien das Debütalbum „Keine Spur“. In Online-Shops wie zum Beispiel iTunes, Musicloadoder bei Amazon ist das Album bereits erhältlich. Musik und Texte produzieren und schreiben Berge selbst. Die Band gestaltet eigenhändig das Artwork, ihre Videos und Kurzfilme. Das Hauptstadtstudio war neugierig und stellte der Band Berge 10 Fragen. Rocco „einer der 3 Kerle“ aus der Band stand Rede und Antwort.

10 Fragen an die Berliner Band Berge

Jens: Hallo „Berge“ ich grüße Euch und bin neugierig. Ich kann mir vorstellen, dass Ihr die Frage schon oft gehört habt. Also die nervigste Frage zu Beginn: Wie seid Ihr auf den Bandnamen „Berge“ gekommen?

Berge: Na dann legen wir mal los …Der Name war eine teilweise intuitive und am Ende eine rationale Entscheidung. Einer unserer Songs fängt mit diesem Wort an und heißt auch so, dadurch hat sich das Wort lange Zeit in die Köpfe gebrannt als wir noch keinen Namen hatten. Und als es dann um die Namensfindung ging, sollte der Bandname auch ein paar Kriterien erfüllen: Kurz sollte er sein. Er sollte deutlich erkennbar machen, dass es sich um eine deutschsprachige Band handelt. Er sollte viele Bilder hervorrufen, ohne ein Phantasiewort zu sein. Da war die Entscheidung recht schnell da.

Jens: Wer schreibt bei Euch die Texte und welche Begebenheiten inspirieren Euch dabei? Wo sucht Ihr die Kreativität?

Berge: Die Texte und die Musik schreiben Rocco und Marianne zusammen. Die Themen dafür sind weit gefächert, oft einfach nur von dem abhängig, was einem in der Zeit gerade beschäftigt. Grundsätzlich handeln die Texte irgendwie von der Natur des Menschen, von Denkweisen oder eigenen Beobachtungen, ohne dabei zu sehr vorzuschreiben, was jeder einzelne zu hören hat. Kreativität ist eigentlich immer da, wenn man sie zulässt und nicht zu angestrengt ein ganz bestimmtes Ergebnis erzwingen will. Sobald eine Textpassage oder ein paar bestimmte Klänge einen berühren, entsteht der Rest des Songs von selbst.

Jens: Seit 6. Februar ist Euer Debüt-Album „Keine Spur“ in den Online-Shops zu bekommen. Wie lange habt ihr an dem Album gesessen?

Berge: An dem Album Haben wir ca. ein Jahr gesessen und es in unserem alten Proberaumstudio aufgenommen. Inklusive Songs schreiben und allem was dazu gehört. Es war ein langer Weg, der sich für uns aber gelohnt hat, denn wir konnten alles so umsetzen wie wir uns das gewünscht haben.

Jens: Was ist der Hintergrund des Titels „Keine Spur“, der sowohl Albumtitel als auch Titel einer der Songs ist?

Berge: Auch hier gilt wieder: Jeder kann sein eigenes Bild vom Song bzw. vom Titel haben. Der eine hört vielleicht einen Dialog zwischen zwei Menschen aus dem Songtext, ein anderer vielleicht einen Text über Vergänglichkeit und das am Ende eh alles wieder zu Staub wird. Im Zuge des CD Titels ging es darum, dass Musikhören in der heutigen Zeit wie ein Rummelbesuch, kurzlebig und ohne Nachhaltigkeit, funktioniert. Vor 10 Jahren hat man jede CD deutlich öfter gehört und auch mehr geschätzt. Das ist sicherlich nicht pauschal bei jedem so, aber in der Masse kann man die Entwicklung erkennen und darum geht’s in diesem Albumtitel.

Jens: Ihr seid harmoniesüchtig und Romantiker habe ich gehört und gelesen. Der Song „scheinbar“ drückt dies, meines Erachtens, sehr stark aus. Was bedeutet das Wort „Romantik“ für Euch und Eure Musik?

Berge: Romantik ist für uns auf jeden Fall kein klischeebehafteter oder kitschiger Begriff, eher ein Ausdruck mutig mit Emotionen jeglicher Art umzugehen. Wirklich romantisch sind wir aber eher nicht, vielmehr harmoniesüchtig im Sinne der musikalischen Harmonien. Pop ist nun mal Pop und wir alle sind unter anderem auch mit Popmusik groß geworden.

Jens: Neben anderen interessanten Schlagwörtern zu „Berge“ definiert Ihr Euch mit der Phrase „Suche nach besonderen Momenten“. Wo sucht Ihr diese Momente für Euch? Wie stark könnt Ihr diese in der Musik festhalten?

Berge: Ob ein Moment etwas Besonderes ist oder nicht bestimmt nicht der Umstand, sondern die Betrachtungsweise. Sprich: Wir suchen eigentlich in den meisten Momenten eine Besonderheit. Egal ob man auf dem schönsten Konzert seines Lebens ist oder einfach nur aus dem Fenster schaut und Tauben beobachtet. Wenn man Interesse hat genauer hinzusehen, dann kann man viel entdecken wo man oft vom Alltag abgelenkt ist. Mit der Musik ist das ähnlich, du kannst einen Song schreiben und danach auch versuchen ihm kleine Besonderheit zu verleihen, egal ob im Text oder im Sound.

Jens: Unabhängig davon, dass Ihr mit Sicherheit Eure eigene Note habt. Provokativ gefragt: Was sagt Ihr zu einem Vergleich mit Silbermond?

Berge: Wir sind eine deutschsprachige Pop/Rock Band mit einer dunkelhaarigen Sängerin und 3 Kerlen, welche die typischen Rockband Instrumente spielt. Da können sehr viele Ähnlichkeiten gefunden werden. Man kann es aber auch lassen und sehen was an Berge eigen ist. Der Vergleich wäre berechtigt, wenn wir bewusst Silbermond kopieren würden, das ist aber nicht der Fall, daher ist der Vergleich für uns hinkend. Es ist ja auch irgendwie nachvollziehbar das man, wenn man nicht bekannt ist, erst mal mit etwas Bekanntem in Verbindung gebracht wird.

Jens: Beim Titel „Die fetten Jahre sind vorbei“ muss ich unweigerlich assoziativ an den Film mit Daniel Brühl denken. Aber lassen wir das. Wie ist der Titel „Die fetten Jahre sind vorbei entstanden“? Gibt es dazu ein Geschichte?

Berge: Die Refrainmelodie und die Textzeile kamen mir (Rocco) beim Hören eines Foo Fighters Songs in den Kopf; ohne dass ich in jener Zeit den Film gesehen habe. Es war durchaus in der Band ein Thema, ob wir den Text abändern sollten, aber irgendwie passte die Melodie nur mit dem Text zusammen. Also haben wir’s so gelassen. Die Zeile hat jedenfalls keinen Bezug zum Film gehabt.

Jens: Wo und wann können Fans Euch dieses Jahr auftreten sehen? Gibt es schon Termine?

Berge: Wir spielen am 18.03.2010 in München im Ampere. Weitere Termine folgen ganz bald.

Jens: Wie sieht Eure Zukunft aus, was habt Ihr demnächst vor und ist schon ein 2. Album geplant?

Berge: (Rocco lacht) Album 2 – so etwas ist, glaub ich, immer geplant oder nicht? … Wir schreiben neue Songs, spielen ein paar Mal live und toben uns noch mehr aus was Animationsfilme etc. angeht. Wir wollen vor allem live eine Menge mehr auf die Bühne zaubern als nur 4 Musiker mit ihren Instrumenten. Es steckt alles noch in den Kinderschuhen, aber man kann schon ganz gut erkennen, wo die Reise hingehen soll. Kommt vorbei und schaut es euch einfach an.

(Das Interview führte Jens Böhme mit der Band „Berge“)

(Interview mit der Berliner Band Berge ehemals veröffentlicht auf hauptstadtstudio.com siehe auch Link zur ehemaligen Seite WayBackMaschine)

Berliner Künstler Toni Mahoni stellt am Freitag 26.02.2010 seine neue CD „Irgendwat Is Immer“ im BKA-Theater Berlin vor

Toni Mahoni Tourneebeginn im  BKA Theater in Berlin

Toni Mahoni - Irgendwat Is Immer
© Toni Mahoni – Irgendwat Is Immer

Rauchige Stimme, immer einen „juten Spruch uf Laga“, sowie Lieder und Geschichten aus dem Alltag, so kennt man Toni Mahoni. Als ehemaliger Videoblogger bei spreeblick.com können Fans seine neuesten Kommentare auf seiner Homepage tonimahoni.com (Link nicht mehr aktuell 08.02.2026) verfolgen.

Nach der Vorstellung seines Debütromans „Gebratene Störche“ am 22.02.2010 im Berliner Kaufhaus Dussmann legt Toni Mahoni nach. In Folge seinem ersten Album „Allet Is Eins“ stellt er nun im BKA-Theater (Mehringdamm 34, Berlin-Kreuzberg) zusammen mit seiner Band am 26.02.2010 seine neue CD „Irgendwat Is Immer“ vor. Dies ist gleichzeitig auch der Tourneestart des Künstlers Toni Mahoni.

(Artikel aktualisiert 08.02.2026)

Herzlichen Glückwunsch! – Mein Blog „Der Tausendfüßler – Das Blog zum Roman“ wird ein Jahr alt und feiert Geburtstag

Ein Jahr Liebesroman „Der Tausendfüßler“ von Jens Böhme

Jens Böhme
Jens Böhme

Seit nunmehr einem Jahr existiert mein Blog zum Roman „Der Tausendfüßler“. Am Anfang stand thematisch primär die Entstehung des Romans im Vordergrund. Das Blog, mein Autorenblog, sollte als Sprachrohr für den Autor fungieren. Dem Leser und Interessierten wollte ich so die Chronologie der Entstehung meines Romans darlegen; begonnen von der Idee, bis hin zum Manuskript, über Titelfindung und letztendlich die mühsame Suche nach einem Verlag. In Artikeln habe ich mich dann vor genau einem Jahr dieser Thematiken angenommen und somit dem Leser einen kleinen Einblick in meine Autorentätigkeit gegeben.

Die Geburt des Romans „Der Tausendfüßler“ Ende Mai 2009

Als es dann Ende Mai 2009 soweit war und die freudige Nachricht vom Verlag Pro BUSINESS GmbH kam, dass der Roman gedruckt und erhältlich sei, begann die 2. Phase für mich und mein Blog. Vorbestellungen von Freunden und Bekannten musste ich koordinieren und hatte auch selbst den Anspruch an mich, dass der Liebesroman rund um den Protagonisten Conrad Wipp und Miria Marck schnellstmöglich auch an den schon wartenden Leser geht. Zum einen, um jene, die immer wieder nachgefragt haben endlich mit Lesestoff zu versorgen und zum anderen, um nach und nach Feedback zur Story zu erhalten. Der Gedankenaustausch zum Buch selbst und zum Inhalt kam dann oft über E-Mail oder in einem persönlichen Kontakt. Es gab natürlich auch den ein oder anderen Leser, der auf meinem Blog gepostet hat. Als Autor habe ich mich jedes Mal sehr darüber gefreut und hoffe natürlich weiterhin reges Interesse zum Text zu erwecken und Meinungen über das Blog zu erhalten.

Literatur und Kultur: Ein wenig SEO (Suchmaschinenoptimierung) und Erweiterung der thematischen Palette auf dem Blog „Der Tausendfüßler – Das Blog zum Roman“

Weiterhin hatte ich mir das Ziel gesetzt den Roman über die Grenzen meines bestehenden Leserkreises hinaus bekannt zu machen. Ein wenig Online-Marketing in eigener Sache brachte auch den Erfolg bei Google. Sukzessive mit euphorischer Autoreninitiative gab es dann den ganzen Sommer 2009 über kleine Maßnahmen im Internet. Außerdem gingen Bücher an Redaktionen und es gab auch einige Rezensionen dazu. Natürlich half mir das Internet sehr bei der Bekanntmachung des Liebesromans; nicht zuletzt durch das Blog „Der Tausendfüßler“, das als URL unter „dertausendfuesslerromen.wordpress.com“ im Netz zu finden ist. Über die Zeit erweiterte sich zudem das thematische Spektrum des Blogs. Es lag mir persönlich sehr am Herzen auch andere Genre von Kunst & Kultur in das Blog mit aufzunehmen. Es hat mir großen Spaß gemacht von Theaterbesuchen, zum Beispiel im Galli Theater, von Comedians, Musicals und interessante Ereignisse vor allem im Berliner Raum aus meiner ureignen Sichtweise zu berichten. Ich hoffe, es ist mir gelungen? Unter anderen kann ich dadurch helfen andere Künstler bzw. Institutionen im Bereich der Kultur bekannt zu machen und interessante Informationen bereit zu stellen.

Generalistischer Anspruch des Blogs zum Thema Liebe & Partnerschaft, sowie Kunst und Kultur

Das Blog – Der Tauendfüßler – ist demnach nicht nur ein Sprachrohr für den Liebesroman „Der Tausendfüßler“, sondern auch für das Thema Liebe & Partnerschaft an sich. Ich bin nicht der einzige Künstler, der dazu eine Produktion sein eigen nennt. Nein, auch ich bin Leser, Zuschauer, Hörer und begeisterter Betrachter von Kunst & Kultur in Bezug auf zwischenmenschlichen Themen; vor allem der Liebe. Durch eigene Sichtweisen, Rezensionen und Aktivitäten in Berlin mache ich den Autor Jens Böhme selbst etwas transparenter und der Name auf dem Buchtitel wird für den Leser fassbarer; einfach menschlicher. Das ist mein Anspruch.

Die Kunst ist für das Publikum da – Schritt für Schritt zu dem was noch kommen mag …

Nicht nur im sogenannten „Contentbereich“ wuchs mein Blog, sondern auch die Kategorien einzelner Seiten wurde verfeinert.  Die Rubrikenanzahl ist gestiegen, die Schlagwortwolke hat sich aufgebläht und jensboehme Twitter wurde integriert. Das Blog steht natürlich immer noch im Zeichen des Tausendfüßlers – des Liebesromans „Der Tausendfüßler“ -, aber wie der Name schon assoziiert und das Leben in all seinen tausend, ach was sage ich, Millionen bis unendliche Facetten reich an interessanten Themen ist, so soll auch dieses Blog eben diese verschiedenen Nuancen von Literatur und Kunst einfangen. Ich werde weiterhin Einladungen folgen, mich selbst auf dem Weg begeben und neugierig von den neuesten Kinoereignissen, Theatervorstellungen, Buchpublikationen und Künstlern aus dem Musikbereich berichten. Ich werde selbst in die Tasten hauen und zu gegebener Zeit mein neues Buchprojekt vorstellen. Dem Leser sei hiermit gesagt: Da zappelt schon etwas in der Schublade. Zwei Manuskripte liegen bereit und ein weiteres ist in Arbeit. Welches wann und überhaupt ans Licht der Publikationswelt tritt, ist jedoch noch ungewiss.

Mit Blick nach vorn
Mit Blick nach vorn ...

Aber eines ist jetzt schon gewiss: Denn allen Themen und allen Künstlern ist eines gemeinsam – die Stärke der Phantasie, gefolgt von Produktivität und am Ende steht das Ergebnis für alle Interessierten. Das ist es, was uns Kreative an- und vorantreibt. Scheitern gibt es für einen Künstler nicht, denn er lebt mit dem Herzen und schreibt, singt und schauspielert mit dem eigenen Blut für seine Kunst, vor allem aber für das Publikum. Vereinzelt gibt es Rückschläge, das gehört zu jedem Lebensweg dazu, dies jedoch bedeutet nur eine Neuorientierung im Wirrwarr der Gefühle und dann geht es Schritt für Schritt weiter Richtung Zukunft.

Ich freue mich auf ein neues Jahr im Zeichen des „Tausendfüßlers“.

In diesem Sinne, haut in die Tasten. Ich bin schon dabei …

Euer Jens

Dirty Dancing das Musical – Theater am Potsdamer Platz in Berlin – Eine Hommage an Patrick Swayze

  1. Eine Hommage an Patrick Swayze
    1. Dirty Dancing das Musical im Theater am Potsdamer Platz
  2. Johnny-Patrick-Swayze in den Köpfen der Dirty Dancing-Fans
    1. Der Schauspieler Patrick Swayze
  3. Dirty Dancing und „The Time of my Life“
    1. Mein Lieblingslied von Dirty Dancing – „Cry to me“ von Solomon Burke
  4. Informationen zum Musical

Eine Hommage an Patrick Swayze

Bild: Dirty Dancing das Musical – Theater am Potsdamer Platz in Berlin

Dirty Dancing das Musical im Theater am Potsdamer Platz

Seit Wochen habe ich mich auf das Musical „Dirty Dancing“ gefreut. Am 2. Weihnachtsfeiertag den 25. Dezember 2009 um 20 Uhr war es dann soweit. Zu Viert ging es mit dem Bus M41 vom Berliner Hauptbahnhof aus zum Potsdamer Platz. Am Marlene-Dietrich-Platz 1 angekommen, standen wir vorm Theater am Potsdamer Platz und sahen auf das große Transparent an der Fassade des Hauses. Wir waren mehr als gespannt auf das Musical, welches die Liebesgeschichte von Baby und Johnny des Sommers 1963 sichtbar anpreist und von dem es derzeit in Berlin nur so an Plakaten wimmelt.

Unsere Erwartungen an die Tanzchoreografie, bekannter Dirty-Dancing-Ohrwurmmusik und dem Esprit des Erfolgsfilms der Liebe zwischen den Protagonisten gespielt von Jennifer Grey als Baby und Johnny gespielt von Patrick Swayze waren höchst unterschiedlich. Zudem war Weihnachten 2009 und die Veranstaltung stand nicht unter dem Motto einer kritischen Betrachtung, sondern eher unter Freude und Genuss auf das, was das Musical Dirty Dancing zu bieten hat. So habe ich mich primär auf die Musik gefreut, da ich diese seit den 80er Jahren, als ich den Film das erste Mal sah, über alles Liebe. Ich muss zugeben, dass ich den Film schon mehrmals gesehen habe und sogar stolzer Besitzer einer ANNIVERSARY EDITION Dirty Dancing DVD, sowie einer ULTIMATIVE Dirty Dancing CD bin. Da liegt es sicherlich nicht fern, sich an zehn Fingern abzuzählen, dass ich auch das Musical besuchen werde.

Johnny-Patrick-Swayze in den Köpfen der Dirty Dancing-Fans

Nun ist ein Musical ein völlig andres Genre als ein Film und so mussten wir uns klar werden, dass es nicht dasselbe sein kann und Erwartungen durchaus enttäuscht werden können. Aber in diesem Fall hielt sich die Enttäuschung in Grenzen; zumindest bei mir. Das Musical hielt sich eins zu eins an die Vorlage des Films. Die Geister haben sich an diesem Fakt geschieden. Ich fand es nicht sonderlich tragisch, während unser Musicalkenner in der Runde dies nicht so gut fand. Auch wurde seiner Meinung nach zu viel gesprochen. Das viel gesprochen wurde, stimmt durchaus, da ich aber ein Mann des Wortes bin, fand ich es wiederum nicht ganz so tragisch. Die Musik selbst hat mich wie eh und je wieder voll berührt und die Sänger des Musical-Ensembles sangen wundervoll. Das Bühnenbild, die wechselnden Szenen haben mich zu keiner Zeit gelangweilt. Einige Effekte, vor allem die Wasserszene mit der Hebefigur, haben mich visuell sehr überzeugt. Während des ganzen Musicals musste ich jedoch an Patrick Swayze denken und der Film selbst war permanent präsent. Der Hauptdarsteller im Musical, ein fantastischer Tänzer, dass muss man ihm lassen, war für mich schauspielerisch nicht so überzeugend gewesen. Aber zu seinen Gunsten muss man bedenken, dass er schließlich im Schatten eines Idols steht, quasi einer Dirty Dancing-Ikone, und dagegen anzukämpfen hat mit seiner Person zu überzeugen. Es ist sicherlich nicht leicht das fest verankerte Bild von Johnny-Patrick-Swayze in den Köpfen der Dirty Dancing-Fans auf die eigene Weise überzeugend zu interpretieren und zu bedienen oder es gar ganz verschwinden zu lassen. Er – Patrick Swayze – und das Bild von ihm bleibt nun mal unvergesslich.

Der Schauspieler Patrick Swayze

Aus diesem Grund möchte ich eben nur kurz vom Musical Besuch Dirty Dancing berichten und am Ende der kleinen Erlebnisanekdote zu Weihnachten eine kleine Hommage an Patrick Swayze anbringen, der am 14. September 2009 im Alter von 57 Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs starb. Patrick Swayze war und ist für mich ein toller Schauspieler, der sich mit dem Film Dirty Dancing sprichwörtlich ein Denkmal gesetzt hat. Natürlich hat er nicht nur in dieser überaus romantischen Liebesgeschichte brilliert, sondern auch in Filmen wie „Gefährliche Brandung“, „Ghost – Nachricht von Sam“ und „Road House“. Auch in diesen Filmen hat er für mich als Spitzenschauspieler überzeugt. Die Welt hat mit ihm einen sehr guten Schauspieler verloren. Seine Filme aber und vor allem der Musik-Film „Dirty Dancing“ mit dem Geist des leidenschaftlichen Tanzens und der Liebe zwischen zwei Menschen bleiben für uns durch ihn im Film Dirty Dancing für immer erhalten.

So ist auch das Musical Dirty Dancing durchaus sehenswert und eine gelungene Hommage an den so fantastischen Film mit seiner allbekannten Filmmusik, dem Tanz des Mambo und der Geschichte eines wundervollen Sommers der Liebe.

Dirty Dancing und „The Time of my Life“

Das bekannteste Lied von Dirty Dancing ist der Song „Time of my Life“. Hier schlagen die Herzen höher, Erinnerungen werden hervor gerufen und der Sound ist unvergleichlich einprägend und mitreißend!

Und mal ehrlich und Hand aufs Herz, wer hat nicht auch schon einmal zum bekanntesten Song von Dirty Dancing getanzt und laut „The Time of my Life“ mitgesungen und wörtlich die Zeit seines Lebens im Tanz genossen, auch wenn er nicht den Mambo, in der Art wie Patrick Swayze und Jennifer Grey, tanzen kann?

Ich schon!

Mein Lieblingslied von Dirty Dancing – „Cry to me“ von Solomon Burke

Mein ultimatives Lieblingslied vom Soundtrack „Dirty Dancing“ bleibt jedoch „Cry to me“ von Solomon Burke.

Informationen zum Musical

  • Laut Homepage Stage Entertainment läuft das Musical Dirty Dancing noch bis 30.06.2010 in Berlin.

Mehr von Dirty Dancing:

(Artikel aktualisiert 19.03.2026)

Der Tausendfüßler – Das Blog zum Roman – Jens Böhme: Auf ein Wort zum Fest 2009

An den Leser des Blogs: Der Tausendfüßler – Das Blog zum Roman

Jens Böhme - Weihnachten 2009

Liebe Leser meines Blogs …

2010 ist in greifbarer Nähe. Nur noch ein Katzensprung oder 310 Meter einer kleinen Schneckenreise. Wie lange eine Schnecke wirklich für diese Distanz braucht, weiß ich nicht? Hoffen wir nur, dass es keine Nacktschnecke ist, denn zwischen den Jahren ist es einfach zu bitterkalt und wir müssten ihr schnell noch einen Minnischal stricken.

Die Besinnlichkeit in den Herzen zur Weihnachtszeit macht jedoch jede spürbare Kälte wett. Einfach, weil es schön ist mit den liebsten Menschen, die einem nahe stehen, die weihnachtlichen Stunden zu verbringen. Und genau das ist es, was zählt!

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern des Romans „Der Tausendfüßler“ und meiner Texte, sowie Freunden, Bekannten, Freigeistern und jenen, die über kurz oder lang den Lebensweg mit mir teilen oder geteilt haben ein wunderschönes besinnliches Weihnachtsfest im Kreise Ihrer Lieben.

War das vergangene Jahr auch wieder mit allen erdenklichen Turbulenzen gefüllt, so soll das kommende Jahr nicht weniger interessant werden. Ich wünsche allen von ganzen Herzen einen guten Rutsch in das Jahr 2010.

Gesundheit, Glück und Erfolg soll allen beschert sein, die diese Zeilen lesen.

Mögen Eure vergangenen Höhen, Eure zukünftigen Tiefen sein.

Frohes Fest.

Euer Jens

Hundekälte auf dem Alex – Berlin im Frost

Kolumne: „Wiedersehen auf dem Alex, Hundekälte.“ – Alfred Döblin lässt grüßen

Mit dem Fahrrad unterwegs in Berlin

© Hauptstadtstudio

Guter Dinge und im Zwiebelsystem warm angezogen, trat ich vor die Haustür. Bohhh, ist das kalt, eine „Hundekälte“ ist das, dachte ich. Da jagt man echt keinen Hund vor die Tür. Es half jedoch alles nichts, der Tag war voll gestopft mit Terminen. Aber wie kalt es wirklich geworden war, merkte ich erst, als ich mein Schloss am Fahrrad nicht mehr aufbekam. Geschlagene fünf Minuten, vielleicht waren es auch sechs, versuchte ich das Schloss zu knacken; mit dazugehörigem Schlüssel wohlgemerkt. Nichts bewegte sich. Mit Hauchen, warme Hände dranhalten, Feuerzeug herauskramen und diversen Kraftübungen mit Daumen und Zeigefinger war der Erfolg in sichtbare Nähe gerückt. „Bloß nicht abbrechen! Ganz ganz vorsichtig …“, betete ich und siehe da ein erstes Erfolgserlebnis an diesem so bitterkalten Tag. Anschließend auf den Sattel geschwungen, war nicht nur dieser spürbar vom Frost in Beschlag genommen worden, sondern gleichzeitig auch die rechte vordere Bremse meines Fahrrades. Das merkte ich aber erst an der ersten Kreuzung Richtung Berlin Hauptbahnhof. Oh ha, nur halbe Sicherheit bis Alexanderplatz! Aber anno dazumal gab es auch nur Rücktritt und der Mensch ist heil durch den Verkehr gekommen.

„Wiedersehen auf dem Alex, Hundekälte. Nächstes Jahr, 1929, wird’s noch kälter.“

Zwar haben wir mit der Weile das Jahr 2009, aber schon Alfred Döblin hat es richtig erkannt: Es kann richtig kalt werden in Berlin! Vorbei an den Buden des Weihnachtsmarktes am Alex dürfte nun jeder den Drang spüren, wirklich im Glühweinzeitalter angekommen zu sein. Wenn ich da an die milden Gefilde vor zwei Wochen denke, sind die Berliner nun doch in der kalten, der bitterkalten Jahreszeit angekommen. Als ich dann neuerlich vor meinem Fahrrad stand, gab es ein Revival der Haustüraktion. Wahrlich eine „Hundekälte“ oder sollte ich eher „Schweinekälte“ sagen? In Zeiten der Schweinegrippe ist der Sprecher doch wesentlich hipper, wenn er mit medial aufgemotzten Modewörtern um sich schmeißt. Es wäre jedoch clever gewesen das Schloss auszutauschen oder es zu mindestens einmal zu ölen als ich noch die Gelegenheit dazu hatte. Da stand ich nun auf dem Alexanderplatz, mein Fahrrad fest verschweißt und fühlte mich der genannten Romanphrase aus Döblins „Berlin Alexanderplatz“ sehr sehr nahe. Mit dem Roman setze Döblin dem geliebt und gehassten Alexanderplatz ein literarisches Denkmal. Nur half mir das in jenem Augenblick nicht weiter. Dieses Mal dauerte es wesentlich länger. Aber wie heißt es so schön: Wenn Engel reisen. Auch wenn ich selbst kein Engel bin, war doch einer meiner Weihnachtsengel anwesend und schickte positive Energie in den Zylinder meines Fahrradschlosses.

Berlin: Ich komme wieder zum Alex

„Nüscht wie nach heme“ würde der Sachse sagen und vorsichtshalber das Ersatzschloss benutzen, denn das ist noch voll intakt und sollte die „Hundekälte“ in jeder Ecke Berlins schon aushalten; auch am Alex. Auf der Fahrt zurück in meinen Kiez fiel mir noch ein, dass ich im ersten Jahr meiner Berliner Ankunft und als scharfer Beobachter das Zitat „Wiedersehen auf dem Alex, Hundekälte. Nächstes Jahr, 1929, wird’s noch kälter.“ auf der Ostseite am Haus Alexanderplatz 6 entdeckt hatte. Auf der 220 Meter langen Fassade kann der Betrachter jene Worte lesen. Asche über mein Haupt, ich war jedoch schon einige Straßenzüge weit weg entfernt, um mich davon zu überzeugen, ob denn wirklich noch diese Hommage da prangt? Ich denke schon, und beim nächsten Besuch auf dem Alexanderplatz werde ich mich einfach noch einmal vergewissern. Dann aber mit einem besserem Schloss und der höheren Gewissheit, dass ich vom Alex wieder los komme. In diesem Sinne: „Wiedersehen auf dem Alex, Hundekälte. Nächstes Jahr,“ – 2010 – „wird’s noch kälter.“

(Kolumne „`Wiedersehen auf dem Alex, Hundekälte.` – Alfred Döblin lässt grüßen“ ehemals auf hauptstadtstudio.com)

(Artikel aktualisiert 19.03.2026)

Der Moment der Inspiration – Gedankenfeuer

Kreativität – Mit Gedanken etwas erschaffen

    „Ein Gedanke der Kreativität – er erschafft neue Dinge im Mikrokosmos, wie auch im Makrokosmos unseres Daseins und weit darüber hinaus.“

    Jens Böhme

    Es braucht nur einen guten Gedanken, um etwas Großes daraus zu machen. Es braucht nur eine gute Idee, um darum herum eine Universum zu erschaffen. Ein kurzer prägnanter Satz, schnell aufgeschrieben und verewigt – irgendwo – und schon ist eine neue Geschichte, ein neuer Erzählstrang im Kopf manifestiert und es spinnen sich die einzelnen Begebenheiten zusammen. Ein wahres Synapsenfeuer im Hirn! Das Dunkel wird hell, Schemen oder gar ganze Bilder zeichnen sich reliefartig vor dem geistigen Auge ab. Immer wieder neue Szenarien, Charaktere, Dialoge … die Handlung läuft.

    • Kreativität = Die Eigenschaft eines Menschen, schöpferisch oder gestalterisch tätig zu sein. 

    Mit fast 100 prozentiger Sicherheit braucht es auch nur einen guten Gedanken, um Gutes zu bewirken!

    Jens Böhme

    (Artikel aktualisiert 12.05.2025)

    FESTIVAL of LIGHTS – Mit den Augen sehen: Illuminationen in Berlin

    FESTIVAL of LIGHTS – UFOs über Berlin

    Illumination Siegessäule
    Illumination Siegessäule

    Nein, Ufos sind es nicht. Aber mit etwas abstraktem Denken und reichlich viel Phantasie könnte der Beobachter meinen, dass die Lichtstrahlen am Nachthimmel von Ufos stammen, die sich im Landeanflug befinden. Gerade im Begriff die Wolkendecke zu durchbrechen und Berlin wird wieder einmal von Neu- und Unbekanntem heimgesucht. Vom Balkon aus sehe ich jeden Abend das ganze Lichtspektakel. Mit einem sehr guten 180 Grad Blickwinkel ist es mir vergönnt viele Orte in unterschiedlicher Entfernung zu lokalisieren, die direkt am FESTIVAL of LIGHTS teilnehmen. „Das sieht ja cool aus“, meinen dann Freunde, die mich besuchen. Eine erstaunliche Kulisse, die es dann gilt zu genießen.

    „Berlin Illuminiert“ präsentiert von City Stiftung Berlin

    Illumination Brandenburger Tor
    Illumination Brandenburger Tor

    Über 50 Wahrzeichen und Gebäude Berlins werden aus Illuminationen und Lichtprojektionen in Szene gesetzt. Dies geschieht vom 14. – 25. Oktober 2009. Das FESTIVAL of LIGHTS lässt sich von vielen Perspektiven aus entdecken. So genannte Lightseeing-Touren können nicht nur vom heimischen Balkon aus gestartet werden, sondern auch per Schiff (dem Light-Shipp), per Bus (dem Light-Liner) oder per Velotaxi (dem Light-Velo) und natürlich auch zu Fuß.

    Ich sehe etwas, was Du nicht siehst! Außer: Du bist zur Dämmerstunde dabei …

    Den Fernsehturm habe ich schon, wie auch letztes Jahr, bewundern dürfen. Hauptbahnhof sowieso, denn an diesem muss ich ja jeden Tag vorbei bzw. hindurch. Brandenburger Tor und die Straße unter den Linden ist ein heute erklärtes Ziel. Bin gespannt welche Lichtimpressionen ich zum diesjährigen FESTIVAL of LIGHTS noch durch Zufall bis zum 25. Oktober 2009 sehen werde? In gewisser Weise muss der Interessierte irgendwie auch Nachtschwärmer in Berlin sein und sich zur Dämmerstunden nach draußen begeben. Hoffe nur, dass mir die Kälte nicht so schnell in die Glieder fährt. Wenn doch, dann sollten wir uns vom Licht erwärmen lassen.

    *Änderungen vorbehalten (laut Veranstalter)

    (Artikel aktualisiert 07.05.2025)

    BVG entdeckt den Mehrwert – Kampagne: „Meine Augenblicke“ flirten und zusammenkommen

    Eindeutig zweideutige Bilder – Spiegelbilder der Illusion?

    Ich habe sie auch schon gesehen, die Bilder der BVG zur Kampagne „Meine Augenblicke“. Es sitzen sich ein Mann und eine Frau gegenüber und einer von beiden ist zumeist beschäftig oder abgelenkt. Der oder die andere dagegen ist gefangen – vom Gegenüber. Zwischenmenschliche Augenblicke gewürzt mit allseits bekannten Gefühlen von Neugier, Sympathie, … Liebe auf den ersten Blick?

    Die Berliner Verkehrsbetriebe stellen mit „Meine BVG“ eine Plattform für Suchende

    Wer sucht, der findet! Tja, da hat die BVG, neben ihren diesjährigen Ausfallerscheinungen, einmal eine doch menschenfreundliche „Einfall-Erscheinung“ in Form einer Kampagne mit Mehrwert erschaffen. Was ich aus Anzeigen im [030] Magazin Berlin oder dem Tip Berlin kenne, gibt es nun auch auf der Homepage der BVG. Der Suchende bzw. der Verkehrsteilnehmer kann sich registrieren lassen und einen Text verfassen, „den Augenblick“ festhalten und hoffen, dass dieser von anderer Seite erwidert bzw. gefunden wird.

    Die BVG-Nadel im Heuhaufen

    Wie hoch die Wahrscheinlichkeit bei rund 3,4 Mio. Menschen in Berlin ist jemanden wieder zu finden bzw. dass ER oder SIE sich auf die Webseite  der BVG begeben und nachlesen … kann MANN & FRAU sich denken. Eine coole Idee ist es allemal, wie ich finde. Und wer weiß, vielleicht klappt es ja doch irgendwie und ein so festgehaltener und postulierter Augenblick führt zu weiteren, dann hoffentlich, gemeinsamen Augenblicken. Wenn ja, dann ist es wieder einmal wie im Film. Eine richtige Filmgeschichte und wie sagt man doch so schön: Die besten Geschichten schreibt das Leben.

    skate by night BERLIN – Mehr als tausend Füße auf Rollen

    Immer wieder Sonntags „skate by night„ in Berlin

    Meine unverwüstlichen Inliner

    Die letzten beiden Jahre völlig vernachlässigt, bin ich dieses Jahr erst Ende Juli wieder mit Leidenschaft zur skate by night in Berlin dazu gestoßen. So habe ich meine alten K2 Inliner auf Vordermann gebracht, angeschnallt und schon ging es ab zum Treffpunkt am Alexander Platz. Es war eher Zufall als ich 2004 allein auf Skates durch Berlin düste und irgendwann an einem Sonntag am Brandenburger Tor ankam. Völlig überrascht so vielen Landsleuten auf Rollen zu begegnen, schloss ich mich dem Tross durch Berlin an. Damals war Balisto noch Sponsor, wenn ich mich recht erinnere. Von nun an wusste ich jedenfalls, dass ich nicht allein im Rollschuh- und Skating-Universum bin. Seit diesem Tag werde ich regelmäßig über einen sehr willkommenen E-Mail-Verteiler über Skateparaden, Skate-Night und andere sportliche Aktivitäten im Inlineskate-Bereich informiert. Ich liebe es mich auf Rollen fortzubewegen und je nach Zeit und Konstitution nehme ich dann an der skate by night teil.

    Im Vorfeld des Genusses auf Rollen durch Berlin

    Bevor es los geht und sich mehr als tausend Füße in Bewegungen setzten, tanzen die „Könner auf Rollen“ vor den Schaulustigen oder jenen, die es ihnen nach genügend Training bald gleichtun werden, zu peppiger Musik auf der Stelle oder um aufgestellte Hütchen. Ungefähr 19 Uhr treffen sich die Skater nach und nach am Treffpunkt, der auf der Homepage von http://www.skatebynight.de [Link nicht mehr existent] bekannt gegeben wird. Start und Zielpunkt dieses Jahr ist immer der Alexander Platz direkt vorm Technikmarkt Saturn. Ein symbolisches Startgeld von 2 € ist zu entrichten bevor es dann 20:30 Uhr losgeht. Für das Startgeld bekommt jeder Skater ein Bändchen an dessen Ende sich eine Nummer befindet. Diese Nummer kann beim Pausenpunkt, den es meistens auf der Hälfte der Strecke gibt, abgerissen werden und dafür erhält der Skater ein kleines Mineralwasser. Im Hochsommer ist dieses Etappenziel wie eine langersehnte Oase im Berliner Betonmeer. Ich selbst lechze dann förmlich nach Wasser und bin heilfroh, dass die Möglichkeit vom Veranstalter, die körpereigenen Wassertanks wieder aufzufüllen, gegeben wird. Vielen Dank an die Organisatoren auch auf diesem Weg! Nicht nur für das Wasser, sondern auch für das Engagement dieses Erlebnis auf Rollen durch die Hauptstadt zu ermöglichen.

    Schnappschuss von der Kreuzberg + Spreerunde - Na wo isser denn?

    Foto: Bernhard Zwiebern (gefunden in der Bilddatenbank von berlin/skatebynight.de/fotos [Link nicht mehr existent])

    Die „Flughafen Tour“ Tempelhof

    Gestern beispielsweise ging es zum Flughafen Tempelhof, die so genannte „Flughafen Tour“ mit 18,7 km. Die Strecken sind aber durchaus auch länger wie zum Beispiel die „Hellersdorf Skatenight“ vom 26.07.2009 mit ganzen 31,7 km. Ein wenig Kondition sollte der Skater bzw. die Skaterin da schon mitbringen. Mit Musik im Ohr, mein MP3-Player ist immer voll aufgeladen, skate ich zumeist gemütlich in der Menge zu meiner Lieblingsmusik. Mal schneller und mal langsamer ziehen dann die Häuserschluchten Berlins an mir vorbei. Immer wieder gibt es neue Impressionen von bekannten und unbekannten Gebäuden, von Skatern die mich begleiten oder von Menschen am Straßenrand, die vom Skaterfeld überrascht werden und erstaunt dem Spektakel nachschauen. Wenn man sich wie ich ab und an von ganz vorn nach hinten durchrollen lässt, um dann später wieder aufzuholen – wenn man die Puste noch hat –, dann erblickt man viele bekannte Gesichter. Auch wenn ich sie das ganze Jahr über nicht mehr sehe, so weiß ich doch jetzt schon „derjenige oder diejenige“ ist nächstes Jahr definitiv wieder mit am Start.

    Es geht dem Ende zu, aber nur für dieses Jahr …

    Ich bin bereit ...

    Leider neigt sich jeder Skatersommer einmal dem Ende zu. Am Sonntag dem 13.09.2009 ist der vorerst letzte Termin der „skate by night“ in Berlin. Laut Homepage das „Warm up for Marathon“. Mit Sicherheit werde ich alles daran geben und versuchen diesen Termin wahrzunehmen. Wann kann der Skater sonst zusammen mit der Berliner Polizei gefahrlos und legal auf den Straßen Berlins dahin brausen? So freue ich mich schon heute riesig auf die letzte „skate by night“-Veranstaltung in Berlin. Zusammen mit den anderen Rollbegeisterten werde ich über den Asphalt fliegen und mit einem Lächeln die verschiedenen Augenblicke und die Stadt auf Rollen genießen.

    Die nächsten Termine bei skatebynight.de und der berlinparade.com:

    • skatebynight.de in Berlin, Sonntag 13. September 2009, „Warm up for Marathon“ [Link nicht mehr vorhanden]
    • berlinparade.com in Berlin, Freitag 18. September 2009, 20 Uhr [Link nicht mehr vorhanden]

    (Artikel aktualisiert 27.03.2026)

    somewehre over the rainbow – Regenbogen am Samstagabend in Berlin Mitte-Tiergarten

    Dieser Regenbogen erstrahlte über Berlin Mitte, genauer gesagt in der Nähe des Berliner Hauptbahnhofes. Vom Balkon im 5. Stock auf der Seydlitzstraße konnte ich diesen erblicken und mich daran erfreuen.

    Blick vom Balkon auf einen Regenbogen

    Da muss ich doch glatt an eines meiner Lieblingslieder denken:

    • OFFICIAL Somewhere over the Rainbow – Israel „IZ“ Kamakawiwoʻole

    (Artikel aktualisiert 29.03.2026)

    Kinderbuch von Jens Böhme:

    In meinem Kinderbuch „Das Geheimnis des goldenen Drachens“ geht es gleich um einen dreifachen Regenbogen.

    Klappentext

    Ein Regenbogen. Ein Geheimnis. Ein Abenteuer, das alles verändert! Am Tag von Finns sechstem Geburtstag erscheint ein mysteriöser dreifacher Regenbogen am Himmel und führt ihn und seine Freunde zu einem unglaublichen Fund: Ein kleiner, goldener Drache im Schlosspark von Rastede! Ein phantastisches Wesen, das nur alle zehn Jahre auftaucht. Es offenbart ihnen ein magisches Geheimnis. Doch die Magie ist nicht ohne Risiko. Als ein Versprechen gebrochen wird, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, um die zu Gold gewordene Marieke zurück zu verwandeln. Die Kinder müssen Mut beweisen, Grenzen überwinden und Rätsel lösen, um das Unmögliche möglich zu machen. Denn wahre Freundschaft, das wissen sie bald, ist kostbarer als jedes Gold.

    „Das Geheimnis des goldenen Drachens“ ist ein spannender und zugleich herzerwärmender Kinderroman voller Fantasie, Witz und Gefühl. Für alle kleinen und großen Abenteurer und Abenteurerinnen ab 5 Jahren, die sich gern verzaubern lassen und an die Magie des Lebens glauben.

    Ein magisches Leseerlebnis zum Vorlesen, Selberlesen und immer wieder neu eintauchen!

    Das Kinderbuch gibt es auch als Hörbuch:

    Interview Sächsische Zeitung – Jens Böhme: Ein Tausendfüßler stolpert über seine Beine

    Der Meißner Autor Jens Böhme hat seinen neuen Roman „Der Tausendfüßler“ veröffentlicht. Darin ist ein Schriftsteller auf der Suche nach Liebe und sich selbst.

     

    Jens Böhme mit Roman
    Jens Böhme mit Roman

    Herr Böhme, Sie sind in Meißen aufgewachsen, leben aber seit sechs Jahren in Berlin. Was verbindet Sie heute noch mit der Domstadt?

    Ich bin in Berlin so etwas wie ein Botschafter von Meißen, erzähle immer ganz begeistert vom Porzellan und der Stadt als Wiege Sachsens. Zudem leben meine Mutter und viele Freunde noch in Meißen, da habe ich eine enge Bindung und bin heute immer noch gern dort.

    Spiegelt sich die Stadt auch in Ihrem Roman wieder?

    Die Stadt im Roman ist zwar fiktiv, aber ich habe beim Schreiben die Meißner Altstadt vor Augen gehabt, Leser haben auch einiges wiedererkannt. Im Buch beschreibe ich ein Café, in dem der Schriftsteller immer sitzt und eines Tages seine Angebetete im gegenüberliegenden Buchladen beobachtet. Witzigerweise gibt es heute bei der Frauenkirche tatsächlich diese Konstellation, da hatte ich die Szene aber schon längst geschrieben. Eine spiegelverkehrte Erfüllung, sozusagen.

    Ihr Protagonist Conrad Wipp ist Schriftsteller, kämpft mit einer Blockade, immer öfter fehlen ihm die Worte. Kennen Sie das auch als Autor, schreiben Sie aus eigener Erfahrung?

    Das möchte ich mir nicht auf die Fahne schreiben. Sicher kenne ich zum Teil auch solche Probleme, habe auch die Erfahrung gemacht, dass in entscheidenden Momenten die Worte fehlen oder man beim Vorstellungsgespräch bzw. beim Flirt aufgeregt ist. Aber Literatur lebt natürlich von Übertreibung und ich habe die Figur zugespitzt, damit sie plastischer wird.

    Immer wieder vergleichen Sie Ihren Helden mit einem Tausendfüßler. Wie sind Sie auf dieses Bild gekommen?

    Ein Tausendfüßler setzt synchron seine vielen Gliedmaßen, ohne darüber nachzudenken, wie es funktioniert. Wenn er aber immer öfter darüber nachdenkt, verheddert er sich, kommt ins Straucheln. Genauso ergeht es Conrad, der ständig über das Leben nachgrübelt und darüber, ob ihm die richtigen Worte einfallen oder er die richtige Entscheidung trifft. Darüber vergisst er, einfach zu leben.

    Und es ist die Liebe in Form einer schönen Buchhändlerin, die den Helden schließlich rettet?

    Ja, mein Roman ist auf jeden Fall eine Liebesgeschichte. So etwas wie ein schöner Film abends im Fernsehen. Ich bin selbst auch eher der romantische Typ und glaube an die große Liebe, da stehe ich dazu.

    Wie lange haben Sie denn an Ihrem Roman geschrieben?

    Die Idee hatte ich schon im Jahr 2000, seitdem habe ich immer wieder kontinuierlich daran geschrieben, wenn ich Zeit hatte. Weil ich aber nebenbei meine Brötchen auch anderweitig verdienen muss, hat es ein Stück gedauert, bis der Roman schließlich Ende des letzten Jahres fertig war.

    Wann haben Sie selbst denn angefangen zu schreiben?

    Das war zeitig, schon in der dritten oder vierten Klasse. Da habe ich kleinere Geschichten geschrieben, manche sogar vor der Klasse vorgetragen. Später dann Gedichte und Kurzgeschichten, sogar ein Buch zu einem Filmprojekt. Und mein Debütroman ‚Zweimal Alltag, bitte! – Mit Problemen!!!‘ im Jahr 2000.

    Arbeiten Sie derzeit an weiteren Werken?

    Ich habe noch ein paar Manuskripte in der Schublade, zudem arbeite ich gerade an einem Projekt, wo ich als Ghostwriter fungiere. Eine Geschichte über einen Großstadtmacho, der überall Geliebte hat und schließlich ein ordentlicher Ehemann wird. Dafür suche ich aber noch einen Verlag.

    Das Blog zum Roman: https://dertausendfuesslerroman.wordpress.com/

    Autorenporträt Jens Böhme (siehe Sächsische Zeitung – Artikelbild)

    Interview: Christiane Raatz

    Foto: Claudia Hübschmann

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