Manuskript komplett korrigiert

Neuigkeiten vom Verlag

Das Manuskript ist jetzt unter Dach und Fach. Gestern habe ich die letzten Korrekturen von der Lektorin übersendet bekommen und weitere Absprachen mit Frau L. gehalten. Am Wochenende muss ich jetzt alles fertig machen für den Satz (was alles noch so neben dem Haupttext mit hinein kommt – Prolog, Vita, Widmung, vielleicht auch ein Inhaltsverzeichnis), auch für das Layout (Cover, Klappentext) und alles was noch so benötigt wird, damit am Montag der Produktionsprozess endlich beginnen kann.

Mensch, bin ich vielleicht aufgeregt und kann es kaum noch erwarten.

Nicht auf die Schippe, aber auf die Schaukel genommen …

… habe ich mich zu Ostern freiwillig selbst.

Was macht der Erwachsene, wenn er eine Schaukel sieht und als Kind gern geschaukelt hat?

Er denkt: Da möchte ich noch einmal Kind sein! Braucht er aber nicht. Denn im Allgemeinen sind die hiesigen Schaukeln so konstruiert, dass jeder normale Mensch damit schaukeln kann.

Es geht los ...
Es geht los …

Sieht man also als Erwachsener eine Schaukel auf dem Kinderspielplatz oder an irgendeiner anderen Ecke, dann sollte jeder von uns ohne groß darüber nachzudenken seinem inneren Drang nachgeben und sich dem Glücksgefühl einer Schaukelpartie ergeben. Einfach die ersten paar Schritte Richtung Schaukel gehen. Der Rest geschieht von ganz allein. Schon nach der 4. oder 5. Amplitude auf der Schaukel ist das Glücks- und Freiheitsgefühl präsent.

Sonne zu Ostern und Wind im Gesicht

Lacht dazu noch die Sonne und genießt man die Bewegung und den Wind im Gesicht, dann ist das „kleine Glück“ perfekt. Bei einem Osterspaziergang (hier muss ich jedes Jahr erneut an Goethes „Osterspaziergang“ denken und versuche ihn dann bei Familie und Freunden irgendwie aus dem Gedächtnis zu kramen und zu rezitieren) erblickte ich freudestrahlend unterwegs einen Spielplatz mit zwei Schaukeln nahe der Wuhle im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Ich erklärte meinen Begleitern, dass ich unbedingt kurz schaukeln möchte. Aus kurz wurde fast eine ganze dreiviertel Stunde bis mir die Arme vom Festhalten an der Stahlkette schwer wurden.

Glück beim Schaukeln: Das richtige Sitzbrett

Das richtige Sitzbrett
Das richtige Sitzbrett

Diesmal hatte ich mit der Breite des Sitzbrettes zusätzliches Glück zum „Schaukelglück“. Eine Schaukel zuvor, die ich an einer anderen Ecke in dieser Gegend ausprobierte, war nämlich der Sitzbereich wirklich nur für Kinder konzipiert worden. So etwas passiert einem echten Schaukelfan öfter als ihm lieb ist. Die Schaukel ist stabil und hält einen aus, aber der Sitzbereich ist viel zu klein. Das schmälert den Genuss. Und, ganz ehrlich, selbst einem korpulenten Kind hätte jenes 1. Sitzbrett mit Sicherheit auch Probleme bereitet. Was bedeutet das für den Schaukelfanatiker? Nun, es drückt ganz leicht an den Seiten der Oberschenkel. Auf Dauer ist das dann sehr unangenehm. Aber dieses Mal, da auf dem Spielplatz, bestand das Sitzbrett aus einer Art Gummisitzbank. Breit genug für jeden Schaukelliebhaber und sehr bequem für längeres Schaukeln auf dem eigenem Sitzfleisch.

Zeit nehmen beim Schaukeln

Mit dem Blick zur rechten Seite auf den Kienberg Berlin – einer doch angenehmen Gegend mitten im berühmten Berliner Plattenmeer Marzahn –

Schaukelschlenker - Spaß muss sein
Schaukelschlenker – Spaß muss sein

und dem zur Linken, wo einige Menschen wirklich große Drachen in den Frühlingshimmel empor steigen ließen, genoss ich diesen wunderbaren Moment in gleichmäßiger Bewegung auf der von mir okkupierten Schaukel. Genau dafür muss der Mensch sich Zeit nehmen, dachte ich mir, sonst lebt und genießt er nicht. Ab und an wechselte ich mit meinen Begleitern ein Wort über Dies & Das, die sich in der Nähe der Schaukel aufhielten. Wie von einer erhobenen Kanzel gab ich meinen glückseligen Senf nach unten.

Das Glück dieser Erde …

Weit oben, wenn die Amplitude schon sehr beachtlich ist und man die Augen schließt und sich deutlich auf das Pendeln der Schaukel konzentriert und die Augen weiterhin geschlossen hält, dann kribbelt es im Bauch. Immer und immer wieder. Bei jeder neuen Bewegung. Ein wunderbares, ein einmaliges Gefühl.

Zwar sagt man sich, dass man Alles Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der Pferde und man eben jenes Glück da findet, aber ich behaupte, dass sich dieses annähernd auch auf dem Sitzbrett einer Schaukel finden lässt – wenn man es selbst zulässt.

In diesem Sinne Jens Böhme sagt: „Ein kurzes Glück auf dieser Erde findet der Mensch auf dem Sitzbrett einer Schaukel!“

Frohe Ostern 2009

Ich wünsche den Lesern meines Blogs – Frohe Ostern. Genießt die freien Tage, die Sonne und lasst die Seele baumeln, um neue Kraft zu schöpfen. … Euer Jens

Zweite Rate für das Lektorat und die Qual der Wahl

Nächstes Etappenziel erreicht

Habe gestern das von mir überprüfte Manuskript meines Romans „Der Tausendfüßler“ mit den vorgenommenen Änderungen der Lektorin zu Frau L. vom Verlag geschickt. Die Lektorin hat professionelle Arbeit geleistet und ich bin zufrieden und sehr froh mich für eine solche Vorgehensweise entschieden zu haben. Wie vermutet, wurden doch noch einige Korrekturen am Manuskript vorgenommen; vor allem formal. Jene Endfassung, die ich jetzt zurück gesendet habe, betrifft nur noch wenige Änderungen, die wiederum mir aufgefallen sind. Die Lektorin soll diese nur noch einmal checken. Das Ganze wird sicherlich kein großer Aufwand mehr sein. Und dann …

… steht die Endfassung für das Buch

Auch habe ich gestern die letzte und 2. Rate von 512,60 € der Kosten für das „Korrektorat“ des Verlages angewiesen (siehe auch Artikel: Über Geld redet man nicht). Nun kann es endlich losgehen – ab mit dem Manuskript in die Buchproduktion. Ich denke, Ende der Woche oder vielleicht Anfang nächster Woche kann der Autorenvertrag unterschrieben werden. Dann wird das ganze Buch wieder etwas fassbarer durch die Kalkulationen des Verlages (Seitenanzahl, Verkaufspreis, Buchlayout etc.pp.).

Das richtige Cover für das Buch „Der Tausendfüßler“

Im Moment beschäftige ich mich mit dem Finden eines passenden Covers. Ich habe dahingehend auch schon etwas in Aussicht, möchte aber dazu noch nichts Konkretes sagen. Die Entscheidung für ein Buch-Cover habe ich noch nicht endgültig getroffen. Ich empfinde die Wahl eines Buchcovers als sehr schwierig, da ich bei dieser Entscheidung an so viel denken muss. Wie zum Beispiel: Ist dies die passende Farbe? Sagt das Bild auch wirklich aus worin es in dem Buch geht oder muss es das eigentlich gar nicht? Soll das Cover-Bild unbedingt etwas mit dem Titel „Der Tausendfüßler“ zu tun haben oder kann es auch ein anderes Bild sein? Soll es ein Bild sein, welches zur Story, zum Liebesroman oder auch nur zum Protagonisten passt? Fragen über Fragen!

Ein wirklich diffiziles Pflaster … doch kommt Zeit, kommt Rat.

Frage an den Blogleser: Muss das Bild unbedingt etwas mit dem Buchtitel zu tun haben oder kann dieser auch andere Assoziationen hervorrufen? Ist man enttäuscht, wenn der Klappentext etwas anderes mitteilt als das Cover oder ist dies gerade interessant im Zusammenspiel mit Titel, Buchcover und dem auf der Rückseite stehenden Klappentext?

(Artikel aktualisiert 01.02.2026)

Das Manuskript – Digitale Post von der Lektorin

Montag: Das komplette Manuskript „Der Tausendfüßler“ ist überarbeitet

Erst nach 22 Uhr habe ich am Montagabend in den digitalen Briefkasten schauen können. Neben anderen Korrespondenzen konnte ich so noch zu später Stunde einen kurzen Blick auf das komplett lektorierte Manuskript werfen. Wirklich nur einen kurzen Blick, denn anschließend bin ich auch schon todmüde ins Bett gefallen.

Dienstag: Anruf bei Frau L.

Ein paar Fragen gibt es immer. Vor allem wollte ich von Frau L. wissen, wie es jetzt weiter geht. Jetzt, da alles unter Dach und Fach ist; was das Lektorat betrifft. Sie meinte: Ich muss nur noch einmal komplett darüber schauen, ob ich mit allen Änderungen einverstanden bin. Wenn ja, bleibt die Endfassung meines Textes so, wie ich sie bekommen habe. Dann soll ich alles so wieder zum Verlag zurück senden. Sollte ich doch noch etwas ändern wollen, dann ist diese Version, in der die neuesten Korrekturen vorgenommen wurden, die „Topversion“ für den Druck.

Mittwoch: Ziel gesteckt

Ich habe mir das Ziel gesetzt mit der Überprüfung des korrigierten Textes bis Sonntag fertig zu sein, damit ich dann nächste Woche die ersten Produktionsgespräche führen und der Autorenvertrag im Detail geklärt werden kann. Auch zum Buch-Cover habe ich mir schon Gedanken gemacht und eine Künstlerin getroffen, die eventuell das Cover erstellt.

Donnerstag: Montag ist „eigentlich“ SCHONTAG

Heute ist nicht viel passiert. Ich habe viel zu lange geschlafen und bin ehrlich gesagt nicht so richtig in die Gänge gekommen. Das nächste Etappenziel ist aber immer noch präsent und begleitet mich den ganzen Tag über in meinen Gedanken. Ich bin schon sehr neugierig auf den Text. Habe aber noch nicht angefangen, da es noch einige andere Dinge zu erledigen gab.

Freitag: Die ersten Seiten

Habe mit der Begutachtung des gelieferten Textes angefangen. Über das Wochenende möchte ich alles geschafft haben. Schließlich möchte ich endlich das Gefühl spüren wieder mein eigenes Buch in den Händen halten zu können.

Also dann … pack ich’s an!

(Artikel aktualisiert 20.03.2026)

Bücher von Jens Böhme:

Heimatbesuch mit Fummel

„Ich bin wieder hier, in meinem Revier …“

Es fühlt sich an wie April, obwohl noch März war. Ein bisschen Schnee, dann wieder etwas Regen. Am Morgen glaubte ich schon fast durch die strahlende Sonne sei der Frühling endgültig auf dem Vormarsch, aber dann bläst mir ein eisigkalter Wind ins Gesicht und die Wolkenformationen zeigen dem Betrachter immer wieder Unentschlossenheit in der Wolkendarstellung. Ob Berlin, Dresden oder Meißen, Petrus befindet sich momentan in jeder Stadt im Wetterwechselbad der Gefühle.

Ende letzter Woche stand ein kurzer Abstecher in die Heimat auf dem Plan. Zu Besuch bei Mutter’n, die Geburtstag feierte und das versprochene „Hallo“ bei Freunden. „Ich bin wieder hier, in meinem Revier …“, kommt mir dann das Lied von Marius Müller-Westernhagen bei jedem Besuch von neuem in den Sinn. Ich freue mich und staune, wie sich die Stadt Meißen – meine Heimatstadt – vor allem auch baulich verändert hat. Ansonsten bleibt wie so oft zumeist vieles beim Alten.

Bei einem Spaziergang zusammen mit meiner Mutter durch die Stadt kehrten wir auch bei einer bekannten Backwareninstitution (Konditorei Zieger) vor Ort ein, um einen Kaffee zu trinken und in stiller Atmosphäre zu entspannen. An den – Roten Stufen 5 – unterhalb der Albrechtsburg kann der Besucher sich laben; bevor es weiter hinauf zur Burg geht. Natürlich wusste ich auch, welch spezielles Gebäck es neben den schönen Törtchen hier zusätzlich zu kaufen gab: Die Meißner Fummel. Genau hier bei Konditorei Zieger vor dem Aufstieg zur berühmten Albrechtsburg zu Meißen kann der Besucher eine Original Meißner Fummel mit nach Hause nehmen.

Zur Geschichte der Meißner Fummel

… Der Kurier des Kurfürsten von Sachsen verkehrte regelmäßig zwischen Meißen und Dresden. Auf seinem Weg trank er gern einen Schluck des berühmten Meißner Weins, was ihn regelmäßig aus dem Sattel warf. Oft kam die Post lädiert in Dresden an und man vermutete, dass es am Meißner Wein lag. Um das Fehlverhalten nachweisen zu können, beauftragte der Kurfürst die Meißner Bäcker ein entsprechendes Gebäck zu erfinden. Dieses musste so filigran, so zerbrechlich sein, dass es bei der geringsten Erschütterung kaputt gehe. So entstanden die Meißner Fummel. Die einzelne Fummel wird aus einen einfachem Nudelteig hergestellt und hat keinen besonderen Geschmack. Sie zeichnet eine hauchdünne Schale aus. Dies in Form eines Hohlkörpers vergleichbar mit einem unregelmäßigen runden Luftballon.

Dieses Gebäck musste nun der Postreiter unversehrt in Empfang nehmen. Sollte der Reiter damit heil in Dresden ankommen, so wäre er über jeden Verdacht erhaben. War die Meißner Fummel jedoch zerbrochen, konnte der Kurier des Kurfürsten von Sachsen der Trinkerei überführt werden. Die Meißner Fummel ist so zart, dass man sich denken kann was geschah. …

Meine Meißner Fummel

Meißner Fummel
Meißner Fummel

Wenn ich stets Besuch von Freunden oder Bekannte in Meißen hatte, dann habe ich meine Freunde bei einem Spaziergang zur Burg immer zu dieser Konditorei geführt und eine original Meißner Fummel kaufen lassen, die sie dann in unversehrtem Zustand nach Hause bringen mussten. Na ja, zumindest zurück bis zu meiner Wohnung in Meißen. Aber manche Freunde stellten sich auch das Ziel die Meißner Fummel heil bis nach Hause in ihre Heimatstadt zu bringen.

Da ich dieses Mal selbst zu Besuch war, habe ich mir wieder einmal eine eigene Original Meißner Fummel gekauft. Als alter Meißner weiß ich natürlich, dass es sich nicht lohnt mit einer Fummel im Gepäck unterwegs Wein zu trinken. Dieses Mal habe ich meine Fummel heil nach Hause gebracht. Es gab aber auch schon andere – nun ja holprige – Heimwege!

(Artikel aktualisiert 17.05.2025)

Korrekturen – Es geht voran!

Etappenziel auf dem Weg zum Buch erreicht

Wir befinden uns in der 12. Kalenderwoche. Am Donnerstag erhielt ich per E-Mail einen Teil der ersten Version des korrigierten Manuskriptes. Die Korrektur erfolgte digital und die Veränderungen bzw. die Veränderungsvorschläge sahen sehr übersichtlich aus. Entweder ich habe in Microsoft Word diese Bearbeitungsvariante noch nicht entdeckt oder aber die Lektorin hat ein spezielles Programm dafür benutzt, um die Änderungen so dazustellen wie ich sie jetzt vor mir habe. Nun, das bekomme ich sicherlich noch raus. Bevor ich etwas am Text ändere, soll ich noch warten bis das Manuskript vollständig von ihr korrigiert wurde. Da die Änderungen schon Bestandteil der endkorrigierten Fassungen sind, wie ich erfuhr. Erste dann erst soll ich mich an das fertig korrigierte Manuskript setzen und noch einmal mit den Augen des Autors über den Text fegen und alles Unstimmige ausmerzen. Ich rechne mit der vollen Korrektur des Textes Ende nächster Woche. Ich lass mich überraschen!

Mira vs. Miria?

Einer Ansprechpartnerin beim Verlag habe ich noch schnell geklärt, dass der Name der Buchhändlerin nicht Mira – wie es unwissentlich als Arbeitstitel durch die Lektorin im gesamten Text geändert wurde -, sondern Miria heißen soll. Miria Marck ist die Dame in die sich der Protagonist Conrad Wipp verliebt. Zum Glück erledigt die Lektorin die Richtigstellung gleich mit und ich bin froh darüber, dass auch dieses Problem aufgefallen ist und geklärt wurde. Ich weiß auch nicht, wie Mira in den Text gekommen ist? Entweder ich habe aus Versehen ein paar Mal das „i“ vergessen oder die Rechtschreibprüfung von Word hat irgendetwas umformatiert, was nicht formatiert werden sollte. Wer weiß es?

Außerdem: Meine Frage an den Leser und die Leserin des Autoren-Blogs – wo hätte denn der Leser seine Lieblingspräferenz im Namen – bei Mira oder bei Miria? Das würde mich echt einmal interessieren!

(Artikel aktualisiert 01.02.2026)

Wie auf heißen Kohlen sitzen – Ich warte, warte und warte …

Fehlerteufel und Lektorat

Ich sitze wie auf heißen Kohlen. Jeden Tag denke ich an die Lektorin und frage mich, wann sie wohl mit dem Manuskript fertig sein wird? Schaue auf den Kalender und male mir in Gedanken schon den Tag aus, welcher es frühestens sein könnte, um eine erste Nachricht von ihr zu erhalten. Dann frage ich mich: Wie viel muss ich wohl noch verändern bzw. auf wie vielen Seiten hat sich möglicherweise der berühmtberüchtigte Fehlerteufel* eingeschlichen und sein rechtschreib-grammatikalisches Unwesen getrieben?

Ausschluss der Betriebsblindheit

Wer weiß, wer weiß es? Selbst mit Hilfe der Word-Rechtschreibprüfung habe ich bei der letzten Überarbeitung und bei denen davor immer wieder etwas Neues entdeckt, was es galt zu berichtigen bzw. was nicht so ganz stimmig war. Doch genau dafür ist so ein Lektorat eben da, – ohne die so genannte Betriebsblindheit – eben unabhängig und kritisch mit dem Text des Autors umzugehen. Das geht nicht von heute auf morgen, das braucht auch seine Zeit und das muss ich wohl oder übel auch anerkennen.

Trotzdem sehne ich die E-Mail mit dem korrigierten Text herbei, so dass es endlich vorwärts gehen kann.

*Bedeutung: imaginäre, als heimtückisch-listig vorgestellte Macht, der man die Schuld an den trotz aller Sorgfalt auftretenden Fehlern gibt (duden.de)

Bücher von Jens Böhme:

(Artikel aktualisiert 30.01.2026)

Woran ich gerade lese: Ruf des Dschungels von Sabine Kuegler

Sabine KueglerRuf des Dschungels

Eigentlich bin ich ja ein Parallelleser. Mehrere Bücher gleichzeitig, je nach Stimmung und Tageszeit, das ist bei mir keine Seltenheit. Aber zurzeit lese ich tatsächlich nur an einem Buch und zwar am 2. Buch von Sabine Kuegler „Ruf des Dschungels“.

Letztes Jahr um dieselbe Zeit habe ich ihr erstes Buch „Dschungelkind“ gelesen. Eher durch Zufall bin ich auf ihr Buch bei Dussmann in Berlin gestoßen. Natürlich kannte ich die Geschichte aus den Medien, aber so richtig damit beschäftigt, hatte ich mich der Story noch nicht. Ich habe – diese Dschungelgeschichte – eher am Rande wahrgenommen. Doch als ich das Buch in den Händen hielt und darin blätterte und hier und da in einigen Absätzen schmökerte, wusste ich, dass ich ohne das Buch das KulturKaufhaus Dussmann in Berlin nicht verlassen würde. Die interessanten Doku-Bilder und -Fotos in der Mitte des Buches taten ihr übriges.

Wie Sabine Kuegler kehre ich zurück

Jetzt genau ein Jahr danach lese ich nunmehr den Nachfolgeroman. Ich habe das Gefühl jetzt erst Recht mit ihr gemeinsam in diese fremde Welt einzutauchen und lausche fasziniert ihrer Wahrnehmung sowie ihren neuen Schilderungen. Wahrscheinlich liegt es an der Parallele, dass auch bei mir etwas Zeit verstrichen ist und ich nach einem Jahr erneut mit den Augen von Frau Kuegler in den Dschungel zurückkehre. Ebenfalls mit etwas Gepäck – von vergangener Zeit und zurückliegenden Erinnerungen – so im Geiste, im eigenen Rucksack, den ich mit mir herum trage. Mit der Autorin Sabine Kuegler kehre ich zurück an jenen Ort an dem sie den größten Teil ihrer Kindheit verbracht hat. Genauer gesagt nach West-Papua an den Ort ihrer Erinnerungen zu den Fayu; einen vergessenen Stamm von Kannibalen.

Nicht nur, das es sich angenehm lesen lässt und der Leser in eine völlig andere Welt eintaucht, zusätzlich besitzt das Buch auch eine recht informative Seite, was die Geschichte und das Schicksaal der Menschen im Indonesischen Raum anbelangt. Daher werde ich sicherlich nicht all zu lange auf der momentanen Seite 142 verweilen.

Jeden Abend eintauchen in eine andere Welt

Wie schon die letzten Tage, so werde ich mich auch vor dieser Nacht auf einen kleinen Ausflug in diese so „andere Welt“  begeben. Jeden Abend abtauchen oder besser gesagt eine Reise auf die andere Seite der Erdkugel machen und neue Perspektiven kennenlernen.

Ich bin schon wieder sehr gespannt und klappe das Buch schon mal auf. Gute Nacht!

(Artikel aktualisiert 21.03.2026)

Bücher von Jens Böhme:

Buchtipp: Siegfried Lenz – Schweigeminute

Ganz ehrlich. Es gibt nur wenige Bücher, die mich zu Tränen gerührt haben. Gerade eben habe ich das 128-seitenstarke Buch „Schweigeminute“ von Siegried Lenz ausgelesen. Eine rührende, eine romantische, eine geisterwärmende Liebesgeschichte von Siegfried Lenz, die einem selbst zurück blicken lässt auf die Neigungen und Zuneigungen der eigenen Jugend.

Buchtitel
Buchtitel – Siegfried Lenz „Schweigeminute“

Dem Ende entgegen, auf den letzten Seiten schon, bemerkte ich, wie sich mein eigenes Universum mit dem des Buches vermischte. Verklärt romantische Gefühle in ihrer Urgewalt erfassten mich mit ihrer ganzen Bandbreite. Bittersüß spürte ich ihre Macht, ihren Schmerz und mein eigens Leben und lieben.

Ein Zitat aus „Schweigeminute“

„[…] Was Vergangenheit ist, ist dennoch geschehen und wird fortdauern, und begleitet vom Schmerz und einer zughörigen Angst werde ich versuchen, das zu finden, was unwiederbringlich ist. [..]“

(S. Lenz, Schweigeminute, S.122, Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2008)

Anmerkung zum Foto: spontan abfotografiert vom Buchtitel (Umschlaggestaltung: Steigenberger Grafikdesign, München / Foto: mauritius images – Bernd Römmelt)

(Artikel aktualisiert 01.02.2026)

Das Korrektorat – Nächstes Ziel – 12. Kalenderwoche

Original Manuskriptseite
Bild: Original-Manuskriptseite

Voraussichtlich in der 12. Kalenderwoche wird das Korrektorat abgeschlossen sein, steht in der E-Mail von Frau L. und ich erhalte die Prüfdatei des Romans von der Lektorin. Dies wird dann in der Woche zum 16. März 2009 passieren; wenn ich mich nicht verrechnet habe. Ich bin jetzt schon ganz gespannt auf den weiteren Verlauf und hoffe, dass sich die Änderungsvorschläge in Grenzen halten.

Unterschied zwischen Lektorat und Korrektorat

Das Korrektorat

  • Korrektorat: Hier geht es um die reine Sprachkorrektur. Geprüft werden Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung und Typografie. Der Textinhalt bleibt unangetastet.

Das Lektorat

  • Lektorat: Geht einen Schritt weiter. Zusätzlich zum Korrektorat wird hier auch Stil, Ausdruck, Verständlichkeit und Logik geprüft. Oft gibt es auch inhaltliche Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge.

Kurz gesagt:
Korrektorat = Form
Lektorat = Form + Inhalt/Stil

Eine Leseprobe für das Blog

Bis dahin habe ich Zeit an einem weiteren Manuskriptprojekt zu arbeiten (Ideen gibt es ja genug und ein-zwei fertige und halbfertige Manuskripte liegen auch schon in der Schublade) und relativ zeitnah eine erste Leseprobe des Romans „Der Tausendfüßler“ hier zu platzieren.

Es macht wahrscheinlich Sinn das erste Kapitel des Romans zu präsentieren oder ein spannende Szene aus der Mitte der Geschichte? Zudem überlege ich auch noch, ob ich eine extra Hauptkategorie in meinem Literatur-Blog dafür anlege oder aber diese Leseprobe als einen ganzen Artikel poste?

Eine eigene Seite im Blog dafür anzulegen, wird sicherlich benutzerfreundlicher sein.

Mal überlegen …

(Artikel aktualisiert 16.04.2025)

Weitere Artikel zur Entstehung und rund um den Roman „Der Tausendfüßler“:

Bücher – Autor Jens Böhme:

Tausendfüßler oder Tausendfüßer?

Tausendfüßler oder Tausendfüßer? – Wie heißt es denn nun korrekt?

Korrekt heißt esTausendfüßer -, aber genau so gut kann man auch Tausendfüßler sagen.

Was sagt der Duden zu Tausendfüßler vs. Tausendfüßer?

Im Duden steht beides! Tausendfüßler – Verwandte Formen: Tausendfüßer | Tausendfuß

Was sagt Wikipedia zu Tausendfüßler vs. Tausendfüßer?

Schaut man schnell mal bei Wikipedia vorbei, so ist die Enzyklopädie auch dort der Meinung:

  • Beides kann zur Nennung der im Fachbegriff bezeichneten Myriapoden / Myriapoda (griech.) dienen.

Warum habe ich nun gerade die Bezeichnung „Tausendfüßler“ gewählt?

Nun, so genau kann ich das auch nicht sagen. Die einfachste Erklärung und mit Sicherheit die Wahrscheinlichste ist, dass ich mit dieser Bezeichnung durch den Wortlaut meine Eltern aufgewachsen bin. Das war ihre Ausdrucksweise eines mehrbeinigen „Bodenkrabblers„. Immer wenn ich als kleiner Junge auf so ein Tierchen gezeigt habe, dann wurde mir der „Tausendfüßler“ nahe gelegt. Auch in meinem Freundeskreis meinten stets alle bei Sichtung eines derartigen Getiers:

  • „Siehe da: Ein Tausendfüßler!“

Tausendfüßler mit oder ohne „L“?

Über die Jahre hinweg hat sich dann diese Bezeichnung in mir eingeprägt und erst jetzt habe ich mir ernsthaft einmal Gedanken darüber gemacht, ob mit „L“ oder ohne.

Dem Romantitel wird diese Erkenntnis nichts anhaben können. Es bleibt „kurz & knackig“ beim Titel – Der Tausendfüßler.

Im Übrigen ist es sehr lustig die Diskussion auf gutefrage.net zu verfolgen wie es nun korrekt heißt oder was es mit den „tausend Füssen“ auf sich hat. Wer einmal Schmunzeln möchte, der möge sich etwas Zeit nehmen und auf gutefrage.net -heisst es tausendfüssler oder tausendfüsser? ;) die unterschiedlichen Kommentare dazu durchlesen.

(Artikel aktualisiert 01.02.2026)

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