Früh am Morgen – Eine verspätete Absage einer Literaturagentur

Zeit der Entscheidung

Wohin bitte? - Entscheidungen
Bild: Wohin bitte? – Entscheidungen

Die erste E-Mail, die ich heute empfing, war eine nun wirklich verspätete Absage einer Literaturagentur. Klar, manche Dinge brauchen eben Zeit; nicht nur Zeit zum Lesen, auch Zeit zur Entscheidung. Das räume ich natürlich jeder Agentur, jedem Lektor und auch jedem Sachbearbeiter einer literaturfremden Angelegenheit ein.

Bei ungefähr sechs Literaturagenturen hatte ich im Vorfeld vorsichtig angefragt. Zwei haben sich überhaupt nicht gemeldet. Drei haben abgesagt und mit einer Literatur-Agentur war ich übereingekommen, erst noch einmal das Manuskript zu überarbeiten und es ihnen danach noch einmal erneut zu zusenden. Von letzterer Aktion und einer größeren Überarbeitung habe ich dann abgesehen.

Vielleicht sollte ich eine Liste jener Literaturagenturen erstellen, die so unprofessionell sind, sich nicht einmal zurück zu melden? Um andere Autoren wirksam zu warnen, so dass diese nicht unnötige Zeit in solch ein Agenturverhalten zu investieren. Mal sehen? (Okay, da spricht die Frustration aus mir, ich gebe es zu.)

Die Vermutung

Zudem fällt mir auf – auch aus Gesprächen mit anderen Autoren -, dass die Sichtung des Manuskriptes entweder so schnell geht und ich den Verdacht hege, dass die Texte kaum oder gar nicht gelesen worden sind. Oder aber! Es wurde ein eigens dafür abberufener Billigpraktikant dafür eingestellt, der nach einem ebenso flüchtigen Blick, sich nach extrem langer Zeit – nach viel zu langer Zeit – irgendwann bequemt – dann noch eine Absage zu senden. Höflichkeitshalber versteht sich! Eine professionelle Absage oder ein passendes Feedback, dass der Text erst einmal angekommen ist, denke ich, kann ein jeder Autor mit Sicherheit verlangen. (Nachtrag 18.01.2026: Heutzutage gibt es auf den Webseiten der Verlage oder Literaturagenturen fast standartmäßig Hinweise auf was bei einer Manuskripteinsendung zu achten ist bzw. das unaufgeforderte eingesendete Manuskripte ohne Absprache leider nicht bearbeitet werden können. Oft auch die Bitte, dass der Autor vorher genau recherchieren soll, ob der eigene Titel ins Verlagsprogramm passt. Mit der heutigen Möglichkeit von Book on Demand und Selfpublishing stehen den Autoren in den 2020er Jahren weitere Möglichkeiten und Plattformen bereit ein Buch zu veröffentlichen.)

Alles & Nichts

Enttäuscht über jene Absage bin ich ehrlich gesagt nicht; vielleicht ein bisschen, okay, aber mehr auch nicht. Wer sich so lange Zeit lässt, ist an einer wirklichen Zusammenarbeit nicht interessiert, vermute ich mal. Und wie sagt man so schön: Keine Antwort ist auch eine Antwort! Also war mir die Antwort irgendwann schon klar.

Außerdem habe ich längst einen anderen Weg gefunden mein Buch zu publizieren. Zwar lese ich immer jede Zeile genau, um auch zwischen den Zeilen zu erfahren, woran es denn gelegen haben könnte, doch bleibt mir die Erleuchtung oft verborgen. Und irgendetwas in einen Satz hinein zu interpretieren, kann man für gewöhnlich alles & nichts.

Bei meinem nächsten Buch, an dem ich gerade schreibe, werde ich jedenfalls differenzierter vorgehen.

(Artikel aktualisiert 18.01.2026)

Egal was passiert …

… ärgert Euch nicht, ärgert die andern!

Motto: Ärgert Euch nicht, ärgert die anderen.

Das ist kein Tausendfüßler
Bild: Das ist kein Tausendfüßler!

Eigentlich heißt ja der Spruch, den mir einmal ein Journalist bei meinem Volontariat bei einer Tageszeitung sagte: „Jens! Ärgere dich nicht, ärgere die anderen!“

Das war ein gut gemeinter Rat mit Schulterklopfer sich nicht über alles und jede Kleinigkeit zu ärgern. Es war eine Zeit, die gar nicht so einfach für mich war. Aber im Nachgang voller Erfahrungen und einem Abschnitt, der mich geprägt hat.

Es war ein gute gemeinter Rat zu erkennten, dass so viel im Leben passiert, was man nicht unmittelbar beeinflussen oder direkte ändern kann. Es lebt sich auch etwas entspannter, wenn man nicht „aus jeder Mücke einen Elefanten macht„. Und da haben wir schon wieder, die nächste Redewendung!

Bevor ich jetzt in eine endlose Schleife von weiteren Sprichwörtern, Zitaten, Anekdoten und Redewendungen verfalle, sage ich im positiven Sinne:

Ärgert Euch nicht, ärgert die anderen!

Nehmt es nicht so schwer und bleibt lieb bei allen Dingen, die macht!

Schnapsideen – Dinge, die man wirklich tut

Das Liebe Geld

Als ich einmal einen echt finanziellen Engpass hatte, das war im Jahr 2005, habe ich im TIP Berlin in der Rubrik „Sonstiges“ folgendes annonciert:

– Der Tausendfüßler – psychologischer Liebesroman – gebe alle Rechte ab – Preis Verhandlungssache – … was folgte, war die Telefonnummer und E-Mai-Adresse.

Mal ehrlich …

Wie naiv, … wie bescheuert und größenwahnsinnig muss ich eigentlich gewesen sein, mir 1. die Rechte abnehmen zu lassen für ein Projekt in dem so viel Herzblut steckt, 2. zu glauben, dass es irgendeinen Interessenten dafür geben würde, 3. zu hoffen mit dieser Aktion mein lädiertes Konto aufzupäppeln und 4. überhaupt auf die Idee zu kommen etwas von irgendjemandem zu erwarten und diese Schnapsidee auch noch umzusetzen?

Schnapsidee
Schnapsidee

Herrjemine … das war keine Sternstunde in meinem Leben … aber so ist das nun mal, wenn man sich zu viel einbildet und gleichzeitig in der Klemme steckt.

Jedoch überzeugt von der Story, wie ich es damals war, dass es eine kleine interessante Geschichte ist, in der sich ein jeder Leser wieder finden kann und die von vielen unterschiedlichen Gefühlsfacetten durchflutet ist, die der Leser auch nachvollziehen kann, bin ich immer noch! Oh ja. Wäre auch schlimm, wenn nicht.

  • Kurzer Einschub: Ich bin immer noch davon überzeugt uns stolz darauf – Stand 01. April 2025 – und das ist kein Aprilscherz!

Doch ich muss zugeben, dass ich dabei auch in selbstgefälliger Art und Weise auch an hiesige Filmeproduzenten gedacht habe. Die mich mit einem „Äpple & nem EI“ abspeisen und die Story einfach an sich nehmen, später umpolen und das Ganz Manuskript den Haifisch-Storyliner im filmischen Textbecken in den Rachen werfen.

Wer weiß, für was es gut ist?

Okay, die fantasievolle Hoffnung, dass eventuell auch ein Literaturagent oder Verlag dies lesen würde, schwirrte da unterschwellig auch mit. Aber wenn es Hinz & Kunz gewesen wäre und mir auch nur annähernd 500 € dafür gegeben hätte (sei es dass Hinz & Kunz es sogar nur zum Feuer anmachen benutzen würden) – ich hätte diesen Deal wohl gemacht.

  • Kurzer Einschub zum 1. April 2025 – Gott sei Dank habe ich den Deal nicht gemacht! Sonst gebe es wohl dieses Literatur-Blog nicht!

Letzen Endes – Was ist passiert?

Angerufen hat aber niemand, auch keine E-Mail habe ich erhalten. „Gott sei’s getrommelt und gepfiffen“ und wer weiß, für was es gut war?

>>> Wofür es gut war, schaut einfach hier vorbei! <<<

(Artikel aktualisiert 01.04.2025)

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