Martin Walker stellt fünften Fall „Feme Fatale“ von Bruno, Chef de Police in Berlin vor

  1. Zu Gast im Kulturkaufhaus Dussmann – Autoren-Lesung mit dem Schriftsteller Martin Walker
  2. Herr Walker – Wie haben Sie das Périgord entdeckt?
  3. Herr Walker – Was lieben Sie am Périgord?
  4. „Feme Fatale – Der fünfte Fall für Bruno Chef de police“
  5. Das Kulinarische in den Romanen von Martin Walker
  6. Sämtliche bisher erschienen Romane des Bruno-Zyklus des Autors Martin Walker:
    1. Der neueste Fall von Bruno
    2. Brunos Kochbuch
    3. Noch mehr von Bruno

Zu Gast im Kulturkaufhaus Dussmann – Autoren-Lesung mit dem Schriftsteller Martin Walker

Der Journalist und Autor Martin Walker war wieder zu Gast in Berlin. Im Kulturkaufhaus Dussmann in Berlin stellte er zusammen mit der Kulturjournalistin Shelly Kupferberg seinen neuen und nunmehr 5. Bruno-Roman vor. Er trägt den Namen „Feme Fatale – Der fünfte Fall für Bruno Chef de police“.

Walker, eher bekannt als Journalist, erhielt 1978 den britischen Reporter-des-Jahres-Preis. Mit seinen Romanen „Bruno Chef de Police“, „Grand Cru“, „Schwarze Diamanten“, „Delikatessen“ sowie mit dem Kriminalroman „Schatten an der Wand“ hat er sich ebenfalls als Schriftsteller einen Namen gemacht. Seine Fangemeinde wird immer größer und die Leser konnten durch die Interviewerin Shelley Kupferberg einiges Neues über das Leben des Autors und den neuen Roman „Feme Fatale“ erfahren.

Martin Walker Lesung Kulturkaufhaus Dussmann in Berlin
Martin Walker – Lesung Kulturkaufhaus Dussmann

Martin Walker sprach in der Lesung Deutsch und betonte gleich zu Anfang, dass er 2 Jahre lang Deutsch im Gymnasium gehabt hatte. Er meinte jedoch, dass er noch viel dazu lernen müsse und wolle; vor allem neue Worte. So lautete wortwörtlich sein Einstieg: „Ich habe vor so einer Lesung immer Lampenfieber, aber …“ er fasst neben sich, „ … nach einem Glas Wein, … ich bin: Rampensau!“ Alles lachte, denn die Betonung lag auf „Rampensau“ – und er gab dem Publikum zu verstehen, dies sei wieder ein neues Wort, das er nutzte.

Herr Walker – Wie haben Sie das Périgord entdeckt?

Auf die Frage von Frau Kupferberg wie Martin Walker das Périgord entdeckt habe, erzählte er von einem Freund, der in den 80er Jahren eine Frau aus dem Périgord geheiratet hat. Die Inspiration zum Roman und zur Figur Bruno Courrèges selbst ereilte Martin Walker wiederum im Tennisclub vor Ort. Sein Tennispartner, gleichzeitig auch der Dorfpolizist und ein Freund, war und ist für ihn eine interessante Persönlichkeit. Die Sichtweise seines Freundes, z.B.  der Unterschied zwischen Gesetz und Menschlichkeit, beeindruckte ihn. Das nahm Martin Walker als Inspiration und „siehe da, ich hatte meinen Charakter“. Jedoch hat er mit seinem Bruno schon einen eigenen Charakter erschaffen, meint Walker, zumal seine „Inspiration“ doch ein wenig korpulenter ist als sein Protagonist Bruno Courrèges. Dabei lächelt Walker freundschaftlich und denkt sich vielleicht: Er möge mir diesen Vergleich verzeihen. Doch nicht nur die Figur Bruno hat reale Vorbilder. Neben ihm sind z.B. auch der Baron oder der Bürgermeister aus dem realen Leben entlehnt.

Autor Martin Walker und Kulturjournalistin Shelly Kupferberg - Lesung in Berlin Dussmann
Autor Martin Walker und Kulturjournalistin Shelly Kupferberg

Herr Walker – Was lieben Sie am Périgord?

Eindeutig: „Lebensmittel, Wein, Klima und natürlich die Geschichte“, erklärt Martin Walker. Etwas in dieser Region ist seine Heimat. Vor allem sind es die Freunde … „Ich esse niemals allein. Wenn wir zusammensitzen und ich von meinem neuen Roman erzähle, den ich derzeit schreibe, dann sage ich immer meinen Freunden, dass ich von den wunderbaren Frauen und intelligenten Männern schreibe. – Wunderbar Martin, wunderbar! Mehr Wein! – erschallt es dann. Und jetzt, wo er fertig ist, können sie natürlich lesen, was ich wirklich geschrieben habe“, sagte er schmunzelnd und unkommentiert.

„Feme Fatale – Der fünfte Fall für Bruno Chef de police“

Zurzeit erscheint in Großbritannien schon der 6. Bruno-Roman (The Resistance Man. Quercus, London 2013). Hierzulande gibt es erst einmal den 5. Fall „Feme Fatal“ zu lesen.

Cover Der fünfte Fall für Bruno Chef de police Martin Walker
Buchcover Diogenes – Martin Walker – Feme Fatale – Der fünfte Fall für Bruno Chef de police

Das Périgord ein Paradies für Schlemmer, Kanufahrer und Liebhaber des gemächlichen süßen Lebens. Doch im April, kurz vor Beginn der Touristensaison, stören ein höchst profitables Touristenprojekt, Satanisten und eine nackte Frauenleiche in einem Kahn die beschaulichen Ufer der Vézère. Und Bruno, den örtlichen Chef de police, stören zusätzliche höchst verwirrende Frühlingsgefühle. (Klappentext Diogenes)

Das Kulinarische in den Romanen von Martin Walker

Martin Walker - Das Perigord - Ein kleiner Reiseführer
Das Perigord – Ein kleiner Reiseführer von Martin Walker

Mit einem kleinen Mini-Reiseführer in Broschüren-Form „Das Perigord – Ein kleiner Reiseführer von Martin Walker“, der diesem Roman beiliegt, erfüllt Martin Walker den Wunsch seiner Leser, ein paar Reise-Tipps seiner Lieblingsregion dem Périgord in Frankreich zum Besten zu geben. Das ist auch typisch für den Journalisten in Martin Walker, denn er liebt es zu recherchieren. Zu jedem seiner Romane, erklärt Walker, hat er recherchiert wie z.B. zum Thema Résistance oder auch in Bezug auf die deutsche Stadt Weimar. „Ich war Journalist und muss immer recherchieren. Ich muss schreiben wie ein Journalist, meine Romane sind deshalb auch ein bisschen wie eine Dokumentation und da kommt der Journalist einfach durch.“ Es stimmt! Martin Walker war nicht nur, sondern er ist auch als Schriftsteller ein Journalist. So erfährt beispielsweise der Leser interessante Fakten auch zum kulinarischen Thema Trüffel wie im Fall von „Schwarze Diamanten“.

Cover Der fünfte Fall für Bruno Chef de police Martin Walker
Buchcover: „Feme Fatale“

Auf die Frage, warum der Roman in Deutschland immer im Mai erscheint, antwortet der Autor Martin Walker erfreut: „Weil dann Spargelzeit in Deutschland ist!“ Das Publikum lacht erneut. „Es hat halt alles einen kulinarischen Hintergrund“, stellt die Interviewerin Shelly Kupferberg lächelnd fest.

Auch im 5. Teil „Feme Fatale“ des Bruno-Zyklus steht das Kulinarische wieder mit im Vordergrund. Jedes Rezept, das Bruno im Buch kocht oder kreiert, hat Martin Walker auch selbst ausprobiert, betont er. „Meine Frau sagt immer zu mir: Mit jedem Bruno-Roman hast du 2 neue Kilos.“ Er schwärmt und stellt anschließend ein neuerlich gelerntes deutsche Wort vor:  Das Périgord ist so etwas wie … mein Schlaraffenland.

Sämtliche bisher erschienen Romane des Bruno-Zyklus des Autors Martin Walker:

  1. Bruno, Chef de police, Diogenes, Zürich 2009.
  2. Grand Cru. Der zweite Fall für Bruno, Chef de Police, Diogenes, Zürich 2010.
  3. Schwarze Diamanten. Der dritte Fall für Bruno, Chef de Police, Diogenes, Zürich 2011.
  4. Delikatessen. Der vierte Fall für Bruno, Chef de Police, Diogenes, Zürich 2012.
  5. Feme Fatal. Der fünfte Fall für Bruno, Chef de Police, Diogenes, Zürich 2013.
  6. Reiner Wein. Der sechste Fall für Bruno, Chef de police, Diogenes, Zürich 2014.
  7. Provokateure. Der siebte Fall für Bruno, Chef de police, Diogenes, Zürich 2015.
  8. Eskapaden. Der achte Fall für Bruno, Chef de police, Diogenes, Zürich 2016.
  9. Grand Prix. Der neunte Fall für Bruno Chef de police, Diogenes, Zürich 2017.
  10. Revanche. Der zehnte Fall für Bruno Chef de police, Diogenes, Zürich 2018.
  11. Menu surprise. Der elfte Fall für Bruno, Chef de police, Diogenes, Zürich 2019.
  12. Connaisseur. Der zwölfte Fall für Bruno, Chef de police, Diogenes, Zürich 2020.
  13. Französisches Roulette. Der dreizehnte Fall für Bruno, Chef de police, Diogenes, Zürich 2021.
  14. Tête-à-Tête: Der vierzehnte Fall für Bruno, Chef de police, Diogenes, Zürich 2022.
  15. Bruno, Chef de cuisine. Und andere Geschichten aus dem Périgord, Diogenes, Zürich 2023.
  16. Troubadour: Der fünfzehnte Fall für Bruno, Chef de police, Diogenes, Zürich 2024.
  17. Im Château. Der sechzehnte Fall für Bruno, Chef de police, Diogenes, Zürich 2025.

Der neueste Fall von Bruno

(Info: „Déjà-vu“ erscheint am 23. April 2025)

Brunos Kochbuch

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Weitere Buchtipps – Bücher vom Tausendfüßler-Autor Jens Böhme:

(Artikel aktualisiert 08.04.2025)

Hellmuth Karasek mit Witz – Lesung des Schriftstellers in Berlin Mitte

Hellmuth Karasek stellt sein neues Buch „Auf Reisen“ vor: Mit Witz

Erfahren habe ich von Karaseks Anwesenheit in Berlin Mitte durch den Vielfalter von Dussmann. Denn da schaue ich ab und zu beim Stöbern im Kulturkaufhaus hinein. Den Termin der Lesung von Hellmuth Karaseks neuem Buch „Auf Reisen – Wie ich mir Deutschland erlesen habe“ aus dem Verlagshaus Hoffmann und Campe hatte ich mir somit notiert. Ich wusste jedoch nicht, ob ich aufgrund meiner täglichen Arbeit pünktlich vor Ort sein konnte.

Am Anfang war schon das Ende in Sicht – Lesung von Hellmuth Karasek gut besucht

Buchtitel Hellmuth Karasek Auf Reisen Wie ich mir Deutschland erlesen habe
Buchtitel Hellmuth Karasek Auf Reisen Wie ich mir Deutschland erlesen habe

Da stand ich nun, noch vor Beginn der Lesung mit einigen anderen Literaturinteressierten vor dem Einlass und vor zwei Damen, die höflich aber konsequent uns und den Besuchern mitteilten: „Der Saal der Lesung ist voll. Aus sicherheitstechnischen Gründen können wir niemanden mehr hinein lassen, außer es kommt wieder jemand heraus. Es tut uns leid.“ Etwas enttäuscht war ich schon, aber nicht so sehr, dass ich nun schniefend wieder von dannen zog, zumal durch die vehemente Konsequenz der Buchhändlerinnen hier eine gewisse Gerechtigkeit und Ordnung im Buchstaate herrschte. Das freute mich.

Ich erkundigte mich nach dem Ende der Lesung und ob Herr Karasek signieren würde. Eine der Damen gab mir entsprechend Auskunft und ich suchte mir daraufhin innerhalb des Kaufhauses jene  Ecke, wo das neue Buch des Autors zu finden war. Interessanterweise handelt sein neues Buch vom Thema Reisen. Da auch ich demnächst eine Reise vor habe, war es nur vernünftig, dass ich da blieb und ich mich durch seine Lektüre inspirieren ließ. Ich las hier und da ein paar Passagen und genoss die Anekdoten und Erzählweise. Vertiefte mich derart, dass schnell eine halbe Stunde im Nu verflog.

Der Witz am Ende – Das vorzeitige Ende der Lesung, war erst der Anfang

Lesung Hellmuth Karasek mit Signierstunde in Berlin
Hellmuth Karasek Signierstunde in Berlin

Zurück zum Leseareal gelaufen, fiel mir auf, dass plötzlich kein Mensch mehr auf Einlass wartete und die Lesung noch lange nicht zu Ende war. Bevor ich etwas sagen konnte, teilte eine der beiden Damen mir mit: „Sie können gern eintreten.“ So kam ich dann doch noch in den Genuss der Lesung von Hellmuth Karasek. Ich setzte mich und empfand die witzige Leseart, die der Autor  darbot, als spannend und amüsant. Der bekannte Literaturkritiker, der einst zusammen mit Marcel Reich-Ranicki, Sigrid Löffler und einem wechselndem Teilnehmer (ab 1990) im ZDF in der Sendung „Das Literarischen Quartett“ Bücher besprach, schaffte es sein Publikum auf intelligente Art und Weise sprachvirtuos in den Bann zu ziehen. Ich erlebte somit die Geschichte, dass Karasek im Zug mit Günter Grass verwechselt wurde, fast hautnah. Weiterhin erhielt ich einen Vergleich, was der Unterschied ist, das letzte Kapitel von Karaseks neuen Buches „Auf Reisen“ in einer stillen Ecke zu lesen und gleich anschließend dieses live vorgelesen zu bekommen.  Das letzte Kapitel seines Buches handelte von Signierstunden nach der Lesung.  Witzigerweise befand ich mich gerade annähernd in einer „Das Drama im Drama“-Situation. Denn der Autor, wie auch das Publikum, dem ich zugehörig war, standen ebenfalls kurz vor der gerade beschriebenen Signierstunde. Einfach komisch: Denn die zu diesem Zeitpunkt bereits erfolgte Geschichte würde sich gleich aufs Neue, sicherlich mit gleichen Nuancen, in der Realität wieder finden!

Herr Karasek erzählt ein Witz

Es lohnt sich, mit Herrn Karasek und seiner lockeren-witzigen Art auf Reisen zu gehen und der Stimme in seiner Lesung zu folgen. Dies gipfelte dann letztendlich in seinem Angebot an das Publikum als Zusatz 3 Witze zu erzählen. Einer davon gefiel mir derart, sodass ich aus dem Lachen nicht mehr heraus kam. Da ich diesen nun selbst schon 2 Mal erzählt habe und er sich in mir manifestiert hat, möchte ich ihn hier einfach mal paraphrasieren:

Treffen sich zwei Männer.

Sagt der eine zum anderen: „Du bist aber auch ein bisschen dicker geworden.“

Erwidert der andere: 

„Nun ja, wie das so ist. Sonntagabend. Schaust Tatort, danach vielleicht noch den Jauch. Meistens gehe ich danach ins Bett. Meine Frau liegt schon drin und ich mach das Licht aus. Dann fass ich sie an und sie erschrickt sich immer und sagt: ‘Is was!?!‘ … und dann … dann geh ich eben zum Kühlschrank.“

Diesen Witz hat Hellmuth Karasek auf der Lesung erzählt.

Herr Karasek signiert mein Reisetagebuch

Reise-Tagebuch Jens Böhme mit Widmung von Hellmuth Karasek
Reise-Tagebuch Jens Böhme mit Widmung von Hellmuth Karasek

Wie im letzten Kapitel seines Buches „Auf Reisen – Wie ich mir Deutschland erlesen habe“ stand ich nun als einer der letzten aus dem Publikum vor ihm. Ließ mir sein neues Buch signieren und auch gleich noch „Auf der Flucht. Erinnerungen“ und bat Hellmuth Karasek spontan – denn ich hatte das eigene Reisetagebuch an diesem Tag glücklicherweise dabei und wenige Tage zuvor gekauft  – mein Blanko-Reisetagebuch für die geplante USA-Reise ebenfalls noch zu signieren. Eine persönliche Widmung für Jens Böhme! Sozusagen ein schriftlicher Anfang einer anderen Reise als jene von Karasek. Ein Buch zu meiner Reise und meiner hoffentlich reichhaltigen Reise-Notizen. Es soll ein inspirierender Aufhänger sein, von dem was dann „im Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ folgt.

Ein Gruß, eine Art Vorwort von Schreiberling zu Schreiberling.

Er schrieb auf die 5. Seite des Reise-Tagebuches:

Kreative Reisegrüße

und viele interessante Entdeckungen

und Begegnungen

und Erlebnisse

wünscht

Hellmuth Karasek

März 2013

Als er so schrieb, kam mir der Gedanke. Was würde wohl der Literaturkritiker Herr Karasek zu meinem Roman „Der Tausendfüßler“ sagen? Leider hatte ich kein Exemplar dabei und werde es wohl nie erfahren …

Seine Widmung und sein Buch gehen jedoch demnächst mit mir auf Reisen. Somit kann ich am Ende wahrlich reimhaft sagen:

Hab nun, ach!

Wie schön der Tach!

Den Karasek …

mit im Gepäck!

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Buch-Tipp in eigener Sache:

Literatur-Tipp: Videotrailer – Die Landkarte der Zeit – Félix J. Palma

Der Videotrailer des Buches – Die Landkarte der Zeit

Die Bücher von Félix J. Palma

Der Autor Félix J. Palma hat auf kreative und spannende Weise Geschichten erfunden in den das Thema Zeit eine besondere Rolle spielt; hier explizit im Buch „Die Landkarte der Zeit„.

„Eine Reise durch die Jahrhunderte. Eine Liebe ohne Grenzen. Eine Geschichte voller Wunder.
London, 1896: Die Vergangenheit ändern, die Zukunft sehen – alles scheint möglich durch Expeditionen in die vierte Dimension. Andrew, ein wohlhabender Fabrikantensohn, reist in der Zeit zurück, um seine große Liebe vor Jack the Ripper zu retten. Claire, frustriert vom viktorianischen London, flieht dagegen in die Zukunft – und verliebt sich dort. Inspektor Garrett jagt einen Mörder, der mit Waffen tötet, die noch gar nicht erfunden wurden. Alle Fäden der Geschichte laufen zusammen bei einem dämonischen Bibliothekar. Denn nur er kennt das Geheimnis der Landkarte der Zeit … Ein Fest für alle Zeitreise-Fans.“ (Quelle: brigitte)

Ich habe die Triologie verschlungen und es hat einfach Spaß gemacht die Bücher zu lesen oder dem Sprecher der Hörbücher zu zuhören. Die Bücher sind auch als Hörbuch ein Genuss! Das erste Hörbuch, welches ich gehört habe, war dann Die Landkarte des Himmels“ (Hörbuch) gelesen von Stefan Kaminski. Bei dieser Geschichte verging die mehrstündige Autobahnfahrt wie im Flug.

Viktorianische Trilogie von Félix J. Palma

(Artikel aktualisiert 09.04.2025)

Deutsche Bücherei in Leipzig – Deutsche Nationalbibliothek?

Die Deutsche Nationalbibliothek ist das Gedächtnis der Nation

Die Deutsche Nationalbibliothek (abgekürzt DNB) ist das zentrale Archivbibliothekssystem Deutschlands. Sie sammelt, dokumentiert und archiviert alle deutschen und deutschsprachigen Publikationen seit 1913. Dazu gehören Bücher, Zeitschriften, E-Books, Karten, Musiknoten, Hörbücher und viele weitere Medienformen. Ziel der Institution ist es, das kulturelle und geistige Schaffen Deutschlands dauerhaft zu bewahren und für Forschung sowie Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Hauptstandorte der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek hat zwei Hauptstandorte: Frankfurt am Main und Leipzig. Während in Frankfurt vor allem neuere Publikationen und Teile der Verwaltung angesiedelt sind, befindet sich in Leipzig der historische Ursprung der Einrichtung. Beide Häuser arbeiten als eine gemeinsame Institution und teilen sich die Aufgaben der Sammlung, Archivierung und bibliografischen Erfassung.

Ist die „Deutsche Bücherei“ in Leipzig gleichzeitig auch die Deutsche Nationalbibliothek?

Eine häufige Frage lautet: Ist die Deutsche Bibliothek in Leipzig identisch mit der Deutschen Nationalbibliothek? Historisch betrachtet ja; zumindest teilweise. Die Leipziger Einrichtung wurde 1912 als „Deutsche Bücherei“ gegründet. Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde sie mit der „Deutschen Bibliothek“ in Frankfurt zusammengeführt. Seit 2006 tragen beide Standorte offiziell den gemeinsamen Namen Deutsche Nationalbibliothek.

Ein Besuch in Leipzig - Deutsche Bücherei Leipzig

Damit ist die Leipziger Bibliothek heute kein separates Institut, sondern ein zentraler Standort der Deutschen Nationalbibliothek. Gemeinsam sichern die beiden Häuser das schriftliche kulturelle Erbe Deutschlands und stellen sicher, dass Publikationen dauerhaft dokumentiert und auffindbar bleiben.

Auch meine Bücher – die Bücher von Jens Böhme – sind in der Deutschen Nationalbibliothek hinterlegt:

Nutzen interessierte den Katalog der Deutschen Nationalbibliothek können sie alle Publikationen von deutschsprachigen Autoren und Autorinnen finden, die in dieser Institution katalogisiert wurden. Wen ein Buch eine ISBN-Nummer hat, dann ist es definitiv im DNB-Katalog vorhanden.

(Artikel aktualisiert 14.03.2026)

Lesung von Martin Suter „Der Koch“ im Babylon Berlin Mitte

Literatur Live! - Lesung Martin Suter "Der Koch" im Kino Babylon

Buchpremiere von Martin Suters Roman „Der Koch“ (Diogenes Verlag) im Kino Babylon Berlin. Ein Bericht von der Lesung Martin Suters in Berlin Mitte am 8. März 2010. Martin Suter (29. Februar 1948 in Zürich geboren) ist Schriftteller, Kolumnist und Drehbuchautor. Bevor er sich ganz dem Schreiben von Büchern widmen konnte, verdiente er sein Geld als Werbetexter und Creative Director. Er lebt mit seiner Familie in Spanien und Guatemala. 2010 ist er nun zu Besuch in Deutschland und stellt seinen neuen Roman vor. „Literatur Live!“ wird von den Thalia Buchhandlungen Berlin und dem Kino Babylon veranstaltet.

  1. Martin Suter „Der Koch“ – Ein Bericht von Jens Böhme
  2. Martin Suter stellt seinen neuen Roman „Der Koch“ vor –Ein Bericht von Jens Böhme
  3. Martin Suter kämpft mit einer Leselampe
  4. Martin Suter antwortet Knut Elstermann
    1. „Der Koch“ – Liebe geht durch den Magen
  5. Nach der Lesung – Signierstunde und Rezepte zum nachmachen
  6. Ein kleiner Epilog

Martin Suter „Der Koch“ – Ein Bericht von Jens Böhme

Autoren sind auch Leser. Vor allem bin ich ein begeisterter Leser von Martin Suters Romanen. Als ich ihn mit „Lila Lila“ durch eine Rezension in einer Tageszeitung entdeckte, war meine Leidenschaft für seine Schreibe nach dem Buchkauf entfesselt. Ich wollte mehr lesen und war neugierig. „Lila Lila“ war quasi für mich der Einstieg ins Sutersche Textuniversum. Es folgte „Die dunkle Seite des Mondes“ und „Small World“. Als Süchtiger verlangte mein Geist nach mehr. So gesellten sich nach und nach weitere Texte von Martin Suter in meine heimische Bibliothek bis zum heutigen Tag. Nun ist die Sutersche Sammlung von Jens Böhme aktuell komplett und darauf bin ich stolz.

Als ich dann erfuhr, dass er eine Lesung zum Roman „Der Koch“ und zudem noch seine Buchpremiere in Berlin geben wird, war ich hin und weg. Ich würde auf alle Fälle da sein; im Kino Babylon in Berlin Mitte, gegenüber der Volksbühne. Demzufolge stand am 20. März dick und fett in meinem Kalender: Lesung Suter!

Martin Suter stellt seinen neuen Roman „Der Koch“ vor –Ein Bericht von Jens Böhme

Mit dem Eintrittsticket für die Lesereihe der Thalia Buchhandlungen Berlin „Literatur Live!“ stand ich dann 18:45 Uhr vor dem Kino. Frecherweise hatte ich meine noch nicht signierten Bücher im Rucksack und hoffte auf die Signierlaune und Gnade von Herrn Suter. Zuvor jedoch stand eine eineinhalbstündige Lesung an. Etwas verlassen, stand ich also viel zu zeitig vor dem Kino und wartete auf den Beginn der Veranstaltung. Da ich noch etwas frische Luft schnuppern wollte, kam ich in den Genuss der Ankunft des Schriftstellers. Ein paar Leser hatten sich mit der Weile ebenso wie ich in der Kälte vor dem Kino eingefunden. Sie stauten nicht minder erfreut als einer der bekanntesten Schweizer Autoren sich durch die Türen des Babylon ins Innere des heutigen Lesungstempels begab – es war Punkt 19 Uhr.

Kino Babylon - Literatur Live mit Martin Suter
Kino Babylon – Literatur Live mit Martin Suter

Noch eine halbe Stunde und dann bekamen auch die Fans Einlass. Der Vorraum hatte sich schon arg gefüllt, überwiegend mit weiblichen Verehrern seiner Texte. Da es freie Platzwahl gab, wollte jeder soweit wie möglich vorn sitzen. Meine Befürchtungen, dass es zu einem Kampf mit Händen und Füßen, sowie verbalen Spitzfindigkeiten um die freien Plätze kommen würde, zerschlugen sich; auch wenn es einen kleinen Anflug davon gab. Denn ich konnte mich nicht auf einen der Außenplätze von Reihe 9 setzen. Eine Dame hatte 3 Plätze in dieser Reihe okkupiert und verteidigte diese vehement.

„Ich dachte wir haben frei Platzwahl ohne Platzhalter“, war meine zugegebenermaßen etwas schnippige Antwort. Aber diplomatisch und keine Lust auf eine Diskussion setzte ich mich einen Platz weiter nach hinten; links außen auf die Sitzreihe 10. Da saß ich letztlich genau so gut. Ich mag es sowieso nicht, ganz vorn zu sitzen, von der Mitte aus bekommt man genau so viel mit. Zudem kann man von da aus jederzeit aufstehen und rausgehen. Das ist der Vorteil wenn man an der Seite sitzt. Es werden nicht alle Leute aufscheucht und jeder glotzt einen dann mehr oder weniger wohlwollend an.

Martin Suter kämpft mit einer Leselampe

20 Uhr sollte es losgehen, aber wie alle Künstler machte es auch Martin Suter spannend und nutzte das akademische Viertel. Zusammen mit Knut Elstermann betrat er dann 20:15 Uhr die Bühne. Das Publikum applaudierte und der Abend mit Martin Suter begann. Gleich zu Beginn nach dem ersten interessanten Dialog zwischen Elstermann und Suter kam es jedoch zu einem für die Zuschauer interessanten Zwischenspiel. Es entwickelt sich aufgrund der Anmerkung einer Dame im Publikum eine Interaktion zwischen den Interviewteilnehmern Knut Elstermann und Martin Suter, sowie dem Publikum. In diesem Fall der sich äußernden Dame, die quasi für das Publikum stand. Der Rest der Zuschauer lachte nur hin und wieder und verfolgte gebannt die Szenerie. Denn bevor Martin Suter die erste Leserunde beginnen wollte, intonierte eine Frau von Reihe 10: „Können Sie bitte die Lampe ausmachen oder etwas dimmen, Herr Suter? Man kann sie gar nicht sehen. Die Lampe blendet so.“

Ticket - Literatur Live im Babylon
Ticket – Literatur Live im Babylon

Vermutlich wurde die ältere Dame aus Reihe 10 arg und in direkter Linie von der Lampe geblendet und konnte so ihren Lieblingsautor nicht sehen. Gegen diesen Zustand der Ungerechtigkeit musste sie natürlich intervenieren. Es entstand eine rege Auseinandersetzung um die optimale Position der Leselampe. Natürlich probierten die Herren auf dem Podest bestmöglich darauf einzugehen und versuchten die Lampe vorteilhaft für alle Beteiligten zu drehen. Aber der Dame half das wenig. Ein allgemeines Raunen und Gelächter dieser doch komischen Situation ging durch die Reihen, da sich nun nur noch alles um die Leselampe an Martin Suters Tisch drehte. Etwas hilflos aber sichtlich bemüht, versuchten Elstermann und Suter und sogar ein Techniker dem nachzukommen. Nachdem Herr Suter kurz die Lampe ausknipste meinte er:

„Ich sehe die Buchstaben nicht mehr!“ Er lachte. „Ich habe das Buch schon oft gelesen, aber nicht so viel, dass ich es schon auswendig könnte.“

Die Lampe wurde mal da und mal dort hin gedreht, auch hin zu Suters Gesicht und dessen Hand, die beim Lesen das Buch hielt. „Oh, es wird heiß.“ Er war einfach zu nah an der Glühbirne der Leselampe. Letztendlich gab es hier und da Bewegung auf der Bühne und einige Versuche den vorher festgesetzten Status Quo der Lampe zur Zufriedenheit der Dame zu ändern. Wie es mir am Ende der Szene schien, wurde dann doch ein Konsens erzielt. Herr Suter wurde ein wenig geblendet, aber gleichzeitig erhielt das Publikum, welches in direkter Linie zu ihm und der Leselampe saß einen befriedigenden Blick auf den Autor. Wahrscheinlich erschien Herr Suter zu diesem Zeitpunkt mit einem Nimbus hervorgerufen durch die Leselampe etwas fassbarer als zuvor für den Zuschauerblick dieser optisch Unterprivilegierten des Publikums. Allen voran, die Dame aus der zehnten Reihe.

Martin Suter antwortet Knut Elstermann

Mit seiner angenehmen tiefen sonoren Stimme und Akzent begann Martin Suter zu lesen. Insgesamt gab es drei Leseeinheiten. Er stieg am Anfang des Buches ein. Nach der ersten Leseeinheit gab es wie erwartet Applaus und Knut Elstermann begann sogleich den Dialog mit Martin Suter. Einige wenige interessante Dialoganekdoten, die mir in Erinnerung geblieben sind und die ich zum Teil notiert habe, möchte ich kurz anreißen. Interessant war zum Beispiel die Frage von Elstermann, ob Suter seine Figuren mag. Herr Suter antwortete darauf: „Man umgibt sich mit Menschen, die man mag, deshalb muss ich meine Figuren auch mögen. Im Roman ´Die dunkle Seite des Mondes´ war es durchaus anders. Der Protagonist war schon eine sehr zwiespältige Figur, die ja durch die Pilzeinnahme ein völlig anderer Charakter wurde. Nicht eben ein angenehmer Mensch. Aber es ist mir gelungen, glaube ich, damit umzugehen und auch diese Figur zu lieben. Ich mag auch den Dalmann [Figur in „Der Koch“]. Ich glaube ein Essen mit ihm“, er überlegte kurz, „ … ist glaube ich auch ganz amüsant.“

„Der Koch“ – Liebe geht durch den Magen

Der Koch - signiertes Buch
Der Koch – signiertes Buch

Da es im Buch auch um kulinarische Gerichte geht und Martin Suter die Liebe, das Erotische, den Genuss mit eben diesem Aspekt verbindet, gehörte natürlich auch so eine Frage mit zum Repertoire von Elstermann:

„Sie sind ja bekannt als Feinschmecker und das sie selbst kochen. Ihre Frau ist demnach aus der Küche verbannt? Sie hat da nichts zu suchen oder?“ Martin Suter antwortet ernsthaft. „Doch doch, wenn sie in der Küche ist, dann ist sie so zuständig für Logistik und Technik, eben abwaschen etc.“ Er lacht. „ Nein nein! Ein Scherz. Seit wir uns kennen, habe ich einfach diesen Part übernommen.“

Knut Elstermann: „Der Roman ist ja auch irgendwo ein Wirtschaftskrimi. Erotik und Essen werden thematisiert. Waffen und Liebe. Liebe geht durch den Magen heißt es. In unserem Fall: Kann das Essen, können gute Gerichte die Liebe heilen? “

Martin Suters Antwort: „Ich glaube nicht, dass Liebe derart über den Magen geht, wie es ihr zugeschrieben wird und das man eine Ehe damit reparieren kann, aber doch um sie damit zu beflügeln. Gute Gericht wirken unterstützend, denke ich.“

In Bezug auf das Thema Liebe und Partnerschaft und die langjährige Beziehung zu seiner Frau meinte Herr Suter: „Meine Erkenntnis: Es ist wichtig, dass man nicht durch die Welt läuft und denkt man verpasst etwas. Man verpasst nie etwas.“

Knut Elstermann: „Ihr Roman ist wie ein Gericht von dem man nicht genug bekommt.“ Martin Suter lächelt freundlich. „Wenn sie meinen Roman wie ein Gericht vergleichen, das schmeckt und von dem der Genießer nicht satt davon wird, dann ist das ein Kompliment und bedanke mich dafür.“

Nach der Lesung – Signierstunde und Rezepte zum nachmachen

Martin Suter signiert
Martin Suter signiert

Der Leser ist zugleich auch ein Koch! Das behaupt ich einfach mal. In meinem Fall bin ich Autor und Leser und mit Sicherheit auch gleichzeitig ein Koch. Wir stehen schließlich alle tagtäglich in der Küche und mutieren zum Koch alla Büchsenschnellgericht oder zum 5 Sternekoch; je nach Fasson. Bei Martin Suters neuem Roman mutieren wir aber erst nach der leckeren Lektüre zum Koch. Warum? Nun, im Buch „Der Koch“ von Martin Suter befinden sich am Ende des Romans vollständige Rezepte. Einer Verwandlung von einem Leser in einen Koch, in einen Entdecker neuer oder auch altbekannter Speisen steht nichts im Weg. Bin gespannt, ob mir das ein oder andere Gericht gelingen wird. Zuvor jedoch heißt es den textlichen Gaumenschmaus, den uns Herr Suter mit dem Buch „Der Koch“ bietet, mit den Augen zu genießen.

Nach einem gefeierten Applaus verabschiedete sich Herr Suter beim Publikum. Sehr höflich und sehr freundlich strahlend bedankte er sich für die Aufmerksamkeit der Leser und trat von der Bühne. Es begann die Signierstunde. Natürlich gab es regen Andrang und da ich keine Lust auf langes Anstehen in der Schlange hatte, bin ich erst einmal vor das Gebäude und habe mich abklimatisiert. Vor dem Kino Babylon stehend, kam ich mit dem ein- oder anderen Literaturbegeisterten ins Gespräch. Es verging eine knappe Stunde bevor die Schlange kleiner wurde. Ich vertrieb mir die Zeit mit interessanten Gesprächen und fachsimpelte mit anderen Lesern über die Texte von Martin Suter und Literatur allgemein. Am Anfang schlängelte sich die Schlange vom Eingangsbereich die linke Treppe hinauf, den Gang entlang bis zu einem separaten Raum im oberen Bereich. In diesem saß Martin Suter an einem Tisch und signierte alles was signiert werden sollte.

Martin Suter
Martin Suter

Obwohl vom Veranstalter vorher gebeten wurde, auf großartige Widmungen zu verzichten, damit es zeitlich nicht ausartet, haben die meisten doch diese Bitte ignoriert. Warum auch nicht? Schließlich sind die Signierwünsche nicht nur die Anerkennung, der Lohn des Autors an seinem Werk, sondern auch das Geschäft des Autors. Ein Autor sollte bei solcherlei Popularität ebenso Standhaftigkeit beweisen wie sein Publikum. Es ist immer ein „Geben und Nehmen“ und wenn man in die freudigen Gesichter der Leser schaut, dann ist dies sicherlich zusätzlich erquickend für den Autor. Martin Suter hat durchgehalten, bis zum Schluss und der letzte Fan aus dem Publikum, nun, der war wieder einmal ich. Wie schon erwähnt hatte ich mir Zeit mitgebracht. Außerdem hatte ich ja nicht nur ein Buch dabei und wollte Herrn Suter nicht schon zu Beginn erschlagen. „Doch wann habe ich schon mal die Chance Herrn Suter live zu treffen und meine Bücher signieren zu lassen“, hatte ich fragend vor ihm stehend zu einer Person zu seiner Linken gesprochen, die ihn begleitete und die mir persönliche Herrn Suter vorstellte. „Na aller zwei Jahre“, antwortete Martin Suter daraufhin. „Ich nehme sie beim Wort, Herr Suter“, gab ich zurück und legte ihm meine Bücher und ein Hörbuch auf den Tisch. Relativ fix signierte der Autor Martin Suter meine Exemplare. Danach verabschiedete ich mich von ihm. Hinter mir stand schon die Riege der Organisatoren, ebenfalls mit einem mir nachahmenden „unverschämt“ großen Stapel an Büchern unter den Armen zum signieren. Sicherlich für Hinz & Kunz und überhaupt … für die ganze Welt des literarischen Establishment.

Ein kleiner Epilog

Kino Babylon
Kino Babylon

Es war 23:10 Uhr als ich das Kino Babylon verließ und mich Richtung Alexander Platz begab. Die signierten Bücher hatte ich vorher sorgfältig im Rucksack verstaut. Die Berliner Luft war kalt. Es nieselte leicht. Auch wenn mir der Tag noch etwas in den Knochen steckte, ich zwischendurch die eigene Müdigkeit arg spürte, so war ich doch zu jenem Zeitpunkt hellwach. Mit einem warmen Gefühl der Befriedigung und einem schönen Tagesabschlusses ging ich nach Hause. Die nächtlichen Lichter der Großstadt verfolgten meinen Weg und die Lesung von Martin Suter war vorbei.

Anmerkung des Autors: Etwaige Dialog- bzw. Interviewsequenzen wurden von mir paraphrasierend wieder gegeben.

    • Martin Suter Inhalt & Rezension des Romans „Der Koch“ (faz.net von Sandra Kegel) [Anmerkung: Link nicht mehr vorhanden]

    Eine andere interessante Lesung im Babylon Mitte in Berlin:

    (Artikel aktualisiert 18.03.2026)

    Siegfried Lenz – Die Versuchsperson

    Kurzinformation – Literatur-Kuriositäten

    1. Die Versuchsperson von Siegfried Lenz – Nur 5.000 Exemplare!
      1. Welches Stück – das ist hier die Frage?
        1. Zum Inhalt – Die Versuchsperson – Stück
        2. Zum Inhalt – Die Versuchsperson – Harmonie – Stücke
      2. Über den Autor
      3. Verlag Hoffmann & Campe Verlag
        1. Editorische Anmerkung (2026):

    Die Versuchsperson von Siegfried Lenz – Nur 5.000 Exemplare!

    Die Information ist zwar jetzt schon eine Woche alt, aber ich finde sie immer noch erwähnenswert und das Thema sehr interessant: Angeblich soll es von Siegfried Lenz neuem Buch „Die Versuchsperson“ (Theaterstück über die Macht von Büchern) nur 5.000 Exemplare geben, berichtete die Berliner Morgenpost am 27. April 2009.

    Na da bin ich mal gespannt, ob ich eines davon abbekomme? Das wäre was!

    Welches Stück – das ist hier die Frage?

    (Ergänzung 05.02.02026) Es gibt nach meiner Recherche zwei Bücher mit dem Titel „Die Versuchsperson“. Einmal nur mit dem Untertitel „Stück“ und einmal mit dem Untertitel „Harmonie – Stücke“. Welches von beiden nun die Auflage mit den 5.000 Stück ist, konnte ich nicht ermitteln? Ich habe das Gefühl ich bin hier irgendwem auf den Leim gegangen. Wenn es nicht gar eine Zeitungsente ist; in diesem Fall wohl auch eine Verlagsente, wenn es denn vom Verlag in erster Instanz damals so gesteuert wurde? In keiner meiner Recherchen komme ich wieder auf diese Meldung. Vielleicht sollte ich einmal eines dieser Large Language Models (einen der bekannten ChatBots) fragen und das Netz durchforsten lassen? Eines meiner Schlagwörter von damals im System lautet immer „Berliner Morgenpost“. Das legt nahe, dass der Tag dafür steht, dass die Meldung von diesem Printmedium ausging. Versuche ich über die Suchmaschine den Artikel darüber zu finden, erhalte ich hier ebenso keine Info mehr dazu. Es bleibt spannend! Sobald ich Aufklärung geben kann, werde ich das hier im Blog-Artikel notieren. Nichtsdestotrotz gibt es nachfolgend mehr Infos zum Inhalt der beiden Theaterstücke von Siegfried Lenz. (Siehe auch Editorische Anmerkung am Artikel-Ende.)

    Hier jedenfalls erst einmal die beiden Stücke bei denen es sich möglicherweise um diese Auflage handelt:

    Zum Inhalt – Die Versuchsperson – Stück

    „Schauplatz ist eine Buchhandlung, die Helden des Stücks sind Menschen, die sich mit Büchern und ihren Autoren umgeben. »Die Versuchsperson« handelt von nichts Geringerem als von der Wirkungsmächtigkeit der Bücher, beweist das nahezu Gesetzgeberische, das von der Literatur ausgeht, direkt oder indirekt. Neben der spannenden und amüsanten dramatischen Handlung bietet Siegfried Lenz en passant einen Streifzug durch die großen Werke der Weltliteratur.“ (Klappentext: Siegfried Lenz – Die Versuchsperson – Stück)

    Zum Inhalt – Die Versuchsperson – Harmonie – Stücke

    „Guntram, Marie, Dirk und Alf leben, nicht konfliktfrei und notorisch unterfinanziert, in einer Studenten-WG. Eine lukrative Einnahme quelle scheint sich aufzutun, als Oskar, der Onkel von Alf, der WG ein Geschäft anbietet: Seine Firma arbeite an einem neuen Medikament. ‚Harmonie‘, so der Name des Medikaments, könne in der Wohngemeinschaft doch vielversprechend auf seine Wirksamkeit getestet werden. Die Studenten willigen ein.“ (Quelle: buecher.de)

    • Genre: Drama/Lyrik – Modernes Theater

    Über den Autor

    „Siegfried Lenz, 1926 im ostpreußischen Lyck geboren, gestorben 2014 in Hamburg, zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern der deutschsprachigen Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur. Seit seinem Debütroman Es waren Habichte in der Luft von 1951 veröffentlichte er alle seine Romane, Erzählungen, Essays und Bühnenwerke im Hoffmann und Campe Verlag. Mit den masurischen Geschichten So zärtlich war Suleyken hatte er 1955 seinen ersten großen Erfolg, Sein Werk ist geprägt von der Auseinandersetzung mit gesellschaftskritischen Problemen (z. B. Der Mann im Strom, 1957, oder Brot und Spiele, 1959) und mit dem Nationalsozialismus bzw. seiner Aufarbeitung. Zu Lenz’ größtem Erfolg wurde der 1968 erschienene Roman Deutschstunde. Bis heute ist die Geschichte eines Polizisten, der im Nationalsozialismus das Malverbot seines Freundes überwacht, eine bestechende Entlarvung eines pervertierten Pflichtgefühls. Das Buch wurde verfilmt, avancierte zur Pflichtlektüre an Schulen und war international ein großer Erfolg. Der Deutschstunde folgten viele weitere große Romane (Das Vorbild, 1973, Heimatmuseum, 1978, Der Verlust, 1981, Exerzierplatz, 1985, Die Auflehnung, 1994, Landesbühne, 2009), welche Siegfried Lenz neben Schriftstellern wie Heinrich Böll, Günter Grass oder Martin Walser zu einem der wichtigsten deutschen Gegenwartsautoren machte. Sein zweiter Roman Der Überläufer erschien postum im Jahr 2016 und wurde ein großer Erfolg. Für seine Bücher wurde er mit zahlreichen bedeutenden Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main, dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, dem Gerhart-Hauptmann-Preis, dem Thomas-Mann-Preis und dem Lew-Kopelew-Preis für Frieden und Menschenrechte 2009.“ (Quelle: amazon.de)

    Verlag Hoffmann & Campe Verlag

    Mehr Informationen zu Auflage – auf der Homepage vom Hoffmann & Campe Verlag (Link nicht mehr vorhanden). Lenz veröffentlichte alle seine Romane, Erzählungen, Essays und Bühnenwerke im Hoffmann und Campe Verlag.

    Editorische Anmerkung (2026):

    Im ursprünglichen Beitrag wird auf eine angebliche Literatur-Kurzmeldung der Berliner Morgenpost aus dem Frühjahr 2009 verwiesen, nach der Siegfried Lenz’ Theaterstück „Die Versuchsperson“ (Hoffmann und Campe, 2009) in einer Erstauflage von rund 5.000 Exemplaren erschienen sein soll. Der betreffende Zeitungsartikel ist heute online nicht mehr zugänglich und konnte bislang nur indirekt über den zeitnahen Blogeintrag vom Mai 2009 nachgewiesen werden. Eine unabhängige Bestätigung der genannten Auflagenhöhe in frei verfügbaren Quellen liegt derzeit nicht vor.

    (Artikel aktualisieret 05.02.2026)

    Woran ich gerade lese: Ruf des Dschungels von Sabine Kuegler

    Sabine KueglerRuf des Dschungels

    Eigentlich bin ich ja ein Parallelleser. Mehrere Bücher gleichzeitig, je nach Stimmung und Tageszeit, das ist bei mir keine Seltenheit. Aber zurzeit lese ich tatsächlich nur an einem Buch und zwar am 2. Buch von Sabine Kuegler „Ruf des Dschungels“.

    Letztes Jahr um dieselbe Zeit habe ich ihr erstes Buch „Dschungelkind“ gelesen. Eher durch Zufall bin ich auf ihr Buch bei Dussmann in Berlin gestoßen. Natürlich kannte ich die Geschichte aus den Medien, aber so richtig damit beschäftigt, hatte ich mich der Story noch nicht. Ich habe – diese Dschungelgeschichte – eher am Rande wahrgenommen. Doch als ich das Buch in den Händen hielt und darin blätterte und hier und da in einigen Absätzen schmökerte, wusste ich, dass ich ohne das Buch das KulturKaufhaus Dussmann in Berlin nicht verlassen würde. Die interessanten Doku-Bilder und -Fotos in der Mitte des Buches taten ihr übriges.

    Wie Sabine Kuegler kehre ich zurück

    Jetzt genau ein Jahr danach lese ich nunmehr den Nachfolgeroman. Ich habe das Gefühl jetzt erst Recht mit ihr gemeinsam in diese fremde Welt einzutauchen und lausche fasziniert ihrer Wahrnehmung sowie ihren neuen Schilderungen. Wahrscheinlich liegt es an der Parallele, dass auch bei mir etwas Zeit verstrichen ist und ich nach einem Jahr erneut mit den Augen von Frau Kuegler in den Dschungel zurückkehre. Ebenfalls mit etwas Gepäck – von vergangener Zeit und zurückliegenden Erinnerungen – so im Geiste, im eigenen Rucksack, den ich mit mir herum trage. Mit der Autorin Sabine Kuegler kehre ich zurück an jenen Ort an dem sie den größten Teil ihrer Kindheit verbracht hat. Genauer gesagt nach West-Papua an den Ort ihrer Erinnerungen zu den Fayu; einen vergessenen Stamm von Kannibalen.

    Nicht nur, das es sich angenehm lesen lässt und der Leser in eine völlig andere Welt eintaucht, zusätzlich besitzt das Buch auch eine recht informative Seite, was die Geschichte und das Schicksaal der Menschen im Indonesischen Raum anbelangt. Daher werde ich sicherlich nicht all zu lange auf der momentanen Seite 142 verweilen.

    Jeden Abend eintauchen in eine andere Welt

    Wie schon die letzten Tage, so werde ich mich auch vor dieser Nacht auf einen kleinen Ausflug in diese so „andere Welt“  begeben. Jeden Abend abtauchen oder besser gesagt eine Reise auf die andere Seite der Erdkugel machen und neue Perspektiven kennenlernen.

    Ich bin schon wieder sehr gespannt und klappe das Buch schon mal auf. Gute Nacht!

    (Artikel aktualisiert 21.03.2026)

    Bücher von Jens Böhme:

    Aus dem literarischen Nähkästchen geplaudert

    Das bin ICH! – Autor und Leser zugleich

    Natürlich schreibe ich gern Geschichten! Das ist meine Leidenschaft. Liebend gern erschaffe ich Welten und erspinne mir Geschichten für Leser und natürlich auch für mich selbst.

    Ich versuche jede Inspirationen zu nutzen. Ich bin darauf erpicht all die neuen Ideen zu archivieren und sie zu gegebener Zeit zu kleineren oder größeren Storys niederzuschreiben. Das soll aber nicht heißen, dass ich selbst kein begeisterter Leser bin. Ebenso gern lese ich die Geschichten anderer Autoren. So habe auch ich, wie es bei jedem anderen Büchernarr der Fall ist, meine persönlichen Favoriten bei den vergangenen und aktuellen Autoren. Zwar weiß ein jeder, dass sich die Geschmäcker mit den Jahren durchaus ändern können oder aber, dass der Eine oder die andere Autorin erst viel zu spät entdeckt und empfohlen wird, was aber im Grunde genommen die eigene Bestsellerliste der Autoren nicht arg durcheinander bringen sollte.

    Bestsellerliste aus der eigenen Heimbibliothek

    Ja es gibt sie, jene Autoren deren neues Werk fiebernd erwartet wird und deren Zeilen dann süchtig verschlungen werden. Neben all den anderen Autoren in meiner Heimbibliothek, die ebenso spannende, interessante und informierende Werke schreiben, gehören die unten aufgeführten Schriftsteller irgendwann schon zur Familie und zum eigenen „Lebens-Lese-Weg“. Von ihnen habe ich gelernt, von ihnen habe ich mich belehren, aber auch unterhalten lassen. Mit ihnen habe ich gefiebert, mit ihnen bin ich in fremde und neue Welten eingetaucht oder zu fernen Orten gelangt. Und das, obwohl die Welten nur aus schwarzer Tinte auf Papier bestanden. Manche Szenen habe ich mit allen fünf, manchmal auch allen sieben Sinnen wahrgenommen. Durch diese Autoren habe ich, als Leser, über den Tellerrand des Alltags hinaus Neues entdeckt oder den Alltag mit einem anderen Blickwinkel kennen gelernt, als nur den eigenen, und natürlich daraus positive Energie geschöpft.

    Lieblingsautoren

    Lieblingsautoren sind jene Schriftsteller von denen der Leser sicherlich meist mehr als nur ein Buch besitz.

    Zu meinen persönlichen Lieblingsautoren auf den oberen Plätzen zählen folgende Autoren:

    Platz 1: T.C.Boyle

    Platz 2: Martin Walker

    Platz 3: Arto Paasilinna

    Platz 4: Martin Suter

    Es folgen Autoren von denen ich bisher nur ein oder zwei Bücher gelesen habe:

    Nicht zu vergessen den erst kürzlich gelesenen Roman (siehe auch letzten Artikel) von Lenz.

    Sollte ich die eine oder andere Anregung geben haben, dann wünsche ich den Lesern meines Literatur-Blogs Der Tausendfüßler viel Vergnügen beim Lesen und freue mich ebenso über neue Tipps zu anderen Autoren, sowie über Diskussion zu den von mir hier genannten Schriftstellern.

    (Artikel aktualisiert: 31.01.2026)

    Buchtipp: Siegfried Lenz – Schweigeminute

    Ganz ehrlich. Es gibt nur wenige Bücher, die mich zu Tränen gerührt haben. Gerade eben habe ich das 128-seitenstarke Buch „Schweigeminute“ von Siegried Lenz ausgelesen. Eine rührende, eine romantische, eine geisterwärmende Liebesgeschichte von Siegfried Lenz, die einem selbst zurück blicken lässt auf die Neigungen und Zuneigungen der eigenen Jugend.

    Buchtitel
    Buchtitel – Siegfried Lenz „Schweigeminute“

    Dem Ende entgegen, auf den letzten Seiten schon, bemerkte ich, wie sich mein eigenes Universum mit dem des Buches vermischte. Verklärt romantische Gefühle in ihrer Urgewalt erfassten mich mit ihrer ganzen Bandbreite. Bittersüß spürte ich ihre Macht, ihren Schmerz und mein eigens Leben und lieben.

    Ein Zitat aus „Schweigeminute“

    „[…] Was Vergangenheit ist, ist dennoch geschehen und wird fortdauern, und begleitet vom Schmerz und einer zughörigen Angst werde ich versuchen, das zu finden, was unwiederbringlich ist. [..]“

    (S. Lenz, Schweigeminute, S.122, Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2008)

    Anmerkung zum Foto: spontan abfotografiert vom Buchtitel (Umschlaggestaltung: Steigenberger Grafikdesign, München / Foto: mauritius images – Bernd Römmelt)

    (Artikel aktualisiert 01.02.2026)

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