Gestern (Montag) habe ich alle Daten in einer 6 MB großen E-Mail an Frau L. gesendet. Darin befindlich war das komplett korrigierte Manuskript „Der Tausendfüßler“. Außerdem noch mit dabei befand sich das endgültige Coverbild (ich hoffe, ich habe das richtige Bild gewählt, lasst Euch überraschen), der Klappentext und diverse andere relevante Daten zur Buchproduktion.
Jeder Autor braucht ein Foto für das Buch oder etwa nicht?
Autorenfoto – Jens Böhme
Zuvor jedoch, im Laufe des Vormittags, nach einem Frühstück mit selbst gemachtem Rührei, habe ich von einer Fotografin zu Hause ein entsprechendes Autorenfoto für das Buch knipsen lassen. Dieses Autorenbild – ganz klassisch – vor meiner kleinen heimischen Bibliothek. Mit dem Bild bin ich sehr zufrieden und wir mussten uns am Ende zwischen zwei Favoriten entscheiden. Letztendlich haben wir jenes ohne Denkerpose (dieses gibt es erst im Buch zu sehen) genommen. Auch alle anwesenden in unserer Berliner WG haben das auserwählte Bild als das Bessere mit einem Fingerzeig attestiert.
Im Anschluss habe ich dann die schon vorbereitete Kurzvita unter das Bild gefügt und gleich hinter den Manuskripttext eingefügt. Seitdem warte ich auf einen Rückruf vom Verlag, um Details zur Produktion zu klären. Vor allem was das Layout betrifft, da muss noch die direkte Vorstellung des Machbaren abgeglichen werden.
Es bleibt spannend!
Andere Artikel zur Entstehung und Veröffentlichung des Romans „Der Tausendfüßler“:
Ich möchte hier ein Projekt vorstellen, auf das mich ein Journalistenkollege aufmerksam machte. Es handelt sich um die Webseite ZEILENSURFER. Wie bei allen Projekten steht am Anfang eine Idee mit einem Ziel dahinter. Hier steht in erster Instanz die Person Jonas Kassner hinter der Idee: eine Plattform für feste Autoren zu etablieren. Er kreiert die Webseite nicht nur grafisch in eigener Regie, sondern engagiert und präsentiert sich zuvorderst vor allem auch als einer der Hauptautoren mit eigenen Texten.
Wie eine Zeitung der Literatur
Webseite – Zeilensurfer
Die Webseite Zeilensurfer soll wie eine digitale Zeitung mit festen Autoren funktionieren. Die Autoren werden in einer separaten Vita vorgestellt und veröffentlichen in (vorerst unregelmäßigen) Intervallen eigene und vor allem unterschiedliche Texte aller Genres. Literarische Schmankerl von Gefühlen, Gedanken, Begebenheiten und den verschiedenen Sichtweisen des jeweiligen Autors sind zu lesen.
Ebenso ist es gewünscht, dass der Leser in den Texten biografischen Bezug wahrnimmt. „Gerade das macht den Text interessanter und den Autor fassbarer“, so Jonas Kassner. Es dürfen durchaus tagebuchartige Anekdoten und Kurztexte auf der Webseite Zeilensurfer gegenüber rein fiktiven Themen und Ereignissen in Textform stehen. Wir reden hier von mittleren Texten und Textfragmenten, die aus dem unmittelbaren Leben der Schreibenden erwachsen.
Ziel der Seite ist es einen festen Leserkreis zu gewinnen, der sich für das Literatur-Projekt im Ganzen interessiert oder auch nur den einzelnen Besucher und Leser der Webseite, der sich genüsslich der Schreibe seines Lieblingsautors widmet. Auch von der Idee des Gastautors war die Rede. Damit können sich zusätzlich externe Autoren am Literaturprojekt engagieren, die nicht zu den Stammautoren gehören. Ihren Texten wird somit eine jederzeit aufrufbare Plattform im Netz gegeben, anstatt dass sie in der „virtuellen Schublade“ auf heimischen PC zu vergammeln drohen.
Zeilensurfer – Das Intro der Seite
„Es gibt Menschen, die schreiben Geschichten. Andere des Nachts Poesie. Es gibt solche, die kritzeln in der U-Bahn Titel neuer Drehbücher in ihr Notizbuch. Wieder andere schreiben Tagebuch aus Zeitvertreib. Manche trällern unter der morgendlichen Dusche Verse unbekannter Popsongs. Andere tüfteln seit Jahren heimlich an ihrem Meisterwerk. Der Zeilensurfer ist eine Plattform für diese Leute. Für Literatur. Für Wortketten und Wortfetzen. Für das Leben in Textform.
Der Zeilensurfer bietet die Möglichkeit, zum Autor zu werden. Texte zu veröffentlichen, auf sich aufmerksam zu machen. Und er bietet die Möglichkeit, kennen zu lernen. Unerwartetes, Unerhörtes, Unglaubliches. Ganz egal, wie: Der Zeilensurfer ist dazu da, beschrieben und gelesen zu werden. Text zu beleben und das Leben zu vertexten. Schnell und wendig, aber immer mit Tiefgang.“
Für Autoren und Leser
Sicherlich wird es mit der Zeit hier und da Veränderungen geben, nicht nur bei den Autoren, sondern auch in der Aufmachung der Webseite Zeilensurfer selbst; denn schließlich ist die Idee und die initiale Umsetzung an sich stets der Anfang von allem, was anschließend historisch weiter wächst. Die sukzessiven Umsetzungen in die Realität sin die nächsten Schritte, um größer zu werden. Was wächst, verändert sich nun mal! Die Besucher und Leser der Webseite können gespannt sein und beobachten in welche Richtung es geht und welche Texte auf ihr dargeboten werden. Der mittelfristige Plan ist es, dass Autoren und ihre Texte kommentiert werden können. Die Diskussion zu den jeweiligen Texten soll die Mauer zwischen Autor und Leser hinwegfegen und Freiraum für neue Ideen auf beiden Seien geben. Der Zeilensurfer ist demzufolge ein Projekt, das Autoren und Leser gleichermaßen anspricht.
Information zu diesem Artikel und dem ehemaligen Literaturprojekt „Zeilensurfer„:
Das Webseiten- und Literatur-Autoren-Projekt http://zeilensurfer.de/ gibt es leider nicht mehr. Laut Recherche mit der Wayback Machine wurde es im Jahr 2014 eingestellt. Die Idee dazu jedoch soll in Form dieses Artikels weiter bestehen bleiben und ebenso mein erster Beitrag auf dieser Webseite.
Das Manuskript ist jetzt unter Dach und Fach. Gestern habe ich die letzten Korrekturen von der Lektorin übersendet bekommen und weitere Absprachen mit Frau L. gehalten. Am Wochenende muss ich jetzt alles fertig machen für den Satz (was alles noch so neben dem Haupttext mit hinein kommt – Prolog, Vita, Widmung, vielleicht auch ein Inhaltsverzeichnis), auch für das Layout (Cover, Klappentext) und alles was noch so benötigt wird, damit am Montag der Produktionsprozess endlich beginnen kann.
Mensch, bin ich vielleicht aufgeregt und kann es kaum noch erwarten.
Was macht der Erwachsene, wenn er eine Schaukel sieht und als Kind gern geschaukelt hat?
Er denkt: Da möchte ich noch einmal Kind sein. Braucht er aber nicht. Denn im Allgemeinen sind die hiesigen Schaukeln so konstruiert, dass jeder normale Mensch damit schaukeln kann.
Es geht los …
Sieht man also als Erwachsener eine Schaukel auf dem Kinderspielplatz oder an irgendeiner anderen Ecke, dann sollte jeder von uns ohne groß darüber nachzudenken seinem inneren Drang nachgeben und sich dem Glücksgefühl einer Schaukelpartie ergeben. Einfach die ersten paar Schritte Richtung Schaukel gehen. Der Rest geschieht von ganz allein. Schon nach der 4. oder 5. Amplitude auf der Schaukel ist das Glücks- und Freiheitsgefühl präsent.
Sonne zu Ostern und Wind im Gesicht
Lacht dazu noch die Sonne und genießt man die Bewegung und den Wind im Gesicht, dann ist das „kleine Glück“ perfekt. Bei einem Osterspaziergang (hier muss ich jedes Jahr erneut an Goethes „Osterspaziergang“ denken und versuche ihn dann bei Familie und Freunden irgendwie aus dem Gedächtnis zu kramen und zu rezitieren) erblickte ich freudestrahlend unterwegs einen Spielplatz mit zwei Schaukeln nahe der Wuhle im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Ich erklärte meinen Begleitern, dass ich unbedingt kurz schaukeln möchte. Aus kurz wurde fast eine ganze dreiviertel Stunde bis mir die Arme vom Festhalten an der Stahlkette schwer wurden.
Glück beim Schauckeln: Das richtige Sitzbrett
Das richtige Sitzbrett
Diesmal hatte ich mit der Breite des Sitzbrettes zusätzliches Glück zum „Schaukelglück“. Eine Schaukel zuvor, die ich an einer anderen Ecke in dieser Gegend ausprobierte, war nämlich der Sitzbereich wirklich nur für Kinder konzipiert worden. So etwas passiert einem echten Schaukelfan öfter als ihm lieb ist. Die Schaukel ist stabil und hält einen aus, aber der Sitzbereich ist viel zu klein. Das schmälert den Genuss. Und, ganz ehrlich, selbst einem korpulenten Kind hätte jenes 1. Sitzbrett mit Sicherheit auch Probleme bereitet. Was bedeutet das für den Schaukelfanatiker? Nun, es drückt ganz leicht an den Seiten der Oberschenkel. Auf Dauer ist das dann sehr unangenehm. Aber dieses Mal, da auf dem Spielplatz, bestand das Sitzbrett aus einer Art Gummisitzbank. Breit genug für jeden Schaukelliebhaber und sehr bequem für längeres Schaukeln auf dem eigenem Sitzfleisch.
Zeit nehmen beim Schaukeln
Mit dem Blick zur rechten Seite auf den Kienberg Berlin – einer doch angenehmen Gegend mitten im berühmten Berliner Plattenmeer Marzahn –
Schaukelschlenker – Spaß muss sein
und dem zur Linken, wo einige Menschen wirklich große Drachen in den Frühlingshimmel empor steigen ließen, genoss ich diesen wunderbaren Moment in gleichmäßiger Bewegung auf der von mir okkupierten Schaukel. Genau dafür muss der Mensch sich Zeit nehmen, dachte ich mir, sonst lebt und genießt er nicht. Ab und an wechselte ich mit meinen Begleitern ein Wort über Dies & Das, die sich in der Nähe der Schaukel aufhielten. Wie von einer erhobenen Kanzel gab ich meinen glückseligen Senf nach unten.
Das Glück dieser Erde …
Weit oben, wenn die Amplitude schon sehr beachtlich ist und man die Augen schließt und sich deutlich auf das Pendeln der Schaukel konzentriert und die Augen weiterhin geschlossen hält, dann kribbelt es im Bauch. Immer und immer wieder. Bei jeder neuen Bewegung. Ein wunderbares, ein einmaliges Gefühl. Zwar sagt man, dass man das Glück dieser Erde auf dem Rücken der Pferde findet, aber ich behaupte, dass sich dieses annähernd auch auf dem Sitzbrett einer Schaukel finden lässt – wenn man es selbst zulässt.
Ich wünsche den Lesern meines Blogs – Frohe Ostern. Genießt die freien Tage, die Sonne und lasst die Seele baumeln, um neue Kraft zu schöpfen. … Euer Jens
Habe gestern das von mir überprüfte Manuskript meines Romans „Der Tausendfüßler“ mit den vorgenommenen Änderungen der Lektorin zu Frau L. vom Verlag geschickt. Die Lektorin hat professionelle Arbeit geleistet und ich bin zufrieden und sehr froh mich für eine solche Vorgehensweise entschieden zu haben. Wie vermutet, wurden doch noch einige Korrekturen am Manuskript vorgenommen; vor allem formal. Jene Endfassung, die ich jetzt zurück gesendet habe, betrifft nur noch wenige Änderungen, die wiederum mir aufgefallen sind. Die Lektorin soll diese nur noch einmal checken. Das Ganze wird sicherlich kein großer Aufwand mehr sein. Und dann …
… steht die Endfassung für das Buch
Auch habe ich gestern die letzte und 2. Rate von 512,60 € der Kosten für das „Korrektorat“ des Verlages angewiesen (siehe auch Artikel: Über Geld redet man nicht). Nun kann es endlich losgehen – ab mit dem Manuskript in die Buchproduktion. Ich denke, Ende der Woche oder vielleicht Anfang nächster Woche kann der Autorenvertrag unterschrieben werden. Dann wird das ganze Buch wieder etwas fassbarer durch die Kalkulationen des Verlages (Seitenanzahl, Verkaufspreis, Buchlayout etc.pp.).
Das richtige Cover für das Buch „Der Tausendfüßler“
Im Moment beschäftige ich mich mit dem Finden eines passenden Covers. Ich habe dahingehend auch schon etwas in Aussicht, möchte aber dazu noch nichts Konkretes sagen. Die Entscheidung für ein Buch-Cover habe ich noch nicht endgültig getroffen. Ich empfinde die Wahl eines Buchcovers als sehr schwierig, da ich bei dieser Entscheidung an so viel denken muss. Wie zum Beispiel: Ist dies die passende Farbe? Sagt das Bild auch wirklich aus worin es in dem Buch geht oder muss es das eigentlich gar nicht? Soll das Cover-Bild unbedingt etwas mit dem Titel „Der Tausendfüßler“ zu tun haben oder kann es auch ein anderes Bild sein? Soll es ein Bild sein, welches zur Story, zum Liebesroman oder auch nur zum Protagonisten passt? Fragen über Fragen!
Ein wirklich diffiziles Pflaster … doch kommt Zeit, kommt Rat.
Frage an den Blogleser: Muss das Bild unbedingt etwas mit dem Buchtitel zu tun haben oder kann dieser auch andere Assoziationen hervorrufen? Ist man enttäuscht, wenn der Klappentext etwas anderes mitteilt als das Cover oder ist dies gerade interessant im Zusammenspiel mit Titel, Buchcover und dem auf der Rückseite stehenden Klappentext?
Erst nach 22 Uhr habe ich am Montagabend in den digitalen Briefkasten schauen können. Neben anderen Korrespondenzen konnte ich so noch zu später Stunde einen kurzen Blick auf das komplett lektorierte Manuskript werfen. Wirklich nur einen kurzen Blick, denn anschließend bin ich auch schon todmüde ins Bett gefallen.
Dienstag: Anruf bei Frau L.
Ein paar Fragen gibt es immer. Vor allem wollte ich von Frau L. wissen, wie es jetzt weiter geht. Jetzt, da alles unter Dach und Fach ist; was das Lektorat betrifft. Sie meinte: Ich muss nur noch einmal komplett darüber schauen, ob ich mit allen Änderungen einverstanden bin. Wenn ja, bleibt die Endfassung so, wie ich sie bekommen habe und sende sie wieder zum Verlag zurück. Sollte ich doch noch etwas ändern, ist dann diese Version in der etwas neuerlich geändert wurde die „Topversion“ für den Druck.
Mittwoch: Ziel gesteckt
Ich habe mir das Ziel gesetzt mit der Überprüfung des korrigierten Textes bis Sonntag fertig zu sein, damit ich dann nächste Woche die ersten Produktionsgespräche führen und der Autorenvertrag im Detail geklärt werden kann. Auch zum Cover habe ich mir schon Gedanken gemacht und eine Künstlerin getroffen, die eventuell das Cover erstellt.
Donnerstag: Montag ist „eigentlich“ Schontag
Ist nicht viel passiert. Habe viel zu lange geschlafen und bin ehrlich gesagt nicht so richtig in die Gänge gekommen. Das nächste Etappenziel ist aber immer noch präsent und begleitet mich den ganzen Tag über in meinen Gedanken. Ich bin schon sehr neugierig auf den Text. Habe aber noch nicht angefangen, da es noch einige andere Dinge zu erledigen gab.
Freitag: Die ersten Seiten
Habe mit der Begutachtung angefangen. Über das Wochenende möchte ich alles geschafft haben.
Es fühlt sich an wie April, obwohl noch März war. Ein bisschen Schnee, dann wieder etwas Regen. Am Morgen glaubte ich schon fast durch die strahlende Sonne sei der Frühling endgültig auf dem Vormarsch, aber dann bläst mir ein eisigkalter Wind ins Gesicht und die Wolkenformationen zeigen dem Betrachter immer wieder Unentschlossenheit in der Wolkendarstellung. Ob Berlin, Dresden oder Meißen, Petrus befindet sich momentan in jeder Stadt im Wetterwechselbad der Gefühle.
Ende letzter Woche stand ein kurzer Abstecher in die Heimat auf dem Plan. Zu Besuch bei Mutter’n, die Geburtstag feierte und das versprochene „Hallo“ bei Freunden. „Ich bin wieder hier, in meinem Revier …“, kommt mir dann das Lied von Marius Müller-Westernhagen bei jedem Besuch von neuem in den Sinn. Ich freue mich und staune, wie sich die Stadt Meißen – meine Heimatstadt – vor allem auch baulich verändert hat. Ansonsten bleibt wie so oft zumeist vieles beim Alten.
Bei einem Spaziergang zusammen mit meiner Mutter durch die Stadt kehrten wir auch bei einer bekannten Backwareninstitution (Konditorei Zieger) vor Ort ein, um einen Kaffee zu trinken und in stiller Atmosphäre zu entspannen. An den – Roten Stufen 5 – unterhalb der Albrechtsburg kann der Besucher sich laben; bevor es weiter hinauf zur Burg geht. Natürlich wusste ich auch, welch spezielles Gebäck es neben den schönen Törtchen hier zusätzlich zu kaufen gab: Die Meißner Fummel. Genau hier bei Konditorei Zieger vor dem Aufstieg zur berühmten Albrechtsburg zu Meißen kann der Besucher eine Original Meißner Fummel mit nach Hause nehmen.
Zur Geschichte der Meißner Fummel
… Der Kurier des Kurfürsten von Sachsen verkehrte regelmäßig zwischen Meißen und Dresden. Auf seinem Weg trank er gern einen Schluck des berühmten Meißner Weins, was ihn regelmäßig aus dem Sattel warf. Oft kam die Post lädiert in Dresden an und man vermutete, dass es am Meißner Wein lag. Um das Fehlverhalten nachweisen zu können, beauftragte der Kurfürst die Meißner Bäcker ein entsprechendes Gebäck zu erfinden. Dieses musste so filigran, so zerbrechlich sein, dass es bei der geringsten Erschütterung kaputt gehe. So entstanden die Meißner Fummel. Die einzelne Fummel wird aus einen einfachem Nudelteig hergestellt und hat keinen besonderen Geschmack. Sie zeichnet eine hauchdünne Schale aus. Dies in Form eines Hohlkörpers vergleichbar mit einem unregelmäßigen runden Luftballon.
Dieses Gebäck musste nun der Postreiter unversehrt in Empfang nehmen. Sollte der Reiter damit heil in Dresden ankommen, so wäre er über jeden Verdacht erhaben. War die Meißner Fummel jedoch zerbrochen, konnte der Kurier des Kurfürsten von Sachsen der Trinkerei überführt werden. Die Meißner Fummel ist so zart, dass man sich denken kann was geschah. …
Meine Meißner Fummel
Meißner Fummel
Wenn ich stets Besuch von Freunden oder Bekannte in Meißen hatte, dann habe ich meine Freunde bei einem Spaziergang zur Burg immer zu dieser Konditorei geführt und eine original Meißner Fummel kaufen lassen, die sie dann in unversehrtem Zustand nach Hause bringen mussten. Na ja, zumindest zurück bis zu meiner Wohnung in Meißen. Aber manche Freunde stellten sich auch das Ziel die Meißner Fummel heil bis nach Hause in ihre Heimatstadt zu bringen.
Da ich dieses Mal selbst zu Besuch war, habe ich mir wieder einmal eine eigene Original Meißner Fummel gekauft. Als alter Meißner weiß ich natürlich, dass es sich nicht lohnt mit einer Fummel im Gepäck unterwegs Wein zu trinken. Dieses Mal habe ich meine Fummel heil nach Hause gebracht. Es gab aber auch schon andere – nun ja holprige – Heimwege!
Na so etwas? – Es wieder so weit. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes an der Zeit und an die Zeitumstellung zu denken.
Heute Nacht muss die Uhrzeit eine Stunde vorgestellt werden.
Der Unwissende fragt sich dann stets von Neuem: Muss ich nun die Zeiger vor oder zurückdrehen?
Vor kurzem erhielt ich von einer Bekannten eine interessante E-Mail in der sie allen Freunden eine super Eselsbrücke (einen Merkspruch) zur Zeitumstellung mitteilte. Ich glaube, wer sich diese Eselsbrücke einmal richtig verinnerlicht hat, der wird sich „Zeit seines Lebens“ an die richtige Variante der Umstellung erinnern und anderen Rat geben können.
Die Eselsbrücke zur Zeitumstellung
„Im Frühling werden die Gartenstühle VOR das Haus gestellt und im Herbst werden die Gartenstühle wieder ZURÜCK ins Haus gestellt.“
Das bedeutet für uns, dass wir Sonntag, den 29. März 2009 (bzw. in jedem Frühjahr von Neuem) um 2 Uhr die Zeiger der Uhr um eine Stunde vorstellen. Für diejenigen, die viel wert auf ihre ordentliche Anzahl an Schlafstunden legen, heißt das leider eine Stunde weniger Schönheitsschlaf. Es werden die „Gartenstühle vor das Haus“ gestellt“.
Aber zum Glück ist ja der Tag der Zeitumstellung für die meisten Menschen ein regulärer Sonntag und dann wird halt eine Stunde später aufgestanden oder zeitiger ins Bett gegangen; wenn einem der Schönheitsschlaf wichtig ist.
Das Gleiche gilt dann natürlich für die Winterzeit. Nur in die andere Richtung! Hier wird die Uhrzeit eine Stunde zurück gedreht. Es werden also die „Gartenstühle zurück ins Haus“ gestellt.
Wir befinden uns in der 12. Kalenderwoche. Am Donnerstag erhielt ich per E-Mail einen Teil der ersten Version des korrigierten Manuskriptes. Die Korrektur erfolgte digital und die Veränderungen bzw. die Veränderungsvorschläge sahen sehr übersichtlich aus. Entweder ich habe in Microsoft Word diese Bearbeitungsvariante noch nicht entdeckt oder aber die Lektorin hat ein spezielles Programm dafür benutzt, um die Änderungen so dazustellen wie ich sie jetzt vor mir habe. Nun, das bekomme ich sicherlich noch raus. Bevor ich etwas am Text ändere, soll ich noch warten bis das Manuskript vollständig von ihr korrigiert wurde. Da die Änderungen schon Bestandteil der endkorrigierten Fassungen sind, wie ich erfuhr. Erste dann erst soll ich mich an das fertig korrigierte Manuskript setzen und noch einmal mit den Augen des Autors über den Text fegen und alles Unstimmige ausmerzen. Ich rechne mit der vollen Korrektur des Textes Ende nächster Woche. Ich lass mich überraschen!
Einer Ansprechpartnerin beim Verlag habe ich noch schnell geklärt, dass der Name der Buchhändlerin nicht Mira – wie es unwissentlich als Arbeitstitel durch die Lektorin im gesamten Text geändert wurde -, sondern Miria heißen soll. Miria Marck ist die Dame in die sich der Protagonist Conrad Wipp verliebt. Zum Glück erledigt die Lektorin die Richtigstellung gleich mit und ich bin froh darüber, dass auch dieses Problem aufgefallen ist und geklärt wurde. Ich weiß auch nicht, wie Mira in den Text gekommen ist? Entweder ich habe aus Versehen ein paar Mal das „i“ vergessen oder die Rechtschreibprüfung von Word hat irgendetwas umformatiert, was nicht formatiert werden sollte. Wer weiß es?
Außerdem: Meine Frage an den Leser und die Leserin des Autoren-Blogs – wo hätte denn der Leser seine Lieblingspräferenz im Namen – bei Mira oder bei Miria? Das würde mich echt einmal interessieren!
Wie der Leser am gemeinsamen Foto mit T.C. Boyle erkennen kann, habe ich am Montag tatsächlich noch eine Karte für die Lesung bekommen. Ich hatte da so meine bedenken. Fünf Minuten vor 19 Uhr stand ich etwas gehetzt, aber glücklich vor Ort an der Kinokasse von Babylon Mitte. Zusätzlich hatte ich das zeitliche Glück und das Privileg T.C. Boyle als einer der Ersten und einer der Letzten in der Zeit seiner Lesung zu Gesicht zu bekommen; unabhängig von Veranstalter und Begleitung.
Denn nachdem ich meine Karte in der Hand hatte, ging ich noch für einige Minuten an die frische Luft. Stand entspannt und zugleich gespannt vor dem Kino als plötzlich ein Großraumtaxi an der Ecke hielt und der Autor selbst zusammen mit Herrn Eisermann genau aus diesem Taxi ausstieg. Gekleidet in schwarz mit einem großen schwarz-roten Schal trat Boyle auch schon dem ersten Fan entgegen und signierte bereitwillig eine Fotografie; wie ich mit etwas Abstand erkennen konnte. Andere wiederum hielten die 1. Buchseite eines schon bekannten Buches zum signieren hin. Zwar hatte ich meine Bücher ebenso zum signieren dabei, doch blieb ich lieber Beobachter der Szenerie und freute mich wie ein Groupie ihn live zu sehen. Ich versuchte hingegen aus einiger Entfernung ein Foto zu erhaschen, da ich aber Herrn Boyle nicht gleich zu Beginn mit einem Blitz nerven wollte, generierte meine „Digitalkamera für die Hosentasche“ ein völlig verschwommen, ein etwas surreales Bild.Sie schaffte es nicht den Augenblick scharf festzuhalten, was mich aber nicht ärgerte, denn der Abend lag ja noch vor mir.
Über 600 Besucher
Der Saal im Kino 1. füllte sich allmählich. Hier und da sah ich ein bekanntes Gesicht aus den Medien. Ich suchte mir, ohne zu drängeln, einen entspannten Sitzplatz in der 8. Reihe am äußersten linken Rand. Meine geliebten Bücher von Boyle stets am Mann und stolz diese hoffentlich alle signiert zu sehen. Auf dem Podium standen zwei bequeme Sessel, davor ein Tisch mit Getränken und zu ihrer rechten Seite ein Stehtisch dekoriert für den Autor als Sprachkanzel zum Lesen. Ein Kameramann befand sich ebenfalls vor Ort und ein Fotograf blitzte mit seiner Profikamera in Abständen und von unterschiedlichen Positionen Fotos während der ganzen Lesung, um das Ereignis zu dokumentieren. Mit der Zeit gab es schon keine Plätze mehr und die ersten Besucher mussten sich in den Balkon des Kinosaals begeben.
Es geht los …
Mit viertelstündiger Verspätung war es dann soweit. Wie aus dem Nichts über eine Treppe, die vom Bühnenkeller direkt auf die Bühne führte, stiegen der Autor T.C. Boyle und sein Dialogpartner David Eisermann vor das gespannte Publikum. Gleich zu Beginn machte Boyle sich über diesen Effekt „des Erscheines“, denn so sah es wirklich aus, lustig. Ein gekonnter Wortwitz und der Zuschauer lernte gleich die lockere und menschliche Art des Autors kennen. Diese so lockere und entspannte Art bekam man während der ganzen Lesung, die von Thalia-Buchhandlungen Berlin organisiert wurde, öfter noch zu hören.
Boyles Schuhe, sportlich im Aussehen und knallrot mit weis, waren ein Hingucker für sich. Eisermann und Boyle begannen nach kurzer Vorstellung und der Feststellung durch das Publikum, dass das Mikrofon von Herrn Eisermann nicht optimal eingestellt war, die Lesung im Charakter eines Podiumsgesprächs.
Drei gelesene Texte
Boyle berichtete ausführlich von der Idee und der Recherche zur Figur des Romans dem Protagonisten Frank Lloyd Wright, aber auch von seinem Haus, das eben von diesem Architekten erbaut wurde. Eisermann übersetzte zuweilen manche Passagen des Dialogs für die Zuhörer. Im Wechsel wurden anschließend ausgewählte Textauszüge aus dem neuen Buch „Die Frauen“ (erschienen beim Hanser Verlag) vorgelesen. Als erstes las Boyle eine Passage in englischer Fassung. Gern hat man ihm zugehört, da er effektvoll mit seiner Stimme spielt und den Text für alle sichtbar bei der Performance auf der Lesebühne lebt. Boyle bietet dem Betrachter eine schöne Show. Nach einem kurzen Plausch las Eisermann eine Passage, der die Unterhaltung interessant gestaltete und sich dezent zurück hielt, wenn Boyle eine seiner Anekdoten begann zu erzählen, die mit dem Text oder seiner Schriftstellerei zu tun hatten.
Zum Abschluss las noch einmal der Autor. Oft schaffte er es, dass die Zuhörer entzückt lachten. Nach ca. 1 ½ Stunden war der 1. Teil die öffentliche Lesung vorbei. Für den Fan, den Leser von Boyles Prosa und dem stolzen Besitzer des neuesten Werkes oder wie ich mehrerer Werke, begann nun der 2., der wesentlich aufregendere Teil der Lesung.
Das große Warten
Der Kopf der Warteschlange
Schon zu Anfang erklärte der Gastgerber „Herr Boyle werde jeden, wirklich jeden Signierwunsch bis zum Schluss erfüllen – bis der letzte gegangen ist.“ Auch wurde erwähnt, dass ein Signierstand auf Augenhöhe also vor dem Podium errichtet wird, da es der Wunsch von Herrn Boyle ist auf Augenhöhe mit den Menschen – dem Leser – zu stehen und mit ihnen in direktem Kontakt zu sprechen. Genau diese Einstellung macht ihn, trotz seiner enormen Popularität, so sympathisch. Außerdem muss man sich vor Augen führen, dass über 600 Personen im Kinosaal 1 anwesend waren und die Bekanntgabe der Lesung im Voraus, wie der Gastgeber erklärte, nicht über die Maße publik gemacht wurde; da man sonst an die Kapazitätsgrenzen der Räumlichkeit gestoßen wäre.
Wer glaubt, dass man sich einfach anstellt und das Buch signiert bekommt, der irrt. Boyle nimmt sich Zeit. Anstrengend ist so ein Marathon mit Sicherheit, aber er genoss sichtlich den Smalltalk mit den begeisterten Fans.
T.C. Boyle signiert
Ein kurzes Gespräch mit jedem, der sich darauf einließ, war in jedem Fall möglich. Natürlich gab es auch einige Wenige wie ich, die mehr als nur ein Buch zu signieren hatten. Der Lieblingsautor so nah und dann noch in Berlin, das muss ich nutzen. Ich hatte ganze 9 Bücher dabei, die neueste Publikation inbegriffen. Da ich wusste, dass es mehr als ein Weilchen dauern würde, hielt ich mich zurück und wartete den ersten Ansturm ab. Ich konnte mich selbst davon überzeugen, dass T.C. Boyle bis zum letzen Besucher durchhielt. Der letzte, der nicht zum Trupp der Organisatoren gehörte, war nämlich ich. Ganze zwei Stunden dauerte es bis zum kurzen Gespräch mit ihm und der ersehnten Signatur in den mitgebrachten Büchern.
Smalltalk
„I hope for you, this is the last big bag“, und ich zeigte mit einer Miene der Entschuldigung auf meine Tüte mit meinen Büchern. “Is this okay?”
“Oh yes, it is okay.” Seine Antwort klang ehrlich.
“Realy.”
“Oh yes.” Dann konstatierte er noch mit einem schelmischen Grinsen. „Today are nine books, next time you bring only one book.“ Er grinste mich an und signierte die Bücher, die ihm reichte.
“Yes, I’ ll do so.” Ich grinste verlegen zurück.
“You said to the people that you would notbe hero, but for me you are a hero. If you stand here for 4 hours reading and talking, that’s why – you are a hero”, sagte ich anschließend mit einem ernsten, aber doch witzigen Unterton. Das sagte ich, weil er im Gespräch mit Eisermann erwähnte: Ich bin kein Held, ich bin wie jeder andere Mensch. Da schaute er mich an und begann zu lachen.
Nach einem kurzen Wortwechsel über die Schriftstellerei – ich erwähnte mein Buchprojekt und dass ich durch sein Leben und seine Werke stets inspiriert werde meine Schreiberei weiter zu führen und auch den Traum eines fertigen neuen Buches stets lebe – vergas ich doch glatt noch ein Erinnerungsfoto mit ihm zusammen zu knipsen. Er fragte mich, ob ich in Englisch oder Deutsch publiziere. Ich meinte sehr zurückhaltend: Oh nein, nur in Deutsch. Es ist mein neues Buchprojekt und ich bin noch lang nicht so populär wie er. Ich bin noch in der Phase, neben meinem kleinen Leserstamm, den ich durch das erste Buch habe, diesen Leserkreis auszubauen. Ich befinde mich als Autor in der Hoffnung viele Leser für mein neues Buch und meine Texte zu gewinnen. Boyle hörte mir zu und ermunterte mich immer weiter zu machen. Ich lächelte ihm zu und versicherte dies zu tun. Zugleich gestand ich ihm ein wenig aufgeregt zu sein und nicht sofort die passenden Vokabeln zur Hand zu haben.
Die Frauen – signiert
Aber: „Alles in Ordnung, kein Problem“, meinte er entspannt und klopfte mir auf die Schulter. Dann verließ ich den Signiertisch. Ein Foto hatte ich immer noch nicht geknipst. Also wand ich mich noch einmal um und zeigte mit der Kamera in meiner Hand zu Herrn Boyle. Dieser signalisierte mir – ich solle noch mal zu ihm kommen. Das tat ich mit Vergnügen.
Epilog
Glücklich und zufrieden begab ich mich im Anschluss nach draußen. Vor dem Kino lehnte ich mich erst einmal an einen der Fahrradständer und lies die Eindrücke Revue passieren. Als ich mich nur kurz umdrehte, um auf die erleuchtete Volksbühne schräg gegenüber vom Kino zu schauen, sah ich durch Zufall, dass Boyle zusammen mit Eisermann und den Organisatoren ebenfalls die Lokalität verließ. Sie bogen rechts ab und verschwanden um die Ecke Richtung Volksbühne. Ich sah ihnen freudig nach und als ich niemanden mehr erkennen konnte, lief ich beschwingt zur S-Bahn am Alexanderplatz.
Ich muss schon sagen: Wenn man sein Idol trifft, dann ist man berauscht, dann ist man fasziniert, inspiriert und voller Phantasie. Ich habe den Augenblick sehr genossen und die Lesung in vielen Details genau wahrgenommen. Auch der 2. Teil war genauso interessant wie die Lesung selbst. Und irgendwie habe ich erkannt, dass ich auf simpelste Art an jenem Abend auch ein kleinwenig Groupie war.
(Mehr zum Inhalt des Buches und zur Lesung in Stuttgart unter http://www.swr.de von Franziska Roth.) [ehemaliger Inhalt unter „www.swr.de“ nicht mehr vorhanden – Stand: 01.07.2014]