20. März – Der kalendarische Frühlingsanfang

Die Sonne überschreitet den Äquator.

Das heißt, dass morgen aus kalendarischer Sicht Frühlingsanfang ist. Der so genannte meteorologische Frühlingsanfang war schon am 1. März gewesen. Für die Meteorologen ist der Jahreszeitenwechsel immer am 1. des Monats in dem der kalendarische (astronomische) Jahreszeitenwechsel ansteht. Ich war heute etwas irritiert und fragte mich: „Haben wir nun schon Frühling oder etwa noch nicht?“

Jetzt bin ich wieder etwas schlauer. Ab morgen ist definitiv Frühling!

Doch ganz ehrlich: Ob nun Frühling, Sommer, Herbst oder Winter … schon Dieter Thomas Kuhn sang (ursprünglich von Chris Roberts 1971) – „Hab Sonne im Herzen, egal ob es stürmt oder scheint, greif zu in der Liebe, das Schöne ist schön nur auf Zeit …“

(Artikel aktualisiert 17.04.2025)

Fazit: Leipziger Buchmesse 2009

1.500 Autoren auf der diesjährigen Buchmesse in gelesen und signiert

Die ARD berichtete in der Tagesschau am gestrigen Abend, dass 1.500 Autoren auf der diesjährigen Buchmesse in Leipzig gelesen und signiert haben. Insgesamt über 2.100 Aussteller waren auf dem Messegelände präsent und laut dw-world.de | 16.03.20 „Leipziger Buchmesse erzielt Rekordergebnis“ soll es einen neuen Besucherrekord mit 147.000 Besuchern gegeben haben.

Thema: Das digitale Buch

Ein ganz großes Thema auf der Buchmesse in Leipzig soll vor allem das digitale Buch gewesen sein. In einem Artikel hierzu auf SPIEGEL ONLINE sprechen die Autoren von einer „eVolution“, statt einer Revolution (Artikel auf spiegel.de: „Die eVolution“ von Marco Evers und Martin U. Müller). Noch mehr Informationen rund um das mediale Bücherereignis kann der Leser auf der Homepage der Leipziger Buchmesse selbst nachlesen.

Wie auf heißen Kohlen sitzen – Ich warte, warte und warte …

Fehlerteufel und Lektorat

Ich sitze wie auf heißen Kohlen. Jeden Tag denke ich an die Lektorin und frage mich, wann sie wohl mit dem Manuskript fertig sein wird? Schaue auf den Kalender und male mir in Gedanken schon den Tag aus, welcher es frühestens sein könnte, um eine erste Nachricht von ihr zu erhalten. Dann frage ich mich: Wie viel muss ich wohl noch verändern bzw. auf wie vielen Seiten hat sich möglicherweise der berühmtberüchtigte Fehlerteufel* eingeschlichen und sein rechtschreib-grammatikalisches Unwesen getrieben?

Ausschluss der Betriebsblindheit

Wer weiß, wer weiß es? Selbst mit Hilfe der Word-Rechtschreibprüfung habe ich bei der letzten Überarbeitung und bei denen davor immer wieder etwas Neues entdeckt, was es galt zu berichtigen bzw. was nicht so ganz stimmig war. Doch genau dafür ist so ein Lektorat eben da, – ohne die so genannte Betriebsblindheit – eben unabhängig und kritisch mit dem Text des Autors umzugehen. Das geht nicht von heute auf morgen, das braucht auch seine Zeit und das muss ich wohl oder übel auch anerkennen.

Trotzdem sehne ich die E-Mail mit dem korrigierten Text herbei, so dass es endlich vorwärts gehen kann.

*Bedeutung: imaginäre, als heimtückisch-listig vorgestellte Macht, der man die Schuld an den trotz aller Sorgfalt auftretenden Fehlern gibt (duden.de)

(Artikel aktualisiert 30.01.2026)

Auf ein Wort Herr Kommissar

Auf der Suche nach dem 240er Bus

  1. Auf der Suche nach dem 240er Bus
    1. Mensch Jens, den kennst Du doch – Ernst-Georg Schwill
    2. Das Geständnis
    3. „Ich kenne Sie doch?“
    4. Bis zum Ziel Berlin Hauptbahnhof

Ich habe es wirklich getan. Seit Montag bin ich nun nagelneues Mitglied im Fitness-Studio der Kette MC Fit. Es muss sich ja was bewegen, ich muss mich bewegen! Gerade war ich aus dem Studio an der Prenzlauer Alle gekommen und die Zeit saß mir irgendwie im Nacken, da sah ich zu meinem Pech den Bus – den 240er – von der anderen Seite aus vor meiner Nase wegfahren.

Gut, nicht der Rede wert, dachte ich, nimmst Du eben den Nächsten. Doch ehe ich es im Laufen zur Haltestelle richtige sehe, kam doch gleich hinter den gerade verpassten schon der nächste 240er und fuhr an mir vorbei. Nein, fluchte ich innerlich, was ist denn das? Wenn heute der Fahrplan aus irgendeinem Grund der Quere läuft, dann kann ich alle Termine vergessen. Nun ist es auch irgendwie egal. So bog ich Prenzlauer Allee Ecke Mollstraße rechts ab, lief Richtung Rosa-Luxemburg-Platz und wollte noch schnell bei Plus, sowie bei Schlecker einkaufen gehen. Der Bus war ja eh weg. Anschließend, so war der Plan, ohne großes Gerede Richtung Berlin Hauptbahnhof; hin zu meinem Termin. Geschultert mit meinem Rucksack, einer Chlorflasche zum Reinigen und einem 10er Pack Milchschnitte begab ich mich nach den Erledigungen zur nächsten Bushaltestelle und hoffte inständig, dass die Bus pünktlich fahren würde.

Mensch Jens, den kennst Du doch Ernst-Georg Schwill

Wann kommt der Bus?
Wann kommt der Bus?

Als ich schlendernd an der Haltestelle ankam, sah ich außer mir einen Herrn, der ebenfalls auf den Bus wartete. Wir waren die Einzigen, die auf den Bus warteten und das sollte auch so bleiben. Schnell lugte ich auf den Fahrplan und sah, dass es noch ca. 10 Minuten waren. Doch während ich so überlegte, ob ich meinen Termin 18 Uhr schaffen würde, ratterten meine Gehirnzellen und während ich mit dem Herrn neben mir über die Abfahrtszeiten des Busses sprach – wir analysierten die Wahrscheinlichkeit einer Pünktlichkeit des 240er’s – dachte ich mir: Mensch Jens, den kennst Du doch irgendwoher? Ohne gleich den netten Herrn irgendwo einzuordnen, geschweige denn danach zu fragen, gestand ich dem Herrn vor mir, da ich sah, dass er meine Produkte in der Hand musterte, die Existenz und die Geschichte um das 10er Pack Milchschnitte in meiner linken Hand.

Das Geständnis

„Tja, ich habe gestern Nacht zwei Milchschnitten meiner Freundin gegessen, um nicht zu sagen – regelrecht weg gefressen – in einem regelrechten ‚Fressanfall’. Und nun habe ich hier ein zehner Pack, um mich zu entschuldigen bzw. das Minus im Kühlschrank auszugleichen. Ich habe es ihr auch versprochen und gerade noch daran gedacht.“

„Was? – Weg gefressen!“ Konstatiert der Herr empört mit gespielter Miene und einem Hut auf dem Kopf. „Aber so was macht man doch nich.“ Noch nicht ahnend, wer da vor mir stand, meinte ich ehrlich: „Doch doch, ich schon. Es war ja nichts anderes, nichts Süßes mehr im Kühlschrank und einen der Becher Nudossi, der sonst herhalten muss, war auch schon leer.“

„Aber das macht man doch nicht, ehrlich.“ Wiederholte er sich und sprach schon etwas sanfter. „Da kann man doch Brot oder irgendwas anderes Essen. Aber doch nicht die Milchschnitte der Freundin aus dem Kühlschrank ‚wegfressen’.“ Seine Miene blieb weiterhin ernst und bei mir klingelte es langsam. Mensch Jens, das ist doch … ja, das ist doch ein bekannter Schauspieler. Ja klar, den kennst du doch noch aus DDR-Spielfilmen, von der DEFA. Mensch, wer war das noch mal? Wenn jetzt meine Mutter hier wäre, dann wüsste ich es sofort, wer hier vor mir steht. Mütter wissen immer alles und kennen jeden. Gerade jetzt war sie nicht mit dabei. Die Standpauke des Herrn wirkte und ich machte ein betröpfeltes Gesicht. „Nun ja, richtig ist es nicht, aber da kann ich nichts machen, wenn es mich mitten in der Nacht überfällt. Und erst noch irgendwelche Eier braten, denn die waren auch noch im Kühlschrank, dazu hatte ich keine Lust.“ Ich überlegte: „Und Brot, neeeee … ich wollte ja was Süßes. So einen richtigen Heißhunger hatte ich, auf Süßes.“

„Na mit dem 10er Pack sollte sie wieder auf dem richten Weg sein alles wieder in Ordnung zu bringen.“ Meinte der Herr und lächelte jetzt ein wenig. „Ich hoffe es doch.“ Sagte ich und hielt für ihn sichtbar stolz meinen 10er Pack Milchschnitten empor.

„Ich kenne Sie doch?“

Eine kurze Pause der Ruhe entstand und ich überlegte immer noch woher ich den Herrn kannte. Schaute auf die Uhr, betrachtete das geschäftige Treiben rund um den Rosa Luxemburg Platz und fragte dann neugierig: „Sagen Sie mal, ehe ich hier dumm herum stehe … darf ich Sie etwas fragen?“ Er nickte und wartete gespannt auf meine neugierige Frage. „Sie sind doch Schauspieler oder?“ „Ja.“ Die Antwort war kurz. „Ich kenne Sie doch“, behauptete ich stolz und habe dabei bestimmt ein wenig doof aus meiner Wäsche geschaut, „Mensch, woher kenne ich Sie bloß?“ Einfach nur DDR-Schauspieler zu sagen, war mir dann irgendwie zu platt.

„Tatort?“ Der nette Herr half mir wieder mit einer kurzen Antwort.

„Ja genau“, bestätigte ich freudestrahlend, „unter anderem aus dem Tatort.“ Das war es doch. Auch wenn ich den Tatort nur ab und zu mal schaue, nicht so wie einige meiner Freunde denen der Tatort-Fernsehabend am Sonntag heilig ist, so habe ich doch eben die Erinnerung an Kriminaloberkommissar Lutz Werber erhalten. Vor mir stand wahrlich der Schauspieler Ernst-Georg Schwill. Ein Kommissar. „Was heißt hier eigentlich blöd herumstehen?“ Fragte er mich. „Nun ja, wenn ich hier stehe und die Zeit totschlage, um auf den Bus zu warten, dann …“

„… ach was! Man muss sich auch mal etwas entspannen und auch an der Bushaltestelle steht man nicht sinnlos herum. Das ist zum Beispiel ein Moment einmal zu Ruhe zu kommen, weil man es sowieso nicht ändern kann. Berlin ist sehr groß im Durchmesser. Wenn man da von A nach B will, da muss der Mensch sich auch damit abfinden, dass nicht alles gleich klappt.“ Konstatierte Herr Schwill.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst-Georg_Schwill

„Aber ich habe einen Termin um 18 Uhr.“ Ich lugte erneut auf die Uhr. „Termine“, überlegte er, „ja die gibt es, aber nicht immer kann man pünktlich sein. Das ist so eine Sache. Immer diese Hektik durch diese Termine, dieses Gerieben sein, also das habe ich mir abgewöhnt.“ Ich lauschte seinen Ausführungen und dem Fazit. „Dann ist es eben so.“

Im Grunde genommen hatte er ja Recht. Aufgefallen war mir das auch schon, doch wenn man einmal in dieser Terminmaschinerie drin ist, kommt man nicht so schnell raus. Ich nickte zustimmend und erklärte ihm, dass er nun schon die zweite Person innerhalb weniger Tage war, die mich, wenn auch auf unterschiedlichem Wege, auf diese Farce der Termintreue in unserer Welt aufmerksam machte. Ich erzählte ihm kurz vom Buch von Sabine Kuegler, in dem sie eben diese Problematik der westlichen Welt, immer getrieben von Terminen, immer verplant zu sein, ähnlich dargestellt hat.

Wir waren im Gespräch und kamen so von einem Thema ins andere.

Bis zum Ziel Berlin Hauptbahnhof

Irgendwann kam dann auch der Bus und wir stiegen ein. Ich hatte meine Monatskarte und ging vor. Herr Schwill zahlte ein Ticket und setzte sich daraufhin neben mich. Wir führten die Unterhaltung bis zum Berliner Hauptbahnhof weiter fort. Wir diskutierten aus unserer Erfahrung über die Arbeit beim Film. Als wir erkannten, dass wir beide auch noch Autoren waren, berichtete er mir von seiner Biografie „Is doch keene Frage nich – Erinnerungen eines Schauspielers“. Im Gegenzug erzählte ich etwas von meinem Roman (Der Tausendfüßler). Es war ein entspanntes Gespräch mit Herrn Schwill und als wir letztendlich am Hauptbahnhof – Endstation – ankamen und ausstiegen, bekam ich noch eine Autogrammkarte für meine Mutter, um diese in das Buch legen zu können, welches ich ihr definitiv zum Geburtstag schenken wollte.

Durch diese schöne Begegnung hatte ich auch gleich das passende Geschenk gefunden: Die Biografie von Herrn Schwill. Wir verabschiedeten uns freundlich voneinander, wünschten uns noch einen guten Tag – zusätzlich wies mich Herr Schwill noch auf den nächsten Tatort in Berlin am 19. April  „Oben und Unten“ hin – und ein jeder ging in unterschiedlicher Richtung weiter. Am Fahrrad angelangt, musste ich innerlich lächeln. Habe ich doch eher zufällig einen Berliner Tatortkommissar (den Assistenten Lutz Werber) getroffen. Welch interessante und angenehme Situation das war! Hätte ich jedoch sofort gewusst, dass hier einer der Herren Kommissare höchst persönlich vor mir stand, dann hätte ich das Geständnis mit der Milchschnitte nicht so leicht preisgegeben. Aber in meiner Langeweile und meinem Quatschwahn war dieses wohl ein wirklich zu leichter Fall gewesen, der binnen weniger Minuten aufgelöst wurde.

Ne ne, hätte ich das eher gewusst, wäre ich mit Sicherheit eine wesentlich härtere Nuss im Verhör gewesen. Das könnt ihr mir glauben.

Weitere Informationen:

 (Artikel aktualisiert 18.02.2025)

8. März – Internationaler Frauentag

  1. Weltfrauentag oder Frauentag sind Namen eines Welttags
    1. In welchem Bundesland ist der 8. März in Deutschland ein Feiertag?
  2. Was ist der Equal Pay Day?

Bei uns in der Familie ist der 8. März ein Tag an dem an die Frauen gedacht wird. Natürlich sollte man(n) das nicht nur an diesem Tag! Eigentlich sollte ja jeder Tag 8. März sein! Aber eben dieser internationale Tag der Frauen ist dem weiblichen Geschlecht gewidmet.

Weltfrauentag oder Frauentag sind Namen eines Welttags

Zeit für eine Rose
Zeit für eine Rose

Warum der Weltfrauen Tag entstand: “ Er entstand als Initiative sozialistischer Organisationen in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung, das Wahlrecht für Frauen sowie die Emanzipation von Arbeiterinnen. […]“ (Internationaler Frauentag | wikipedia.org)

Meistens bekommt an diesem Tag „die Mutti“ die größte Aufmerksamkeit von uns Kindern. Jedoch nicht zu verwechseln mit dem Muttertag, das ist wieder ein anderer Tag. Denn am Welt-Frauentag darf nicht nur der Mutter, sondern auch der Partnerin, der Tochter, vielleicht auch der Chefin oder der Kollegin, der Bäckerin am Tresen oder der Ärztin in der Notaufnahme, etc. pp. gern etwas mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Grundsätzlich allen Frauen!

Der Frauentag wurde erstmals am 19. März 1911 gefeiert.

In welchem Bundesland ist der 8. März in Deutschland ein Feiertag?

Der Internationale Frauentag in Deutschland ist in 2 von unseren 16 Bundesländern ein gesetzlicher Feiertag.

  • Berlin
  • Mecklenburg-Vorpommern

Was ist der Equal Pay Day?

Auch ein wichtiges Thema in diesem Zusammenhang ist der Equal Pay DayGender Pay Gap -. Es ist der „Tag des gleichen Lohns“! An diesen Tag wird symbolisch am 7. März innert, das ist dann vor dem internationalen Frauentag .

„Equal Pay Day“, der „Tag des gleichen Lohns“

„Dieser markiert symbolisch den Gender Pay Gap, der 2023 in Deutschland 18 Prozent betrug.“ (Quelle: https://www.equalpayday.de/)

Weitere interessante Quellen zu diesem Thema:

Andere interessante Top-Themen auf dem Blog:

Kategorie: Tage wie dieser

(Artikel aktualisiert 30.01.2026)

Woran ich gerade lese

Sabine Kuegler – „Ruf des Dschungels“

Eigentlich bin ich ja ein Parallelleser. Mehrere Bücher gleichzeitig, je nach Stimmung und Tageszeit, das ist keine Seltenheit. Aber zurzeit lese ich an nur einem Buch und zwar am 2. Buch von Sabine Kuegler „Ruf des Dschungels“. Letztes Jahr um dieselbe Zeit habe ich ihr erstes Buch „Dschungelkind“ gelesen. Eher durch Zufall bin ich auf ihr Buch bei Dussmann in Berlin gestoßen. Natürlich kannte ich die Geschichte aus den Medien, aber so richtig damit beschäftigt hatte ich mich noch nicht. Ich habe – diese Dschungelgeschichte – eher am Rande wahrgenommen. Doch als ich das Buch in den Händen hielt und darin blätterte und hier und da in einigen Absätzen schmökerte, wusste ich, dass ich ohne das Buch das KulturKaufhaus nicht verlassen würde. Die interessanten Doku-Bilder taten ihr übriges.

Wie Sie kehre ich zurück

Jetzt genau ein Jahr danach lese ich den Nachfolgeroman und habe das Gefühl erst Recht mit ihr in diese fremde Welt einzutauchen und lausche fasziniert ihrer Wahrnehmung und ihren neuen Schilderungen. Wahrscheinlich liegt es an der Parallele, dass auch bei mir etwas Zeit verstrichen ist und ich nach einem Jahr erneut mit den Augen von Frau Kuegler in den Dschungel zurückkehre. Ebenfalls mit etwas Gespäck – von vergangener Zeit und zurückliegenden Erinnerungen – im Geiste. Zurück an jenen Ort an dem sie den größten Teil ihrer Kindheit verbracht hat. Genauer gesagt nach West-Papua an den Ort ihrer Erinnerungen zurück zu den Fayu einen vergessenen Stamm von Kannibalen.

Nicht nur, das es sich angenehm lesen lässt und der Leser in eine völlig andere Welt eintaucht, zusätzlich besitzt das Buch auch eine recht informative Seite, was die Geschichte und das Schicksaal der Menschen im Indonesischen Raum anbelangt. Daher werde ich sicherlich nicht all zu lange auf der momentanen Seite 142 verweilen.

Wie schon die letzten Tage, so werde ich mich auch vor dieser Nacht auf einen kleinen Ausflug in diese so „andere Welt“  begeben … ich bin schon wieder sehr gespannt und klappe das Buch schon mal auf. Gute Nacht.

Aus dem literarischen Nähkästchen geplaudert

Das bin ICH! – Autor und Leser zugleich

Natürlich schreibe ich gern Geschichten! Das ist meine Leidenschaft. Liebend gern erschaffe ich Welten und erspinne mir Geschichten für Leser und natürlich auch für mich selbst.

Ich versuche jede Inspirationen zu nutzen. Ich bin darauf erpicht all die neuen Ideen zu archivieren und sie zu gegebener Zeit zu kleineren oder größeren Storys niederzuschreiben. Das soll aber nicht heißen, dass ich selbst kein begeisterter Leser bin. Ebenso gern lese ich die Geschichten anderer Autoren. So habe auch ich, wie es bei jedem anderen Büchernarr der Fall ist, meine persönlichen Favoriten bei den vergangenen und aktuellen Autoren. Zwar weiß ein jeder, dass sich die Geschmäcker mit den Jahren durchaus ändern können oder aber, dass der Eine oder die andere Autorin erst viel zu spät entdeckt und empfohlen wird, was aber im Grunde genommen die eigene Bestsellerliste der Autoren nicht arg durcheinander bringen sollte.

Bestsellerliste aus der eigenen Heimbibliothek

Ja es gibt sie, jene Autoren deren neues Werk fiebernd erwartet wird und deren Zeilen dann süchtig verschlungen werden. Neben all den anderen Autoren in meiner Heimbibliothek, die ebenso spannende, interessante und informierende Werke schreiben, gehören die unten aufgeführten Schriftsteller irgendwann schon zur Familie und zum eigenen „Lebens-Lese-Weg“. Von ihnen habe ich gelernt, von ihnen habe ich mich belehren, aber auch unterhalten lassen. Mit ihnen habe ich gefiebert, mit ihnen bin ich in fremde und neue Welten eingetaucht oder zu fernen Orten gelangt. Und das, obwohl die Welten nur aus schwarzer Tinte auf Papier bestanden. Manche Szenen habe ich mit allen fünf, manchmal auch allen sieben Sinnen wahrgenommen. Durch diese Autoren habe ich, als Leser, über den Tellerrand des Alltags hinaus Neues entdeckt oder den Alltag mit einem anderen Blickwinkel kennen gelernt, als nur den eigenen, und natürlich daraus positive Energie geschöpft.

Lieblingsautoren

Lieblingsautoren sind jene Schriftsteller von denen der Leser sicherlich meist mehr als nur ein Buch besitz.

Zu meinen persönlichen Lieblingsautoren auf den oberen Plätzen zählen folgende Autoren:

Platz 1: T.C.Boyle

Platz 2: Martin Walker

Platz 3: Arto Paasilinna

Platz 4: Martin Suter

Es folgen Autoren von denen ich bisher nur ein oder zwei Bücher gelesen habe:

Nicht zu vergessen den erst kürzlich gelesenen Roman (siehe auch letzten Artikel) von Lenz.

Sollte ich die eine oder andere Anregung geben haben, dann wünsche ich den Lesern meines Literatur-Blogs Der Tausendfüßler viel Vergnügen beim Lesen und freue mich ebenso über neue Tipps zu anderen Autoren, sowie über Diskussion zu den von mir hier genannten Schriftstellern.

(Artikel aktualisiert: 31.01.2026)

Buchtipp: Siegfried Lenz – Schweigeminute

Ganz ehrlich. Es gibt nur wenige Bücher, die mich zu Tränen gerührt haben. Gerade eben habe ich das 128-seitenstarke Buch „Schweigeminute“ von Siegried Lenz ausgelesen. Eine rührende, eine romantische, eine geisterwärmende Liebesgeschichte von Siegfried Lenz, die einem selbst zurück blicken lässt auf die Neigungen und Zuneigungen der eigenen Jugend.

Buchtitel
Buchtitel – Siegfried Lenz „Schweigeminute“

Dem Ende entgegen, auf den letzten Seiten schon, bemerkte ich, wie sich mein eigenes Universum mit dem des Buches vermischte. Verklärt romantische Gefühle in ihrer Urgewalt erfassten mich mit ihrer ganzen Bandbreite. Bittersüß spürte ich ihre Macht, ihren Schmerz und mein eigens Leben und lieben.

Ein Zitat aus „Schweigeminute“

„[…] Was Vergangenheit ist, ist dennoch geschehen und wird fortdauern, und begleitet vom Schmerz und einer zughörigen Angst werde ich versuchen, das zu finden, was unwiederbringlich ist. [..]“

(S. Lenz, Schweigeminute, S.122, Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2008)

Anmerkung zum Foto: spontan abfotografiert vom Buchtitel (Umschlaggestaltung: Steigenberger Grafikdesign, München / Foto: mauritius images – Bernd Römmelt)

(Artikel aktualisiert 01.02.2026)

Bücher im Netz – Plattformen und Handelsplätze im Internet

Bücher im Netz – Plattformen und Handelsplätze im Internet

Das Buch ist tot, es lebe das Buch. Gegen alle Schwarzmalerei – das virtuelle Buch (E-Book) würde das physische Buch ablösen -, hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass der Leser auf das greifbare Buch in den Händen nicht verzichten möchte. Plattformen für Leser, Autoren und Verlage, sowie E-Commerce-Handelsplätze haben sich im Netz etabliert. Durch rasante technische Entwicklungen im World Wide Web hat das Buch mit dem „Internet“ einen Konkurrenten erhalten, der ihm zwar nicht das Wasser reichen kann, aber doch erheblich zu schaffen macht. Nun, das hier personifizierte Buch selbst stört dies sicherlich wenig, dass seine Distributionswege nun auch virtuell festgelegt werden oder dass die technische Entwicklung hin zum E-Book gelangt. Aber die Menschen schon, die hinter dem Produkt stehen; wie beispielsweise die Printmedien, Verlage und Autoren und die Konsumenten – die Leser – am Ende der Schlange.

Internetnutzer –Produzenten & Konsumenten

Die Produzenten von Büchern interessiert vor allem: Wie lange kann ich mich auf konservativem Weg halten? Welche Technologie, welches Verfahren wird in Zukunft die Produktion und den Vertrieb bestimmen? Welche Kosten kommen auf mich zu und wie kann ich mit Blick auf den Kunden trotzdem gewinnbringend unternehmerisch tätig sein? Dagegen interessiert den Konsumenten vor allem eins: Welche Handelsplattform bietet mir die größte Palette an Literatur, aber auch entsprechende Seriosität bei Verwaltung und Kommunikation? Wo finde ich die kürzesten Lieferzeiten? Wie sieht es mit der Internetsicherheit beim Zahlungsverkehr und Datenschutz aus?

So gestalten sich am jeweiligen Ende der Kette Problematiken, die gelöst bzw. befriedigt werden wollen. Neue Ideen, unternehmerische Ansätze und mit der Zeit schon namhaft etablierte Plattformen und Handelsplätze haben sich dieser Herausforderung angenommen.

Die Literatur formiert sich auch im Netz

In welcher Art und Weise hat sich das Buch nun seinen Weg ins Netz gebahnt? Im Onlinebereich haben sich nach und nach Plattformen und Handelsplätze rund um das Thema Literatur, Buch & Bücher, Angebot & Nachfrage von Manuskripten, Texten und Dokumenten herauskristallisiert, deren Mitglieder in Foren oder in sogenannten Communities miteinander kommunizieren und diskutieren. Es werden Autoren und deren Werke besprochen, mitunter Meinungen abgegeben, die nicht immer im positiven Bereich der Kommentarskala angesiedelt sind. Auf den virtuellen Marktplätzen wie Amazon und Ebay generieren sich Bewertungen eher im Bereich der Versandkosten und Lieferzeiten. Auf anderen Plattformen werden Bibliotheken erstellt, wie zum Beispiel auf quillp oder es werden Manuskripte und Texte angeboten und besprochen wie auf Triboox oder docu-trade.

Durch Freigeister, Idealisten und experimentelle Visionäre entstehen so im Bereich der Literatur stets neue und extravagante Ideen in der kommunikativen Interaktion und der Verbreitung von Büchern. „Bookcrossing“ ist nur ein Beispiel dafür wie sich im Netz extravagante Varianten rund ums Buch etabliert haben. So steht „Bookcrossing“ beispielsweise dafür, ein gekauftes, geschenktes oder überflüssiges Buch kostenlos durch verlieren, verstecken, verlegen, eben durch gewolltes Vergessen anderen Lesern zur Verfügung zu stellen. Diese Idealisten nennen sich BookCrosser und die Plattformen existieren unabhängig von Handelsplattformen für Bücher.

Die Buchmesse: Marktplatz der Eitelkeiten

Die Buchmessen in Leipzig und Frankfurt sind heutzutage ein Publikumsmagnet der besonderen Art. Das jährliche Spektakel um neue Bücher, prominente Autoren und der ewige Kampf um die Qualität der Texte und den Absatz im Buchhandel, wie auch in den Printmedien gestaltet sich als wahrer Literaturzirkus; ein einziger Medienrummel der Eitelkeiten. Jeweils im Frühjahr und im Herbst zieht es Millionen Menschen in die heiligen Messehallen. Ein Markplatz voll von verkrusteten Strukturen, doch gleichzeitig auch voll von avantgardistischen Ideen und überraschend neuen Möglichkeiten.

Die Internetmarktplätze von Amazon, halb.de und Ebay beispielsweise gelten als virtuelle Alternativen zum Erwerb eines Buches. Was früher direkt auf der Buchmesse oder in der Buchhandlung abgewickelt wurde, ist heute ebenso im Internet möglich. Ein Buch selbst anzubieten oder zu bestellen, kein Problem mehr. Der Nutzer muss sich nur die Zeit nehmen seinen Titel zu suchen, Preise zu vergleichen und mit der Bedienoberfläche der Webseite anfreunden. Nur die persönliche Signatur eines Autors, die Jagd nach dem Autogramm mit Widmung muss der Leser noch real zum Beispiel in einer Lesung bewerkstelligen – so von Angesicht zu Angesicht. Doch auch solche Sonderposten und Schnäppchen sind durchaus auf den virtuellen Marktplätzen zu ergattern.

Virtuelle Marktplätze und Auktionshäuser

Sicherlich lässt es sich diskutieren inwiefern das Internet ein gleichwertiger Konkurrent oder nur ein weiteres Instrument der Vermarktung ist. Das jedoch steht hier nicht im Vordergrund der Betrachtung. Fakt ist: Das Buch, die Literatur im Allgemeinen hat sich einen Weg in die virtuelle Welt gebahnt und ist von dort nicht mehr wegzudenken. Es gibt überall die starken Rubriken „Bücher“; auf den renommierten oder weniger bekannten Webseiten wie zum Beispiel bei booklooker.de. Bücher werden angeboten, von Lesern rezensiert und letztendlich auch erworben. Weiter werden Bücher in den hiesigen virtuellen Auktionshäusern auch ersteigert, wie zum Beispiel beim weltweit größten Internetauktionshaus Ebay. Dort besteht natürlich auch die Möglichkeit selbst als Privatperson die eigene Bibliothek zu minimieren und vom Gewinn den Bestseller von heute neu zu ersteigern.

Elektronische Bücher

Der Weg zum E-Book, dem elektronischen Buch ist beschritten. Das lässt sich nicht leugnen. Auch sind die Ideen zur Nutzung für Jedermann ständig in Bewegung. Kommerziell werden E-Books meist als digitale und portierbar Kopie verwertet. In Bibliotheken gibt es heute schon die Möglichkeit über einen Internetzugang für ein begrenzt zeitliches Intervall Bücher in elektronischer Form zu Bestellen und am Bildschirm zu lesen. Das reale Buch liegt quasi in digitaler Kopie im Netz zum Lesen oder Ausdrucken bereit.

Der Diskurs, ob das E-Book das physische Buch verdrängt belebt die Verlagsbranche. Der Buchhandel befürchtet zudem starke Einbußen durch das E-Book. Doch noch steckt die Entwicklung vom E-Book in den Kinderschuhen und wird ständig weiter entwickelt, vor allem auf dem Gebiet der universellen Nutzung. Da darf der Konsument von Literatur, vom digitalen Buch noch einiges erwarten.

Die Quintessenz vom Buch im Netz

Das Buch hat in den letzten Jahren einen triumphalen Einzug in die virtuelle Welt gehalten. Zum größten Teil ist es eins zu eins existent – einem virtuellen Buch steht meist auch ein physisches Buch gegenüber oder der Text steht in digitaler Kopie zum Download bereit.

Der Vertriebsweg führt zunehmend über das Internet. Etablierte E-Commerce-Marktplätze mit Rubriken wie „Bücher“ bzw. „Literatur“ unterschiedlichster Genre werden größer und erhalten gleichzeitig Konkurrenz von neuen Vermarktungsideen durch andere Marktplätze und Plattformen. Der moderne Leser kann mit Sicherheit nicht nur Spannung in den Texten von Büchern erwarten, sondern auch höchste Spannung und Experimentierfreude auf dem virtuellen Marktplatz der Literatur.

In diesem Sinne: Das Buch ist tot, es lebe das Buch – im Netz!

Plattformen für Leser und Autoren

  • Wo Bücher Freunde finden: quillp.com (diese Webseite existiert leider nicht mehr – Stand 01.07.2014)
  • Autoren & Leser: triboox.de (diese Webseite existiert leider nicht mehr – Stand 01.07.2014)
  • „Freilassen“ von Büchern „in die Wildnis“: bookcrossers.de
  • Wissensnetzwerk & Online-Marktplatz für Dokumente: docu-trade.com

Der Artikel „Bücher im Netz – Plattformen und Handelsplätze im Internet“ von Jens Böhme auch zu lesen bei idealo.de NEWS.

1. Literaturfest in Meißen

Albrechtsburg - Eine Handysilhouette
Albrechtsburg – Eine Handysilhouette

Das Romantische lässt grüßen

Die Porzellanstadt Meißen, meine Heimatstadt, plant diesjährig erstmalig ein Literaturfest zu veranstalten. Dieses findet vom 11. bis 14. Juni 2009 unter der Schirmherrschaft des Kanzleramtsministers Dr. Thomas de Maizière (CDU) statt. Die Dresdner Werbeagentur Heimrich & Hannot befindet sich derzeit in der heißen Phase ein interessantes Programm passend zum Thema Mittelalter, Renaissance und Fantasy zusammen zu stellen. Die Stadt Meißen mit ihrer über tausendjährigen Geschichte, den engen Gassen, romantischen Schauplätzen und der Albrechtsburg, die über allem thront, passt da als Gastgeber wie die Faust aufs Auge.

Prominente Vorleser werden an vier bis fünf Orten mit entsprechender Atmosphäre Texte für alle Literaturbegeisterten präsentieren.

Mehr dazu unter: www.literaturfest-meissen.de

Das Korrektorat – Nächstes Ziel – 12. Kalenderwoche

Original Manuskriptseite
Original Manuskriptseite

Voraussichtlich in der 12. Kalenderwoche wird das Korrektorat abgeschlossen sein, steht in der E-Mail von Frau L. und ich erhalte die Prüfdatei des Romans von der Lektorin. Dies wird dann in der Woche zum 16. März 2009 passieren; wenn ich mich nicht verrechnet habe. Ich bin jetzt schon ganz gespannt auf den weiteren Verlauf und hoffe, dass sich die Änderungsvorschläge in Grenzen halten.

Unterschied zwischen Lektorat und Korrektorat

Das Korrektorat

  • Korrektorat: Hier geht es um die reine Sprachkorrektur. Geprüft werden Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung und Typografie. Der Textinhalt bleibt unangetastet.

Das Lektorat

  • Lektorat: Geht einen Schritt weiter. Zusätzlich zum Korrektorat wird hier auch Stil, Ausdruck, Verständlichkeit und Logik geprüft. Oft gibt es auch inhaltliche Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge.

Kurz gesagt:
Korrektorat = Form
Lektorat = Form + Inhalt/Stil

Eine Leseprobe für das Blog

Bis dahin habe ich Zeit an einem weiteren Manuskriptprojekt zu arbeiten (Ideen gibt es ja genug und ein-zwei fertige und halbfertige Manuskripte liegen auch schon in der Schublade) und relativ zeitnah eine erste Leseprobe des Romans „Der Tausendfüßler“ hier zu platzieren.

Es macht wahrscheinlich Sinn das erste Kapitel des Romans zu präsentieren oder ein spannende Szene aus der Mitte der Geschichte? Zudem überlege ich auch noch, ob ich eine extra Blog-Seite dafür anlege oder aber diese Leseprobe als einen ganzen Artikel poste?

Eine eigene Seite im Blog dafür anzulegen, wird sicherlich benutzerfreundlicher sein.

Mal überlegen …

Weitere Artikel zur Entstehung und rund um den Roman „Der Tausendfüßler“:

Bücher – Autor Jens Böhme:

(Artikel aktualisiert 16.04.2025)

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