Plattform für Autoren und Leser – Das Projekt und Forum „Buch auf Reisen“

Bookcrossing-Plattform „Buch auf Reisen“

Internetplattform Buch auf Reisen
Forum „Buch auf Reisen“

Eine etwas andere Art des Bookcrossings hat der Autor Fred Lang ins Leben gerufen. Mit seiner Plattform „Buch auf Reisen“ möchte der Autoren (Kreative im Allgemeinen) und auch Lesern die Möglichkeit geben die eigenen Werke vorzustellen bzw. diese zu lesen und zu rezensieren. Es soll „Eine Leihbibliothek der ganz besonderen Art!“ sein, heißt es bei Fred Lang. Anders als beim Bookcrossing, wo Bücher einfach irgendwo (z.B. im Zug, auf einer Parkbank oder auf sonstigen öffentlichen Plätzen) abgelegt werden, mit dem Hinweis auf der ersten Seite des Buches den Weg auf bookcrossing.com zu registrieren, sollen bei „Buch auf Reisen“ Bücher, Anthologien, CDs und DVDs kostenfrei an interessierte Menschen verschickt werden. Was beim Bookcrossing schnell schief gehen kann, weil die Bücher an keinen Leser gelangen, verschüttet gehen oder für immer bei einem Finder verweilen, soll bei Fred Langs Forum „Buch auf Reisen“ anders sein. Hat der Empfänger und Leser das Buch durchgelesen, gibt er es direkt weiter in die Hände bzw. an den Briefkasten des nächsten Lesers. Dieser kennt das Prinzip von „Buch auf Reisen“ und wird es mit größter Wahrscheinlichkeit ebenso wieder auf Reisen zu einem involvierten Leser schicken. Somit ist die Reise eines Romans weitgehend abgesichert und der Autor kann Resonanz zu seinem Werk im Forum oder gar im Blog des jeweiligen Lesers erhalten.

Büchersendung
Büchersendung an „Buch auf Reisen“

„Der Tausenfüßler“ wieder auf Reisen

Als Fan vom „Bücher frei lassen„, „Bücher auf Reisen senden“ bzw. dem bekannten Bookcrossing habe ich auch wieder den Liebesroman „Der Tausendfüßler“ auf Reisen gesendet. Direkt an den Initiator des Forums „Buch auf Reisen“. Ich habe das Label eingeklebt und darunter folgenden Vorlagetext benutzt (ich habe ihn etwas an den Roman „Der Tausendfüßler“ angeglichen):

Liebe Leserin, lieber Leser!

Dieses Buch ist von mir als

„Leihgabe auf Zeit“ gedacht.

Bitte schicken Sie das Exemplar,

nachdem Sie es gelesen haben,

an Leser aus Ihrem Freundes-

und Bekanntenkreis weiter,

die über einen Internetzugang verfügen

und am Projekt „Buch auf Reisen“ mitmachen!

Auf Resonanz in Form eines kleinen Kommentars

auf „Der Tausendfüßler – Das Blog zum Roman

sowie auf buchaufreisen.isthier.de oder

einer Rezension freue ich mich sehr …

Ich bin gespannt welche Reise der Roman und die Geschichte „des Tausendfüßlers“ um Conrad Wipp nehmen wird. Wer es liest und was er zu sagen hat. Viel Spaß beim Lesen!

Nachtrag zum Artikel (23.06.2015): Das Projekt „Buch auf Reisen“ existiert nicht mehr. Links wurde entfernt.

Weitere Artikel zum Thema „Bücher frei lassen“:

Kategorie Bookcrossing

Das Geburtshaus von Arthur Schopenhauer in Danzig

Wer war Arthur Schopenhauer?

Arthur Schopenhauer war ein deutscher Philosoph, Autor und Schullehrer (geboren 22.02.1788 in Danzig, gestorben 21. September 1860 in Frankfurt am Main).

Er sah sich selbst als Schüler und Vollender Immanuel Kants und war beeinflusst von der Ideenlehre Platons. Er entwickelte den „Subjektiven Idealismus„.

Am Geburtshaus von Arthur Schopenhauer

Arthur Schopenhauer Geburtshaus in Danzig Polen
Bild: Geburtshaus von Arthur Schopenhauer (Danzig, ul. Św. Ducha, ehem. Heiligegeistgasse) – rechts unten Jens Böhme

Das Rätsel der Sphinx – Es geht um Füße

Ägyptische Sphinx von Gizeh
Ägyptische Sphinx von Gizeh

Wieder ein Thema, das den Roman „Der Tausendfüßler“ tangiert. Es geht um Beine, genauer gesagt um Füße und hier gelangen wir ad hoc zum Tausendfüßler und zur griechischen Mythologie.

Das Rätsel der Sphinx – Auf dem Blog „Der Tausendfüßler“

Der Titel des Buches „Der Tausendfüßler“ hat eine Geschichte, natürlich nicht so ein uralte Geschichte wie die der Sphinx, aber der Titel sowie die eigenartige Gedankenwelt des Protagonisten Conrad Wipp gleicht dem eines Tausendfüßlers. Genau so sieht sich Conrad auch selbst: Tausend Füße – tausend Gedanken! Und er versucht sein Leben und die Liebe in den Griff zu bekommen. Ob er es schafft und was er im Alltag durchstehen muss, nun, lest selbst! Hier folgt erst einmal das „Rätsel der Sphinx“:

Das „Rätsel der Sphinx“ aus der Ödipus-Saga

Das „Rätsel der Sphinx“ stammt aus der Ödipus-Sage der griechischen Mythologie. Einst belagerte die Sphinx die Stadt Theben. Sie gab den vorüber kommenden Thebanern ein Rätsel auf. Wer das Rätsel falsch beantwortete, verlor sein Leben und wurde gefressen. Ödipus war der einzige, der ihr entkommen konnte.

Das Rätsel der Sphinx lautete:

 „Es ist am Morgen vierfüßig, am Mittag zweifüßig, am Abend dreifüßig. Von allen Geschöpfen wechselt es allein mit der Zahl seiner Füße; aber eben wenn es die meisten Füße bewegt, sind Kraft und Schnelligkeit seiner Glieder ihm am geringsten.“

Ödipus’ richtige Antwort war:

„Du meinst den Menschen, der am Morgen seines Lebens, solange er ein Kind ist, auf zwei Füßen und zwei Händen kriecht. Ist er stark geworden, geht er am Mittag seines Lebens auf zwei Füßen, am Lebensabend, als Greis, bedarf er der Stütze und nimmt den Stab als dritten Fuß zu Hilfe.“

Aus Scham und Verzweiflung stürzte sich die Sphinx in den Tod. Durch Ödipus kam es zur Befreiung Thebens und er erhielt Iokaste, die Witwe des Königs Laios, zu seiner Ehefrau. Zusammen herrschten sie über Themen ohne das Ödipus wusste, dass es sich bei Iokaste um seine Mutter handelte. Ebenso wenig wusste er von seinem Vater, den er selbst vor Jahren in einem Streit getötet hatte. Zwar löste Ödipus das Rätsel der Sphinx, jedoch das eigentliche Rätsel seiner Existenz blieb ihm verborgen. Dies jedenfalls warf der Seher Teiresias in Sophokles Drama „König Ödipus“ vor.

 (Quelle: wikipedia.de)

Das moderne Rätsel der Tausendfüßler-Sphinx

Da es hier um Füße geht, wie der Titel des Artikels schon sagt und es gerade einen kurzen Abstecher in die griechische Mythologie gab, gibt es jetzt hier auch das „Moderne Rätsel“ der Sphinx. Etwas abgewandelt und abgeschaut, aber durchaus mit einem Augenzwinkern zu sehen, ist mir spontan ein kleiner Reim eingefallen. Sicherlich nicht die große Dichtkunst, sondern eher dazu dienlich, um den Informationsgehalt zum „Rätsel der Sphinx“ mit einer Tausendfüßler-Pointe abzurunden; zumal die Thematik ja wie die Faust aufs Auge passt.

Es folgt das „Moderne Rätsel der Sphinx“:

 „Wer krabbelt und bleibt,

zu Beginn sowie am Ende der Zeit?

Wer denkt zu viel,

aber mit Stil?

Wer wird uns begrüßen,

auf seinen tausend Füßen,

wenn wir ihn sehen – da draußen,

auf seinen Füßen, es sind gar tausend?“

 (Auflösung unter dem Artikel in Spiegelschrift oder einfach ins Kommentarfeld posten. :-) …)

INTERESSANT – Eine Frage von der Duden-Sphinx:

Wie lautet die Mehrzahl von Sphinx?

Habe ich mich jetzt mit dieser Frage als „Duden-Sphinx“ geoutet? Nein, aber es ist doch immer wieder ein Rätsel wie so manches Wort in der Mehrzahl geschrieben wird. Hier kommt die Auflösung:

Es ist – Sphinx, die (Wortart: Substantiv, feminin)

  • Mehrzahl Sphinx: Sphinxe, Sphingen

(Nur für den ägyptologischen Gebrauch kennt der Duden im Deutschen neben dem normalen Plural „Sphinxe“ auch den Plural „Sphingen“.)

Bedeutung: Ungeheuer in Gestalt eines geflügelten Löwen mit Frauenkopf, das jeden Vorüberkommenden verschlingt, der sein ihm aufgegebenes Rätsel nicht lösen kann. Die Chephrenpyramide in Gizeh ist die am ältesten erhaltenen Sphinx (siehe auch Bild). In der archäologischen und ägyptologischen Fachsprache findet zudem oft die Verwendung des maskulinen Artikels statt, was aber grammatikalisch nicht korrekt ist.

1}Sphinx, die; – (geflügelter Löwe mit Frauenkopf in der griechischen Sage; Sinnbild des Rätselhaften)

2}Sphinx, die; -, -e, in der archäolog. Fachspr. meist der; -, Plur. -e und Sphingen (ägyptisches Steinbild in Löwengestalt, meist mit Männerkopf; Symbol des Sonnengottes oder des Königs)

(Quelle: Duden)

Auflösung des „Modernen Rätsels der Spinx“:

RELSSÜDNESUAT RED

(Artikel aktualisiert 18.03.2025)

Zitat: Gerhard Schröder

Ein Zitat von Gerhard Schröder aus dem Interview in der BILD Jubiläumsausgabe 2012

„Es ist angenehmer sich ein bisschen zu streiten, ohne in Feindschaft zu verfallen, als wenn das Verhältnis so dahinplätschert.“

BILD-Teaser: „ER war der erste rot-grüne Kanzler. ER erfand die Agenda 2010 und verlor am Ende über diese wichtigen Reformen sein Amt: Gerhard Schröder (SPD), Regierungschef von 1998 – 2005. Keiner seiner Vorgänger rieb sich so kämpferisch an BILD wie er. Ein Gespräch über Macht, Schlagzeilen und BILD.“ (Quelle: „Warum braucht man zum Regieren BILD, BamS und Glotze, Herr Schröder?“, BILD Jubiläumsausgabe vom 23./24. Juni 2012, S. 2-3)

Weitere Zitate auf dem Literatur-Blog | Der Tausendfüßler:

(Artikel aktualisiert 18.03.2026)

T.C.Boyle und Jens Böhme – Foto-Revival

Ein Treffen mit Lieblingsautor

T.C.Boyle und Jens Böhme
T.C.Boyle und Jens Böhme – Berlin 2012

(Artikel aktualisiert 22.02.2026)

Weitere interessante Artikel über T.C.Boyle auf dem Literatur-Blog | Der Tausendfüßler:

Bücher von Jens Böhme:

Herr mit Lyriksammlung in der S-Bahn Berlin – Ein Obdachloser zitiert

Kreativer Bettler in der Berliner S-Bahn mit ausgewählten Gedichten

Es ist schon ein Weilchen her, aber der Vierzeiler eines Obdachlosen, der in der S-Bahn zwischen Warschauer Straße und Hauptbahnhof mitfuhr, geht mir einfach nicht mehr aus dem Kopf. Hab im Stillen interessiert gelauscht und mir das letzte seiner Gedichte schnell noch im Smartphone notiert. Warum? Nun, weil mir dieser Vierzeiler ein Lächeln auf die Lippen zauberte und irgendwie lustig, irgendwie … total peppig klang; trotz leichter melancholischer Note.

Ich saß so da, in der vollen S-Bahn und hörte einen Mann vor sich hinbrabbeln. Es war ein älterer Mann, ein Obdachloser aus Berlin, der für zwei Stationen hintereinander weg Sprüche, Gedichte und kleine Anekdoten rezitierte. Er war nicht gut anzusehen, aber das hat ja nichts zu sagen und wir wissen alle, dass das Leben auf der Straße mit Sicherheit kein Ponyhof ist. Ich glaube, die wenigsten Mitfahrer haben genau hingehört. Wenn sie es denn getan hätten, dann wäre wohl auch dieses kleine lyrische Gedicht am Ende an ihre Ohren gedrungen und hätte ein Lächeln über ihre Lippen gezaubert – so wie es bei mir der Fall war.

Ein Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe?

Angeblich soll das Gedicht, der aufgesagte Spruch, dieser echt lustige Kalauer in der S-Bahn am Feierabend von Johann Wolfgang von Goethe sein. Irgendetwas in dieser Richtung hatte der obdachlose Herr am Ende noch in seinen Bart gemurmelt. Sollte ich bei der Recherche danach fündig werden zu welchem Autor der Vierzeiler wirklich gehört, werde ich dies in der Kommentarfunktion oder hier im Artikel direkt vermerken. Möglicherweise ist das Gedicht ja auch der Kreativität des Obdachlosen entsprungen? Ich bin mir nicht sicher. Die Leser meines Blogs, die den lyrischen Text erkennen und zuordnen können, sind herzlichst aufgefordert das Geheimnis um dieses Gedicht zu lüften. Vielen Dank und nun viel Spaß beim Lesen des angeblichen Gedichtes von Herrn Geheimrat Johann Wolfgang von Goethe.

Der Vierzeiler des rezitierenden Berliner-Obdachlosen:

Man müsste noch mal 20 sein,
verliebt und blonde Locken,
dann dürft die Butter auch mal ranzig sein,
und der Toast schmeckt auch mal trocken.

(Artikel aktualisiert 26.02.2026)

Bücher von Jens Böhme:

Anekdote: Berliner Schnauze auf der Rolltreppe am Alexanderplatz … „Kommt macht hinne …“

Auf der Rolltreppe in Berlin

Auf der Berliner Rolltreppe - Füße, die warten
Auf der Berliner Rolltreppe – Füße, die warten

Alexanderplatz. Touristen über Touristen. Der Berliner erkennt sie, vor allem auch auf der Rolltreppe. Alexanderplatz, am frühen Abend, lassen wir es 18:45 Uhr sein. Auf der Rolltreppe stehend, höre ich die S-Bahn einfahren. Als Berliner kennt man das Geräusch und weiß: Jetzt habe ich nur noch ein kurzes Intervall, um diese S-Bahn noch zu bekommen. … Hmmm, ist es meine S-Bahn, auf meiner Seite, denke ich und es stehen so ein-zwei-drei Pärchengrüppchen vor mir. Die Hälfte mit Sicherheit Touristen. Geht ja nix vorwärts hier. Die stehen dann nebeneinander, kucken hier, schauen da, unterhalten sich entspannt. Der Berliner hat stattdessen – „Hummeln im Arsch“. Die Rolltreppe rollt, doch nicht schnell genug. Ich dämmere leicht auf der linken Seite und würde gern vorbei, weil ich nicht auf die nächste S-Bahn warten will. Obwohl, das muss ich mal sagen, die S-Bahnen vom Alexanderplatz im 3 bis 5 Minuten-Takt in der Hauptzeit des Pendelverkehrs fahren. Schon ne tolle Leistung! … Sagste was, denke ich, aber beschließe keinen Stress zu machen. Eine Sekunde später, erschallt es von einem Typen von der Mitte der Rolltreppe, total laut und völlig rotzig:

 „Kommt macht hinne, wir haben nich alle hier Urlaup!“

Urlaub wurde dabei mit einem harten „p“ ausgesprochen, um der Dringlichkeit Ausdruck zu verleihen. Ist irgendwie ein ungeschriebenes Rolltreppen-Gesetz in der Hauptstadt: Rechts stehen, links gehen! Das lernt der Berlinbesucher relativ schnell. Manchmal durch „Entschuldigen Sie bitte!“ oder eben durch die wahre „Berliner Schnauze“.

Zeichen auf der Berliner Rolltreppe
Zeichen auf der Berliner Rolltreppe – Eines fehlt: Nicht nebeneinander stehen! ;-)

„Kommt macht hinne, wir haben nich alle hier Urlaup!“

So stand ich dann doch noch rechtzeitig in meiner S-Bahn Richtung Hauptbahnhof an der Tür. Die rote Signallampe leuchtete und der bekannte S-Bahn-Ton ertönte. Ich schaute hinaus und grinste den Nich-Alle-Hier-Urlaup-Typen an, der es auch noch huschend in den Nachbarwaggon schaffte. Der wunderte sich bloß im Vorbeihuschen warum ich ihn so angrinste.

Denn: Für ne richtsche Berliner Schnauze war dit wohl ne janz normalä Ansache.

(Artikel aktualisiert 22.02.2026)

 

Buchtrailer von T.C. Boyles Roman: „Wenn das Schlachten vorbei ist“

Thomas Coraghessan Boyles neues Buch „Wenn das Schlachten vorbei ist“ als Buch-Trailer

Echt genial gemacht!

Ein Buchtrailer ist ein kurzer Film über den Inhalt des Buches. Ähnlich dem Film-Trailer zu einem klassischen Kinofilm. Mit einem Video-Trailer zum Buch hat ein Autor oder der Verlag die Möglichkeit einen weiteren Marketing-Kanal zu nutzen. Diese zusätzliche Form der Vermarktung des eigenen Buches nimmt immer mehr zu. Wenn das Know-how oder das Marketing-Budget es zulässt, macht es durchaus für jeden Autor Sinn diese Marketingmaßnahme zu nutzen. Aber sind wir mal ehrlich: Diese Art der Vermarktung wird in erster Instanz eher bekannten Autoren bzw. deren Verlagen in Anspruch genommen.

Video-KI und Co. – Buch-Trailer für alle Autoren

Im Zeitalter von künstlicher Intelligenz und den unterschiedlichen KI-Tools besteht nun im Jahr 2026 die Möglichkeit, dass auch unbekannte Autoren bzw. Autoren mit wenig bis gar keinem Werbebudget Buch-Trailer produzieren können. Ein wenig Know-how gehört selbstverständlich auch hier dazu.

Aber genießt hier erst einmal den Buch-Trailer zu „Wenn das Schlachten vorbei ist“:

Quelle: Carl Hanser Verlag youtube.com (http://www.youtube.com/user/HanserVerlag/videos)

Was ist ein Buchtrailer (englisch: book trailer) ?

Weiteres Video von und mit T.C.Boyle auf dem YouTube-Kanal des Verlages Hanser zu seinem Buch „No Way Home„:

(Artikel aktualisiert 22.02.2026)

Bücher von Jens Böhme:

Martin Walker stellt sein neues Buch „Delikatessen“ vor – Lesung in der Thalia-Buchhandlung in Berlin mit Moderatorin Margarete von Schwarzkopf

Buchmesse Leipzig, Diogenes Verlag und Martin Walkers „Bruno, Chef de Police“ …

Entdeckt habe ich Martin Walker auf der Buchmesse 2010 am Stand des Diogenes Verlags. Ich erhielt überraschenderweise ein noch nicht rezensiertes Exemplar mit dem Vermerk es nicht vor dem 27. Mai 2010 zu besprechen. Angetan vom Cover des Buches und mit einer gehörigen Portion Neugier habe ich mich noch am selben Abend in den 2. Fall des Protagonisten von Martin Walker „Bruno, Chef de police“ gestürzt; ohne den 1. Fall zu kennen.

Alles begann mit dem Roman „Grand Cru“ dem 2. Fall von Bruno, Chef de police

Martin Walker - Bruno-Zyklus - Alle bisher erschienen Romane
Martin Walker – Bruno-Zyklus – Alle bisher erschienen Romane

Natürlich begann es nicht mit „Grand Cru“, sondern mit dem Roman „Bruno, Chef de police,“ welches dann der erste Fall war (siehe Chronolgoie des Bruno-Zykluses am Ende des Artikels). Das Cover hatte es mir jedoch wahrlich angetan. Ich muss zugeben, ich bin jemand, der seine Kaufentscheidung zwar primär vom Inhalt, aber eben auch vom Cover abhängig macht. Ein schönes Cover, bleibt ein schönes Cover! Mehrere Weinfässer waren darauf zu sehen und meine Phantasie erträumte sich einen richtig guten Krimi auf dem Lande. Das „Grand Cru“ mehr war als nur ein Kriminalroman, sondern auch eine Geschichte zum Thema Liebe, die vom 1. Walker-Roman „Bruno, Chef de police“ weiter gesponnen wurde, erfuhr ich erst während der Lektüre. Neben interessanter Historie, passend zum Fall, mit entsprechenden Fakten für den Leser, wandelte ich gleichzeitig bei Martin Walkers Romanen mit zusätzlich mit meinem Gaumen über die Zeilen jedes Buches. Denn in seinen Romanen wird von guten Weinen, selten und gutschmeckenden Pilzen wie „Schwarze Diamanten“ sowie vorzüglichen Gerichten berichtet und liebend gern möchte man sich beim Lesen mit an den Tisch der jeweiligen Szenerie setzen. Und am Ende seiner Romane hat der Leser große Lust das Fleckchen Erde zu besuchen, wo die Geschichten von Martin Walker spielen, nämlich im Städtchen Saint-Dennis im Perigord in Frankreich. „Meine Bücher sind ein bisschen Reisebuch, Kochbuch und Geschichtsbuch. Ich wäre gelangweilt von nur Mord und Totschlag“, sagte Martin Walker bei seiner Lesung.

Martin Walker Lesung in Berlin

Martin Walker signiert
Martin Walker signiert

Die Lesung zu seinem neuen Roman „Delikatessen“ fand am 04.05.2012 in der Thalia-Buchhandlung in den Hallen „Am Brosigturm“ in Berlin statt. 20:15 Uhr ging es los und schon zu Beginn tummelten sich Leser am Stand der Weinverkostung, die gleichzeitig zu Walkers Lesung als Extra-Schmankerl dazu gehörte. Es gab Weine aus dem Bergerac von denen der Autor selbst ein Loblied singen konnte. Zusammen mit der Journalistin und Moderatorin an diesem Abend, Margarete von Schwarzkopf, gestaltete sich ein amüsanter und höchst abwechslungsreicher Leseabend.

Archäologie und das Leben im Perigord im Roman „Delikatessen“

Im wundervoll moderierten Dialog zwischen Margarete von Schwarzkopf und Martin Walker erfuhren die Teilnehmer der Lesung mehr und mehr über den Autor und über seinen neuesten Roman wie z.B., dass es in ihm um Archäologie, um Geschichte geht, dass auch die ETA sowie das Thema Stopfleber und die Organisation PETA eine große Rolle spielen. In seinem neuen Roman taucht Martin Walker tief in die Vergangenheit ab, ganze 40.000 Jahre geht es zurück. Es geht um die Menschen die damals im Gebiet von Perigord gelebt haben. Es geht um den Neandertaler. Es geht aber auch um jene Menschen, die heute in dieser Gegend leben und selbst das Essen anbauen, das Obst von Hand pflücken und eigenes Geflügel halten. Martin Walker erzählt, das er die Leser teilhaben lassen möchte, von dem Leben der Menschen im Perigord. „Die Leute leben von diesem Land“, sagte er. Er selbst praktiziert es so auf seinem eigenen Landstück. „Eigenes Geflügel und die gelegten Eier selbst essen.“ Scherzhaft erzählte Martin Walker, dass er seinen Hähnen und Hühnern Politikernamen gegeben hat und mit einer witzigen Poente meinte er: Huhn „Frau Merkel“ legt die größten Eier (kann sein, dass es auch die meisten Eier waren). Das Publikum lachte. Ob dies wirklich stimmt, sei noch zu beweisen.

Thema: ETA, Delikatessen und Bruno auf der Leinwand

Margarete von Schwarzkopf und Martin Walker im Dialog - Lesung in Berlin
Margarete von Schwarzkopf und Martin Walker im Dialog – Lesung in Berlin

Im Roman selbst geht es um einen Toten in einer Höhle, der eine Armbanduhr trägt, eine Swatch. Die gab es vor 1983 nicht. Also stimmt da etwas nicht und somit hat Bruno wieder einen Fall. Die Idee zum Buch selbst habe er tatsächlich gehabt als wahrhaft ein französischer Polizist von der ETA erschossen wurde, so der Autor. Zusätzlich wurde im Dialog von Margarte von Schwarzkopf mit dem Autor Martin Walker ein weiteres Geheimnis gelüftet. Auf die Frage nach der Verfilmung des Polizisten erfuhren wir, dass er sich schon am nächsten Tag, hier in Berlin, in Gespräch mit dem ZDF und ARTE befinden würde. Es wird also auch spannend im cineastisch Sinne rund um den literarischen Protagonisten Bruno aus „Delikatessen“, der auch mit der Liebe und demzufolge mit den Frauen so seine Problemchen hat. „Bruno ist kein Gigolo“, erklärte Martin Walker, „er will wie viele andere Männer auch eine Familie. Seine Geschichte ist die wie von vielen anderen: Die eine Liebe geht, verlässt ihn. Geht in eine andere Stadt. Eine neue Frau kommt und irgendwann kommt die alte Liebe wieder und das … das bringt eben Probleme. Aber genau das sind die Geschichten aus dem Leben. Sagen wir – die Komplikationen aus dem Leben.“ Genau das macht diesen Bruno auch „Dsympathisch, meinte schon zu Beginn der Lesung Frau Margarete von Schwarzkopf, er ist kein Schürzenjäger und trotzdem hat er Problem mit den Frauen. Gerade als „Frau“ war Margarete von Schwarzkopf wie sicherlich viele Leserinnen am Liebesleben von -Bruno, Chef de police- im nunmehr 4. Fall „Delikatessen“ interessiert und harkte oft in dieser Thematik nach. Martin Walker stand mal auf Deutsch und mal auf Englisch der Journalistin Rede und Antwort, die während der Lesung den deutschen Part las. Martin Walker hingegen las auf Englisch und am Ende erfuhren wir, dass beide Damen aus den bisher erschienen Romanen wieder ein Thema sein werden.

Disziplin als Autor – Tipps von Martin Walker

Martin Walker - Delikatessen - Diogenes Verlag
Martin Walker – Delikatessen – Diogenes Verlag

Bei der Frage von Margarete von Schwarzkopf an Martin Walker wie er neben seinen vielen Tätigkeiten seine Disziplin für ein neues Buch alljährlich halten könne, antwortete dieser auf interessanter Art und Weise: Als Journalist war es kein Problem 1.000 – 1.500 Wörter am Tag zu schreiben. Es fiele ihm leicht und es macht ihm Spaß. Genau das ist der Grund warum am Ende des Tages auch 1.000 Wörter auf dem Papier stehen sollten. 1.000 Wörter, das ist meine Disziplin und die brauche ich als Autor auch. Und da hat er vollkommen Recht! Diesen Tipp muss ich mir merken und sicherlich hilft dieser Schreibtipp auch so manch anderem Autor. Wir können nur hoffen, dass Martin Walker auch in diesem Jahr seine Disziplin hält, so dass wir im nächsten Jahr einen weiteren Bruno Roman aus dem Bruno-Zyklus zu lesen bekommen. Vorerst jedoch können wir uns nun mit der „Lese-Delikatesse“ des 4. Falls für Bruno -Chef de police- begnügen: Delikatessen. Allseits guten Lesehunger!

Sämlichte bisher erschienen Romane des Bruno-Zykluses des Autors Martin Walker:

  • Bruno Chef de police, Diogenes, Zürich 2009.
  • Grand Cru. Der zweite Fall für Bruno, Chef de Police, Diogenes, Zürich 2010.
  • Schwarze Diamanten. Der dritte Fall für Bruno, Chef de Police, Diogenes, Zürich 2011.
  • Delikatessen. Der vierte Fall für Bruno, Chef de Police, Diogenes, Zürich 2012.

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