Anekdote: REWE Sonntagsbrötchen

Gut gekontert – Dialog mit REWE-Kassierer zum Thema Sonntagsbrötchen

Stehe Donnerstagmorgen bei REWE in der Chausseestraße Berlin an der Kasse.

Bin der einzige Kunde. Durchaus Zeit für eine Kassenkurzkonversation.

Der Kassierer tippt den Kauf meiner beiden Brötchen ein.

Auf dem Display erscheint:

2 Sonntagsbrötchen

Belustigt lese ich laut:
„Zwei Sonntagsbrötchen – Wenn man es wörtlich nimmt, dürften die ja heute gar nicht im Angebot sein.“

„Na wir haben ja sonntags nicht auf, also gibt es diese Brötchen die Woche über.“

Kurze Pause.

„Und! Sie könn ja die Brötchen bis zum Sonntag aufheben. Dann hamm’se auch Ihre korrekten Sonntagsbrötchen.“

Schnell gekontert, kassiert er lachend. Ebenso lachend, bezahlte ich.

„Das ist wohl wahr!“

Die Situation noch in Gedanken verließ ich mit einem Grinsen den Supermarkt.

So kann der Arbeitstag durchaus beginnen …

Sonntagsbrötchen bei REWE
REWE Sonntagsbrötchen

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Tagebuchauszug: 16. Februar 2007 – Rede eines Obdachlosen

Wenn ein Obdachloser in der Berliner U-Bahn eine Rede hält

Berlin, 16. Februar 2007

„[…] Fuhr ich doch Richtung Kochstraße in der U-Bahn unter der Friedrichstraße, um dort Sushi zu holen für den gemeinsamen Abend in unserer WG.

Steigt doch zwei Stationen vorher wieder ein Obdachloser in den Waggon ein und beginnt seine Rede. Schon als ich ihn einsteigen sah, dachte ich mir genervt:

‚Jetzt geht schon wieder die alte Leier los.‘

Doch es kam anders als gedacht!

Nach dem typischem ‚Hallo, ich …‚, ging er witzig über zu ‚… ich nehme auch Diamanten, Brillanten, Aktienpapiere, Kreditkarten …‘ Die Leute in deren Gesichter ich das Gleiche las, was ich zuvor dachte, fingen an zu grinsen. ‚Ein bisschen Spaß muss sein‘, fuhr er fort, ‚unterstützten Sie meine ICH-AG. Angie, unsere Angie, mit der ich gestern noch telefoniert habe, macht das auch …‘

Einige der Leute mussten daraufhin richtig lachen, aber leider gab keiner von ihnen etwas. Ich muss gestehen, ich auch nicht. Bin derzeit zu knapp bei Kasse, um hier und da den Fragenden etwas zu geben und ich hatte auch just in diesem Moment kein Kleingeld dabei. Die „Angie“ ist sicherlich nicht – knapp bei Kasse –, obwohl sie ja den begehrtesten ICH-AG-Job in Deutschland hat, den es zu vergeben gibt:

Nämlich ‚Bunte-Kanzlerin‘ … wie der Obdachlose noch am Schluss erwähnte bevor er uns dann wieder verließ. […]“

Jens Böhme – Auszug aus den Tagebüchern meines Lebens

(Artikel aktualisiert 21.03.2026)

Hier gibt es mehr Infos über das Tagebuchschreiben und auch Bildern von meinen Tagebüchern:

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