Bookcrossing in Berlin – Der Tausendfüßler geht auf Reisen und wird frei gelassen

Der Roman „Der Taußendfüßler wird“ im Cafe Spreegold frei gelassen

Cafe Spreegold in Berlin Frontansicht
Cafe Spreegold in Berlin Frontansicht

Es ist ein Sonntag im November. Die Temperaturen lassen längst kein T-Shirt mehr zu und fallen zuweilen bis in den Bereich von Null&Minus. Die Sonne scheint und es ist genau die richtige Zeit aus der Wohnung zu gehen, sich in ein Cafe zu setzen und die Stadt am Sonntagnachmittag zu genießen. Bei einem Buch, vorm Laptop, mit Freunden, zum Date oder aber, um BOOKCROSINNG zu machen. Das Ziel meines Ausflugs: Cafe Spreegold nahe dem Alexanderplatz auf der Rosa-Luxemburg Straße 2.

Bookcrossing 2011 in Berlin

Schon das ganze Jahr habe ich im Hinterkopf gehabt den Roman „Der Tausendfüßler“ wieder frei zu lassen. Irgendwie aber nie die Zeit dafür gefunden das Buch mitzunehmen und an jemanden weiter zu geben oder einfach nur liegen zu lassen. Für das Liegenlassen eignet sich am besten ein Cafe oder Restaurant. Die sogenannte BC ID (BCID beim Bookcrossing) hatte ich schon im September bei bookcrossing.com registriert. Mit dem nötigen Weitblick, einfach spontan das Buch zu schnappen und wieder ein neues Experiment in Sachen Bücher zu starten, um via Bookcrossing den Roman an einen Leser zu bringen.

Der Tausendfüßler Bookcrossing im Spreegold Berlin
Der Tausendfüßler Bookcrossing im Spreegold Berlin

Das letzte Experiment ist ja schon ein Weilchen her und war zur Buchmesse 2010 in Leipzig (siehe Artikel – Bookcrossing: Die Wochenzeitung – Der Freitag – erhält den Roman „Der Tausendfüßler“ auf der Leipziger Buchmesse). Obwohl ich das Buch persönlich am Stand von „Der Freitag“ abgegeben hatte, muss es wohl in irgendeinem privaten Bücherschrank gelandet sein. Nun hoffe ich, dass es „mit einfach liegen lassen“ anders läuft und der Finder – der Leser oder die Leserin –, doch das Buch bei der Webseite bookcrossing.com registiert. So kann ich und jeder andere Leser stets nachvollziehen, wo sich das Buch derzeit befindet und welchen Weg es nimmt.

Der Tausendfüßler mit Bookcrossing-Label
Der Tausendfüßler mit Bookcrossing-Label

Das so ein Buch schon mal durch die ganze Welt reisen kann, ist gut möglich. Zu mindest hab ich das schon bei anderen Bookcrossern gelesen. Nämlich dann, wenn der Leser eine Reise antritt und das Buch am Reiseort zurück lässt. Ein anderer Leser packt es ein und nimmt es wieder mit zurück nach Deutschland (davon ausgehend, dass es ein Buch in Deutsch ist) oder steckt es auf seiner Reise ein, die ihn und das Buch noch weiter weg führt. So kann es durchaus passieren, dass das Buch via BOOKCROSSING einmal eine Reise um den ganzen Planten macht. Wunschvorstellung, aber es ist ja alles möglich in der heutigen Zeit.

Das Buch bei bookcrossing.com registrieren und bewerten

Bookcrossing Label (BC ID) - Der Tausendfüßler
Bookcrossing Label (BC ID) – Der Tausendfüßler

Das Buch soll ja von Leser zu Leser wandern. Gewünscht ist dabei, dass es mit der im Buch befindlichen BC ID registriert und bewertet wird. Dafür habe ich ein zum Buch passendes Label entworfen und eingeklebt, damit das Buch eindeutig als Bookcrossing-Buch identifiziert werden kann. Alle nötigen Informationen stehen auf dem Label. Jetzt kann ich nur warten und hoffen. Bin gespannt wie dieses Experiment verläuft. Hoffentlich besser als das letzte Bücher-frei-lassen. Nun denn … „Tausendfüßler“ … krabbele mal los und erzähl Deine Geschichte!

Aufforderung an den Leser vom Bookcrossing – Der Tausendfüßler

Lieber Leser! Bitte registriere das Buch auf bookcrossing.com – danke. Solltest Du Dich über mein Buch auch bis hin zu meinem Blog durchwuseln, dann lass doch ein-zwei Zeilen da und berichte kurz wo Du das Buch gefunden hast. Bin echt gespannt …

Wer nicht über Bookcrossing zum „freien Lesen“ des Romans gelangt, aber neugierig geworden ist, kann natürlich auch hier fündig werden: Der Tausendfüßler bei amazon.de

DER TAUSENDFÜSSLER – BOOKCROSSING auf der Leipziger Buchmesse 2010

Ein Exemplar des Liebesromans „Der Tausendfüßler“ von Jens Böhme wird für BOOKCROSSING frei gegeben

bookcrossing.com
© bookcrossing.com

Was ist eigentlich Bookcrossing? Bookcrossing ist eine kostenlose Weitergabe von Büchern. Das kann für alle Genres gelten. Primär werden aber Romane an unbekannte Personen weiter gegeben. Irgendwo an einem geeigneten Platz, wo Bücher grundsätzlich einem freudigen Finder in die Hände gelangen. Es sind die unterschiedlichsten Plätzen an denen die Bücher frei gegeben werden, das kann zum Beispiel ein Cafè, eine Parkbank im Sommer, vielleicht auch ein Kino oder in einem Restaurant bzw. einer Bar sein. Es kann sogar irgendjemanden einfach in die Hand gegeben werden. Der Finder oder Empfänger nimmt dann das Buch auf. Entweder er weiß schon, wo das Buch zu finden ist oder er findet es zufällig. Er nimmt es an sich und liest es, muss er aber nicht. Anschließend nach einer Registrierung gibt er es wieder frei. Das Buch steht erneut wieder in den Startlöchern, bereit für den nächsten Leser, der sich an einem kostenlosen Buch erfreuen kann.

Bookcrossing ist eine weltweite Bewegung. Die Mitglieder eines solchen Zirkels nennen sich BookCrosser. Über eine zentrale Datenbank, dies ist das Portal von bookcrossing.com können Leser den Weg des Buches verfolgen.

Freies Buch - Nim mich mit ...
© Michael Winklhofer

Aber nur, wenn das Buch auch auf dem Portal registriert worden ist und letztendlich vom Finder auch wieder frei gelassen wird. Die Registrierung geschieht anhand einer BCID (BookCrossingIDentnumber), die jedes Buch erhält. Diese muss der Finder auf bookcrossing.com eingeben. Es gibt auch eine deutsche Seite für BookCrosser, diese ist jedoch sehr eng mit der englischen Seite verwoben. Die deutschsprachige Webseite bookcrossing.de ist zwar via Google separat zu finden, aber letztendlich ein Forum von bookgrossing.com. Nach der Eingabe der BCID können BookCrosser in einem Journal angeben, wo sie das Buch gefunden haben. Natürlich besteht auch die Möglichkeit seine Meinung zum Inhalt des Buches über diesen Weg kund zu tun.

Auf der Leipziger Buchmesse 2010 erlangt „Der Tausendfüßler“ Freiheit

Etikett Bookcrossing
Etikett Bookcrossing

Schon bald wird über bookcrossing ein Exemplar des Romans „Der Tausendfüßler“ auf der Leipziger Buchmesse ausgesetzt. „Ausgesetzt klingt jetzt etwas sehr stiefmütterlich. Der Roman ist schließlich eines meiner Textbabys“. Ich meine: Es wird im Sinne von „bookcrossing“ ein Exemplar frei gegeben. Die Vorbereitungen dazu laufen schon. Das Buch wurde auf bookcrossing.com schon registriert und ein dazugehöriges Etikett ausgesucht und beschriftet. Ich muss zugeben, dass ich immer neugieriger werde. Bin gespannt, wem ich den Roman in die Hand drücke oder wo ich diesen einfach liegen lasse. Mal schauen wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist und es mir in den Fingern kribbelt. Die Neugier wird sicherlich auch so groß sein, dass ich möglicherweise von weitem Ausschau halte und beobachte, wer das Buch wohl aufnimmt. Aber vielleicht entgeht mir letztendlich in der Masse der Messeteilnehmer in Leipzig dieser Akt des Buchübergangs? Egal was ich machen werde, durch bookcrossing wird der Roman bestimmt einen Leser finden; auch wenn ich es nur ablege und einfach weiter gehe.

Das Buch wird von mir signiert und auf der Innenseite zusätzlich mit einem kleinen Text versehen sein, mit der freundlichen Bitte, dass der Finder des Buches den Fund ebenso auf meinem Blog (Der Tausendfüßler – Das Blog zum Roman) registrieren möge. Einfach nur angeben wo er oder sie das Buch gefunden haben. Natürlich schwingt da auch die Hoffnung ein ehrliches Feedback oder eine Geschichte rund um den Fund zu erhalten und die Diskussion anzuregen. Analog soll dies natürlich im Forum von bookcrossing.de geschehen.

Bookcrossing-Aktion des Romans soll auch in Berlin stattfinden

Jedenfalls bin ich schon sehr aufgeregt und die gedanklichen Vorbereitungen auch für eine Aktion in Berlin laufen schon freudig an. Geplant ist die Freigabe eines Exemplars mitten im Berliner Großstadtdschungel.

Der Tausendfüßler
Der Tausendfüßler

Mal sehen, ob der Roman nach der Freigabe sein ungewisses„Textwesen“ nur innerhalb der Berliner Stadtgrenzen treibt oder sogar darüber hinaus gelangt? Geplanter Ort und Zeitpunkt, wann der Roman in Berlin die Freiheit erlangt, werde ich zeitnah auf meinem Blog in der Rubrik „Bookcrossing“ und bei facebook in der Gruppe „Der Roman – Der Tausendfüßler“ mitteilen. Ich kann nur hoffe, dass meinem Roman eine interessante Reise bevor steht.

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