Ein Dachbodenfund aus dem Sammelsurium an Bildern aus der Jugend
Bleistiftskizze – Rügen 1995 – Jens Böhme
Tatsächlich existiert von diesem Bild nur noch eine Kopie, wie schade. Ich weiß nicht, wo das Original ist?
Die Freiheit der Jugend
Zuerst wollte ich im Titel noch den genauen Ort notieren. Aber so im Nachhinein bin ich mir nicht mehr zu hundert Prozent sicher, ob das Bild nun in Lobbe oder in Göhren auf der Insel Rügen entstanden ist. Mein erster Gedanke beim Wiedersehen der Skizze gehörte dem Örtchen Lobbe auf Rügen, denn da waren wir damals (zwei Pärchen) auf dem hiesigen Campingplatz, der nach Recherche heute noch existent ist. Wir verbrachten wie so oft, entweder mit vielen Freunden aus der Schule (der alten Clique“) oder eben in Pärchen die Ferienzeit auf den Campingplätzen auf Usedom, auf Rügen oder irgendwo anders an der Ostsee. Zu mehr reichte oft das Taschengeld nicht und es war eine Art von jugendlicher Freiheit und Unbekümmertheit, die der Sommer und der Urlaub ohne Eltern mit sich brachte. Als zweites kam mir der Gedanke, dass es auch das Örtchen Göhren sein könnte. Nach einer Recherche auf Google Maps tendiere ich aber sehr stark zu meinem ersten Gedanken und der Erinnerung an Lobbe.
Eigenwilliger Typ findet die Liebe von Sönke Manns (nordwest-sonntagsblatt.de, 23.01.2021)
„[…] Mit Hilfe seiner besten Freundin Alexandra und der Buchhändlerin Miria sowie einigen besonderen Situationen muss sich Conrad Wipp seinem derzeitigen Leben und seinen Beziehungen stellen. Als wäre das nicht Herausforderung genug, verliebt sich Conrad dann auch noch in Miria. Stehen zu Beginn des Romans eher die Probleme des Protagonisten im Fokus, so nimmt im Laufe der Geschichte die Handlung Fahrt auf und avanciert zu einer turbulenten Liebesgeschichte. Ob alles gut ausgeht, muss der Leser jedoch selbst entdecken. […]“
Auch zu lesen im E-Paper vom nordwest-sonntagsblatt.de: nordwest-sonntagsblatt.de/cms/epaper/ausgaben_sz/210123/land/#4
Hobby-Autor aus Rastede – Ein Buch über Liebe und Entwicklung von Daniel Kodalle (nwzonline.de, 25.01.2021)
„Der Wahl-Rasteder Jens Balssen hat sein Buch „Der Tausendfüßler“ überarbeitet neu aufgelegt. Das Werk ist nun auch als E-Book erhältlich. Außerdem hat er einen Ammerland-Krimi in Planung. […]“
„Als ich diesen Titel las, musste ich sofort an die “Verwandlung” von Franz Kafka denken. In diesem Roman heißt der Protagonist nicht Gregor Samsa, sondern Conrad Wipp. Beide Autoren haben sich für die personale Erzählperspektive entschieden: Aus Sicht von Wipp schildert Böhme verschiedene Lebensstationen seines Protagonisten – immer mit einem Hauch Melancholie. Wie Samsa ist auch Wipp geplagt von Selbstzweifeln – nicht nur in Bezug auf seinen beruflichen Werdegang. Seine unterschiedlichen Kontakte zum anderen Geschlecht (zu der Stripperin Anita und der Kassiererin Sophie sowie seiner langjährigen Freundin Alexandra) ebneten ihm erst den Weg zu Miria Marck. Böhme spickt diese Lebensstationen mit teilweisen ulkigen Szenen und Neologismen wie “kollektiven Kurzzeitkollaps”,”genetisches Material der Männer […] erglotzen”, “Rasierklingensyndrom”. Das Ende bleibt offen und dem Leser bleibt nur die Hoffnung, dass es eine Fortsetzung der Liebesgeschichte zwischen Wipp und Miria geben wird.“
Bewertung von Lena | Veröffentlicht am 08.02.21
Beide nachfolgende Rezensionen gibt es auch zu lesen bei Amazon unter der Romanbestellung:
Eine nicht ganz alltägliche Liebesgeschichte und mehr… Rezension aus Deutschland vom 7. März 2013 Conrad Wipp ist Schriftsteller. Und er ist talentiert. Leider nicht nur fürs schriftstellern sondern auch fürs Sorgenmachen. Ständig denkt er viel zu viel darüber nach, ob und wie er denn einfach alles in seinem Leben besser oder genauer richtiger machen könnte. Und über die ganzen Sorgen und Gedanken die er sich so tagaus tagein macht, verliert er ganz nebenbei völlig die Lebensfreude und damit natürlich auch seine Inspiration zum schreiben. Doch Rettung naht in völlig unerwarteter Gestalt… und die Buchhändlerin Miria rückt Conrad nicht nur den Kopf gerade, sondern lässt auch sein Herz viel höher schlagen!“
Ein Buch, das Mut macht!Rezension aus Deutschland vom 22. März 2013 Eine schöne Lektüre. Der Autor Jens Böhme versteht es, den Leser zu fesseln. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen und kann den „Tausendfüssler“ nur jedem wärmstens empfehlen. Hier schreibt ein junger Autor über das Leben und seine verschlungenen Pfade. Protagonist Conrad Wipp ist hierbei das Sprachrohr der Generation der Twenty- und Thirty Somethings, die ihren Platz im Leben noch finden müssen. Dieses Buch ist auch eine Parabel auf das Leben – und es lehrt uns, in schwierigen Situation niemals die Hoffnung zu verlieren. „Der Tausendfüssler“ – ein Buch, das Mut macht!
Interesse an neuer Lektüre? Klickt einfach auf den Banner und ab zum Shop!
NEU: Den Roman „Der Tausendfüßler“ gibt es jetzt auch als E-Book zum Download.
Den Liebesroman gibt als nunmehr auch als E-Book beim BoD-Verlag. Besonders interessant ist das zeitlich begrenzte Sonderangebot anlässlich der 2. Auflage und der Veröffentlichung in 2021.
ACHTUNG! Temporäres Lektüre-Angebot! (läuft ab 20.01.2021)
In eigener Sache zum Thema Betriebsblindheit: Frischer Text mit neuem Cover-Look
Seit zwei Jahren gab es den Roman nicht mehr direkt über den Buchhandel zu beziehen, da ich einen Verlagswechsel vorgenommen hatte. Interessierte Leser konnten die Liebesgeschichte zwischen dem Schriftsteller Conrad Wipp und der Buchhändlerin Miria Marck nur noch über Ebay & Co. beziehen; wenn sie Glück hatten. Natürlich gab es auch jederzeit die Möglichkeit mich über E-Mail zu kontaktieren und ein signiertes Buch mit persönlicher Widmung zu erhalten; denn einen kleinen Reservevorrat seines Buches hat meist jeder Autor zu Hause – will ich einmal behaupten -.
Es war mir in den letzten beiden Jahren auch ein Bedürfnis, das Romanprojekt, um das Kommunikationsproblem und die persönlichen Herausforderungen des Protagonisten Conrad, einmal komplett zu überarbeiten und in einem neuen Look zu präsentieren. Zusammen mit einer guten Freundin und Rasteder Lektorin bin ich dann auch noch einmal ins orthografische Detail gegangen und auch eine inhaltliche Sequenz wurde minimal angepasst, die zwar in der Phantasie des Leser durchaus nachvollziehbar sein konnte, aber unter Umständen auch hätte verwirren können. Besitzer der 1. Ausgabe können hier das Puzzleteil bei Lust und Laune sicherlich lösen. (Zu gegebener Zeit werde ich das Puzzleteil sicherlich gern selbst über die sozialen Medien oder hier im Kommentar zum Besten geben.)
Mit der 2. Auflage möchte ich meinen Lesern und thematisch Interessierten die Möglichkeit geben, das Buch wieder über alle möglichen Kanäle zu erwerben. Das Buch kann sowohl online über alle Online-Buchhandlungen und Shops sowie über den stationären Handel erworben werden. Wer also lieber zum Beispiel zu Thalia in den Buchladen gehen will, der kann das wieder machen. Einfach Buch im Laden bestellen und am nächsten Tag abholen.
In folgenden Online-Buchhandlungen ist der Roman „Der Tausendfüßler“ erhältlich (ein Auszug):
Rezensionen: Feedback und auch Potential für das Buch
Ich freue mich riesig über jedes Feedback zum Text. Anregungen, Hinweise und auch Geschichten, wie der/die LeserIN auf das Buch aufmerksam geworden ist, macht mich sehr neugierig. Insbesondere Rezensionen bei BoD, Amazon (Sternebewertungen und ein-zwei Zeilen zum Buch) sowie bei den anderen Online-Buchhändlern helfen dem Roman und auch dem Autor bekannter zu werden. Und auch andere Leser schauen sich die Rezensionen an. Es hilft einfach diese zu briefen auf was für eine Geschichte sie sich einlassen. Im Voraus sende ich allen einen „Lieben Dank!“, die sich die Mühe machen etwas zum Roman zu schreiben.
Daher halte ich es gern wie folgt: Hat es Euch gefallen, dann sagt es weiter und schreibt ein paar Zeilen ins Netz. Wenn nicht, dann sagt es mir persönlich!
Und! Wer weiß – vielleicht gibt es ja eine Fortsetzung? Potential wäre wohl da, meinte eine Freundin zu mir. Ein vage Idee habe ich schon. ;-)
Das Meißner Literaturfest – Deutschlands größtes eintrittsfreies Open-Air-Lesefest
Auch in diesem Jahr findet wieder das „Literaturfest Meißen“ statt. Das nunmehr 7. Lesefest in der Domstadt steht unter dem Motto »Zwischen den Welten – Geschichten aus nah und fern«. Am 9. bis 12. Juni sind alle Literaturbegeisterten in Meißen eingeladen am -Fest der Literatur- teilzunehmen.
Jedes Jahr lädt die für das Porzellan bekannte Stadt Meißen in Sachsen ein!
Plakat – „Ups, Literaturfest – und ich habe noch kein passendes Buch“
Termine Literaturfest Meißen
Der Termin für das Literaturfest in Meißen ist immer das zweite Juniwochenende.
Die nächsten Termine werden sein: 13. – 15. Juni 2025 / 12. – 14. Juni 2026
Noch kein passendes Buch gefunden? Der Roman „Der Tausendfüßler“ spielt direkt in Meißen!
Die Geschichte um den Autor Conrad Wipp und die Buchhändlerin Mira spielt direkt in Meißen, der Stadt an der Elbe. Ein kleiner Abstecher nach Dresden, der im Laufe der Geschichte nicht ohne Folgen bleibt, ist auch inbegriffen.
MAWIL – diese 5 Buchstaben stehen für einen der versiertesten Comic-Zeichner Deutschlands. Comic’s von ihm wie zum Beispiel „Wir können ja Freunde bleiben“, „Die Band“, „Action Sorgenkind“ oder das DDR-Buch „Kinderland“ erschienen beim Verlag REPODUKT und im Ausland. Der Berliner Comic-Zeichner mawil lehrt als Dozent für das Goethe-Institut oder an der BTK, zeichnet für Magazine und Zeitungen wie den Tagesspiegel in Berlin. Außerdem kann man ihm als Fan auf seinen Ausstellungen begegnen, wie jeder Besucher seiner Webseite auf mawil.net nachlesen kann.
Kinderland (Klappentext): Ostberlin im Sommer 1989: Mirco Watzke steckt in der Klemme. Der sonst so vorbildliche Schüler der Klasse 5a hat Ärger mit den blöden FDJlern, und der Einzige, der ihm dabei helfen kann, ist ausgerechnet dieser unheimliche Neue aus der Parallelklasse …
Interview mit Comic-Zeichner mawil
Kinderland von mawil
Hallo MAWIL! Ich grüße Dich und freue mich sehr, dass Du für das 10-Fragen-Interview für mein Literaturblog „Der Tausendfüßler“ zu Deinem Comic-Buch „Kinderland“ zur Verfügung stehst.
Du beschreibst ja sehr passend und mitunter genau den Alltag der Kinder & Jugendlichen in der DDR. Ich bin selbst 77er Jahrgang und kann im Buch viele Parallelen zu meiner eigenen Kindheit ziehen und vor allem passen einige Szenarien wie die Faust aufs Auge. Ich hatte stets das Gefühl in meiner eigenen Vergangenheit wieder präsent zu sein. Viele Erinnerungen, die ich längst vergessen hatte oder die nur selten zum Vorschein kommen, waren plötzlich wieder da.
Gratulation zu diesem Buch und auch den dafür 2014 erhaltenen Max und Moritz-Preis in der Kategorie „Bester deutschsprachiger Comic“.
Jens: Wie bist Du eigentlich auf den Titel „Kinderland“ gekommen?
MAWIL: Mir war ziemlich schnell klar, dass ich nie DAS ultimative DDR-Comic zeichnen kann. Jeder hat ein anderes Land mitbekommen -es gab ja so viele Nischen- und mehr oder weniger gelitten, ich selber hab dort sowieso nur die Kindheit erlebt. Da wollte ich mich dann lieber auf diese Zeit konzentrieren, die ich wirklich kenne und dann fiel mir zum Glück die berühmte Gerhard-Schöne-Platte „Lieder aus dem Kinderland“ ein. Die hatte ja neben Lakomys „Traumzauberbaum“ jeder.
Berlin-Mitte und der Pionierknoten Szene aus Kinderland von mawil
Jens:Du hast ja viele typische DDR Szenarien beschrieben wie zum Beispiel das SERO-Altstoff-Sammeln. Hast Du damals auch selbst gesammelt und kennst Du noch den Trick beim Altpapier nasse Zeitungen in das Bündel zu legen, damit es schwerer wird und ein paar Pfennige mehr rüber kommen?
MAWIL: Nee, den Trick kannte ich noch nicht, aber so im Nachhinein holt jeder noch die verrücktesten Anekdoten aus dem Ärmel, wie man sich an dem Staat gerächt oder sich das Notwenigste organisiert hat. Kein Wunder, dass dieser Sozialismus nicht funktionieren konnte.
Tischtennis-Szene aus Kinderland von mawil
Jens:Tischtennisplatte und 2-Sterne-Bälle – Tischtennis spielt eine elementare Rolle in Deinem Buch. Hast Du selbst früher viel Tischtennis gespielt? Warum hast Du das Spiel so in den Vordergrund gerückt? Spielst Du heute noch?
MAWIL: Es gab ja im Osten nur zwei Sportarten. Fußball für die Kinder ohne Brillen und Tischtennis für die Kinder mit. Und Tischtennis war so die einzige Sportart, in der ich einigermaßen mithalten konnte, ja sogar auch mal kleine Triumphe feiern konnte. Ich spiele auch heute noch, selten aber regelmäßig und als der Verlag mit der Idee für ein DDR-Comic auf mich zu kam, wollte ich eigentlich gerade eher eine Tischtennis-Manga-Saga schreiben. Ist es ja dann auch irgendwie geworden. Man muss schon etwas selbst erleben, wenn man über die Leidenschaft berichten will.
Fahnenappell – Szene aus Kinderland von mawil
Jens:Du warst doch sicherlich auch Jungpionier? Die Szene mit dem Fahnenappell kennt wohl jeder aus der DDR-Zeit und der Schulzeit. Wie war Dein Verhältnis zur Kirche, kann man dieses von Deinem Protagonisten „Mürgo“ ableiten?
MAWIL: Die Kirche war auf jeden Fall ein Ort, an dem man damals interessante Leute getroffen und sich auch in fremden Gemeinden schneller wohl gefühlt hat, als auf einem fremden Schulhof. Ich bin da durch meine Eltern reingeboren, wurde aber auch zu den Jungpionieren gesteckt. Sicherheitshalber.
Berliner Mauer – Szene aus mawils Comic Kinderland
Jens:Warst Du selbst im Gruppenrat tätig? Ich gestehe, ich war sehr oft „Wandzeitungsredakteur„. Was bedeutete damals für Dich Jungpionier zu sein?
MAWIL: Ich hab mich so mitschleifen lassen vom Kollektiv. Es war halt lästige Pflicht, eine langwierige Zeremonie mehr neben den sonntäglichen Gottesdienstbesuchen. Kinder kann man mit sowas nicht begeistern. Quatsch machen mit den anderen Kids, vorher und nachher, war das einzig Lohnende.
Jens:Ist die Gruppenratsvorsitzende „Angela Werkel“ zufällig eine Anspielung auf die Kanzlerin?
MAWIL: Was? Nein! Das ist reiner Zufall, dass die so heißt. Wie kommst du denn darauf?
Diskoszene 80er Jahre
Jens:Was haben die Winnetou-Filme für Dich bedeutet? Da gibt es ja auch eine ganze Doppelseite zu diesem Thema in Deinem Buch, die letztlich auch grundlegend entscheidend für das Ende des Buches – für „Kinderland“ – und letztlich das Ende der DDR ist.
MAWIL: Die Indianer waren die Helden der DDR. Eine großartige Gelegenheit Westernfilme zu zeigen und zu drehen, denn da ging‘s es ja im Prinzip auch um den Kampf des Volkes gegen den Imperialismus oder wie man das erklärt hat. Außenseiter, Verlierer und Underdogs gingen immer. Egal, ob das nun Alfons Zitterbacke, Che Guevara oder die Olsenbande waren.
FKK-Szene Kinderland von mawil
Jens:Wie schon erwähnt, erinnern viele Szenen und vor allem auch Gegenstände in den Bildern an die Zeit vor dem Mauerfall, wie zum Beispiel die FKK-Szene oder die Kaubelei zur Tischtenniskelle aus dem Westen oder das Honecker-Bild in der Schule, der ASV-Anzug bei Herrn Plagwitz, HO, Muttiheft oder das Magazin Sputnik unter dem Arm von Herrn Maiwald, u.v.a. Kanntest Du dies alles auch selbst oder hast Du diese Szenen und Symbole als Stereotype für die Zone einfach in den Roman mit aufgenommen?
MAWIL: Ich hätte am liebsten noch viel mehr aufgenommen und hab jahrelang Ideen gesammelt, Sachen die mich sicher in meiner Kindheit geprägt haben, aber irgendwann passte nichts mehr rein. Das Ganze sollte ja nicht nur ein Abfeiern von Wiedererkennungen sein, sondern auch noch ein bisschen Geschichte und Drama beinhalten.
HO Kaufhallen – Szene aus Kinderland von mawil
Jens:Wie waren Deine Eindrücke, als Du zum ersten Mal im „Goldenen Westen“ warst?
MAWIL: Das kann man, glaube ich, ganz gut in dem Buch sehen. Das ist ja insgesamt vielleicht nur zu 30% autobiografisch, aber die Mauerfallszene ist so ziemlich 1:1, wie es unserer Familie damals erging.
Im Westen Kinderland – Szene von mawil
Jens:Wie lange brauchst Du für eine Seite bzw. Doppelseite? Und wie lange hast Du für „Kinderland“ gebraucht?
MAWIL: Normalerweise zeichnet man an einer Seite (Schwarz-Weiß-Zeichnung plus Ausmalen) einen Tag. Das Ausdenken davor lässt sich dagegen schwer planen. Ganz lange dauern Entscheidungen, die gefällt werden müssen. Da hat man immer Angst, die falschen zu treffen und dann womöglich 50 Seiten umsonst gezeichnet zu haben. Und wenn man von vorneherein weiß, dass es ein langes Buch wird, welches ganz lange dauern wird und es keinen Unterschied macht, ob man nun heute oder morgen damit anfängt, dann dauert es noch viel länger, als man eigentlich dachte, dass es lange dauert. So zum Beispiel bei Kinderland – 6 Jahre.
Jens:Ich danke Dir für das Interview und noch viel Erfolg bei Deinen weiteren Projekten.
Kreativität! Gehirnschmalz in Wort, in Bild, in Beton, im Film, in …
Es ist der Funke, der plötzliche Gedanke, der uns kreativ werden lässt! Auch eine Situation, eine Begegnung, ein Gespräch, ein spezielles Thema oder ein verzwicktes Problem, das gelöst werden muss, all dies kann in uns kreative Gedanken frei setzen. Kreativ kann der Mensch auf unterschiedliche Art und Weise sein. Schriftsteller kreieren beispielsweise Geschichten mit Wörtern, Architekten konstruieren imposante oder pragmatische Bauten, Regisseure bringen eine Geschichte in Bild und Ton, Bildhauer modellieren Skulpturen, Grafikdesigner gestalten Webseiten neu und Entwickler schreiben neue Codes und setzen sich kreativ mit Logiken auseinander.
Kreative Berufe gibt es natürlich viele und jeder Mensch kann im Alltag und auch im Berufsleben auf seine Weise kreativ werden. So kann ein Schaufenster einen höchst kreativen und unterhaltsamen Anspruch erfüllen oder die Theke mit Backwaren beim Lieblingsbäcker um die Ecke. Letztlich sind wir alle jeden Tag ein bisschen kreativ, denn jeder Mensch muss sich seinen Herausforderungen im Alltag stellen. Jene Herausforderungen dann oft mit der eigenen Kreativität!
„Kreativität bezeichnet i.d.R. die Fähigkeit eines Individuums oder einer Gruppe, in phantasievoller und gestaltender Weise zu denken und zu handeln.“
Malerei, Schreiberei, Infografik und noch mehr …
In der Jugend habe ich neben der Schreiberei auch die Malerei geliebt. Doch mit Anfang Zwanzig hatte ich dann doch beschlossen mich auf die Schriftstellerei zu konzentrieren, zumal es auch ein Zeitfaktor ist mehrere kreative Hobbys nebeneinander zu betreiben.
Natürlich bin ich der Autorentätigkeit beruflich fast immer treu geblieben, aber mit dem Internet kamen weitere Disziplinen dazu mit denen ich mich auseinander setzen musste. Und da ich schon Grafikdesigner und Entwickler (Programmierer) erwähnt habe, möchte ich mich genau auf diese beziehen. Das soll nicht heißen, dass ich jetzt einer von denen wäre, nein, da ist jeder in seinem Fach Profi. Aber mit eben diesen Kreativen und einigen anderen habe ich mich zusammengesetzt und zur Thematik Jeans-Hose eine interaktive Infografik kreiert.
Viel „Gehirnschmalz“ ist geflossen, wie ich gern sage und nach 3 Monaten harter Arbeit und Koordination unterschiedlicher Abteilungen haben wir zum diesjährigen 145 Geburtstag der Jeans diese Infografik erstellt. Wie man sehen kann, gibt es unterschiedliche Elemente und viele Infos zur Thematik. So war auch die gemeinsame Recherche ein eigener Akt der Kreativität; will ich meinen. Denn zu überlegen, welche Fakten sind wohl derart interessant und könnten den Leser interessieren und welche Infos bringen die Besucher der Landingpage vielleicht zum Schmunzeln oder welches Video bzw. welcher Hinweis in der interaktiven Jeans Infografik bringt ihm einen wirklichen Mehrwert, … genau das war gar nicht so einfach.
Nachfolgend gibt es die statische Variante unserer Arbeit zu sehen. Wer sich für die interaktiveJeansInfografik (Link entfernt) interessiert, braucht nur auf diese zu klicken und kann sich alle interessanten Fakten zu unterschiedlichen Themenbereichen anschauen. Dynamische Zahlen-Fakten, Videos, interaktive Zeitreihen zur Jeans-Geschichte wie auch zu Jeans-Hosenschnitten/-moden sowie ein kleines Puzzle mit einer Katalogseite von 1975 ergänzen den Themen-Komplex interaktiv.
Wem es gefällt, der unterstützt die Kreation mit einem Like.
Danke Euch und viel Spaß beim Erkunden! :-)
Danke für die Aufmerksamkeit zu diesem Artikel und dem Projekt! Hier klicken, um zur interaktiven Ansicht zu gelangen (via KLiNGEL).
Hinweis: Da das Pforzheimer Unternehmen KLiNGEL im Jahr 2023 insolvent gegangen ist und das Unternehmen mit seinen vielen Marken zerschlagen wurde, ist das Online-Marketing-Projekt u „interaktive Jeans Infografik“ nicht mit übernommen worden. Die Landingpage ist nicht mehr live. Hat aber über die Jahre, seit dem Livegang enormen Traffic und auch entsprechende Conversions generiert.
„Riskieren Sie unsere Empfehlung“ – Buchhandlung Thalia im Alexa Berlin mit super Marketing-Idee
Einfach mal wieder durch Buchreihen wandeln und sich durch die Cover inspirieren lassen. Hier und da ein Buch aufnehmen und mal im Klappentext lesen oder in den Seiten Blättern und Textgröße bzw. Aufmachung begutachten. Das ist eine Variante zu neuem Lesestoff zu gelangen. Eine ganz andere und äußerst witzige Möglichkeit ein Buch zu erwerben, ist das BLIND DATE mit einem Buch oder auch mehreren. Alles kann, nichts muss! Völlig überrascht und erstaunt, stand ich plötzlich in der Thalia-Buchhandlung im Alexa und sah diesen phänomenalen Marketing-Gang und diese Bücherwand:
BLIND DATE bei der Thalia Buchhandlung im Alexa
Blind Date mit unbekannten Texten – Thalia Buchhandlung im Alexa mit interessanter Verkaufsidee
Interessant sind vor allem die kurzen Teaser auf den eingepackten Büchern. Sie sollen auf das Buch neugierig machen und zum Zugreifen bewegen. Als ich meine 2-3 Fotos knipste, beobachtete ich danach sogar ein junges Pärchen, welches kurz miteinander diskutierte und überlegte, ob sie es wagen sollten oder nicht. Letztlich siegte bei der jungen Dame die Neugier. Mit einem schelmischen Grinsen griff sie zu. Er zog die Stirn skeptisch in Falten, nach dem Motto: „Wenn du meinst? Bin auch gespannt …“
Verkupplungs-Idee – Sprüche, die die Neugier wecken
Riskieren Sie eine Empfehlung!
Einige BLIND DATE-SPRÜCHE vom letzten Besuch bei Thalia:
„für den anspruchsvollen ‚Bücherwurm’“
„Ein Muss für alle, die an die Macht von Bücher glauben“
„… ein klassischer ‚Horrorschinken’“
„Sie mögen keine Erzählungen? – das ist jetzt vorbei!“
„Das hier – darf in keinem gutsortierten Bücherregal fehlen!“
„Sie vermissen Stieg Larsson? – dann lesen Sie dieses Buch!“
„Er verkauft seine Seele, um seine Schönheit zu retten!“
„Das hier – macht süchtig!“
Etwas ältere Blind Dates-Sprüche vom Juni …
„provokant – intelligent – hochaktuell“
„GEHEIM-TIPP für Männer“
„Ich habe gerade einen Preis bekommen“
„Der Beginn einer magischen Geschichte“
„Cool – mit Tiefgang – eine junge Stimme aus Berlin!“
„Neue Krimi-Frauenpower einer gestandenen Autorin!“
„altbewährtes Lesefutter -geht immer-„
„märchenhaft romantisch“
„Geheimtipp für Frauen“
„Die große Liebe des Malers …“
Mich würde ehrlich gesagt schon interessieren, welcher „Schmöker“ sich in diesem oder jenem verpackten Buch versteckt. Bei einigen kann der Buchfreund es sogar fast erahnen, um welches Buch es sich handelt. Beim Spruch „Ich habe gerade einen Preis bekommen“ fragt man sich doch glatt: Wer hat noch mal im Juni oder davor einen Buch-Preis erhalten bzw. welcher der vielen Preise wurde in letzter Zeit vergeben und um welchen Autor könnte es sich handeln? So lässt auch der Spruch „Ein Muss für alle, die an die Macht von Bücher glauben“ die Vermutung nahe legen, das es sich hier um DIE SEITEN DER WELT von Kai Meyer handelt. Ob dies letztlich stimmt, dass der Autor Kai Meyer dahinter steckt, von dessen phantastischen Roman (um die Macht der Bücher) es nunmehr schon das zweite Buch gibt, werden wir letztlich erst nach dem BLIND DATE erfahren.
„Die Geisterseher“ von Kai Meyer – Die Brüder Grimm auf der Jagd nach einem rätselhaften Manuskript
Buchtipp und kleine Recherche in meiner Heimbibliothek: „Die Seiten der Welt“-Bücher besitze ich alle. Hat mir großen Spaß gemacht beim Lesen in die erschaffene Welt von Kai Meyer einzutauchen. Nachdem ich jedoch etwas mehr über den Autor recherchiert habe, ist mir aufgefallen, dass ich diesen schon viel eher kennen gelernt haben. Und zwar schon im letzten Jahrtausend! Es war in den 90er Jahren, da war ich tatsächlich noch Schüler und stand nicht weit weg vom Abitur. In der Thalia Buchhandlung in Meißen am Heinrichsplatz habe ich mir das Buch „Die Geisterseher“ als Hardcover (1995) damals gekauft. „Die Geisterseher“ stehen heute noch in meiner heimischen Bibliothek und ich bin nach wie vor fasziniert von der mystischen Geschichte zu Zeiten von Johann Wolfang von Goethe. Mehr zum Inhalt der spannenden Detektivgeschichte, die ins Weimar von 1805 führt, hier kurz nachfolgend erwähnt (Zitat und Quelle aus der Inhaltsbeschreibung von bookbot.de):
„Unheimlich phantastisch Die Brüder Grimm auf der Jagd nach einem rätselhaften Manuskript. Durch Adelspaläste, finstere Spelunken und unterirdische Tempel führt die rasante Suche nach Schillers geheimnisvollstem Werk. Auf ihrer Spur: skrupellose Geheimbünde, ein wahnsinniger Mörder – und Goethe, der undurchsichtige Dichterfürst. Ein phantastischer Abenteuerroman vom preisgekrönten Bestsellerautor Kai Meyer. „Meyers Stärke sind atmosphärisch dichte Breitwandpanoramen.“ Die Welt Weimar im Jahr 1805. Die Brüder Grimm machen ihre Aufwartung, doch finden sie Schiller todkrank vor. Verlegen übergeben sie die Arznei, die Goethe ihnen mitgegeben hat. Der sieche Dichter überlässt ihnen sein letztes Manuskript – doch wenig später wird ihnen diese Kostbarkeit gestohlen. Gegen ihren Willen geraten sie in eine finstere Verschwörung, in der Goethe, eine seltsame Gräfin, eine Geheimloge und exotische Rauschmittel eine Rolle spielen.“
Fashion-Artikel „Liebling, dich geb‘ ich niemals her …“ in der Zeitschrift tina – Das Premium-Frauenmagazin (Nr. 26)
Hemingway T-Shirt und andere Lieblinge …
Jens Böhme im Magazin tina
Text aus dem Artikel
„In dem Shirt fühle ich mich unbeschwert“
Vor Zwölf Jahren flog ich nach KUBA, um den Kopf frei zu bekommen. Meine damalige Freundin hatte mich verlassen. Da ich ein Fan von dem Schriftsteller Ernest Hemingway bin, besuchte ich in Havanna seine Lieblingsbar „El Floridita“. Die Lebensfreude dort war überwältigend. Die Einheimischen nahmen mich mit offenen Armen auf. Sie tanzten, lachten und quatschten. Das wirkte ansteckend. Prompt fühlte ich mich selbst ganz frei und unbeschwert. Als Andenken kaufte ich mir dieses T-Shirt mit Hemingway-Aufdruck. Ich habe es so oft getragen, dass es irgendwann ganz ausgeleiert war. Schon zweimal habe ich den Aufdruck auf ein neues Shirt nähen lassen. So begleitet es mich bis heute. Den Tipp mit dem Umnähen gab mir übrigens meine neue Freundin.“
Öffentliche Bücherbox in Sarlat (Perigord/Frankreich)
„Donnez-le … Et prenez en un autre!“ – „Gib eins … und nimm ein anderes!“
Hier werden Leser aufgefordert Bücher zu tauschen. Jeder kann ein kostenloses Buch aus diesem gläsernen Bücherschrank nehmen und soll dafür ein anderes, ein ausgelesenes wieder hineinstellen.