Artikel von Jens Böhme bei ABSOLVENTA – Thema: Powernapping – Schlafen während der Arbeitszeit

Powernapping – Was für ein Wort?

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Ungelogen, bis vor zwei Wochen kannte ich nicht mal das Wort: Powernapping. Natürlich gehöre ich zu jenen, die gern deutsche Wörter z.B. Nickerchen, Mittagsschlaf mitunter auch einmal den spanischen Ausdruck „Siesta“ benutzen, aber im Rahmen meiner Arbeit am Artikel „Powernapping“ in der heutigen Unternehmenswelt komme ich nicht herum diesen Anglizismus zu benutzen.

Die Thematik Powernapping, die mit diesem Wort einhergeht, finde ich höchst interessant und ich selbst zelebriere bisweilen diese Art des Auftankens der Batterie. Natürlich nur, wenn ich kann.

Den Artikel – publiziert auf absolventa.de – gibt es hier zu lesen:

Powernapping – Schlafen während der Arbeitszeit

Kennst Du das nicht auch? Schwere Augenlieder vor dem Bildschirm. Die Konzentration lässt nach und Du kannst Dich in Angelegenheiten der Tageskorrespondenz kaum konzentrieren. Eventuell war auch der vorhergehende Tag auf Arbeit genauso stressig und lang wie die Tage zuvor. Möglicherweise bist Du aber auch gerade von der Mittagspause zurück und alle Energie des deftigen Mittagstellers wird gerade vom Körper in die Verdauung gesteckt. Manch Einer wünscht sich jetzt nur eines – ein Bett.

Leistungsfördernder Kurzschlaf

Hat sich der übermüdete oder gestresste Mitarbeiter früher verstecken müssen z.B. in der Mittagspause irgendwo im Park, eben Abseits der Pfade, wo einen nicht der Chef oder die Kollegen antreffen können, bieten nun auch deutsche Unternehmen wie z.B. BASF, Opel oder die Lufthansa Rückzugsgebiete für die Mitarbeiter an. Diese Inseln der Ruhe dienen dazu, um kurz vom täglichen Stress abschalten zu können und neue Energie zu tanken. Doch nicht nur die Leistungsfähigkeit, sondern auch die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit wird erhöht.

Nicht länger als 30 Minuten schlafen!

Die moderne Bezeichnung – Powernapping – steht für den leistungsfördernden Kurzschlaf am Tag. Das ist jener Tagesschlaf, der sich außerhalb der nächtlichen Hauptschlafphase befindet. Der Ausdruck Powernapping leitet sich aus dem Englischen von den Wörtern „power = Kraft“ und „nap = Nickerchen“ ab. Der auch als Kraftnickerchen oder Energieschlaf bezeichnete „Power nap“ sollte sich in einem Zeitintervall zwischen 20-30 Minuten bewegen. Alles, was darüber hinaus geht, ist zu viel. Denn dann fällt der Mensch in tiefere Schlafphasen und aus dieser erwacht man nur sehr schwer.

Mittagsschlaf ist gesund und macht munter

Laut Focus hat in eine groß angelegten Studie der Harvard-Universität Bosten nicht nur nachgewiesen, dass sich die Leistungsfähigkeit bei einem zwanzigminütigen Mittagsschlaf um bis zu 30 Prozent erhöht, sondern gleichzeitig auch das Risiko vermindert, an Herz-Kreislaufkrankheiten zu sterben. Laut Untersuchungen der Nasa steigt die Aufmerksamkeit nach einem Nickerchen sogar um bis zu 100 Prozent.

Der Verzicht auf Ruhe- und Erholungsphasen fordert über kurz oder lang seinen Tribut. So vermuten Wissenschaftler weiterhin, dass Powernapping auch ein geeignetes Mittel gegen das Burn-out-Syndrom zu sein scheint.

Powernapping in Deutschland noch weitgehend verpönt

Ein kurzes Powernapping kann die Leistungsfähigkeit deutlich steigern. Und trotzdem, kaum jemand traut sich hierzulande zu „powernappen“. Zwar gibt es Vorreiter in Deutschland, die diesen Trend ernst nehmen und daraus ihren Nutzen ziehen, weit verbreitet ist es aber nicht. Doch was Firmen in Fernost, aber auch amerikanische Unternehmen schon seit Jahren bieten, kommt hoffentlich auch den Mitarbeitern in Deutschland zu Gute. Schleißlich wäre das in Anbetracht der Forschungsergebnisse sowohl im Sinne der Mitarbeiter als auch im Sinne der Unternehmen. Immer nur Kaffee zu trinken ist gewiss keine gesunde Alternative. Den Biorhythmus kann niemand austricksen!

Ein Tipp, wenn die innere Uhr nicht funktioniert

Die Gefahr, beim Powernap zu verschlafen, ist natürlich gegeben. Nicht jeder kann sich auf die innere Uhr verlassen. Hast Du keine Schlafinsel mit Vibrationsalarm oder nette Kollegen, die Dich rechtzeitig wecken, kann die altbewährte Schlüsselmethode helfen. Am besten vorher mal zu Hause üben: Den eigenen Schlüsselbund in die Hand nehmen und so positionieren, dass er bei einem Powernapping newtonschen Gesetzen folgt. Denn treten Geist und Körper in den Kurzschlaf entspannen sich auch die Muskeln, und die Schlüsselmethode wirkt wie eine Klingel, wenn der Bund zu Boden fällt. Anschließend kurz strecken und tief durchatmen. Ansonsten tut es auch der Handywecker. In diesem Sinne: Schlaft gut, aber für nur kurze Zeit.

Der Artikel „Powernapping – Schlafen während der Arbeitszeit“ auf absolventa.de. (Link und Artikel nicht mehr vorhanden | Stand: 11.11.2024)

„Der Tausendfüßler“ im Onlinebuchhandel

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  • ISBN: 9-783-752-620382

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Weiterhin besteht natürlich die Option ein signiertes Buch mit Widmung vom Autor selbst zu erhalten. Einfach ein Posting setzen mit einer Kontaktadresse oder mich über die E-Mail-Kontakt-Adresse anschreiben und ich setze mich mit dem interessierten Leser in Verbindung.

Vielen Dank! Euer Jens

Artikel von Jens Böhme auf der Jobbörse ABSOLVENTA – Thema: Knigge in der Arbeitswelt

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Der „kleine Knigge“ in der Arbeitswelt (1) – Die Begrüßung

Gerade für Berufseinsteiger stellt sich oft die Frage: Wie verhalte ich mich richtig bei einer Begrüßung? Ob im Vorstellungsgespräch oder am ersten Tag im neuen Unternehmen, wenn der Neuling einen kleinen Leitfaden im Kopf hat, tritt er weniger in die berühmt berüchtigten Fettnäpfchen.

Die Begrüßung, wohin mit der Hand?

Beim Vorstellungsgespräch ist der Bewerber schnell geneigt mit der Tür ins Haus zu fallen und rennt mit offener Hand dem Personaler oder dem Chef entgegen. Eigentlich will man ja nur freundlich sein, aber zum richtigen Verhalten gehört dies nicht. Sicherlich ist diese Variante der Begrüßung alle mal besser als gar nicht zu grüßen, aber im Vorfeld zu wissen, wem denn nun der erste Händedruck gebührt, macht vieles leichter. Bei einem Vorstellungstermin sollte der Bewerber freundlich grüßen und warten bis ihm die Hand gereicht wird. Im beruflichen Alltag dagegen entscheidet die Hierarchie. Wo sonst üblicherweise der Dame zuerst die Hand zur Begrüßung entgegen getreckt wird, ist hier dem Chef die Hand zu reichen. Er rangiert vor Bediensteten. Ansonsten gilt wie im Privatleben: Ältere vor den Jüngeren und Damen vor den Herren.

Der Kontakt – Das Händeschütteln

Da in unserem Kulturkreis Blickkontakt unverzichtbar ist, sollten bei einer Begrüßung seinem Gegenüber in die Augen geschaut werden. Ein kurzer Händedruck reicht dabei völlig aus. Dass ein Handschlag nicht gleich Handschlag ist, hat sicherlich ein Jeder schon erfahren. Er sollte weder zu schwach noch zu fest sein. Zwar existieren Muskeln in der Hand, die bewegt werden können, anderseits befindest Du Dich hier nicht in einem Ringkampf. Beides ist unangenehm und macht einen schlechten Eindruck. Aber besser etwas kräftiger zudrücken als dem gegenüber eine schlaffen Hand zu reichen. Laut einr Studie haben Bewerber, die dem Chef oder dem Personaler mit einem ordentlichen Händedrück begrüßen, bessere Chancen auf den Job.

Sollte jemand zu Schweißhänden neigen, dann vorher unauffällig vor dem Händeschütteln abwischen. Die andere Hand sollte während der Begrüßung nicht in einer der Hosentasche verweilen. Das ist ausgesprochen unhöflich und kann äußerst arrogant wirken.

Die Anrede – Prof. Dr. und so weiter und so fort …

Bei einer Anrede sollte stets der akademische Grad mit genannt werden, wenn der zu Begrüßende einen solchen trägt. Hat er mehrere wird selbstverständlich nur der Höhere genannt. Besitzt die Person zusätzlich einen Doppelnamen, dann muss – auch wenn es nervig erscheint – der volle Name genannt werden. Eventuell bietet der Kollege oder Chef nach einiger Zeit eine Kurzvariante an. Sich selbst sollte man bei der Nennung des eigenen Titels zurück halten. Das wirkt weniger aufgeblasen und bewahrt die Contenance.

Was bei einer Begrüßung nicht getan werden sollte!

Auch wenn Du noch niemanden kennst und Du nicht weißt, ob Dir der Chef oder der Praktikant entgegen kommt. Als Faustregel gilt: Wer den anderen zuerst sieht, grüßt auch als erstes. Die Tonnuance, die Du dabei anschlägst, überlässt Du dem Verhältnis zur jeweiligen Person. Was gar nicht geht, ist überhaupt nicht zu grüßen! Das ist in jedem Fall ein Fauxpas. Auf der Toilette zum Beispiel solltest Du niemals einer Person die Hand reichen. Ein Kopfnicken bzw. ein freundliches „Guten Tag“ ist in dieser Lokalität diskreter und reicht völlig aus.

Fazit: Es gibt kein Lehrbuch, das all den verschiedenen Begegnungen mit seinen Mitmenschen – ob privat oder im Berufsleben – gerecht wird und als Anleitung dienen könnte. In vielen Situationen bedarf es oftmals einfach eines richtigen Gespürs für die passende Begrüßung. Doch das kleine „Knigge-1×1“ im Hinterkopf und ein freundliches Lächeln im Gesicht sind schon die halbe Miete und können die Basis für eine gute Zusammenarbeit mit den neuen Kollegen bilden.

Der Artikel  „Der kleine Knigge“ in der Arbeitswelt (1) – Die Begrüßung“ auf absolventa.de.

Hier geht’s zum 2. Teil: https://der-tausendfuessler.blog/2009/08/24/artikel-von-jens-bohme-der-zweite-teil-der-kleine-knigge-in-der-arbeitswelt-2-auf-der-jobborse-absolventa/

Tagebuchauszug: 16. Februar 2007

Wenn ein Obdachloser in der U-Bahn eine Rede hält

Berlin, 16. Februar 2007

„[…] Fuhr ich doch Richtung Kochstraße in der U-Bahn unter der Friedrichstraße, um dort Sushi zu holen für den gemeinsamen Abend in unserer WG.

Steigt doch zwei Stationen vorher wieder ein Obdachloser in den Waggon ein und beginnt seine Rede. Schon als ich ihn einsteigen sah, dachte ich mir genervt:

‚Jetzt geht schon wieder die alte Leier los.‘

Doch es kam anders als gedacht!

Nach dem typischem ‚Hallo, ich …‚, ging er witzig über zu ‚… ich nehme auch Diamanten, Brillanten, Aktienpapiere, Kreditkarten …‘ Die Leute in deren Gesichter ich das Gleiche las, was ich zuvor dachte, fingen an zu grinsen. ‚Ein bisschen Spaß muss sein‘, fuhr er fort, ‚unterstützten Sie meine ICH-AG. Angie, unsere Angie, mit der ich gestern noch telefoniert habe, macht das auch …‘

Einige der Leute mussten daraufhin richtig lachen, aber leider gab keiner von ihnen etwas. Ich muss gestehen, ich auch nicht. Bin derzeit zu knapp bei Kasse, um hier und da den Fragenden etwas zu geben und ich hatte auch just in diesem Moment kein Kleingeld dabei. Die „Angie“ ist sicherlich nicht – knapp bei Kasse –, obwohl sie ja den begehrtesten ICH-AG-Job in Deutschland hat, den es zu vergeben gibt:

Nämlich ‚Bunte-Kanzlerin‘ … wie der Obdachlose noch am Schluss erwähnte bevor er uns dann wieder verließ. […]“

Jens Böhme – Auszug aus den Tagebüchern meines Lebens

Hier gibt es mehr Infos über das Tagebuchschreiben und auch Bildern von meinen Tagebüchern:

Bücher von Jens Böhme:

(Artikel aktualisiert 14.05.2025)

Der Tausendfüßler – Interview im Wochenkurier mit Jens Böhme

Das Interview zum Roman „Der Tausendfüßler“ mit Jens Böhme

Jens Böhme - Der Tausendfüßler
Jens Böhme – Der Tausendfüßler

Letzte Woche befand ich mich in meiner Heimat in Meißen. In erster Linie zu Besuch bei meiner Mutter, die ich hiermit herzlichst grüße! Ein anderer Grund war ein Interview-Termin beim ansässigen Wochenkurier im Vorfeld des Meißner Literaturfestes. Zusammen mit einem Journalisten wollte ich über das Romanprojekt sprechen und den Roman „Der Tausendfüßler“ vorstellen.

Da die Online-Medien oft etwas schneller sind als das Printmedium selbst habe ich jetzt schon ein Interview für die interessierten Leser meines Romans. Das Interview erschien im Wochenkurier am 16. Juni 2009. Komplett zu lesen unter nachfolgendem Link:

Anmerkung des Autors zum Link „Interview mit Jens Böhme im Wochenkurier “ (7. Juli 2009):

Leider ist der Link zum Interview im Wochenkurier nur für einen begrenzten Zeitraum aktiv gewesen. Es gibt kein Archiv und seit letzter Woche verweist dieser nur auf die Startseite vom WochenKurier. In Kürze folgt das Interview in einem neuen  Artikel als Posting oder Scan. Ich bitte um etwas Geduld für den interessierten Leser. (JB)

(Artikel aktualisiert 12.05.2025)

Schulze gets the blues – Eine Begegnung mit Horst Krause

Der Kühlschrank war leer und ich war mit meinem Mitbewohner am Dienstag diese Woche bei Reichelt um die Ecke einkaufen. Reichelt ist ein Supermarkt an der Levetzowstraße nicht weit von meinem alten Kiez. In dieser Gegend habe ich ganze vier Jahre gewohnt und von da aus konnte man sogar sehr oft ein Blick auf die Goldelse werfen, die da oben auf der Siegessäule trohnt; je nachdem, wo man sich gerade im Kiez befand.

Im Supermarkt

An der Fleischtheke vorbei hatte ich von Sascha den Auftrag doch Hackepeter zu holen. Als ich dann knapp 500g bekommen hatte und nebenbei auf meinem Handy eine Notiz eintippte, kam mir im Gang ein Mann entgegen dem ich ausweichen musste. Ich sah kurz auf und … „Aber, … aber … aber das ist doch ‚Schulze gets the blues’“. Oder ist er es nicht?

„Hmm …“, dachte ich und war mir nicht sicher und ging weiter. Bei Sascha angekommen, erzählte ich ihm kurz von meiner Vermutung. Wir holten hier und da noch ein paar Waren ein und dann ging es Richtung Kasse.

Im Fahrstuhl

Da der Reichelt einen Fahrstuhl zur Tiefgarage besitzt und wir mit dem Auto unterwegs waren, mussten wir mit unserem Einkaufswagen eben diesen benutzen. Wie es der Zufall so will, schiebt doch tatsächlich „Schulze gets the blues“ den Einkaufswagen auch noch mit hinein. Ganz ehrlich – ich wäre nicht Jens, wenn ich nicht nachharken würde und nur stumm da stehen würde. Also fragte ich den Herrn Horst Krause, den Schauspieler, ob er es wirklich ist und er bejahte dies.

„Na also“, dachte ich und lächelte Herrn Krause fröhlich zu und ein leider zu kurzes Schwätzchen ergab sich im Fahrstuhl. Sascha hörte gespannt zu.

Ein Foto

Schnappschuss
Schnappschuss

In der Tiefgarage angekommen, fragte ich Herrn Krause höflich, ob er denn nicht ein Foto mit mir machen möchte. Und siehe da, ohne mit der Wimper zu zucken und sehr heiter aufgelegt, gab er mir ein „Selbstverständlich!“ zurück. „Wie woll’n sie denn?“

„Na gleich hier, ganz unkompliziert. Von mir aus auch mit dem Einkaufswagen“, meinte ich.

So entstand das Bild mit dem Schauspieler Horst Krause und dem Einkaufswagen vor uns. Ich muss sagen, ich habe mich sehr gefreut Herrn Krause alias „Schulze“ im Film – Schulze gets the blues – getroffen zu haben. Ich wünschte ihm noch einen angenehmen Abend und bedankte mich. Zu Hause in der WG erzählten wir dann, beim vertilgen des Hackepeters auf einer „Stulle„, die überraschende Begegnung unserer Mitbewohnerin.

(Artikel aktualisiert 30.07.2025)

An einem Freitag – Der Roman „Der Tausendfüßler“ erblickt das Licht

An einem Freitag im Mai 2009 – „Der Tausendfüßler

Im Laufe des Donnerstags in der vergangenen Woche bekam ich endlich die lang ersehnte E-Mail von Frau L. meiner Betreuerin vom Verlag.

„Guten Tag Herr Böhme, der Buchbinder hat mich informiert, dass Ihre Autorenexemplare morgen ab 10 Uhr zur Abholung bereit stehen …“

Was für eine schöne Nachricht im Wonnemonat Mai 2009. Den Zuschuss für den Restbetrag meiner Autorenauflage hatte ich einen Tag zuvor schon angewiesen und mit jener freudigen Nachricht erst in der kommenden Woche gerechnet. Doch das es so schnell geht, überraschte mich. Ich habe sogleich beim Verlag angerufen und den Termin zur Abholung bestätigt. Da mir nun aber im Moment kein Auto zur Verfügung steht, musste ich schnell überlegen, wie ich die Kartons vom Verlag (Bezirk Mitte – Ortsteil: Gesundbrunnen) nach Hause transportieren kann. Die Aniko, eine gute Freundin von mir, hatte mir schon zugesagt, dass wir mit ihrem PKW jederzeit nach der Arbeit bis 18 Uhr zum Verlag düsen könnten. Nun war aber der nächste Tag – ein Freitag. Und Freitag gab es nur die Möglichkeit bis 16 Uhr die „heiße Ware“ abzuholen. Jeder wird mich sicherlich verstehen, dass ich es nach so langer Wartezeit einfach nicht erwarten konnte. Ich wollte definitiv am Freitag die Bücher in meinem trautem Heim haben.

Eine Sackkarre für die Bücher muss her

Eine Sackkarre

Also rief ich in spontan unseren Hausmeister im Wohnobjekt an, ob er denn nicht eine Sackkarre zur Verfügung hätte, die ich mir kurzfristig ausleihen dürfte. Und siehe da: In wenigen Minuten hatte ich am Freitagmorgen ein Transportmittel zur Verfügung. Vorher noch schnell bei meinem Zahnarzt (Baumschulenweg – Bezirk Treptow-Köpenick) vorbei geschaut und anschließend mit der zusammenklappbaren Sackkarre, sowie tauber Gesichtshälfte und einem reparierten Zahn, ab zum Verlag auf die Schwedenstraße in Berlin.

3 Kartons voller Romane

Genau 3 Kartons voller Romane und 50 Postkarten mit Cover und Bestelldaten warteten im Verlagsbereich auf mich. Freudestrahlend nahm ich die Bücher an und verpflichtete spontan Frau L. doch ein paar Fotos zu knipsen, um den Augenblick fest zu halten. Zwar war meine linke Gesichtshälfte taub und die Zunge von der Betäubung sehr schwer, aber ich denke die Freude kann man mir doch schon sehr ansehen.

Freude über die Bücher

Fragen zum Ablauf gibt es ja immer und so habe ich Frau L. noch ein wenig über dies & das gelöchert. Wann zum Beispiel die ISBN 978-3-86805-384-5 wirklich frei gegeben ist? Wie lange es dauert, dass der Roman bei LOB (Lehmanns Online-Bookshop), bei Amazon.de oder direkt beim Online-Bookshop des Verlages (Pro BUSINESS Online-Bookshop) bestellbar ist?

[Anmerkung: Im Zuge der strategischen Neuausrichtung des Verlages zwischen 2014 und 2017 wanderte der Fokus von der eigenen Verlagsplattform hin zu reinen B2B-Druckdienstleistungen, der Verlag existiert nicht mehr]

Auch hat mich interessiert, wann „Der Tausendfüßler“ im VLB (Liste der lieferbaren Bücher des Buchhandels) gemeldet sein wird? Einige Dinge, meinte Frau L., brauchen noch ca. 1-2 Wochen, dann sollte alles soweit durch sein. Aber Bestellungen können quasi jetzt schon beim Verlag eingehen, gab sie mir mit auf dem Weg.

„Der Tausendfüßler“ – Ein Liebesroman

Ich verabschiedete mich und in völliger Ruhe, super entspannt und äußerst glücklich fuhr ich mit den Büchern durch Berlin Mitte. Erst mit der U-Bahn Richtung Alex, dann über den Alexander Platz vorbei an der Berliner Weltzeituhr und weiter über Friedrichstraße zum Hauptbahnhof. Dort ausgestiegen, bin ich die letzten Meter mit der Sackkarre und den Kartons stolz, wie eine Mutter mit ihrem Kinderwagen und ihrem darin befindlichen Sprössling, nach Hause getingelt. Natürlich konnte ich die Kartons nicht einfach nur in die Ecke stellen. Nein, sie mussten sofort entleert werden. Also habe ich alle Bücher ausgepackt und auf einem Tisch im Flur akkurat aufeinander gestapelt. Die meisten Bücher blieben vorerst in der Schutzfolie verpackt. Aber das erste Dutzend trennte ich sofort von der Folie und fing an zu signieren; da ja schon einige Bestellungen im Vorfeld eingetroffen waren. Nachdem die ersten Bücher mit Widmung versehen waren, mussten diese nur noch versandfertig gemacht werden. Und dann …

… dann konnte „Der Tausendfüßler“ im wahrsten Sinne des Wortes nun endlich auf die Reise gehen. Geradewegs hin – auf den Weg zum Leser.

(Artikel aktualisiert 09.02.2026)

Gedicht: Dialog mit der Liebe – Jens Böhme auf dem Zeilensurfer

Mein Text auf dem Zeilensurfer – Das Gedicht: Dialog mit der Liebe

Dialog mit der Liebe

Wieder einmal war ich am Boden
– mit dem Herzen.

Als mich die Liebe fragte:
„Und, mein Junge? Soll ich
Dir helfen? …
Es liegt in meiner Macht.“

Antwortete ich mit zwei
Buchstaben:
„NEIN.“

Das Gedicht „Dialog mit der Liebe“ zu lesen auf zeilensufer.de. (Leider gibt es diese Seite nicht mehr – Stand: 13.02.2014)

Das lange Warten hat ein Ende

Berlin, 6. Mai 2009

Eigentlich hätte ich ja heute den Prototypen erhalten sollen, um alles zu checken und um dann mein „Okay“ für die Freigabe zum Druck zu geben. Aber der Briefkasten war leer. Ich bin extra zweimal zum Briefkasten gegangen. Felsenfest habe ich damit gerechnet das erste Buch – wenn auch nur den Prototypen – heute in der Hand zu halten. Frau L. vom Verlag meinte Mittwoch. Also hatte ich mich auch geistig auf Mittwoch eingeschossen. Natürlich weiß ich, dass nicht immer alles auf den Tag, die Stunde, ja auf die Sekunde genau terminiert oder versprochen werden kann. Auch wenn wir das immer gern so hätten. Also heißt es noch einmal eine Nacht schlafen und dann mit großer Erwartung erneut zum Briefkasten gehen.

Ich fühle mich im Moment wie damals als Kind zu Weihnachten oder vor dem Geburtstag: Ich kann es kaum Erwarten …

Berlin, 7. Mai 2009

Cover - Der Tausendfüßler
Cover

Yeahhh … heute habe ich ihn endlich im Briefkasten gehabt – den Prototypen. Erst als ich wieder in der Wohnung war, habe ich die Büchersendung hastig ausgepackt und das Büchlein bewundert. Auf dem Sofa in meinem Zimmer bin ich dann wild ins Blättern geraten und habe mir alles genau angeschaut. Mit einem himmlischen Glücksgefühl, konnte ich dann entspannt realisieren, dass es jetzt den Roman „Der Tausendfüßler“ wahrhaftig gibt.

Nach dem Check und der Druckfreigabe warte ich nun auf die Bestätigung, dass ich meine Autorenexemplare erhalte und die ISBN-Nummer frei geschaltet ist. Erst dann kann der Roman bei mir, in den Buchhandlungen oder über den Verlag bestellt werden.

Berlin, 8. Mai 2009

Nein, ich habe nicht geträumt. Jetzt hat sich die Geschichte in einem handfesten Buch tatsächlich materialisiert. Auch am Morgen nach Erhalt des Prototypen war das Buch immer noch fassbar … und dies wird es mit Sicherheit auch bleiben. „Ick freu mir!“ würde der Berliner sagen.

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