Deutsche Bücherei in Leipzig – Deutsche Nationalbibliothek?

Die Deutsche Nationalbibliothek ist das Gedächtnis der Nation

Die Deutsche Nationalbibliothek (abgekürzt DNB) ist das zentrale Archivbibliothekssystem Deutschlands. Sie sammelt, dokumentiert und archiviert alle deutschen und deutschsprachigen Publikationen seit 1913. Dazu gehören Bücher, Zeitschriften, E-Books, Karten, Musiknoten, Hörbücher und viele weitere Medienformen. Ziel der Institution ist es, das kulturelle und geistige Schaffen Deutschlands dauerhaft zu bewahren und für Forschung sowie Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Hauptstandorte der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek hat zwei Hauptstandorte: Frankfurt am Main und Leipzig. Während in Frankfurt vor allem neuere Publikationen und Teile der Verwaltung angesiedelt sind, befindet sich in Leipzig der historische Ursprung der Einrichtung. Beide Häuser arbeiten als eine gemeinsame Institution und teilen sich die Aufgaben der Sammlung, Archivierung und bibliografischen Erfassung.

Ist die „Deutsche Bücherei“ in Leipzig gleichzeitig auch die Deutsche Nationalbibliothek?

Eine häufige Frage lautet: Ist die Deutsche Bibliothek in Leipzig identisch mit der Deutschen Nationalbibliothek? Historisch betrachtet ja; zumindest teilweise. Die Leipziger Einrichtung wurde 1912 als „Deutsche Bücherei“ gegründet. Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde sie mit der „Deutschen Bibliothek“ in Frankfurt zusammengeführt. Seit 2006 tragen beide Standorte offiziell den gemeinsamen Namen Deutsche Nationalbibliothek.

Ein Besuch in Leipzig - Deutsche Bücherei Leipzig

Damit ist die Leipziger Bibliothek heute kein separates Institut, sondern ein zentraler Standort der Deutschen Nationalbibliothek. Gemeinsam sichern die beiden Häuser das schriftliche kulturelle Erbe Deutschlands und stellen sicher, dass Publikationen dauerhaft dokumentiert und auffindbar bleiben.

Auch meine Bücher – die Bücher von Jens Böhme – sind in der Deutschen Nationalbibliothek hinterlegt:

Nutzen interessierte den Katalog der Deutschen Nationalbibliothek können sie alle Publikationen von deutschsprachigen Autoren und Autorinnen finden, die in dieser Institution katalogisiert wurden. Wen ein Buch eine ISBN-Nummer hat, dann ist es definitiv im DNB-Katalog vorhanden.

(Artikel aktualisiert 14.03.2026)

Leipziger Buchmesse 2010 – Die „Autoren und Publikumsbuchmesse“ lädt ein

Das Lesefest der Leipziger Buchmesse

Rainer Sturm - Bücher gestapelt
© Rainer Sturm / PIXELIO

Die Buchmesse in Leipzig gleichfalls als „Autoren- und Publikumsmesse“ bekannt, lädt auch 2010 alle Literaturbegeisterten ein. Vom 18. – 21. März 2010 stehen die Tore offen. Verlage und Autoren geben sich die Ehre. Große Namen wie die Literaturnobelpreisträgerin 2009 Herta Müller und Günter Grass (Literaturnobelpreisträger 1999) kommen nach Leipzig, ebenso Martin Walser, Christoph Hein oder Axel Hacke oder Jostein Gaarder. Aber das ist noch nicht alles. So ist zum Beispiel auch der frisch gekürten Echo-Preisträger Silbermond zu Gast auf der Leipziger Buchmesse 2010. Am Donnerstag, 18. März 2010 signiert die Band von 13:00 bis 14:00 Uhr ihr neues Liederbuch. Mit „Leipzig liest“ ist die Leipziger Buchmesse das größte europäische Lesefest mit über 1.900 Veranstaltungen an 350 Veranstaltungsorten.

Preis der Leipziger Buchmesse – Die Nominierungen

Auch dieses Jahr wird wieder der „Preis der Leipziger Buchmesse“ vergeben. Seit 2005 ist dieser der Nachfolgepreis des zuvor vergebenen Peis des „Deutschen Bücherpreises“. Von einer siebenköpfigen Jury wird der hoch dotierte Peis von 45.000 Euro vergeben. Zu gleichen Teilen wird er in den Kategorien Belletristik, Sachbuch und Essayistik sowie Übersetzung verliehen.

Preis der Leipziger Buchmesse 2010 – Kategorie Belletristik

  • Jan Faktor: „Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder Im Reich des heiligen Hodensack-Bimbams von Prag“ (Verlag Kiepenheuer & Witsch)
  • Helene Hegemann: „Axolotl Roadkill“ (Ullstein Verlag)
  • Georg Klein: „Roman unserer Kindheit“ (Rowohlt Verlag)
  • Lutz Seiler: „Die Zeitwaage“ (Suhrkamp Verlag)
  • Anne Weber: „Luft und Liebe“ (S. Fischer Verlag)

Preis der Leipziger Buchmesse 2010 – Kategorie Sachbuch/Essayistik

  • Michael Hampe: „Das vollkommene Leben. Vier Meditationen über das Glück“ (Carl Hanser Verlag)
  • Steffen Martus: „Die Brüder Grimm“ (Rowohlt Berlin Verlag)
  • Ulrich Raulff: „Kreis ohne Meister. Stefan Georges Nachleben“ (Verlag C.H. Beck)
  • Frank Schirrmacher: „Payback“ (Blessing Verlag)
  • Wolfgang Ullrich: „Raffinierte Kunst. Übung vor Reproduktionen“ (Verlag Klaus Wagenbach)

Preis der Leipziger Buchmesse 2010 – Kategorie Übersetzung

  • Aus dem amerikanischen Englisch von Ulrich Blumenbach – David Foster Wallace: „Unendlicher Spaß“ (Kiepenheuer & Witsch)
  • Aus dem Spanischen von Christian Hansen – Roberto Bolaño: „2666“ (Carl Hanser Verlag)
  • Aus dem Französischen von Grete Osterwald – Hédi Kaddour: „Waltenberg“ (Eichborn Verlag)
  • Aus dem Russischen von Rosemarie Tietze – Lew Tolstoi: „Anna Karenina“ (Carl Hanser Verlag)
  • Aus dem Jiddischen von Hubert Witt – Abraham Sutzkever: „Wilner Getto 1941–1944 – Gesänge vom Meer des Todes“ (Ammann)

Mehr Informationen zur Leipziger Buchmesse gibt es auf der Homepage der Messe – einfach hier klicken.

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