Rezension: Gut gegen Nordwind – Das Theaterstück in der Komödie am Kurfürstendamm mit Tanja Wedhorn und Oliver Mommsen

„Gut gegen Nordwind“ in der Komödie am Kurfürstendamm

Gut gegen Nordwind - Komödie am Kurfürstendamm
Bild: Banner „Gut gegen Nordwind“

Gut gegen Nordwind“ – Die Liebe kommt mit dem Nordwind

Gut gegen Nordwind - Tanja Wedhorn und Oliver Mommsen
Gut gegen Nordwind

Die Liebe kommt mit dem Nordwind. Auch wenn es nicht direkt der Nordwind ist, der Emmi Rothner das Gefühl der Liebe gibt, so ist es eher die Sehnsucht nach ihr. Jene Sehnsucht nach dem Gefühl der Nähe, nach Zweisamkeit, nach Geborgenheit, nach Zukunft, eben nach alldem, was gut tut. Es ist die Sehnsucht vor allem nach einem ganz bestimmten Mann: Leo Leike. Leo Leike ist ihr virtueller E-Mail-Partner. Mit ihm verbindet Emmi etwas ganz Besonderes. Mit ihm hat sie eine derart starke geistige Verbundenheit, die ihre Gefühle voll und ganz in Beschlag nimmt und damit einhergehend ihr Denken, ihr Handeln, letztendlich ihren Alltag bestimmt. Keine Frage. Es geht schließlich soweit, dass daraus Liebe erwächst, denn es fühlt sich für Emmi gut an immer wieder Leos Zeilen zu lesen. Und der Spiegel, der funktioniert natürlich, denn umgedreht ist es nicht anders. Leo fühlt wie Emmi. Eine neue Liebe ist emporgestiegen! Was kann daran falsch sein? Eigentlich nichts. Die Crux ist nur, dass sich Emmi schon in einer Partnerschaft befindet. Demzufolge ist sie wie hin und her gerissen.

Internetbekanntschaften – Die Liebe im Netz finden …

„… also dass gibt es doch nicht wirklich oder? Das geht doch nicht, das ist doch viel zu plump! Das ist nicht real, umständlich ist dass und … irgendwie auch nicht natürlich!“ Doch! Liebe im Netz gibt es. Primär natürlich die Suche und sie ist längst schon zu einem ganz normalen Bestandteil unserer Welt geworden. Über das Internet lernen sich in der heutigen Zeit viele Menschen kennen und kommen sich durchaus näher. Es ist die viel diskutierte – Virtualität -, die den Menschen nicht natürlich erscheint. Dem einem ist es gänzlich suspekt die Liebe über das Netz zu finden, dem anderen hingegen sind die Portale im Netz zeitgemäße Plattformen, um der Liebe, dem eigenen Glück auf die Sprünge zu helfen. Ein Sprungbrett hin zum eigenen Traumpartner. Emmi Rothner ist nun jetzt nicht gerade auf der Suche nach ihrem Traummann. Eher ist es eine Verwechslung der E-Mail-Adresse, die sie an Herrn Leo Leike geraten lässt. Aber irgendwie hat die sich darauf folgende Entwicklung einer doch süchtig machenden E-Mail-Korrespondenz unweigerlich auch den Hauch einer wie oben erwähnten Internetbekanntschaft. Es ist und bleibt eine Suche, ein persönliches Ersehnen nach dem Glück, den richtigen Menschen auf der anderen Seite des Bildschirmes vorzufinden. Damit verbunden, tritt hier die ganze Palette menschlicher Gefühle zu Tage.  

Das spielerischen Techtelmechtel von Frau und Mann nimmt wie eh und je seinen Lauf. All das, wenn „Er“ und „Sie“ sich eben kennen lernen. Im Theaterstück „Gut gegen Nordwind“ zeigt sich, wie eng Wirklichkeit und digitale Welt miteinander verwoben sind. Es sind letztendlich Menschen, die hinter den Buchstaben der digitalen Welt stecken. Somit ist die erwähnte Virtualität nicht das Gegenstück zur Realität, sondern eher ein Teil dieser unserer aller Realität: PARS PRO TOTO – Ein Teil steht für das Ganze. Glattauers Roman ist ein hochmoderner digitaler Briefwechsel mit altbekannten Facetten und neuen Nuancen. Die beiden Protagonisten, Emmi Rothner und Leo Leike, bekommen sich zwar nicht zu Gesicht, lernen sich jedoch mit der Zeit immer näher kennen; eben virtuell. Es sind nur Buchstaben, Wörter und Texte, die von A nach B versendet werden. Doch „Am Anfang“ steht nun mal immer das Wörtchen „Am“ und eine Geschichte nimmt ihren Lauf.

Das Theaterstück in der Komödie am Kurfürstendamm

Als Zuschauer des Theaterstücks ist man im Vorfeld der Aufführung sehr gespannt. Kann ein Theaterstück überhaupt den Bestseller “Gut gegen Nordwind” von Daniel Glattauer darstellen? Kann es dem Text überhaupt gerecht werden? Wer das Buch von Daniel Glattauer gelesen hat, fragt sich dies zu Recht. „Gut gegen Nordwind“ lief bis 4. April 2010 in der Komödie am Kurfürstendamm und konnte sich im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen. Die Umsetzung von Glattauers Bestseller gelang dem Regisseur Rüdiger Hentzschel in einer einzigartigen und herzzerreißenden Art und Weise. Vor allem die Hauptdarsteller Oliver Mommsen als Leo Leike und Tanja Wedhorn als Emmi Rothner trugen zu einer sensationellen und gefühlsechten Inszenierung bei. In Gestik, Mimik und Wortlaut wurden die Gefühle, die sich eigentlich nur im digitalen Briefwechsel des Buches widerspiegelten voll und ganz auf die Zuschauerplätze transportiert.

Die Wörter und letzten Endes die Gefühle wurden greifbar. Als Zuschauer befand man sich mittendrin und war jederzeit bereit, die Handlung selbst in die Hand zu nehmen falls den beiden irgendwann die Worte ausgegangen wären. Es wurde mit gelacht, mit gelitten und mit gefiebert. Von einer E-Mail zur anderen E-Mail bekam der Text mehr Plastizität. Er wurde greifbar und im wahrsten Sinne des Wortes „fühlbar“. Gefühlswallend akkumulierte sich das Stück zum Showdown. Stets gab es einen Kampf zwischen Verstand und Moral, versus Gefühl und dem „Inneren Drang“, das Richtige zu tun. Wie immer ist es uneindeutig eindeutig, was wohl das Richtige wäre. In diesem Fall nämlich den Gefühlen Vorrang zu geben und die Virtualität endlich zu verlassen. Raus, nur raus aus der digitalen Welt. Raus mit dir Emmi, raus mit dir Leo!

Das Gefühl und immer wieder das Gefühl von einem Gefühl

Die schauspielerische Leistung beider Darsteller war brillant. Obwohl sich Emmi und Leo auf der Bühne gegenüber standen, schaffte es die Bühnengestaltung, sowie das Schauspiel beider Protagonisten, dem Zuschauer auf seinem Platz die Anonymität des Internets – die Trennung durch Nullen und Einsen –, die digitale Welt treffend zu verdeutlichen. Es war eine gelungene Darstellung von „so weit weg und doch so nah“. So durchzog eine unsichtbare Wand das Spielfeld der Bühne. Alle Liebelei blieb in einem Elfenbeinturm der Sehnsucht und im jeweiligen Wohnungsquadranten von Frau Rothner und Herrn Leike eingekerkert. Wie sollte diese Sehnsucht auch frei kommen, wenn sich keiner von beiden traut auch nur einen Schritt weit weg vom Elfenbeinturm namens Bildschirm zu begeben?

Die Geschichte trennte die Protagonisten zwar räumlich, aber nicht vom Gefühl her. Sie fand in der Komödie am Kurfürstendamm eine ansehnlich gemütliche Rekonstruktion in Gestalt von Leo Leikes und Emmi Rothner Wohnzimmer. Mitten auf der Bühne verlief diagonal ein Trennstrich. Auch wenn dieser während des Stücks eindeutig wahrnehmbar war und Emmi Rothner und Leo Leike in ihre jeweiligen Grenzen verwies, so gab es jedoch keine Grenzen ihrer unzertrennlichen und sehnsüchtigen Liebe im Geiste. Denn die war irgendwann nur all zu sehr präsent und hatte sich tief manifestiert. Der Trennstrich jedoch war ein gelungenes Symbol für die im Roman vorhandene Virtualität und Trennung durch den digitalen Briefwechsel.

Emmi und Leo schauten sich während der ganzen Vorstellung nicht einmal in die Augen. „Leo, warum gehst Du nicht einfach rüber und sagst ‚Hallo’, mach es dir doch nicht so schwer“, war der Wunsch, der sich dem Zuschauer aufdrängte und dem man all zu gern gewähr gegeben hätte. Notfalls hätte so mancher Herrn Leo Leike oder Emmi Rothner gern einfach mal auf die andere Seite – in die Realität – hin zum Pendant geschuppst. Sollte Hinüberschupsen aber nicht helfen, kann auch gern getreten oder gezogen werden. Hauptsache der Liebe Quälerei wird ein Ende geboten. Niemand wusste schließlich, wie lange die Ewigkeit der Brautwerbung alla Minnesang, dieses ewige Hin & Her, noch zu ertragen gewesen wäre.

Ein gar schmerzlicher Idealismus der Liebe, den es galt bis zum Ende auszuhalten. Natürlich wurde dieser vom Zuschauer sehr unterhaltsam ausgehalten.

Ein Theaterstück ohne Happy End?

„Gut gegen Nordwind“. Das Theaterstück sah sich nicht nur spannend an, sondern fühlte sich auch dermaßen gut an, dass der stürmische Applaus am Ende der Vorstellung voll und ganz gerechtfertigt war. Trotzdem fragt man sich am Ende: Was macht ihr da? Emmi und Leo! Was zum Teufel macht ihr beiden da nur? Nach so viel Gefühl wollen wir doch ein Happy End sehen. Doch hier holt den Zuschauer die Wirklichkeit vollends wieder ein. In jeder Sekunde, die verstrich und der Zuschauer dem Wechsel der schauspielerisch dargestellten Worte folgte, wünschte er sich natürlich nichts sehnlicher als ein Happy End herbei und Leser, die zuvor schon in den Genuss der Roman-Geschichte kamen, kannten den Schluss natürlich schon. Also hoffe man permanent und glaubte an die experimentelle Eigendynamik so mancher Inszenierung. Eben an eine Umsetzung des Stückes, bei dem alles passieren kann.

Alles sollte auch passieren, nur nicht das, dass am Ende … Wo bleibt denn da die Überraschung? Leider hatte Leo Leike Recht. Nämlich, dass es nur eine virtuelle Liebe ist. Nichts Greifbares, nichts für die Ewigkeit. Real anwesend mag diese Liebe ja gewesen sein, aber nicht für die unmittelbaren Sinne. Es brauchte nur einer nicht mehr zu antworten und die Verbindung wäre für immer getrennt. „Nur keine Trennung, nur keine Trennung, lass den Server nur nicht krachen gehen oder irgendjemanden Leo Leike überfahren.“ Jederzeit war man froh, wenn einer vom anderen den Spielball wieder aufnahm, alle technischen Gerätschaften funktionierten und auch niemand der beiden verlor die E-Mail-Adresse aus dem Gedächtnis; aus welchen unerfindlichen Gründen auch immer? Alle moralischen Bedenken, die in den Dialogen mitschwangen, wollte man als Zuschauer nicht wahr haben.

„Gut gegen Nordwind“ – Der Nordwind gibt die Richtung an

Es gab kein – richtig – oder – falsch – mehr. Nur ein: Lass es geschehen, es ist das richtige Gefühl. Außerdem ist doch noch nichts passiert. Eben, „nichts passiert“ – noch nicht. Dass ein kalter Nordwind im Theater am Kurfürstendamm so herzerwärmend sein kann, hätte man im Vorfeld nun wirklich nicht gedacht. Demnach kann folgendes Prädikat vergeben werden: Sensationell kurzweilige Theateraufführung mit viel Gefühl von Daniel Glattauers Bestseller „Gut gegen Nordwind“. Freunde des Happy Ends wurden hier leider nicht belohnt. Die Belohnung lag eher darin, dass der Zuschauer von der schauspielerischen Leistung der Schauspieler permanent belohnt wurden. In jedem geschriebenen, in jedem dargestellten Wort lag die Belohnung für die Zuschauer im wahrsten Sinne im Mitfühlen, sowie den erkenntnisreichen Weg mit Emmi Rothner und Leo Leike gemeinsam zu bestreiten, was nun eigentlich „Gut gegen Nordwind“ ist. Clevererweise steht eine mögliche Gefühlsbelohnung durch ein Happy End ja noch in Aussicht. Nämlich mit Daniel Glattauers Folgeroman „Alle sieben Wellen“. Dieses dann hoffentlich auch wieder mit einer Adaption auf einer der hiesigen Theaterbühnen?

(Artikel „`Gut gegen Nordwind` in der Komödie am Kurfürstendamm“ ehemals veröffentlicht auf hauptstadtstudio.com)

Bücher von Daniel Glattauer:

(Artikel aktualisiert 08.04.2025)

Wenn die Liebe geht … – Ein Vierzeiler von Bertolt Brecht

Bertolt Brecht über die Liebe

Wenn die Liebe geht, dann geht sie. Dies ist traurig, tragisch und ein schlechter Traum für einen der liebt oder liebte. Eine zuvor bestehende Konstellationen im Universum wird durch einen Urknall neu formiert. Die Teilchen, die Sterne stauben auseinander und plötzlich steht die Frage im Raum:

Wo ist mein Stern geblieben?

Wo der Liebesstern geblieben ist, das kann ich leider auch nicht beantworten. Das traurig-tragisch Schöne aber daran ist jedoch, dass die Liebe im gleichen Atemzug „wenn sie geht“ auch irgendwo wieder ankommt. Zumindest behauptet das der deutsche Dramatiker, Librettist und Lyriker Bertolt Brecht.

Rosa Baumblüten
Rosa Baumblüten im Frühling

Ein wunderschöner Vierzeiler von Bertolt Brecht, den ich letzte Woche beim Schmöckern wieder entdeckt habe:

Und das Lächeln, das mir galt,
gilt nun einem andern.
Konnt ich’s nicht behalten halt
Muß ich’s lassen wandern.

(Bertolt Brecht Lektüre für Minuten, Aus seinen Stücken, Gedichten, Schriften und autobiografischen Texten, S. 42, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1998.)

(Artikel aktualisiert 18.05.2025)

Herzlichen Glückwunsch! – Mein Blog „Der Tausendfüßler – Das Blog zum Roman“ wird ein Jahr alt und feiert Geburtstag

Ein Jahr Liebesroman „Der Tausendfüßler“ von Jens Böhme

Jens Böhme
Jens Böhme

Seit nunmehr einem Jahr existiert mein Blog zum Roman „Der Tausendfüßler“. Am Anfang stand thematisch primär die Entstehung des Romans im Vordergrund. Das Blog, mein Autorenblog, sollte als Sprachrohr für den Autor fungieren. Dem Leser und Interessierten wollte ich so die Chronologie der Entstehung meines Romans darlegen; begonnen von der Idee, bis hin zum Manuskript, über Titelfindung und letztendlich die mühsame Suche nach einem Verlag. In Artikeln habe ich mich dann vor genau einem Jahr dieser Thematiken angenommen und somit dem Leser einen kleinen Einblick in meine Autorentätigkeit gegeben.

Die Geburt des Romans „Der Tausendfüßler“ Ende Mai 2009

Als es dann Ende Mai 2009 soweit war und die freudige Nachricht vom Verlag Pro BUSINESS GmbH kam, dass der Roman gedruckt und erhältlich sei, begann die 2. Phase für mich und mein Blog. Vorbestellungen von Freunden und Bekannten musste ich koordinieren und hatte auch selbst den Anspruch an mich, dass der Liebesroman rund um den Protagonisten Conrad Wipp und Miria Marck schnellstmöglich auch an den schon wartenden Leser geht. Zum einen, um jene, die immer wieder nachgefragt haben endlich mit Lesestoff zu versorgen und zum anderen, um nach und nach Feedback zur Story zu erhalten. Der Gedankenaustausch zum Buch selbst und zum Inhalt kam dann oft über E-Mail oder in einem persönlichen Kontakt. Es gab natürlich auch den ein oder anderen Leser, der auf meinem Blog gepostet hat. Als Autor habe ich mich jedes Mal sehr darüber gefreut und hoffe natürlich weiterhin reges Interesse zum Text zu erwecken und Meinungen über das Blog zu erhalten.

Literatur und Kultur: Ein wenig SEO (Suchmaschinenoptimierung) und Erweiterung der thematischen Palette auf dem Blog „Der Tausendfüßler – Das Blog zum Roman“

Weiterhin hatte ich mir das Ziel gesetzt den Roman über die Grenzen meines bestehenden Leserkreises hinaus bekannt zu machen. Ein wenig Online-Marketing in eigener Sache brachte auch den Erfolg bei Google. Sukzessive mit euphorischer Autoreninitiative gab es dann den ganzen Sommer 2009 über kleine Maßnahmen im Internet. Außerdem gingen Bücher an Redaktionen und es gab auch einige Rezensionen dazu. Natürlich half mir das Internet sehr bei der Bekanntmachung des Liebesromans; nicht zuletzt durch das Blog „Der Tausendfüßler“, das als URL unter „dertausendfuesslerromen.wordpress.com“ im Netz zu finden ist. Über die Zeit erweiterte sich zudem das thematische Spektrum des Blogs. Es lag mir persönlich sehr am Herzen auch andere Genre von Kunst & Kultur in das Blog mit aufzunehmen. Es hat mir großen Spaß gemacht von Theaterbesuchen, zum Beispiel im Galli Theater, von Comedians, Musicals und interessante Ereignisse vor allem im Berliner Raum aus meiner ureignen Sichtweise zu berichten. Ich hoffe, es ist mir gelungen? Unter anderen kann ich dadurch helfen andere Künstler bzw. Institutionen im Bereich der Kultur bekannt zu machen und interessante Informationen bereit zu stellen.

Generalistischer Anspruch des Blogs zum Thema Liebe & Partnerschaft, sowie Kunst und Kultur

Das Blog – Der Tauendfüßler – ist demnach nicht nur ein Sprachrohr für den Liebesroman „Der Tausendfüßler“, sondern auch für das Thema Liebe & Partnerschaft an sich. Ich bin nicht der einzige Künstler, der dazu eine Produktion sein eigen nennt. Nein, auch ich bin Leser, Zuschauer, Hörer und begeisterter Betrachter von Kunst & Kultur in Bezug auf zwischenmenschlichen Themen; vor allem der Liebe. Durch eigene Sichtweisen, Rezensionen und Aktivitäten in Berlin mache ich den Autor Jens Böhme selbst etwas transparenter und der Name auf dem Buchtitel wird für den Leser fassbarer; einfach menschlicher. Das ist mein Anspruch.

Die Kunst ist für das Publikum da – Schritt für Schritt zu dem was noch kommen mag …

Nicht nur im sogenannten „Contentbereich“ wuchs mein Blog, sondern auch die Kategorien einzelner Seiten wurde verfeinert.  Die Rubrikenanzahl ist gestiegen, die Schlagwortwolke hat sich aufgebläht und jensboehme Twitter wurde integriert. Das Blog steht natürlich immer noch im Zeichen des Tausendfüßlers – des Liebesromans „Der Tausendfüßler“ -, aber wie der Name schon assoziiert und das Leben in all seinen tausend, ach was sage ich, Millionen bis unendliche Facetten reich an interessanten Themen ist, so soll auch dieses Blog eben diese verschiedenen Nuancen von Literatur und Kunst einfangen. Ich werde weiterhin Einladungen folgen, mich selbst auf dem Weg begeben und neugierig von den neuesten Kinoereignissen, Theatervorstellungen, Buchpublikationen und Künstlern aus dem Musikbereich berichten. Ich werde selbst in die Tasten hauen und zu gegebener Zeit mein neues Buchprojekt vorstellen. Dem Leser sei hiermit gesagt: Da zappelt schon etwas in der Schublade. Zwei Manuskripte liegen bereit und ein weiteres ist in Arbeit. Welches wann und überhaupt ans Licht der Publikationswelt tritt, ist jedoch noch ungewiss.

Mit Blick nach vorn
Mit Blick nach vorn ...

Aber eines ist jetzt schon gewiss: Denn allen Themen und allen Künstlern ist eines gemeinsam – die Stärke der Phantasie, gefolgt von Produktivität und am Ende steht das Ergebnis für alle Interessierten. Das ist es, was uns Kreative an- und vorantreibt. Scheitern gibt es für einen Künstler nicht, denn er lebt mit dem Herzen und schreibt, singt und schauspielert mit dem eigenen Blut für seine Kunst, vor allem aber für das Publikum. Vereinzelt gibt es Rückschläge, das gehört zu jedem Lebensweg dazu, dies jedoch bedeutet nur eine Neuorientierung im Wirrwarr der Gefühle und dann geht es Schritt für Schritt weiter Richtung Zukunft.

Ich freue mich auf ein neues Jahr im Zeichen des „Tausendfüßlers“.

In diesem Sinne, haut in die Tasten. Ich bin schon dabei …

Euer Jens

Gedicht: Was bleibt zurück?

© by Jens Böhme - Cuba
© by Jens Böhme – CUBA IMPRESSION

Was bleibt zurück?

Wie weit muss ich reisen,

um zu erkennen,

dass Heimatspeisen,

besser schmecken.

Wie weit muss ich reisen,

wie weit denn noch,

um zu erkennen,

dass die Liebe,

das Herz,

zu Hause hockt.

Jens Böhme (2001)

BVG entdeckt den Mehrwert – Kampagne: „Meine Augenblicke“ flirten und zusammenkommen

Eindeutig zweideutige Bilder – Spiegelbilder der Illusion?

Ich habe sie auch schon gesehen, die Bilder der BVG zur Kampagne „Meine Augenblicke“. Es sitzen sich ein Mann und eine Frau gegenüber und einer von beiden ist zumeist beschäftig oder abgelenkt. Der oder die andere dagegen ist gefangen – vom Gegenüber. Zwischenmenschliche Augenblicke gewürzt mit allseits bekannten Gefühlen von Neugier, Sympathie, … Liebe auf den ersten Blick?

Die Berliner Verkehrsbetriebe stellen mit „Meine BVG“ eine Plattform für Suchende

Wer sucht, der findet! Tja, da hat die BVG, neben ihren diesjährigen Ausfallerscheinungen, einmal eine doch menschenfreundliche „Einfall-Erscheinung“ in Form einer Kampagne mit Mehrwert erschaffen. Was ich aus Anzeigen im [030] Magazin Berlin oder dem Tip Berlin kenne, gibt es nun auch auf der Homepage der BVG. Der Suchende bzw. der Verkehrsteilnehmer kann sich registrieren lassen und einen Text verfassen, „den Augenblick“ festhalten und hoffen, dass dieser von anderer Seite erwidert bzw. gefunden wird.

Die BVG-Nadel im Heuhaufen

Wie hoch die Wahrscheinlichkeit bei rund 3,4 Mio. Menschen in Berlin ist jemanden wieder zu finden bzw. dass ER oder SIE sich auf die Webseite  der BVG begeben und nachlesen … kann MANN & FRAU sich denken. Eine coole Idee ist es allemal, wie ich finde. Und wer weiß, vielleicht klappt es ja doch irgendwie und ein so festgehaltener und postulierter Augenblick führt zu weiteren, dann hoffentlich, gemeinsamen Augenblicken. Wenn ja, dann ist es wieder einmal wie im Film. Eine richtige Filmgeschichte und wie sagt man doch so schön: Die besten Geschichten schreibt das Leben.

68er Spätlese – Das Kultstück von Johannes Galli im Galli Theater Berlin

  1. Intro zur „68er Spätlese“
  2. Das Kultstück „68er Spätlese“ von Johannes Galli
  3. Eve of Destruction von Barry Mc Guire & Angie von den Rolling Stones
  4. „Du hast ja Hufe!“ – Ein Problem der Männer
  5. Ein Besuch von „68er Spätlese“ im Galli Theater zu Berlin lohnt sich
Galli Theater - 68er Spätlese
Banner Galli Theater Berlin – 68er Spätlese

Intro zur „68er Spätlese

Es war und bleibt eine unvergessliche Überraschung, die mich ereilte, als uns mein Freund Sascha zu einem besonderen Abend einlud. Dass dieser Abend mich noch sehr unterhalten würde, ahnte ich bis dahin noch nicht. Er sagte nur: „Ich habe eine Überraschung für Euch, seid bitte alle um 20 Uhr bei mir. Wenn es Euch nicht gefällt, habt ihr Pech, aber verraten werde ich nichts.“ Die Damen waren nicht minder gespannt wie ich und harkten auf dem Weg zur Oranienburger Straße mitten im Herzen von Berlin andauernd nach: „Wohin geht es denn nun?“ Aber Sascha blieb hart.

Nachdem wir einen Parkplatz gefunden hatten und wir uns im Tross anschließend in einen der Hinterhöfe zwischen dem ehemaligen Postfuhramt und der Neuen Synagoge begaben, genauer gesagt in die Heckmannhöfe, standen wir vor dem Galli Theater Berlin. In diesem Moment wusste ich, dass uns ein kultureller Abend bevor stand.

Das Kultstück „68er Spätlese“ von Johannes Galli

Galli Theater Berlin
Galli Theater Berlin

„68er Spätlese“ heißt das Theaterstück von Johannes Galli, welches in einer fast privaten Atmosphäre in den Räumen des Galli Theaters aufgeführt wurde. Es gab einige Sitzreihen mit ganz normalen Stühlen, die nahe der Bühne standen. Für einen Moment, bevor der Vorhang aufging, hatte ich kurz das Gefühl wieder im Schultheater zu sein. Ich empfand die Aura des Raumes als sehr angenehm und warmherzig. Als es dann losging, ein Drei-Mann-Theaterstück – genauer gesagt, gehörte zu den „drei Mann“ eine Dame dazu – ließ ich mich von der Atmosphäre und der Geschichte, die sich von Anfang an als spannend und gemütlich entfaltete, all zu gern fesseln.

Das Stück begann mit einem Wiedersehen in der Gegenwart der 80er Jahre. Zwei in die Jahre gekommene Freunde, Rollin und Eddy, trafen sich im ehemaligen Probe- und Musikkeller ihrer Jugend wieder. Es schloss sich ein Rückblick in die sich stufenweise vollziehende Entwicklung ihrer Jugendjahre mit zu sehr „gewünschtem Sex“, Liebe & Rock’n Roll an.  Die szenischen Interaktionen der Darsteller Rainer Eckhardt und Josef Stier waren ein spannendes Pantheon musikalisch-emotionaler Rückblicke in diese „damalige“ Zeit der 68-Jahre. Die Dialoge zwischen den Freunden und ihrer besten Freundin Susi gespielt von Marion Martinez, die immer wieder zu den Freunden die Stufen hinab in die verträumte Enklave des Musik- und Probekellers preschte, waren fortwährend mit dem zuckersüßen Esprit von herzergreifendem Humor gewürzt.

Eve of Destruction von Barry Mc Guire & Angie von den Rolling Stones

Rollin & Susi & Eddy
Rollin & Susi & Eddy

Mit eigenen Bildern der Träumerei, mit rebellischem Elan und mit allzeit neuen geistigem Verve brachte Susi, den andauernd der Mode und des politischen Zeitgeist hinterher laufenden Idealisten Rollin und Eddy, neuen Schwung in die verstaubte Kellerbude. Zwischendurch gab es immer wieder abwechslungsreiche Einspieler bekannter Hits von damals wie z.B. Eve of Destruction von Barry McGuire oder Angie von den Rolling Stones. All diese Lieder kamen von einem am Rande stehenden Schallplattenspieler, den sich die Jungs in ihrem Probekeller bei Muttern lauthals zur Unterstützung ihrer musikalischen Karriere zu Nutze machten. Mit entsprechend nonverbaler Unterhaltung gaben sie während die Ohrwürmer liefen ihr mimisch Bestes zur visuellen Unterhaltung. Doch es wurde auch live gesungen. So gestaltete sich auch das Zuschauen während der Gesangseinlage für das Publikum des Galli Theaters als amüsant und sehenswert. Jeder Besucher, der diese Musik kennt und mag, konnte sich sofort  in diese Zeit zurück versetzten oder in die Erinnerungen an jene Zeit schwelgen, die dieser oder jener Song bei ihm auslöste. So erging es zumindest mir; auch wenn ich nicht zur „68er Spätlese“ gehöre.

„Du hast ja Hufe!“ – Ein Problem der Männer

68er Spätlese
68er Spätlese *

Die zwei Freunde, Rollin und Eddy, die von ihrer Mentalität nicht unterschiedlicher hätte sein könnten, obwohl sie doch als Freunde am selben Strang zogen, setzten sich intensiv mit ihren Träumen von Musik und dem eigenen Verständnis des „Universum Frau“ in ihrem Rückzugsgebiet dem Probekeller auseinander. Der Probekeller avancierte unter anderem auch zum Keller auf Probe in Bezug auf die mehr oder weniger zaghaften Annährungsversuche der beiden Unentschlossenen im Verhältnis zu ihrer Freundin Susi. Für die beide auf ihre unbeholfene Art und Weise doch das Gleiche empfanden, nämlich mehr als nur ein bisschen Zuneigung. Auch fand ich dabei die Assoziation, die sich mir aufdrängte, gar nicht so schlecht: Und zwar jene, dass sich die Männer irgendwie in Angelegenheiten von Liebe & körperlicher Reize, neben allen Träumen, Sehnsüchten und der Leidenschaft zur Musik es einfach auch nicht so leicht im Techtelmechtel zwischen Mann und Frau haben. Das zeigte sich vor allem am Thema des „Hufproblems“ und zum anderen, dass sie irgendwie doch ständig versuchen den Frauen alles Recht zu machen, um in ihrer Gunst zu stehen. Doch auch hier gab es eindeutige Grenzen; die es natürlich auch geben sollte.

Dabei war die Quintessenz in Form der beiden Freunde Rollin und Eddy jene, dass die Frauen den Männern immer einen Schritt weit voraus waren. Möglicherweise ist dies sogar heute noch der Fall? Ehe die angehenden Männer den Nerv der Zeit folgen konnten und sich mit den neuen Tendenzen der Zeit auseinander setzten und endlich warm geworden waren, sind sie auch schon wieder dem Trend hinterher gelaufen. Die Sehnsucht nach körperlicher Nähe und dem bestimmten Gefühl im Herzen, welches hinaus wollte, beides blieb dabei auf der Strecke. Sicherlich nicht für immer, aber immer wieder. Trotzdem blieben die Freunde ihrer Musik und ihren Träumen treu, auch wenn es da unterschiedliche Ansichten gab, wann was gespielt werden sollte. Zwar hatten Rolling und Eddy in Sachen Frau, in Angelegenheiten der Schwärmerei und aktivem Buhlen auf der Bühne um die Fürsprache der Freundin Susi unterschiedliche Gebaren des Verhaltens, aber alles in allem war es ein faires Wechselspiel zwischen Mann-Frau-Frau-Mann und wieder Mann-Frau-Frau-Mann und wieder …

Ein Besuch von „68er Spätlese“ im Galli Theater zu Berlin lohnt sich

Vor dem Galli Theater Berlin
Vor dem Galli Theater Berlin

Die mimische Unterhaltung, die alle drei Freunde dem Publikum darboten, hat mich die ganze Zeit über köstlich unterhalten; auch wenn das Publikum bisweilen doch eher ruhig war. Dabei hätte man mit den Dreien lauthals mitsingen können. Ich jedenfalls tat es ein-zwei Mal.

Der bereits erwähnte Aspekt, der sich permanent durch das Theaterstück zog, war die Geschichte und der Satz „Du hast ja Hufe!“ Ein Brüller der Extraklasse, der mich immer wieder zum schmunzeln, wenn nicht gar zum lauten Lachen veranlasste. Was es damit genau auf sich hatte, verrate ich nicht, dazu sollte man das Stück live erleben. Nur soviel, mancher Mann hat es eben nicht leicht. Ansonsten kann ich sagen: Reingehen, die Geschichte genießen, das Ding mit „Mensch, Du hast ja Hufe!“ entdecken und sich vom Bühnenspiel der Darsteller, sowie der Musik einfach mitreisen lassen.

Ein Besuch im Galli Theater und dem Kultstück „68er Spätlese“ kann ich demnach nur empfehlen. Der Abend besaß eine gelungene Überraschung, sowie eine überraschend angenehme und unterhaltsame Vorstellung, die uns Sascha und die Schauspieler des Galli Theater boten.

(Artikel aktualisiert 09.05.2025)

Bild: Auszug Aufführungen – Galli Theater Berlin – Mai 2025 (Quelle: https://galli-berlin.de/)

  • Was mich noch reizt im Galli Theater Berlin zu sehen: Die Komödie „Männerschlussverkauf“ (Link leider nicht mehr aktuell, daher entfernt. Ich kann jedoch sagen, dass ich mir einige Zeit später das Theaterstück „Männerschlussverkauf“ auch angesehen habe. Es hat mich unterhalten und das Stück läuft auch heute noch. Stand: 09.05.2025)
  • Weiterhin im Septemer im Programm des Galli Theater: Die 7Typen Show (Link leider nicht mehr aktuell, daher entfernt. Das Stück „Die 7-Typen Show“ läuft auch heute noch. Stand: 09.05.2025)

Mehr Infos zum Galli Theater:

Theaterstück für Jugendliche von Jens Böhme:

„Am Neubaugebiet ist ein Park“ ist ein Theaterstück in zwei Akten. Am Schauplatz begegnen sich Gewinner und Verlierer – hier treffen die unterschiedlichsten Menschen aufeinander, die sich verlieben, die sich streiten und oft dieselbe Frage stellen: Was wird mir die Zukunft bringen? Das Stück wurde 1999 verfasst, bezieht sich auf die Zeit Mitte der 90er Jahre und schlummerte bis 2017 in einer digitalen Schublade. Zukunftsangst, Arbeitslosigkeit, Beziehung und Liebe sind die Themen der vorwiegend jungen Leute in diesem Stück.“ (Klappentext)

*Foto mit freundlicher Genehmigung Galli Theater Berlin

(Artikel aktualisiert 09.05.2025)

Thema Urheberrecht – Das Kleinzitat

Kann der Abdruck von Kleinzitaten urheberrechtlich unbedenklich sein?

„Ein Kleinzitat ist das auszugsweise Zitieren aus einem urheberrechtlich geschützten fremden Text. Das Kleinzitat ist urheberrechtlich zulässig, wenn es einen bestimmten Zweck erfüllt und der Umfang des Zitats dem Zweck entspricht. Legitimer Zweck ist  etwa der Beleg von Meinungen oder die Erläuterung von Dargestelltem.“

https://ggr-law.com/urheberrecht/index/kleinzitat/

Ein interessanter Fall in Bezug auf das Urheberrecht und das Thema Kleinzitat

„Schriftsteller und Dichter erschaffen textliche Werke und können anderen Nutzungsrechte daran einräumen. Verfügt man nicht über diese Nutzungsrechte, so darf man die Werke dieser Urheber grundsätzlich nicht verwenden.“ (firmenpresse.de | ID: 104575)

Dies ist der Teaser einer interessanten Pressemitteilung zum Thema Urheberrecht in Verbindung mit der Verwendung von Kleinzitaten der Partnergesellschaften LADM – Liesegang Aymans Decker Mittelstaedt & Partner (Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater).

In der Pressemitteilung des Unternehmens auf firmenpresse.de wird ein kleiner interessanter Fall dargelegt in dem es um einen Rechtsstreit der Erben eines deutschen Schriftstellers mit der Stadt München geht. Außerdem erfährt der Leser, ob es sich nun um einen Rechtsverstoß handelte oder nicht.

Genaueres über den Rechtsstreit zu lesen – einfach hier klicken: Pressemitteilung – Abdruck von Kleinzitaten kann urheberrechtlich unbedenklich sein (firmenpresse.de)

Bei Unwissenheit macht eine Rechtsberatung immer Sinn

Wie im Fazit der Pressemitteilung angeführt, ist es bei Unwissenheit ratsam einen spezialisierten Rechtsanwalt zu konsultieren. So können Rechtsverstöße und Missverständnisse vermieden werden.

Weitere interessante Links zum Thema

„Werden aus einem 116 Zeilen langen Gedicht zwei Zeilen entnommen und beispielsweise als Vorwort für ein Buch anlässlich eines Stadtjubiläums verwendet, liegt darin ein zulässiges urheberrechtliches Kleinzitat.“ 

https://www.anwalt.de/rechtstipps/urheberrechtliches-kleinzitat_005837.html

(Artikel aktualisiert 21.03.2025)

Das Literatur-Blog – der-tausendfuessler.blog

Liebe Leser …

DSC02596
Ausschau nach Feedback

… nun gibt es den Roman schon knapp ein viertel Jahr auf dem Markt. Jene Leser, die ein Autorenexemplar von mir persönlich erworben haben, gaben vielmals nach dem Lesen ein Feedback zum Inhalt des Romans „Der Tausendfüßler“. Natürlich fällt dieses immer unterschiedlich aus. Jeder hat seine eigene und vor allem andere Sichtweise auf den Text, die Story, den Protagonisten, die Liebe, den Plot quasi auf jede einzelne Szene. Jeder der LeserINNEN hat mitunter so seine eigene Lieblingsstelle-, Kapitel oder sogar Lieblingsphrase, wie ich erfuhr. Sicherlich gibt es auch die ein oder andere Stelle, Szene oder einen Fund, der möglicherweise für den ein oder anderen nicht als Highlight empfunden wird. Möglicherweise ist auch das Cover oder der Schreibstil Geschmacksache. Kritik, egal wohin das Pendel ausschlägt, ist in jedem Fall gut, vor allem wenn sie konstruktiv und ehrlich-fair ist. Nur so kann ich als Autor selbst reflektieren, ob ich das, was ich bezwecken wollte, auch geschafft habe. Und der ein oder andere Tipp kann für nächsten Roman ganz hilfreich sein. Doch es sei gesagt: Jeder Roman wird anders sein. Zwei Projekte liegen noch in der Schublade und sind definitiv nicht mit dem Roman „Der Tausendfüßler“ zu vergleichen. Genauso wenig mit dem Debüt „Zweimal Alltag bitte! – Mit Problemen!!!“ Lasst Euch überraschen …

Eine Plattform für das Feedback, Kritik und Austausch über den Liebesroman – Der Tausendfüßler

Diejenigen, die mir eine Feedback via E-Mail, Facebook, XING, Stayfriends oder gar per „Old Scool“ über einen Brief gesendet haben, möchte ich gern nach und nach mit Auszügen bzw. dem Kompletttext auf dem Blog veröffentlichen. Ob nun positiv oder negativ, wenn ich das Feedback selbst auswähle, dann wird dies Anonym geschehen. Keiner braucht sich da zwecks Namen, Datenschutz Sorgen machen. Postings zu einzelnen Artikel bzw. zum Romaninhalt werden sowieso direkt freigegeben. Hat der Leser (der Kritiker) kein Problem genannt zu werden, dann werde ich den Vornamen beim Feedback mit erwähnen. Ich frage vorher natürlich persönlich nach, ob das okay ist.

Ein Konvolut der Resonanz

Es soll ein kleines „Konvolut der Resonanz“ werden. Ich bin noch am Überlegen, ob ich dafür eine extra Seite bei wordpress.com auf meinem Blog anlege oder ob ich sukzessive Kommentare in Abständen in einer extra Rubrik poste, die dann gern kommentiert werden können. So können wir gemeinsam darüber diskutieren, wie die eigene Sichtweise auf diesen oder jenen Aspekt der Geschichte zu Stande kommt. Ob etwas richtig oder falsch ist und was sich der Leser bzw. der Autor gedacht hat. Ich werde mir am Wochenende Zeit nehmen und entsprechende Gedanken darüber machen, welche Variante für den Austausch am sinnvollsten ist.

Ich bin jetzt schon gespannt und freue mich auf die Diskussionen mit Euch … Euer Jens

Von Gedanken – Dingen & Menschen

Autor
Jens Böhme

Manchmal ist es besser,

wenn etwas im Verborgenen bleibt …

Und nicht hervorkommt, nicht erst die Gegenwart erfüllt und dann wieder verschwindet.

So braucht der Mensch sich nicht ärgern,

dass er es hatte oder es eventuell hätte haben können.

Aber trotzdem erfüllt dieses „Etwas“ unser Leben …

Gedicht: Dialog mit der Liebe – Jens Böhme auf dem Zeilensurfer

Mein Text auf dem Zeilensurfer – Das Gedicht: Dialog mit der Liebe

Dialog mit der Liebe

Wieder einmal war ich am Boden
– mit dem Herzen.

Als mich die Liebe fragte:
„Und, mein Junge? Soll ich
Dir helfen? …
Es liegt in meiner Macht.“

Antwortete ich mit zwei
Buchstaben:
„NEIN.“

Das Gedicht „Dialog mit der Liebe“ zu lesen auf zeilensufer.de. (Leider gibt es diese Seite nicht mehr – Stand: 13.02.2014)

Buchtipp: Siegfried Lenz – Schweigeminute

Ganz ehrlich. Es gibt nur wenige Bücher, die mich zu Tränen gerührt haben. Gerade eben habe ich das 128-seitenstarke Buch „Schweigeminute“ von Siegried Lenz ausgelesen. Eine rührende, eine romantische, eine geisterwärmende Liebesgeschichte von Siegfried Lenz, die einem selbst zurück blicken lässt auf die Neigungen und Zuneigungen der eigenen Jugend.

Buchtitel
Buchtitel – Siegfried Lenz „Schweigeminute“

Dem Ende entgegen, auf den letzten Seiten schon, bemerkte ich, wie sich mein eigenes Universum mit dem des Buches vermischte. Verklärt romantische Gefühle in ihrer Urgewalt erfassten mich mit ihrer ganzen Bandbreite. Bittersüß spürte ich ihre Macht, ihren Schmerz und mein eigens Leben und lieben.

Ein Zitat aus „Schweigeminute“

„[…] Was Vergangenheit ist, ist dennoch geschehen und wird fortdauern, und begleitet vom Schmerz und einer zughörigen Angst werde ich versuchen, das zu finden, was unwiederbringlich ist. [..]“

(S. Lenz, Schweigeminute, S.122, Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2008)

Anmerkung zum Foto: spontan abfotografiert vom Buchtitel (Umschlaggestaltung: Steigenberger Grafikdesign, München / Foto: mauritius images – Bernd Römmelt)

(Artikel aktualisiert 01.02.2026)

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑