„[…] Fuhr ich doch Richtung Kochstraße in der U-Bahn unter der Friedrichstraße, um dort Sushi zu holen für den gemeinsamen Abend in unserer WG.
Steigt doch zwei Stationen vorher wieder ein Obdachloser in den Waggon ein und beginnt seine Rede. Schon als ich ihn einsteigen sah, dachte ich mir genervt:
‚Jetzt geht schon wieder die alte Leier los.‘
Doch es kam anders als gedacht!
Nach dem typischem ‚Hallo, ich …‚, ging er witzig über zu ‚… ich nehme auch Diamanten, Brillanten, Aktienpapiere, Kreditkarten …‘ Die Leute in deren Gesichter ich das Gleiche las, was ich zuvor dachte, fingen an zu grinsen. ‚Ein bisschen Spaß muss sein‘, fuhr er fort, ‚unterstützten Sie meine ICH-AG. Angie, unsere Angie, mit der ich gestern noch telefoniert habe, macht das auch …‘
Einige der Leute mussten daraufhin richtig lachen, aber leider gab keiner von ihnen etwas. Ich muss gestehen, ich auch nicht. Bin derzeit zu knapp bei Kasse, um hier und da den Fragenden etwas zu geben und ich hatte auch just in diesem Moment kein Kleingeld dabei. Die „Angie“ ist sicherlich nicht – knapp bei Kasse –, obwohl sie ja den begehrtesten ICH-AG-Job in Deutschland hat, den es zu vergeben gibt:
Nämlich ‚Bunte-Kanzlerin‘ … wie der Obdachlose noch am Schluss erwähnte bevor er uns dann wieder verließ. […]“
Jens Böhme – Auszug aus den Tagebüchern meines Lebens
Hier gibt es mehr Infos über das Tagebuchschreiben und auch Bildern von meinen Tagebüchern:
Na da bin ich mal gespannt, ob ich eines davon abbekomme? Das wäre was!
Welches Stück – das ist hier die Frage?
(Ergänzung 05.02.02026) Es gibt nach meiner Recherche zwei Bücher mit dem Titel „Die Versuchsperson“. Einmal nur mit dem Untertitel „Stück“ und einmal mit dem Untertitel „Harmonie – Stücke“. Welches von beiden nun die Auflage mit den 5.000 Stück ist, konnte ich nicht ermitteln? Ich habe das Gefühl ich bin hier irgendwem auf den Leim gegangen. Wenn es nicht gar eine Zeitungsente ist; in diesem Fall wohl auch eine Verlagsente, wenn es denn vom Verlag in erster Instanz damals so gesteuert wurde? In keiner meiner Recherchen komme ich wieder auf diese Meldung. Vielleicht sollte ich einmal eines dieser Large Language Models (einen der bekannten ChatBots) fragen und das Netz durchforsten lassen? Eines meiner Schlagwörter von damals im System lautet immer „Berliner Morgenpost“. Das legt nahe, dass der Tag dafür steht, dass die Meldung von diesem Printmedium ausging. Versuche ich über die Suchmaschine den Artikel darüber zu finden, erhalte ich hier ebenso keine Info mehr dazu. Es bleibt spannend! Sobald ich Aufklärung geben kann, werde ich das hier im Blog-Artikel notieren. Nichtsdestotrotz gibt es nachfolgend mehr Infos zum Inhalt der beiden Theaterstücke von Siegfried Lenz. (Siehe auch Editorische Anmerkung am Artikel-Ende.)
Hier jedenfalls erst einmal die beiden Stücke bei denen es sich möglicherweise um diese Auflage handelt:
Zum Inhalt – Die Versuchsperson – Stück
„Schauplatz ist eine Buchhandlung, die Helden des Stücks sind Menschen, die sich mit Büchern und ihren Autoren umgeben. »Die Versuchsperson« handelt von nichts Geringerem als von der Wirkungsmächtigkeit der Bücher, beweist das nahezu Gesetzgeberische, das von der Literatur ausgeht, direkt oder indirekt. Neben der spannenden und amüsanten dramatischen Handlung bietet Siegfried Lenz en passant einen Streifzug durch die großen Werke der Weltliteratur.“ (Klappentext: Siegfried Lenz – Die Versuchsperson – Stück)
„Guntram, Marie, Dirk und Alf leben, nicht konfliktfrei und notorisch unterfinanziert, in einer Studenten-WG. Eine lukrative Einnahme quelle scheint sich aufzutun, als Oskar, der Onkel von Alf, der WG ein Geschäft anbietet: Seine Firma arbeite an einem neuen Medikament. ‚Harmonie‘, so der Name des Medikaments, könne in der Wohngemeinschaft doch vielversprechend auf seine Wirksamkeit getestet werden. Die Studenten willigen ein.“ (Quelle: buecher.de)
Genre: Drama/Lyrik – Modernes Theater
Über den Autor
„Siegfried Lenz, 1926 im ostpreußischen Lyck geboren, gestorben 2014 in Hamburg, zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern der deutschsprachigen Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur. Seit seinem Debütroman Es waren Habichte in der Luft von 1951 veröffentlichte er alle seine Romane, Erzählungen, Essays und Bühnenwerke im Hoffmann und Campe Verlag. Mit den masurischen Geschichten So zärtlich war Suleyken hatte er 1955 seinen ersten großen Erfolg, Sein Werk ist geprägt von der Auseinandersetzung mit gesellschaftskritischen Problemen (z. B. Der Mann im Strom, 1957, oder Brot und Spiele, 1959) und mit dem Nationalsozialismus bzw. seiner Aufarbeitung. Zu Lenz’ größtem Erfolg wurde der 1968 erschienene Roman Deutschstunde. Bis heute ist die Geschichte eines Polizisten, der im Nationalsozialismus das Malverbot seines Freundes überwacht, eine bestechende Entlarvung eines pervertierten Pflichtgefühls. Das Buch wurde verfilmt, avancierte zur Pflichtlektüre an Schulen und war international ein großer Erfolg. Der Deutschstunde folgten viele weitere große Romane (Das Vorbild, 1973, Heimatmuseum, 1978, Der Verlust, 1981, Exerzierplatz, 1985, Die Auflehnung, 1994, Landesbühne, 2009), welche Siegfried Lenz neben Schriftstellern wie Heinrich Böll, Günter Grass oder Martin Walser zu einem der wichtigsten deutschen Gegenwartsautoren machte. Sein zweiter Roman Der Überläufer erschien postum im Jahr 2016 und wurde ein großer Erfolg. Für seine Bücher wurde er mit zahlreichen bedeutenden Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main, dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, dem Gerhart-Hauptmann-Preis, dem Thomas-Mann-Preis und dem Lew-Kopelew-Preis für Frieden und Menschenrechte 2009.“ (Quelle: amazon.de)
Verlag Hoffmann & Campe Verlag
Mehr Informationen zu Auflage – auf der Homepage vom Hoffmann & Campe Verlag (Link nicht mehr vorhanden). Lenz veröffentlichte alle seine Romane, Erzählungen, Essays und Bühnenwerke im Hoffmann und Campe Verlag.
Im ursprünglichen Beitrag wird auf eine angebliche Literatur-Kurzmeldung der Berliner Morgenpost aus dem Frühjahr 2009 verwiesen, nach der Siegfried Lenz’ Theaterstück „Die Versuchsperson“ (Hoffmann und Campe, 2009) in einer Erstauflage von rund 5.000 Exemplaren erschienen sein soll. Der betreffende Zeitungsartikel ist heute online nicht mehr zugänglich und konnte bislang nur indirekt über den zeitnahen Blogeintrag vom Mai 2009 nachgewiesen werden. Eine unabhängige Bestätigung der genannten Auflagenhöhe in frei verfügbaren Quellen liegt derzeit nicht vor.
Voraussichtlich in der 12. Kalenderwoche wird das Korrektorat abgeschlossen sein, steht in der E-Mail von Frau L. und ich erhalte die Prüfdatei des Romans von der Lektorin. Dies wird dann in der Woche zum 16. März 2009 passieren; wenn ich mich nicht verrechnet habe. Ich bin jetzt schon ganz gespannt auf den weiteren Verlauf und hoffe, dass sich die Änderungsvorschläge in Grenzen halten.
Unterschied zwischen Lektorat und Korrektorat
Das Korrektorat
Korrektorat: Hier geht es um die reine Sprachkorrektur. Geprüft werden Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung und Typografie. Der Textinhalt bleibt unangetastet.
Das Lektorat
Lektorat: Geht einen Schritt weiter. Zusätzlich zum Korrektorat wird hier auch Stil, Ausdruck, Verständlichkeit und Logik geprüft. Oft gibt es auch inhaltliche Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge.
Kurz gesagt: → Korrektorat = Form → Lektorat = Form + Inhalt/Stil
Bis dahin habe ich Zeit an einem weiteren Manuskriptprojekt zu arbeiten (Ideen gibt es ja genug und ein-zwei fertige und halbfertige Manuskripte liegen auch schon in der Schublade) und relativ zeitnah eine erste Leseprobe des Romans „Der Tausendfüßler“ hier zu platzieren.
Es macht wahrscheinlich Sinn das erste Kapitel des Romans zu präsentieren oder ein spannende Szene aus der Mitte der Geschichte? Zudem überlege ich auch noch, ob ich eine extra Blog-Seite dafür anlege oder aber diese Leseprobe als einen ganzen Artikel poste?
Eine eigene Seite im Blog dafür anzulegen, wird sicherlich benutzerfreundlicher sein.
Mal überlegen …
Weitere Artikel zur Entstehung und rund um den Roman „Der Tausendfüßler“:
Als ich einmal einen echt finanziellen Engpass hatte, das war im Jahr 2005, habe ich im TIP Berlin in der Rubrik „Sonstiges“ folgendes annonciert:
– Der Tausendfüßler – psychologischer Liebesroman – gebe alle Rechte ab – Preis Verhandlungssache – … was folgte, war die Telefonnummer und E-Mai-Adresse.
Mal ehrlich …
Wie naiv, … wie bescheuert und größenwahnsinnig muss ich eigentlich gewesen sein, mir 1. die Rechte abnehmen zu lassen für ein Projekt in dem so viel Herzblut steckt, 2. zu glauben, dass es irgendeinen Interessenten dafür geben würde, 3. zu hoffen mit dieser Aktion mein lädiertes Konto aufzupäppeln und 4. überhaupt auf die Idee zu kommen etwas von irgendjemandem zu erwarten und diese Schnapsidee auch noch umzusetzen?
Schnapsidee
Herrjemine … das war keine Sternstunde in meinem Leben … aber so ist das nun mal, wenn man sich zu viel einbildet und gleichzeitig in der Klemme steckt.
Jedoch überzeugt von der Story, wie ich es damals war, dass es eine kleine interessante Geschichte ist, in der sich ein jeder Leser wieder finden kann und die von vielen unterschiedlichen Gefühlsfacetten durchflutet ist, die der Leser auch nachvollziehen kann, bin ich immer noch! Oh ja. Wäre auch schlimm, wenn nicht.
Kurzer Einschub: Ich bin immer noch davon überzeugt uns stolz darauf – Stand 01. April 2025 – und das ist kein Aprilscherz!
Doch ich muss zugeben, dass ich dabei auch in selbstgefälliger Art und Weise auch an hiesige Filmeproduzenten gedacht habe. Die mich mit einem „Äpple & nem EI“ abspeisen und die Story einfach an sich nehmen, später umpolen und das Ganz Manuskript den Haifisch-Storyliner im filmischen Textbecken in den Rachen werfen.
Wer weiß, für was es gut ist?
Okay, die fantasievolle Hoffnung, dass eventuell auch ein Literaturagent oder Verlag dies lesen würde, schwirrte da unterschwellig auch mit. Aber wenn es Hinz & Kunz gewesen wäre und mir auch nur annähernd 500 € dafür gegeben hätte (sei es dass Hinz & Kunz es sogar nur zum Feuer anmachen benutzen würden) – ich hätte diesen Deal wohl gemacht.
Kurzer Einschub zum 1. April 2025 – Gott sei Dank habe ich den Deal nicht gemacht! Sonst gebe es wohl dieses Literatur-Blog nicht!
Letzen Endes – Was ist passiert?
Angerufen hat aber niemand, auch keine E-Mail habe ich erhalten. „Gott sei’s getrommelt und gepfiffen“ und wer weiß, für was es gut war?
Dies ist das Blog zum Roman „Der Tausendfüßler“ vom Autor Jens Böhme.
Der Liebesroman erscheint im März/April 2009.
Bis zur Veröffentlichung des Romans wird es hier punktuell Artikel über den Autor und die Entstehung des Buches geben. Und natürlich sollen darüber hinaus auch andere Themen Einzug in des Blog finden; insbesondere rund um Thema Literatur.
Viel Spaß beim Lesen der Beiträge des Autoren-Blogs von Jens Böhme!