Der Meißner Autor Jens Böhme hat seinen neuen Roman „Der Tausendfüßler“ veröffentlicht. Darin ist ein Schriftsteller auf der Suche nach Liebe und sich selbst.
Jens Böhme mit Roman
Herr Böhme, Sie sind in Meißen aufgewachsen, leben aber seit sechs Jahren in Berlin. Was verbindet Sie heute noch mit der Domstadt?
Ich bin in Berlin so etwas wie ein Botschafter von Meißen, erzähle immer ganz begeistert vom Porzellan und der Stadt als Wiege Sachsens. Zudem leben meine Mutter und viele Freunde noch in Meißen, da habe ich eine enge Bindung und bin heute immer noch gern dort.
Spiegelt sich die Stadt auch in Ihrem Roman wieder?
Die Stadt im Roman ist zwar fiktiv, aber ich habe beim Schreiben die Meißner Altstadt vor Augen gehabt, Leser haben auch einiges wiedererkannt. Im Buch beschreibe ich ein Café, in dem der Schriftsteller immer sitzt und eines Tages seine Angebetete im gegenüberliegenden Buchladen beobachtet. Witzigerweise gibt es heute bei der Frauenkirche tatsächlich diese Konstellation, da hatte ich die Szene aber schon längst geschrieben. Eine spiegelverkehrte Erfüllung, sozusagen.
Ihr Protagonist Conrad Wipp ist Schriftsteller, kämpft mit einer Blockade, immer öfter fehlen ihm die Worte. Kennen Sie das auch als Autor, schreiben Sie aus eigener Erfahrung?
Das möchte ich mir nicht auf die Fahne schreiben. Sicher kenne ich zum Teil auch solche Probleme, habe auch die Erfahrung gemacht, dass in entscheidenden Momenten die Worte fehlen oder man beim Vorstellungsgespräch bzw. beim Flirt aufgeregt ist. Aber Literatur lebt natürlich von Übertreibung und ich habe die Figur zugespitzt, damit sie plastischer wird.
Immer wieder vergleichen Sie Ihren Helden mit einem Tausendfüßler. Wie sind Sie auf dieses Bild gekommen?
Ein Tausendfüßler setzt synchron seine vielen Gliedmaßen, ohne darüber nachzudenken, wie es funktioniert. Wenn er aber immer öfter darüber nachdenkt, verheddert er sich, kommt ins Straucheln. Genauso ergeht es Conrad, der ständig über das Leben nachgrübelt und darüber, ob ihm die richtigen Worte einfallen oder er die richtige Entscheidung trifft. Darüber vergisst er, einfach zu leben.
Und es ist die Liebe in Form einer schönen Buchhändlerin, die den Helden schließlich rettet?
Ja, mein Roman ist auf jeden Fall eine Liebesgeschichte. So etwas wie ein schöner Film abends im Fernsehen. Ich bin selbst auch eher der romantische Typ und glaube an die große Liebe, da stehe ich dazu.
Wie lange haben Sie denn an Ihrem Roman geschrieben?
Die Idee hatte ich schon im Jahr 2000, seitdem habe ich immer wieder kontinuierlich daran geschrieben, wenn ich Zeit hatte. Weil ich aber nebenbei meine Brötchen auch anderweitig verdienen muss, hat es ein Stück gedauert, bis der Roman schließlich Ende des letzten Jahres fertig war.
Wann haben Sie selbst denn angefangen zu schreiben?
Das war zeitig, schon in der dritten oder vierten Klasse. Da habe ich kleinere Geschichten geschrieben, manche sogar vor der Klasse vorgetragen. Später dann Gedichte und Kurzgeschichten, sogar ein Buch zu einem Filmprojekt. Und mein Debütroman ‚Zweimal Alltag, bitte! – Mit Problemen!!!‘ im Jahr 2000.
Arbeiten Sie derzeit an weiteren Werken?
Ich habe noch ein paar Manuskripte in der Schublade, zudem arbeite ich gerade an einem Projekt, wo ich als Ghostwriter fungiere. Eine Geschichte über einen Großstadtmacho, der überall Geliebte hat und schließlich ein ordentlicher Ehemann wird. Dafür suche ich aber noch einen Verlag.
Es war und bleibt eine unvergessliche Überraschung, die mich ereilte, als uns mein Freund Sascha zu einem besonderen Abend einlud. Dass dieser Abend mich noch sehr unterhalten würde, ahnte ich bis dahin noch nicht. Er sagte nur: „Ich habe eine Überraschung für Euch, seid bitte alle um 20 Uhr bei mir. Wenn es Euch nicht gefällt, habt ihr Pech, aber verraten werde ich nichts.“ Die Damen waren nicht minder gespannt wie ich und harkten auf dem Weg zur Oranienburger Straße mitten im Herzen von Berlin andauernd nach: „Wohin geht es denn nun?“ Aber Sascha blieb hart.
Nachdem wir einen Parkplatz gefunden hatten und wir uns im Tross anschließend in einen der Hinterhöfe zwischen dem ehemaligen Postfuhramt und der Neuen Synagoge begaben, genauer gesagt in die Heckmannhöfe, standen wir vor dem Galli Theater Berlin. In diesem Moment wusste ich, dass uns ein kultureller Abend bevor stand.
„68er Spätlese“ heißt das Theaterstück von Johannes Galli, welches in einer fast privaten Atmosphäre in den Räumen des Galli Theaters aufgeführt wurde. Es gab einige Sitzreihen mit ganz normalen Stühlen, die nahe der Bühne standen. Für einen Moment, bevor der Vorhang aufging, hatte ich kurz das Gefühl wieder im Schultheater zu sein. Ich empfand die Aura des Raumes als sehr angenehm und warmherzig. Als es dann losging, ein Drei-Mann-Theaterstück – genauer gesagt, gehörte zu den „drei Mann“ eine Dame dazu – ließ ich mich von der Atmosphäre und der Geschichte, die sich von Anfang an als spannend und gemütlich entfaltete, all zu gern fesseln.
Das Stück begann mit einem Wiedersehen in der Gegenwart der 80er Jahre. Zwei in die Jahre gekommene Freunde, Rollin und Eddy, trafen sich im ehemaligen Probe- und Musikkeller ihrer Jugend wieder. Es schloss sich ein Rückblick in die sich stufenweise vollziehende Entwicklung ihrer Jugendjahre mit zu sehr „gewünschtem Sex“, Liebe & Rock’n Roll an. Die szenischen Interaktionen der Darsteller Rainer Eckhardt und Josef Stier waren ein spannendes Pantheon musikalisch-emotionaler Rückblicke in diese „damalige“ Zeit der 68-Jahre. Die Dialoge zwischen den Freunden und ihrer besten Freundin Susi gespielt von Marion Martinez, die immer wieder zu den Freunden die Stufen hinab in die verträumte Enklave des Musik- und Probekellers preschte, waren fortwährend mit dem zuckersüßen Esprit von herzergreifendem Humor gewürzt.
Eve of Destruction von Barry Mc Guire & Angie von den Rolling Stones
Rollin & Susi & Eddy
Mit eigenen Bildern der Träumerei, mit rebellischem Elan und mit allzeit neuen geistigem Verve brachte Susi, den andauernd der Mode und des politischen Zeitgeist hinterher laufenden Idealisten Rollin und Eddy, neuen Schwung in die verstaubte Kellerbude. Zwischendurch gab es immer wieder abwechslungsreiche Einspieler bekannter Hits von damals wie z.B. Eve of Destruction von Barry McGuire oder Angie von den Rolling Stones. All diese Lieder kamen von einem am Rande stehenden Schallplattenspieler, den sich die Jungs in ihrem Probekeller bei Muttern lauthals zur Unterstützung ihrer musikalischen Karriere zu Nutze machten. Mit entsprechend nonverbaler Unterhaltung gaben sie während die Ohrwürmer liefen ihr mimisch Bestes zur visuellen Unterhaltung. Doch es wurde auch live gesungen. So gestaltete sich auch das Zuschauen während der Gesangseinlage für das Publikum des Galli Theaters als amüsant und sehenswert. Jeder Besucher, der diese Musik kennt und mag, konnte sich sofort in diese Zeit zurück versetzten oder in die Erinnerungen an jene Zeit schwelgen, die dieser oder jener Song bei ihm auslöste. So erging es zumindest mir; auch wenn ich nicht zur „68er Spätlese“ gehöre.
„Du hast ja Hufe!“ – Ein Problem der Männer
68er Spätlese *
Die zwei Freunde, Rollin und Eddy, die von ihrer Mentalität nicht unterschiedlicher hätte sein könnten, obwohl sie doch als Freunde am selben Strang zogen, setzten sich intensiv mit ihren Träumen von Musik und dem eigenen Verständnis des „Universum Frau“ in ihrem Rückzugsgebiet dem Probekeller auseinander. Der Probekeller avancierte unter anderem auch zum Keller auf Probe in Bezug auf die mehr oder weniger zaghaften Annährungsversuche der beiden Unentschlossenen im Verhältnis zu ihrer Freundin Susi. Für die beide auf ihre unbeholfene Art und Weise doch das Gleiche empfanden, nämlich mehr als nur ein bisschen Zuneigung. Auch fand ich dabei die Assoziation, die sich mir aufdrängte, gar nicht so schlecht: Und zwar jene, dass sich die Männer irgendwie in Angelegenheiten von Liebe & körperlicher Reize, neben allen Träumen, Sehnsüchten und der Leidenschaft zur Musik es einfach auch nicht so leicht im Techtelmechtel zwischen Mann und Frau haben. Das zeigte sich vor allem am Thema des „Hufproblems“ und zum anderen, dass sie irgendwie doch ständig versuchen den Frauen alles Recht zu machen, um in ihrer Gunst zu stehen. Doch auch hier gab es eindeutige Grenzen; die es natürlich auch geben sollte.
Dabei war die Quintessenz in Form der beiden Freunde Rollin und Eddy jene, dass die Frauen den Männern immer einen Schritt weit voraus waren. Möglicherweise ist dies sogar heute noch der Fall? Ehe die angehenden Männer den Nerv der Zeit folgen konnten und sich mit den neuen Tendenzen der Zeit auseinander setzten und endlich warm geworden waren, sind sie auch schon wieder dem Trend hinterher gelaufen. Die Sehnsucht nach körperlicher Nähe und dem bestimmten Gefühl im Herzen, welches hinaus wollte, beides blieb dabei auf der Strecke. Sicherlich nicht für immer, aber immer wieder. Trotzdem blieben die Freunde ihrer Musik und ihren Träumen treu, auch wenn es da unterschiedliche Ansichten gab, wann was gespielt werden sollte. Zwar hatten Rolling und Eddy in Sachen Frau, in Angelegenheiten der Schwärmerei und aktivem Buhlen auf der Bühne um die Fürsprache der Freundin Susi unterschiedliche Gebaren des Verhaltens, aber alles in allem war es ein faires Wechselspiel zwischen Mann-Frau-Frau-Mann und wieder Mann-Frau-Frau-Mann und wieder …
Ein Besuch von „68er Spätlese“ im Galli Theater zu Berlin lohnt sich
Vor dem Galli Theater Berlin
Die mimische Unterhaltung, die alle drei Freunde dem Publikum darboten, hat mich die ganze Zeit über köstlich unterhalten; auch wenn das Publikum bisweilen doch eher ruhig war. Dabei hätte man mit den Dreien lauthals mitsingen können. Ich jedenfalls tat es ein-zwei Mal.
Der bereits erwähnte Aspekt, der sich permanent durch das Theaterstück zog, war die Geschichte und der Satz „Du hast ja Hufe!“ Ein Brüller der Extraklasse, der mich immer wieder zum schmunzeln, wenn nicht gar zum lauten Lachen veranlasste. Was es damit genau auf sich hatte, verrate ich nicht, dazu sollte man das Stück live erleben. Nur soviel, mancher Mann hat es eben nicht leicht. Ansonsten kann ich sagen: Reingehen, die Geschichte genießen, das Ding mit „Mensch, Du hast ja Hufe!“ entdecken und sich vom Bühnenspiel der Darsteller, sowie der Musik einfach mitreisen lassen.
Ein Besuch im Galli Theater und dem Kultstück „68er Spätlese“ kann ich demnach nur empfehlen. Der Abend besaß eine gelungene Überraschung, sowie eine überraschend angenehme und unterhaltsame Vorstellung, die uns Sascha und die Schauspieler des Galli Theater boten.
Was mich noch reizt im Galli Theater Berlin zu sehen: Die Komödie „Männerschlussverkauf“ (Link leider nicht mehr aktuell, daher entfernt. Ich kann jedoch sagen, dass ich mir einige Zeit später das Theaterstück „Männerschlussverkauf“ auch angesehen habe. Es hat mich unterhalten und das Stück läuft auch heute noch. Stand: 09.05.2025)
„Am Neubaugebiet ist ein Park“ ist ein Theaterstück in zwei Akten. Am Schauplatz begegnen sich Gewinner und Verlierer – hier treffen die unterschiedlichsten Menschen aufeinander, die sich verlieben, die sich streiten und oft dieselbe Frage stellen: Was wird mir die Zukunft bringen? Das Stück wurde 1999 verfasst, bezieht sich auf die Zeit Mitte der 90er Jahre und schlummerte bis 2017 in einer digitalen Schublade. Zukunftsangst, Arbeitslosigkeit, Beziehung und Liebe sind die Themen der vorwiegend jungen Leute in diesem Stück.“ (Klappentext)
*Foto mit freundlicher Genehmigung Galli Theater Berlin
Am Montag, den 24. August 2009, gab es ein Interview mit mir zum Roman „Der Tausendfüßler“ in der Sächsischen Zeitung. Leider ist dieser Artikel nicht online verfügbar. Ich warte noch auf das Belegexemplar der Tageszeitung mit dem Interview; sollte eigentlich heute in meinem Briefkasten sein. Sobald es da ist, werde ich in Kürze das Interview hier veröffentlichen und unter der Rubrik -Interwies- posten.
Kann der Abdruck von Kleinzitaten urheberrechtlich unbedenklich sein?
„Ein Kleinzitat ist das auszugsweise Zitieren aus einem urheberrechtlich geschützten fremden Text. Das Kleinzitat ist urheberrechtlich zulässig, wenn es einen bestimmten Zweck erfüllt und der Umfang des Zitats dem Zweck entspricht. Legitimer Zweck ist etwa der Beleg von Meinungen oder die Erläuterung von Dargestelltem.“
Ein interessanter Fall in Bezug auf das Urheberrecht und das Thema Kleinzitat
„Schriftsteller und Dichter erschaffen textliche Werke und können anderen Nutzungsrechte daran einräumen. Verfügt man nicht über diese Nutzungsrechte, so darf man die Werke dieser Urheber grundsätzlich nicht verwenden.“ (firmenpresse.de | ID: 104575)
Dies ist der Teaser einer interessanten Pressemitteilung zum Thema Urheberrecht in Verbindung mit der Verwendung von Kleinzitaten der Partnergesellschaften LADM – Liesegang Aymans Decker Mittelstaedt & Partner (Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater).
In der Pressemitteilung des Unternehmens auf firmenpresse.de wird ein kleiner interessanter Fall dargelegt in dem es um einen Rechtsstreit der Erben eines deutschen Schriftstellers mit der Stadt München geht. Außerdem erfährt der Leser, ob es sich nun um einen Rechtsverstoß handelte oder nicht.
Bei Unwissenheit macht eine Rechtsberatung immer Sinn
Wie im Fazit der Pressemitteilung angeführt, ist es bei Unwissenheit ratsam einen spezialisierten Rechtsanwalt zu konsultieren. So können Rechtsverstöße und Missverständnisse vermieden werden.
Weitere interessante Links zum Thema
„Werden aus einem 116 Zeilen langen Gedicht zwei Zeilen entnommen und beispielsweise als Vorwort für ein Buch anlässlich eines Stadtjubiläums verwendet, liegt darin ein zulässiges urheberrechtliches Kleinzitat.“
Der „kleine Knigge“ in der Arbeitswelt (2) – Der erste Tag
Der Wecker klingelt und der 1. Arbeitstag steht bevor. Tatentrang und Neugierde auf das unbekannte Arbeitsumfeld mischen sich mit einer gewissen Unsicherheit. Gerade für Berufseinsteiger stellten sich dann die Fragen: Welche Arbeitskleidung ist angemessen? Muss ich einen Einstand geben? Wie verhalte ich mich richtig gegenüber den Kollegen? Wenn Du als Neuling am 1. Tag einen kleinen Leitfaden im Kopf hast, vermeidest Du, in die berühmt berüchtigten Fettnäpfchen zu treten.
Die kleinen Fettnäpfchen der Berufseinsteiger
Es geht ganz schnell, und das Auto ist auf dem Parkplatz des Chefs abgestellt. Am selben Tag noch unabsichtlich beim Meeting auf den Platz des Chefs gesetzt, und schon kann der erste Eindruck gründlich im Eimer sein. Es gilt also einiges zu beachten und die Augen und Ohren offen zu halten. Verloren hat oft auch schon derjenige, der gleich am ersten Tag unpünktlich kommt. Sollte es trotzdem vorkommen, reicht eine ehrliche vor allem kurze und sachliche Erklärung aus. Langatmige und gekünstelte Rechtfertigungen sind hier fehl am Platze. Im Vorstellungsgespräch nach dem Dress-Code fragen
Dass Du nicht in „Sack und Lumpen“, einer uralt Variante eines 70er Jahre Anzuges oder einem zu sportlichen Outfit ankommen solltest, ist den meisten Berufseinsteigern bewusst. Du kannst aber auch „overdressed“ sein. Um am ersten Tag keinen Fauxpas in Sachen Kleidung zu begehen, ist es empfehlenswert, im Vorstellungsgespräch nach dem Dress-Code in der Firma zu fragen. Ansonsten achte am 1. Tag auf eine gepflegte und nicht allzu „stylische“ Kleidung. Nach wenigen Tagen hast Du dann den Blick dafür, welches Outfit angemessen und von der Firma gewünscht ist. Je nach Branche und Position kann es strengere oder lässigere Vorgaben geben.
Die ersten Tage als Orientierungsphase nutzen
Am ersten Tag bzw. in der Phase der Einarbeitung ist es zweckmäßig zunächst die Beobachterrolle einzunehmen. Ein zu forsches Auftreten kommt selten gut an. Auch wenn Du voller Optimismus und Tatendrang bist, solltest Du Dich erst einmal zurückhalten. Ordne Dich in das Arbeitsumfeld ein. Somit läufst Du nicht Gefahr, von den neuen Kollegen als übermotivierter, wenn nicht gar nervender Neuling zu erscheinen. Fragen zu stellen hilft dabei, sich zu orientieren und Input zu bekommen. Empfehlenswert ist es aber, diese zunächst zu sammeln und erst bei einer passenden Gelegenheit zu stellen z.B. nach Meetings, einem persönlichen Gespräch oder in der Pause im Gespräch mit einem sympathischen Kollegen. Oft ist es besser, erst einmal einen Kollegen zu fragen, als wegen jeder Kleinigkeit direkt zum Chef zu gehen.
Ein Schlüsselfaktor – Die persönliche Integration in die Firma
Außer dem Einblick in die innerbetrieblichen Arbeitsabläufe, ist die „persönliche Integration“ ein wichtiger Schlüsselfaktor. Das heißt für Dich: Kommunizieren! Beschäftige und unterhalte Dich intensiv mit Kollegen, sprich über berufliche wie auch über private Themen, ohne allerdings sofort einen Seelenstriptease hinzulegen. Kommunikation beschleunigt den Integrationsprozess. Als Neuling im Unternehmen sollte das eigene Verhalten zuvorkommend, aber nicht allzu vertraulich sein.
Der Einstand
Der Aufbau eines breitgefächerten Netzwerkes und guter Kontakte ist enorm wichtig. Nicht nur bei der Jobsuche, sondern auch im Job selbst. In vielen Firmen ist es üblich, dass „Neulinge“ einen Einstand geben. Bevor es jedoch daran geht, diesen zu halten, solltest Du vorher die ungeschriebenen Regeln des Unternehmes kennen. Welchen Umfang dieser haben sollte, erfragst Du am besten bei den Kollegen. Mit einer Würstchenparade kannst Du bei der komplett vegetarisch essenden Abteilung nicht gerade Punkten und auch auf Alkohol solltest Du bei einem Einstand besser verzichten. Ebenso ist es ratsam im Vorfeld abzuklären, ob dieser Während der Arbeitszeit stattfinden kann.
Fazit: In den ersten Tagen ist es angebracht, die Beobachterrolle einzunehmen und sich in Geduld zu üben. Eine abwartende Neugier ist hierbei die bessere Haltung als zu schnell zu viel zu wollen. Den Dress-Code im Vorfeld erfragt, erleichtert Dir die Auswahl Deiner Kleidung am 1. Arbeitstag. Eine Schlüsselrolle spielt die Kommunikation mit den neuen Kollegen. Damit fällt die Integration wesentlich leichter und typische Gepflogenheiten der Firma lassen sich problemlos entdecken. So steht einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit den neuen Kollegen nichts mehr im Wege.
Liebe Leser des Literatur-Blogs und meines Romans „Der Tausendfüßler“ …
Ausschau nach Feedback
… nun gibt es den Roman schon knapp ein Vierteljahr auf dem Buch-Markt.
Jene Leser, die ein Autorenexemplar von mir persönlich erworben haben, gaben vielmals nach dem Lesen ein Feedback zum Inhalt des Romans „Der Tausendfüßler“. Natürlich fällt dieses immer unterschiedlich aus. Jeder hat seine eigene und vor allem andere Sichtweise auf den Text, die Story, den Protagonisten, die Liebe, den Plot quasi auf jede einzelne Szene. Jeder der Leser und Leserinnen hat mitunter so seine eigene Lieblingsstelle-, Kapitel oder sogar Lieblingsphrase, wie ich erfuhr. Sicherlich gibt es auch die ein oder andere Stelle, Szene oder einen Fund, der möglicherweise für den ein oder anderen nicht als Highlight empfunden wird. Möglicherweise ist auch das Cover oder der Schreibstil Geschmacksache. Kritik, egal wohin das Pendel ausschlägt, ist in jedem Fall gut, vor allem wenn sie konstruktiv und ehrlich-fair ist. Nur so kann ich als Autor selbst reflektieren, ob ich das, was ich bezwecken wollte, auch geschafft habe. Und der ein oder andere Tipp kann für nächsten Roman ganz hilfreich sein. Doch es sei gesagt: Jeder Roman wird anders sein.
Zwei Projekte liegen noch in der Schublade und sind definitiv nicht mit dem Roman „Der Tausendfüßler“ zu vergleichen. Genauso wenig mit dem Debüt „Zweimal Alltag bitte! – Mit Problemen!!!“.
Eine Plattform für das Feedback, Kritik und Austausch über den Liebesroman – Der Tausendfüßler
Diejenigen, die mir eine Feedback via E-Mail, Facebook, XING, Stayfriends oder gar per „Old School“ über einen Brief gesendet haben, möchte ich gern nach und nach mit Auszügen bzw. dem Kompletttext auf dem Blog veröffentlichen. Ob nun positiv oder negativ, wenn ich das Feedback selbst auswähle, dann wird dies Anonym geschehen. Keiner braucht sich da zwecks Namen, Datenschutz Sorgen machen. Postings zu einzelnen Artikel bzw. zum Romaninhalt werden sowieso direkt freigegeben. Hat der Leser (der Kritiker) kein Problem genannt zu werden, dann werde ich den Vornamen beim Feedback mit erwähnen. Ich frage vorher natürlich persönlich nach, ob das okay ist.
Ein Konvolut der Resonanz
Es soll ein kleines „Konvolut der Resonanz“ werden. Ich bin noch am Überlegen, ob ich dafür eine extra Seite bei wordpress.com auf meinem Blog anlege oder ob ich sukzessive Kommentare in Abständen in einer extra Rubrik poste, die dann gern kommentiert werden können. So können wir gemeinsam darüber diskutieren, wie die eigene Sichtweise auf diesen oder jenen Aspekt der Geschichte zu Stande kommt. Ob etwas richtig oder falsch ist und was sich der Leser bzw. der Autor gedacht hat. Ich werde mir am Wochenende Zeit nehmen und entsprechende Gedanken darüber machen, welche Variante für den Austausch am sinnvollsten ist.
Ich bin jetzt schon gespannt und freue mich auf die Diskussionen mit Euch. – Euer Jens
Die Jobbörse ABSOLVENTA bringt stets am Ende des Monats einen Artikel „Job und Karriere Links des Monats“ heraus. Ein kleines Konvolut an aktuellen und interessanten Links zusammengestellt rund um das Thema Arbeitswelt, Karriere und Job’s.
Im Monat Juli 09 mit folgenden Themen:
Wie groß ist eigentlich Dein Netzwerk und bringt Dir „Die Macht der Kontakte“ überhaupt etwas? Wäre es zudem nicht schön im Supermarkt „Pillen für die Eins“ kaufen zu können. Umstrittenes Gehirndoping – leistungssteigernde Medikamente unter die Lupe genommen. In den Linktipps des Monats Juli der Jobbörse ABSOLVENTA erfährst Du weiterhin Interessantes zu den Themen: 1. Kurzarbeit für Berufseinsteiger in der Krise. 2. MBA-Absolventen orientieren sich neu – Solokarriere oder ab in den Mittelstand. Am Ende ein etwas anderer Linktipp:Akademiker kommen sehr spät in den Beruf und ins Bett – zum Sex. Los geht’s!
Hier geht es zum Artikel:
Job und Karriere Links des Monats (06/2009) (Link nicht mehr vorhanden)
Job und Karriere Links des Monats (07/2009) (Link nicht mehr vorhanden)
Info: Im Rahmen meiner Arbeit bei ABSOLVENTA habe ich damals initial die Link-Tipps des Monats etabliert. Leider weiß ich nicht, wie lange diese nach meinem Weggang gepflegt wurden und ob es diese heute noch gibt? Es war jedenfalls immer wieder spannend nach neuen Themen in der Arbeitswelt zu recherchieren und es hat mir großen Spaß gemacht kleine Abstracts zu schreiben.
Der Kühlschrank war leer und ich war mit meinem Mitbewohner am Dienstag diese Woche bei Reichelt um die Ecke einkaufen. Reichelt ist ein Supermarkt an der Levetzowstraße nicht weit von meinem alten Kiez. In dieser Gegend habe ich ganze vier Jahre gewohnt und von da aus konnte man sogar sehr oft ein Blick auf die Goldelse werfen, die da oben auf der Siegessäule trohnt; je nachdem, wo man sich gerade im Kiez befand.
Im Supermarkt
An der Fleischtheke vorbei hatte ich von Sascha den Auftrag doch Hackepeter zu holen. Als ich dann knapp 500g bekommen hatte und nebenbei auf meinem Handy eine Notiz eintippte, kam mir im Gang ein Mann entgegen dem ich ausweichen musste. Ich sah kurz auf und … „Aber, … aber … aber das ist doch ‚Schulze gets the blues’“. Oder ist er es nicht?
„Hmm …“, dachte ich und war mir nicht sicher und ging weiter. Bei Sascha angekommen, erzählte ich ihm kurz von meiner Vermutung. Wir holten hier und da noch ein paar Waren ein und dann ging es Richtung Kasse.
Im Fahrstuhl
Da der Reichelt einen Fahrstuhl zur Tiefgarage besitzt und wir mit dem Auto unterwegs waren, mussten wir mit unserem Einkaufswagen eben diesen benutzen. Wie es der Zufall so will, schiebt doch tatsächlich „Schulze gets the blues“ den Einkaufswagen auch noch mit hinein. Ganz ehrlich – ich wäre nicht Jens, wenn ich nicht nachharken würde und nur stumm da stehen würde. Also fragte ich den Herrn Horst Krause, den Schauspieler, ob er es wirklich ist und er bejahte dies.
„Na also“, dachte ich und lächelte Herrn Krause fröhlich zu und ein leider zu kurzes Schwätzchen ergab sich im Fahrstuhl. Sascha hörte gespannt zu.
Ein Foto
Schnappschuss
In der Tiefgarage angekommen, fragte ich Herrn Krause höflich, ob er denn nicht ein Foto mit mir machen möchte. Und siehe da, ohne mit der Wimper zu zucken und sehr heiter aufgelegt, gab er mir ein „Selbstverständlich!“ zurück. „Wie woll’n sie denn?“
„Na gleich hier, ganz unkompliziert. Von mir aus auch mit dem Einkaufswagen“, meinte ich.
So entstand das Bild mit dem Schauspieler Horst Krause und dem Einkaufswagen vor uns. Ich muss sagen, ich habe mich sehr gefreut Herrn Krause alias „Schulze“ im Film – Schulze gets the blues – getroffen zu haben. Ich wünschte ihm noch einen angenehmen Abend und bedankte mich. Zu Hause in der WG erzählten wir dann, beim vertilgen des Hackepeters auf einer „Stulle„, die überraschende Begegnung unserer Mitbewohnerin.
So und nicht anders sieht der Roman „Der Tausendfüßler“ im Buchumschlaglayout aus. Das Layout gefällt mir außerordentlich und ich denke, dass das Bild wie die Faust aufs Auge auch zum Titel und zum Inhalt passt. Es gab lange Diskussionen in unserer WG in Berlin und bei meinen Freunden, welches Bild am geeignetsten sei. Zwischen zwei Foto-Varianten in unterschiedlichen Farbvariationen mussten wir uns bzw. ich mich am Ende entscheiden.
Bild: Buchumschlaglayout – Der Tausendfüßler
Das Endprodukt im Layout übertraf meine Vorstellungen und ich bin hoch erfreut es nun präsentieren zu können.
Info und Anmerkung des Autors: Den Roman gibt es nicht mehr mit dieser Covergestaltung wie hier im Bericht. Der Liebesroman hat nach der 2. Auflage im Verlag BoD eine neues Layout – quasi ein neues frisches Cover-Kleid.