Frankfurter Buchmesse – Der Literaturzirkus öffnet wieder seine Pforten

Frankfurter Buchmesse 2010 – Ehrengast dieses Jahr: Argentinien

Im Oktober heißt es wieder: Umblättern! Die Frankfurter Buchmesse öffnet vom 6. bis 10. Oktober 2010 erneut ihre Tore und die Macher der Branche wie Verleger, Buchhändler, Agenten, Filmproduzenten und Autoren sind wieder in den heiligen Hallen der Frankfurter Messe zu Hause. In diesem Jahr ist der Ehrengast das Land Argentinien. Über 7.300 Aussteller aus 100 Ländern sind vertreten. Thematischer Schwerpunkt des Programms der Buchmesse ist „Die Digitalisierung in der Buchbranche“.

Öffnungszeiten für das Lesepublikum

Vom 9. und 10. Oktober 2010 finden jeweils die Publikumstage statt.  Die Tageskarte für Privatbesucher kostet 14€. Mit 12€ pro Person ist der Literaturfan im Gruppentarif dabei. Schüler bezahlen 7€ (den Nachweis nicht vergessen). Ein Wochenendticket kostet  20€. Weitere Preise für Fachbesucher, Sortimenter, Bibliothekare und Studenten außerhalb der Publikumstage sind auf der Homepage der Frankfurter Buchmesse zu finden.

Es heißt wieder: Umblättern!
Es heißt wieder: Umblättern!

Die Frankfurter Buchmesse ist weltweit bekannt. Daher ist sie auch der bedeutendste Handelsplatz für Bücher, Medien, Rechte und Lizenzen. „Entdecken Sie Neues“, heißt es auf der Homepage der Frankfurter Buchmesse. Wer nicht weiß, was „digitaler Content“ ist, wird auf der Messe mit Sicherheit Gesprächspartner finden, mit denen dieses Thema besprochen werden kann.

Deutscher Buchpreis 2010

Auch in diesem Jahr vergibt der „Börsenverein des Deutschen Buchhandels“ wieder den – Buchpreis 2010 –. Mit diesem Preis zeichnet der „Börsenverein des Deutschen Buchhandels“ den besten Roman in deutscher Sprache aus. Sechs Finalisten stehen zur Auswahl. Die Preisverleihung findet am 4. Oktober zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse statt.

Die nominierten Romane:

  • Jan Faktor – Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder im Reich des heiligen Hodensack-Bimbams von Prag (Kiepenheuer & Witsch, März 2010)
  • Thomas Lehr – September. Fata Morgana (Carl Hanser Verlag, August 2010)
    Melinda Nadj Abonji –Tauben fliegen auf (Jung und Jung Verlag, August 2010)
  • Doron Rabinovici – Andernorts (Suhrkamp Verlag, August 2010)
  • Peter Wawerzinek – Rabenliebe (Galiani Berlin, August 2010)
  • Judith Zander – Dinge, die wir heute sagten (Deutscher Taschenbuch Verlag, September 2010)

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

Während der Messe wird ebenfalls der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen. Im Gegensatz zum – Buchpreis 2010 – steht hier der Autor des Preises schon fest. Es ist der israelische Schriftsteller David Grossmann. Er erhält den 25.000€ dotierten Friedenspreis. Die Begründung des Stiftungsrates lautete: Das sich Grossmann „aktiv für die Aussöhnung zwischen Israelis und Palästinensern“ einsetzte. Sein zu letzt erschienener Roman trägt den Titel „Eine Frau flieht vor einer Nachricht“.

Mehr Informationen zum Programm, zu Themen u.v.a. zur Buchmesse in Frankfurt finden Interessierte stets auf der Homepage der Frankfurter Buchmesse.

Artikel zum diesjährigen Friedenspreisträger David Grossmann:

FAZ online: „Der Rufer in der Wüste“ von Anja Hirsch“
ZEIT online: „David Grossman, ein verzweifelter Optimist“ von Gerrit Bartels

Buchtipp: Bücher von Jens Böhme

Ein Bericht über die Hafenbar Berlin: Karaoke mit Junggesellinnen und Alexandra Maria Lara

Der Hauptstadt-Club Hafenbar in Berlin: Karaoke mit Junggesellinnen und Alexandra Maria Lara

„Männers! Heute ist euer Glückstag“, meinte der Türsteher. Nichts ahnend was uns an diesem Abend noch erwarten würde, standen wir zu zweit vor der berühmt berüchtigten Hafenbar Berlin. Einem Club in Berlin Mitte, bekannt durch seine Schlager-Party „Stimmen in Aspik“ an jedem Freitag.

„Da oben sind gerade mal 2 Männer anwesend und ca. 70 Frauen.“ „Du willst uns doch verklappsen“, meinte ich ungläubig. „Das ist kein Witz. Mit euch wären es vier. Du kannst gern nach oben gehen, dich umschauen und mir dann sagen, dass ich Recht habe.“ „Okay“, sagte ich und konnte mein verblüfftes Gesicht nicht mehr verbergen. Vor uns hatten gerade ca. 10 hübsche Frauen am Eingang Einlass bekommen. Alle mit nahezu demselben T-Shirt, die elfte Dame fiel nur durch ein Extra-Accessoire auf; nämlich einem Schleier.

Die Damen feierten Junggesellenabschied. Oh Verzeihung! In diesem Fall heißt es ja: Junggesellinnenabschied!

„Am vergangen Samstag gab es ein Jungesellinnen-Abschieds Massaker in der Hafenbar. Wir zählten zum Schluss 6 Bräute mit Anhang. Auf einen Mann in der Hafenbar kamen zeitweise 12 Frauen. Was für eine traumhafte Quote!!!“ (Zitat: hafenbar-berlin.de )

Im Himmel der Hafenbar – Karaoke mit Joe Hatchiban von Bearpit Karaoke aus dem Mauerpark

© Hafenbar-Berlin.de

Der Türsteher sollte wirklich Recht behalten. Die Treppen kurzerhand nach oben gestiegen, hörten wir schon eine Damengruppe, die einen Karaoke-Song performte. Fürs erste sah man(n) überall nur Frauen. Das sollte auch eine ganze Weile so bleiben. Zwei-drei größere Grüppchen waren definitiv zum Junggesellinnenabschied in der Hafenbar. In Berlin sieht man häufig diverse Grüppchen von Männern oder Frauen, die im Tross durch Berlin ziehen. Froh und heiter verkünden sie, dass sich nun EINER oder EINE von ihnen unter die Haube bzw. den Pantoffel begibt. Es scheint Institution zu sein, dass viele von ihnen den Abend im Berliner Club Hafenbar beginnen oder da irgendwann zur richtigen Stunde einkehren bzw. den Abend einfach feucht fröhlich feiernd mit den anderen Gästen verbringen. Das dann, bis zum Zapfenstreich; meist gegen 5 Uhr.

Gastgeber der Karaoke an jenem Abend war der in Berlin bekannte Joe Hatchiban von Bearpit Karaoke aus dem Mauerpark Berlin. Zusammen im Wechsel mit dem „Fabulösen Fabian“ präsentieren beide jeden Samstag ab 21 Uhr Karaoke. Ein „Warm Up für die Partynacht“, wie es auf der Homepage der Hafenbar heißt. Interessant ist, dass die Songs live per Internet von TalentRun geladen werden. Ein Video wird dabei in Echtzeit ebenfalls auf TalentRun gespeichert. Sollte es der Sänger oder die Sängerin wünschen, wird die Kamera selbstverständlich abgeschaltet. Die Junggesellinnen an jenem Samstagabend – einem Abend zur WM-Zeit 2010 – konnten dabei aus 1.900 internationalen und deutschen Titeln wählen. Karaoke-Damenwahl! Und die Damenauswahl an diesem Abend konnte sich phänomenal sehen lassen.

Alexandra Maria Lara performt zu Amy Winehouse

Natürlich kann der Leser dieses Berichtes die Aussage von „Damenwahl“ jetzt eindeutig-zweideutig interpretieren. Ob wir vier Männer während des Karaoke-Status-Quo die Damenwahl hatten oder die Damen die Auswahl aus den Liedern bzw. der wenigen anwesenden Männer; ein Fest für die Sinne war es allemal. Es war einfach nur himmlisch, um nicht erneut die Hafenbar zu zitieren: Es war „ein Jungesellinnen-Abschieds Massaker“. Ganze 6 Bräute mit Anhang wurden laut Hafenbar gezählt. In einem der Gefolge entdeckten wir überraschend die Schauspielerin Alexandra Maria Lara bekannt aus Filmen wie „Der Fischer und seine Frau“, „Nackt“ oder dem Film – und der Titel völlig passend zum Flair der Hafenbar – „Vom Suchen und Finden der Liebe“. Es wurde gemurmelt und gemunkelt und dann hatte es sich bestätigt. Sie ist es.

„Gutes Double oder ist sie es wirklich“, hatte ich die ganze Zeit im Kopf gehabt, doch irgendwann war es Fakt. Sie ist es – wirklich. Von Star-Allüren keine Spur feierte sie wie alle anderen und mit allen anderen den Karaoke-Abend in der Hafenbar. Die verschiedenen Junggesellinnengruppen lieferten sich eine hören- und sehenswerte Sängerschlacht nach der anderen. Die Stimmung war am Kochen. Vor allem dann, als eine der Damengruppen zu ABBAs “Waterloo” eine kleine Choreografie hinlegte, die die Stimmung im Raum und die Partygemüter so richtig nach oben katapultierte. Wer das gesehen hat, „wird diese Nacht nicht so schnell vergessen“, ist ebenfalls auf der Homepage des Clubs zu lesen. Wie wahr. Viva – es lebe die Hafenbar!

Der Saal füllte sich immer mehr und überraschenderweise kamen immer noch, immer mehr Damen in den Club. Ein durchaus perplexes Grinsen konnte man mir sicherlich ansehen. Warum auch nicht? Die Hafenbar ist ja bekannt für eine lockere und freundliche Atmosphäre sowie einem doch gerechten Männer-Frauen-Anteil. Doch zu Zeiten der Fußball-Weltmeisterschaft und weil der Sommer wieder einmal zum Heiraten einlädt, kann es schon einmal zu Verschiebungen im Hafenbar-Raum-Zeit-Kontinuum kommen.

Junggesellinnenabschied – „Let’s dance“ der Herzen bis in den Morgen

Zur Beruhigung aller sich bis hierher eingelesenen Neider, kann ich sagen, dass nach und nach auch immer mehr Männer den Weg in die Hafenbar fanden. Als gegen 24 Uhr dann der Tanz eingeläutet wurde, pendelte sich die Wage der Männer-Frauen-Gerechtigkeitsquote wieder zusehends auf annäherndes Normalniveau ein. Die Junggesellinnen feierten mit allen anderen Besuchern der Hafenbar wie es sich gehörte, nämlich laut mitsingend; das dann auf wie auch neben der Tanzfläche. Die Musik an einem Samstagabend setzt sich dabei aus  Liedern der 50er, 60er, 70er, 80er, 90er, 00er und 10er Hits zusammen. Da wird stets laut mitgesungen; vor allem die Junggesellinnen können dann schon mal zu einem wild schreienden Chor mutieren. „Die heiraten als gäbe es nächstes Jahr ein Gesetz, das verbietet zu heiraten“, sagte mir Helga Schmidt (Link: Video mit Helga auf zeit.de) mit einem Lächeln. Helga, dass ist die nette Dame, deren Revier sich zwischen Raucherlounge und Treppenaufgang erstreckt. Sie passt auf, dass alles seinen rechten Gang innerhalb des Sanitärbereiches geht. Wer mehr als zwei Mal da war, kennt sie. Sie gehört irgendwie zum Inventar und alle lieben sie. Sie hat für alles ein offenes Ohr und kennt so manche Flirt-Anekdote.

Und geflirtet wird in der Hafenbar immer. Denn hier in der Hafenbar werden die Damen noch zum Tanz aufgefordert. Egal wie perfekt oder verquert der Discofox aussieht – egal Hauptsache Mann & Frau tanzen miteinander und lächeln sich zu. Spontane Knutschaktionen nicht ausgeschlossen. Daher mag so manch eine Romanze hier auch begonnen haben. Erst die Nummer ausgetauscht und dann Tage später wieder verabredet. Die Quintessenz dieser Handlungen sind möglicherweise eben jene Damen auf eben diesen so typischen Berliner Junggesellinnenabschieden.

Am Ende blieb mir nichts andres übrig als dem Türsteher im Vorbeigehen zu sagen: „Du hast Recht gehabt. Super Party und ich komme wieder.“

Den Bericht „Hafenbar Berlin: Karaoke mit Junggesellinnen und Alexandra Maria Lara“ [Link nicht mehr existent] gibt es auch zu lesen auf hauptstadtstudio.com.

Bild: Alexandra Maria Lara singt in der Hafenbar Karaoke (Quelle: hafenbar-berlin.de) [Link nicht mehr existent]

Weitere interessante Infos über den Berliner Club Hafenbar Berlin (Video-Beiträge):

Video über die Hafenbar auf SpiegelOnline 20.02.2010

Video über die Hafenbar auf Bild.de 06.12.2007 [Link nicht mehr existent]

(Artikel aktualisiert 08.02.2026)

Pressemitteilung von Jens Böhme auf online-artikel.de – QualityScope GmbH

IT-Twitter-News – Der IT-Personaldienstleister QualityScope GmbH twittert

News aus dem IT-Bereich für IT-Experten

© QualityScope GmbH
© QualityScope GmbH

News-Tweets für IT-ler. QualityScope spricht nicht nur die Sprache der IT-Experten. Der IT-Personaldienstleister QualityScope GmbH twittert jetzt auch News aus dem IT-Bereich. Interessierte können auf twitter.com/QualityScope  aktuelle Nachrichten aus dem World Wide Web in Kurzform nachlesen. Die Themenplatte fokussiert sich dabei  auf die IT-Branche. In Arbeit ist auch ein Twitter in dem ausschließlich topaktuelle Vakanzen im IT-Sektor getwittert werden.

Social-Media – Twitter als Marketingkanal für IT-Themen und IT-Vakanzen

„Das Thema `Social Media` , die Interaktive-Repräsentanz von Unternehmen im Web,  ist für uns nicht neu, aber ein doch etwas anderes Gebiet im IT-Bereich als die Vermittlung von IT-Experten wie Softwaretester und Programmierer für Java, PHP, .NET“, erklärt Geschäftsführer Rainer Haupt.  „Aber diese Social-Media-Kanäle sind ja indirekt mit dem Aufgabenfeld der IT-Fachkräfte verknüpft. Wir sehen darin eine Möglichkeit unsere Dienstleistung zu promoten und interessante Fakten aus der IT-Branche zur Information und zum Diskurs bereit zu stellen. Primär sind wir jedoch Personalvermittler im IT-Sektor.“

Der Online-Stellenmarkt von QualityScope GmbH

Bei der IT-Stellenbesetzung ist QualityScope für zahlreiche Unternehmen ein verlässlicher Partner geworden. Mit Hauptsitz in Berlin greift der IT-Personaldienstleister auf jahrelange Erfahrung zurück. QualityScope bietet Bewerbern wie auch Unternehmen ein breites Dienstleistungsportfolio für den gesamten IT-Bereich an. So können IT-Fachkräfte auf dem Stellenmarkt von QualityScope Ausschau nach interessanten Vakanzen halten und sich direkt auf das passende Jobangebot bewerben. Aber auch eine Initiativbewerbung ohne explizit offene Stelle lohnt sich beim IT-Personalvermittler. Denn mehrfach  werden IT-Jobangebote von Kunden an QualityScope exklusiv vergeben, die häufig nirgends ausgeschrieben werden. „Unsere Twitterpräsenz ist demnach eine zusätzliche Möglichkeit Jobangebote für IT-Fachkräfte direkt zu kommunizieren und passende Kandidaten zu rekrutieren“, erläutert Rainer Haupt; Geschäftsführer von QualityScope GmbH.

Pressemitteilung von Jens Böhme auf dem Portal http://www.online-artikel.de (Online PR-Portal – Socail Media News Releases – Public Relations Services): „IT-Twitter-News – Der IT-Personaldienstleister QualityScope GmbH twittert“. [Anmerkung: 25.06.2015 Link gelöscht, Artikel nicht mehr vorhanden]

Rezension: Gut gegen Nordwind – Das Theaterstück in der Komödie am Kurfürstendamm mit Tanja Wedhorn und Oliver Mommsen

„Gut gegen Nordwind“ in der Komödie am Kurfürstendamm

Gut gegen Nordwind - Komödie am Kurfürstendamm
Bild: Banner „Gut gegen Nordwind“

Gut gegen Nordwind“ – Die Liebe kommt mit dem Nordwind

Gut gegen Nordwind - Tanja Wedhorn und Oliver Mommsen
Gut gegen Nordwind

Die Liebe kommt mit dem Nordwind. Auch wenn es nicht direkt der Nordwind ist, der Emmi Rothner das Gefühl der Liebe gibt, so ist es eher die Sehnsucht nach ihr. Jene Sehnsucht nach dem Gefühl der Nähe, nach Zweisamkeit, nach Geborgenheit, nach Zukunft, eben nach alldem, was gut tut. Es ist die Sehnsucht vor allem nach einem ganz bestimmten Mann: Leo Leike. Leo Leike ist ihr virtueller E-Mail-Partner. Mit ihm verbindet Emmi etwas ganz Besonderes. Mit ihm hat sie eine derart starke geistige Verbundenheit, die ihre Gefühle voll und ganz in Beschlag nimmt und damit einhergehend ihr Denken, ihr Handeln, letztendlich ihren Alltag bestimmt. Keine Frage. Es geht schließlich soweit, dass daraus Liebe erwächst, denn es fühlt sich für Emmi gut an immer wieder Leos Zeilen zu lesen. Und der Spiegel, der funktioniert natürlich, denn umgedreht ist es nicht anders. Leo fühlt wie Emmi. Eine neue Liebe ist emporgestiegen! Was kann daran falsch sein? Eigentlich nichts. Die Crux ist nur, dass sich Emmi schon in einer Partnerschaft befindet. Demzufolge ist sie wie hin und her gerissen.

Internetbekanntschaften – Die Liebe im Netz finden …

„… also dass gibt es doch nicht wirklich oder? Das geht doch nicht, das ist doch viel zu plump! Das ist nicht real, umständlich ist dass und … irgendwie auch nicht natürlich!“ Doch! Liebe im Netz gibt es. Primär natürlich die Suche und sie ist längst schon zu einem ganz normalen Bestandteil unserer Welt geworden. Über das Internet lernen sich in der heutigen Zeit viele Menschen kennen und kommen sich durchaus näher. Es ist die viel diskutierte – Virtualität -, die den Menschen nicht natürlich erscheint. Dem einem ist es gänzlich suspekt die Liebe über das Netz zu finden, dem anderen hingegen sind die Portale im Netz zeitgemäße Plattformen, um der Liebe, dem eigenen Glück auf die Sprünge zu helfen. Ein Sprungbrett hin zum eigenen Traumpartner. Emmi Rothner ist nun jetzt nicht gerade auf der Suche nach ihrem Traummann. Eher ist es eine Verwechslung der E-Mail-Adresse, die sie an Herrn Leo Leike geraten lässt. Aber irgendwie hat die sich darauf folgende Entwicklung einer doch süchtig machenden E-Mail-Korrespondenz unweigerlich auch den Hauch einer wie oben erwähnten Internetbekanntschaft. Es ist und bleibt eine Suche, ein persönliches Ersehnen nach dem Glück, den richtigen Menschen auf der anderen Seite des Bildschirmes vorzufinden. Damit verbunden, tritt hier die ganze Palette menschlicher Gefühle zu Tage.  

Das spielerischen Techtelmechtel von Frau und Mann nimmt wie eh und je seinen Lauf. All das, wenn „Er“ und „Sie“ sich eben kennen lernen. Im Theaterstück „Gut gegen Nordwind“ zeigt sich, wie eng Wirklichkeit und digitale Welt miteinander verwoben sind. Es sind letztendlich Menschen, die hinter den Buchstaben der digitalen Welt stecken. Somit ist die erwähnte Virtualität nicht das Gegenstück zur Realität, sondern eher ein Teil dieser unserer aller Realität: PARS PRO TOTO – Ein Teil steht für das Ganze. Glattauers Roman ist ein hochmoderner digitaler Briefwechsel mit altbekannten Facetten und neuen Nuancen. Die beiden Protagonisten, Emmi Rothner und Leo Leike, bekommen sich zwar nicht zu Gesicht, lernen sich jedoch mit der Zeit immer näher kennen; eben virtuell. Es sind nur Buchstaben, Wörter und Texte, die von A nach B versendet werden. Doch „Am Anfang“ steht nun mal immer das Wörtchen „Am“ und eine Geschichte nimmt ihren Lauf.

Das Theaterstück in der Komödie am Kurfürstendamm

Als Zuschauer des Theaterstücks ist man im Vorfeld der Aufführung sehr gespannt. Kann ein Theaterstück überhaupt den Bestseller “Gut gegen Nordwind” von Daniel Glattauer darstellen? Kann es dem Text überhaupt gerecht werden? Wer das Buch von Daniel Glattauer gelesen hat, fragt sich dies zu Recht. „Gut gegen Nordwind“ lief bis 4. April 2010 in der Komödie am Kurfürstendamm und konnte sich im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen. Die Umsetzung von Glattauers Bestseller gelang dem Regisseur Rüdiger Hentzschel in einer einzigartigen und herzzerreißenden Art und Weise. Vor allem die Hauptdarsteller Oliver Mommsen als Leo Leike und Tanja Wedhorn als Emmi Rothner trugen zu einer sensationellen und gefühlsechten Inszenierung bei. In Gestik, Mimik und Wortlaut wurden die Gefühle, die sich eigentlich nur im digitalen Briefwechsel des Buches widerspiegelten voll und ganz auf die Zuschauerplätze transportiert.

Die Wörter und letzten Endes die Gefühle wurden greifbar. Als Zuschauer befand man sich mittendrin und war jederzeit bereit, die Handlung selbst in die Hand zu nehmen falls den beiden irgendwann die Worte ausgegangen wären. Es wurde mit gelacht, mit gelitten und mit gefiebert. Von einer E-Mail zur anderen E-Mail bekam der Text mehr Plastizität. Er wurde greifbar und im wahrsten Sinne des Wortes „fühlbar“. Gefühlswallend akkumulierte sich das Stück zum Showdown. Stets gab es einen Kampf zwischen Verstand und Moral, versus Gefühl und dem „Inneren Drang“, das Richtige zu tun. Wie immer ist es uneindeutig eindeutig, was wohl das Richtige wäre. In diesem Fall nämlich den Gefühlen Vorrang zu geben und die Virtualität endlich zu verlassen. Raus, nur raus aus der digitalen Welt. Raus mit dir Emmi, raus mit dir Leo!

Das Gefühl und immer wieder das Gefühl von einem Gefühl

Die schauspielerische Leistung beider Darsteller war brillant. Obwohl sich Emmi und Leo auf der Bühne gegenüber standen, schaffte es die Bühnengestaltung, sowie das Schauspiel beider Protagonisten, dem Zuschauer auf seinem Platz die Anonymität des Internets – die Trennung durch Nullen und Einsen –, die digitale Welt treffend zu verdeutlichen. Es war eine gelungene Darstellung von „so weit weg und doch so nah“. So durchzog eine unsichtbare Wand das Spielfeld der Bühne. Alle Liebelei blieb in einem Elfenbeinturm der Sehnsucht und im jeweiligen Wohnungsquadranten von Frau Rothner und Herrn Leike eingekerkert. Wie sollte diese Sehnsucht auch frei kommen, wenn sich keiner von beiden traut auch nur einen Schritt weit weg vom Elfenbeinturm namens Bildschirm zu begeben?

Die Geschichte trennte die Protagonisten zwar räumlich, aber nicht vom Gefühl her. Sie fand in der Komödie am Kurfürstendamm eine ansehnlich gemütliche Rekonstruktion in Gestalt von Leo Leikes und Emmi Rothner Wohnzimmer. Mitten auf der Bühne verlief diagonal ein Trennstrich. Auch wenn dieser während des Stücks eindeutig wahrnehmbar war und Emmi Rothner und Leo Leike in ihre jeweiligen Grenzen verwies, so gab es jedoch keine Grenzen ihrer unzertrennlichen und sehnsüchtigen Liebe im Geiste. Denn die war irgendwann nur all zu sehr präsent und hatte sich tief manifestiert. Der Trennstrich jedoch war ein gelungenes Symbol für die im Roman vorhandene Virtualität und Trennung durch den digitalen Briefwechsel.

Emmi und Leo schauten sich während der ganzen Vorstellung nicht einmal in die Augen. „Leo, warum gehst Du nicht einfach rüber und sagst ‚Hallo’, mach es dir doch nicht so schwer“, war der Wunsch, der sich dem Zuschauer aufdrängte und dem man all zu gern gewähr gegeben hätte. Notfalls hätte so mancher Herrn Leo Leike oder Emmi Rothner gern einfach mal auf die andere Seite – in die Realität – hin zum Pendant geschuppst. Sollte Hinüberschupsen aber nicht helfen, kann auch gern getreten oder gezogen werden. Hauptsache der Liebe Quälerei wird ein Ende geboten. Niemand wusste schließlich, wie lange die Ewigkeit der Brautwerbung alla Minnesang, dieses ewige Hin & Her, noch zu ertragen gewesen wäre.

Ein gar schmerzlicher Idealismus der Liebe, den es galt bis zum Ende auszuhalten. Natürlich wurde dieser vom Zuschauer sehr unterhaltsam ausgehalten.

Ein Theaterstück ohne Happy End?

„Gut gegen Nordwind“. Das Theaterstück sah sich nicht nur spannend an, sondern fühlte sich auch dermaßen gut an, dass der stürmische Applaus am Ende der Vorstellung voll und ganz gerechtfertigt war. Trotzdem fragt man sich am Ende: Was macht ihr da? Emmi und Leo! Was zum Teufel macht ihr beiden da nur? Nach so viel Gefühl wollen wir doch ein Happy End sehen. Doch hier holt den Zuschauer die Wirklichkeit vollends wieder ein. In jeder Sekunde, die verstrich und der Zuschauer dem Wechsel der schauspielerisch dargestellten Worte folgte, wünschte er sich natürlich nichts sehnlicher als ein Happy End herbei und Leser, die zuvor schon in den Genuss der Roman-Geschichte kamen, kannten den Schluss natürlich schon. Also hoffe man permanent und glaubte an die experimentelle Eigendynamik so mancher Inszenierung. Eben an eine Umsetzung des Stückes, bei dem alles passieren kann.

Alles sollte auch passieren, nur nicht das, dass am Ende … Wo bleibt denn da die Überraschung? Leider hatte Leo Leike Recht. Nämlich, dass es nur eine virtuelle Liebe ist. Nichts Greifbares, nichts für die Ewigkeit. Real anwesend mag diese Liebe ja gewesen sein, aber nicht für die unmittelbaren Sinne. Es brauchte nur einer nicht mehr zu antworten und die Verbindung wäre für immer getrennt. „Nur keine Trennung, nur keine Trennung, lass den Server nur nicht krachen gehen oder irgendjemanden Leo Leike überfahren.“ Jederzeit war man froh, wenn einer vom anderen den Spielball wieder aufnahm, alle technischen Gerätschaften funktionierten und auch niemand der beiden verlor die E-Mail-Adresse aus dem Gedächtnis; aus welchen unerfindlichen Gründen auch immer? Alle moralischen Bedenken, die in den Dialogen mitschwangen, wollte man als Zuschauer nicht wahr haben.

„Gut gegen Nordwind“ – Der Nordwind gibt die Richtung an

Es gab kein – richtig – oder – falsch – mehr. Nur ein: Lass es geschehen, es ist das richtige Gefühl. Außerdem ist doch noch nichts passiert. Eben, „nichts passiert“ – noch nicht. Dass ein kalter Nordwind im Theater am Kurfürstendamm so herzerwärmend sein kann, hätte man im Vorfeld nun wirklich nicht gedacht. Demnach kann folgendes Prädikat vergeben werden: Sensationell kurzweilige Theateraufführung mit viel Gefühl von Daniel Glattauers Bestseller „Gut gegen Nordwind“. Freunde des Happy Ends wurden hier leider nicht belohnt. Die Belohnung lag eher darin, dass der Zuschauer von der schauspielerischen Leistung der Schauspieler permanent belohnt wurden. In jedem geschriebenen, in jedem dargestellten Wort lag die Belohnung für die Zuschauer im wahrsten Sinne im Mitfühlen, sowie den erkenntnisreichen Weg mit Emmi Rothner und Leo Leike gemeinsam zu bestreiten, was nun eigentlich „Gut gegen Nordwind“ ist. Clevererweise steht eine mögliche Gefühlsbelohnung durch ein Happy End ja noch in Aussicht. Nämlich mit Daniel Glattauers Folgeroman „Alle sieben Wellen“. Dieses dann hoffentlich auch wieder mit einer Adaption auf einer der hiesigen Theaterbühnen?

(Artikel „`Gut gegen Nordwind` in der Komödie am Kurfürstendamm“ ehemals veröffentlicht auf hauptstadtstudio.com)

Bücher von Daniel Glattauer:

(Artikel aktualisiert 08.04.2025)

Pressemitteilung von Jens Böhme auf online-artikel.de – QualityScope GmbH

QualityScope GmbH spricht die Sprache der IT-Experten

http://www.qualityscope.de – Das Internetportal für IT-Personalvermittlung

QualityScope Logo
© QualityScope GmbH

Berlin, 20. April 2010 – Wer IT-Fachkräfte an Unternehmen vermittelt, muss die Sprache der IT-Experten sprechen. „Durch jahrelange Erfahrungen im Bereich der IT kennt die QualityScope GmbH die Anforderungen der Unternehmen im IT-Sektor und weiß worauf es bei einer Stellenausschreibung mit entsprechenden Anforderungen in der Branche ankommt“, erklärt Rainer Haupt, Geschäftsführer der QualityScope. „Beim Matching von Bewerber und Vakanz arbeiten Mitarbeiter des Unternehmens professionell mit Fachtermini und selektieren sorgfältig geeignete Kandidaten auf passende Vakanzen.“

Neuer Internetauftritt des Personaldienstleisters

Seit 1. April 2010 besitzt die QualityScope ein neues Gesicht im Internet. QualityScope steht für: Quality IT Recruitment – Ein Personaldienstleister spezialisiert auf den IT-Bereich. Im Jahr 2004 wurde das Unternehmen als Vertriebspartner für Software-Qualitätssicherungs-Lösungen der Unternehmen Siemens und T-Systems gegründet. Im Zuge eines Gesellschafterwechsels 2008 wurde das Kerngeschäft von QualityScope auf die Beschaffung und Vermittlung von IT-Experten beziehungsweise das Staffing von IT-Projekten konzentriert. Der Fokus Qualitätssicherung besteht weiterhin fort, hinzu kamen klassische IT-Bereiche wie Programmierung, Projektleitung, Datenmanagement und Administration.

Kerngeschäft der Personalvermittlung im IT-Bereich

Inzwischen ist QualityScope für zahlreiche Unternehmen ein verlässlicher Partner bei der IT-Stellenbesetzung geworden. Heute bietet es Bewerbern wie auch Unternehmen ein breites Dienstleistungsportfolio für den gesamten IT-Bereich an. So können sich IT-Fachkräfte auf der Homepage des IT-Personaldienstleisters auf dem IT-Stellenmarkt von QualityScope umschauen, ob ein für sie passendes Jobangebot ausgeschrieben steht. Sollte dies nicht der Fall sein, besteht für den Bewerber die Möglichkeit sich mit einer Initiativbewerbung auch ohne explizit offener Stelle in der Datenbank zu registrieren. Nach Absprache werden Mitarbeiter von QualityScope passende Bewerber mit entsprechenden Qualifikationen bei Kunden mit Vakanzen im IT-Bereich vorstellen. Diese Stellen werden häufig exklusiv vergeben und sind oftmals nirgends ausgeschrieben.

Kooperation mit dem Personaldienstleister http://www.persOrange.de

Durch die Kooperation mit dem Personaldienstleister persOrange hat das Unternehmen seit 2008 Zugriff auf ein professionelles und effizientes Bewerber-Management-System. Mit dieser Datenbank, in der sich über 35.000 Bewerber-Profile befinden, können Unternehmen Fachkräfte unterschiedlichster IT-Bereiche rekrutieren. Zu den Kunden von QualityScope zählt eine Vielzahl von mittelständischen Unternehmen als auch Großunternehmen und Konzerne. Bei einer Personalvermittlung kann zwischen Festanstellung oder flexiblen Arbeitszeitmodellen wie zum Beispiel dem Personalleasing gewählt werden. Ein Modell, das auch zunehmend in der IT geschätzt und angewandt wird. Darüber hinaus bietet Ihnen QualityScope zusätzliche Dienstleistungen rund um das Bewerbermanagement.

Pressemitteilung von Jens Böhme auf dem Social Media News-Portal http://www.online-artikel.de: „QualityScope GmbH spricht die Sprache der IT-Experten“ [Anmerkung: 25.06.2015 Link gelöscht, Artikel nicht mehr vorhanden]

Interview mit der Berliner Band Berge auf Hauptstadtstudio

  1. Interview mit der Band Berge zum Debütalbum „Keine Spur“
  2. 10 Fragen an die Berliner Band Berge

Interview mit der Band Berge zum Debütalbum „Keine Spur“

Berliner Band Berge
hoertberge.de

Vor kurzem habe ich hier in der Rubrik „Videos auf dem Blog“ das Lied „Die fetten Jahre sind vorbei“ von Berge vorgestellt. Hauptstadtstudio hat 10 neugiere Fragen an die Band gestellt, die Rocco, einer der vier Bandmitglieder, mir gern beantwortet hat. Mehr Informationen zur Berliner Band Berge wie Twitter, Homepage, Debütalbum „Keine Spur“ und natürlich das Interview können Interessierte auch auf hauptstadtstudio.com lesen.

Es folgt der Artikel mit dem Interview der Band Berge:

„Keine Spur“ das Debütalbum der Berliner Band Berge

In Berlin steckt viel Musik. In den Clubs, auf den Straßen, in Proberäumen, in den Zimmern von Wohngemeinschaften, auf der Sommerwiese im Tiergarten oder auf den öffentlichen Plätzen wie zum Beispiel dem Alexanderplatz; letztendlich in den hiesigen Konzerthallen. In der Hauptstadt tummeln sich viele Künstler, vor allem auch Musiker unterschiedlicher Genre. Einsame Solisten, erquickende Duos, aber auch Zusammenschlüsse mehrerer Musiker – leidenschaftliche Liebhaber von Melodien und Texten – zu einer Band, sind hier auf ihren Instrumenten unterwegs.

Die Berliner Band Berge kommt direkt von der Spree. Berge, das sind vier gebürtige Berliner, die neuen Schwung in das deutschsprachige Popkarussell bringen. Die Band, deren Stimme die Sängerin Marianne ist, besteht seit dem Jahr 2007. Mit den drei Musikern Rocco, Jakob und Rüdiger komplettiert sich das Band-Quartett. Am 6. Februar 2010 erschien das Debütalbum „Keine Spur“. In Online-Shops wie zum Beispiel iTunes, Musicloadoder bei Amazon ist das Album bereits erhältlich. Musik und Texte produzieren und schreiben Berge selbst. Die Band gestaltet eigenhändig das Artwork, ihre Videos und Kurzfilme. Das Hauptstadtstudio war neugierig und stellte der Band Berge 10 Fragen. Rocco „einer der 3 Kerle“ aus der Band stand Rede und Antwort.

10 Fragen an die Berliner Band Berge

Jens: Hallo „Berge“ ich grüße Euch und bin neugierig. Ich kann mir vorstellen, dass Ihr die Frage schon oft gehört habt. Also die nervigste Frage zu Beginn: Wie seid Ihr auf den Bandnamen „Berge“ gekommen?

Berge: Na dann legen wir mal los …Der Name war eine teilweise intuitive und am Ende eine rationale Entscheidung. Einer unserer Songs fängt mit diesem Wort an und heißt auch so, dadurch hat sich das Wort lange Zeit in die Köpfe gebrannt als wir noch keinen Namen hatten. Und als es dann um die Namensfindung ging, sollte der Bandname auch ein paar Kriterien erfüllen: Kurz sollte er sein. Er sollte deutlich erkennbar machen, dass es sich um eine deutschsprachige Band handelt. Er sollte viele Bilder hervorrufen, ohne ein Phantasiewort zu sein. Da war die Entscheidung recht schnell da.

Jens: Wer schreibt bei Euch die Texte und welche Begebenheiten inspirieren Euch dabei? Wo sucht Ihr die Kreativität?

Berge: Die Texte und die Musik schreiben Rocco und Marianne zusammen. Die Themen dafür sind weit gefächert, oft einfach nur von dem abhängig, was einem in der Zeit gerade beschäftigt. Grundsätzlich handeln die Texte irgendwie von der Natur des Menschen, von Denkweisen oder eigenen Beobachtungen, ohne dabei zu sehr vorzuschreiben, was jeder einzelne zu hören hat. Kreativität ist eigentlich immer da, wenn man sie zulässt und nicht zu angestrengt ein ganz bestimmtes Ergebnis erzwingen will. Sobald eine Textpassage oder ein paar bestimmte Klänge einen berühren, entsteht der Rest des Songs von selbst.

Jens: Seit 6. Februar ist Euer Debüt-Album „Keine Spur“ in den Online-Shops zu bekommen. Wie lange habt ihr an dem Album gesessen?

Berge: An dem Album Haben wir ca. ein Jahr gesessen und es in unserem alten Proberaumstudio aufgenommen. Inklusive Songs schreiben und allem was dazu gehört. Es war ein langer Weg, der sich für uns aber gelohnt hat, denn wir konnten alles so umsetzen wie wir uns das gewünscht haben.

Jens: Was ist der Hintergrund des Titels „Keine Spur“, der sowohl Albumtitel als auch Titel einer der Songs ist?

Berge: Auch hier gilt wieder: Jeder kann sein eigenes Bild vom Song bzw. vom Titel haben. Der eine hört vielleicht einen Dialog zwischen zwei Menschen aus dem Songtext, ein anderer vielleicht einen Text über Vergänglichkeit und das am Ende eh alles wieder zu Staub wird. Im Zuge des CD Titels ging es darum, dass Musikhören in der heutigen Zeit wie ein Rummelbesuch, kurzlebig und ohne Nachhaltigkeit, funktioniert. Vor 10 Jahren hat man jede CD deutlich öfter gehört und auch mehr geschätzt. Das ist sicherlich nicht pauschal bei jedem so, aber in der Masse kann man die Entwicklung erkennen und darum geht’s in diesem Albumtitel.

Jens: Ihr seid harmoniesüchtig und Romantiker habe ich gehört und gelesen. Der Song „scheinbar“ drückt dies, meines Erachtens, sehr stark aus. Was bedeutet das Wort „Romantik“ für Euch und Eure Musik?

Berge: Romantik ist für uns auf jeden Fall kein klischeebehafteter oder kitschiger Begriff, eher ein Ausdruck mutig mit Emotionen jeglicher Art umzugehen. Wirklich romantisch sind wir aber eher nicht, vielmehr harmoniesüchtig im Sinne der musikalischen Harmonien. Pop ist nun mal Pop und wir alle sind unter anderem auch mit Popmusik groß geworden.

Jens: Neben anderen interessanten Schlagwörtern zu „Berge“ definiert Ihr Euch mit der Phrase „Suche nach besonderen Momenten“. Wo sucht Ihr diese Momente für Euch? Wie stark könnt Ihr diese in der Musik festhalten?

Berge: Ob ein Moment etwas Besonderes ist oder nicht bestimmt nicht der Umstand, sondern die Betrachtungsweise. Sprich: Wir suchen eigentlich in den meisten Momenten eine Besonderheit. Egal ob man auf dem schönsten Konzert seines Lebens ist oder einfach nur aus dem Fenster schaut und Tauben beobachtet. Wenn man Interesse hat genauer hinzusehen, dann kann man viel entdecken wo man oft vom Alltag abgelenkt ist. Mit der Musik ist das ähnlich, du kannst einen Song schreiben und danach auch versuchen ihm kleine Besonderheit zu verleihen, egal ob im Text oder im Sound.

Jens: Unabhängig davon, dass Ihr mit Sicherheit Eure eigene Note habt. Provokativ gefragt: Was sagt Ihr zu einem Vergleich mit Silbermond?

Berge: Wir sind eine deutschsprachige Pop/Rock Band mit einer dunkelhaarigen Sängerin und 3 Kerlen, welche die typischen Rockband Instrumente spielt. Da können sehr viele Ähnlichkeiten gefunden werden. Man kann es aber auch lassen und sehen was an Berge eigen ist. Der Vergleich wäre berechtigt, wenn wir bewusst Silbermond kopieren würden, das ist aber nicht der Fall, daher ist der Vergleich für uns hinkend. Es ist ja auch irgendwie nachvollziehbar das man, wenn man nicht bekannt ist, erst mal mit etwas Bekanntem in Verbindung gebracht wird.

Jens: Beim Titel „Die fetten Jahre sind vorbei“ muss ich unweigerlich assoziativ an den Film mit Daniel Brühl denken. Aber lassen wir das. Wie ist der Titel „Die fetten Jahre sind vorbei entstanden“? Gibt es dazu ein Geschichte?

Berge: Die Refrainmelodie und die Textzeile kamen mir (Rocco) beim Hören eines Foo Fighters Songs in den Kopf; ohne dass ich in jener Zeit den Film gesehen habe. Es war durchaus in der Band ein Thema, ob wir den Text abändern sollten, aber irgendwie passte die Melodie nur mit dem Text zusammen. Also haben wir’s so gelassen. Die Zeile hat jedenfalls keinen Bezug zum Film gehabt.

Jens: Wo und wann können Fans Euch dieses Jahr auftreten sehen? Gibt es schon Termine?

Berge: Wir spielen am 18.03.2010 in München im Ampere. Weitere Termine folgen ganz bald.

Jens: Wie sieht Eure Zukunft aus, was habt Ihr demnächst vor und ist schon ein 2. Album geplant?

Berge: (Rocco lacht) Album 2 – so etwas ist, glaub ich, immer geplant oder nicht? … Wir schreiben neue Songs, spielen ein paar Mal live und toben uns noch mehr aus was Animationsfilme etc. angeht. Wir wollen vor allem live eine Menge mehr auf die Bühne zaubern als nur 4 Musiker mit ihren Instrumenten. Es steckt alles noch in den Kinderschuhen, aber man kann schon ganz gut erkennen, wo die Reise hingehen soll. Kommt vorbei und schaut es euch einfach an.

(Das Interview führte Jens Böhme mit der Band „Berge“)

(Interview mit der Berliner Band Berge ehemals veröffentlicht auf hauptstadtstudio.com siehe auch Link zur ehemaligen Seite WayBackMaschine)

Berliner Künstler Toni Mahoni stellt am Freitag 26.02.2010 seine neue CD „Irgendwat Is Immer“ im BKA-Theater Berlin vor

Toni Mahoni Tourneebeginn im  BKA Theater in Berlin

Toni Mahoni - Irgendwat Is Immer
© Toni Mahoni – Irgendwat Is Immer

Rauchige Stimme, immer einen „juten Spruch uf Laga“, sowie Lieder und Geschichten aus dem Alltag, so kennt man Toni Mahoni. Als ehemaliger Videoblogger bei spreeblick.com können Fans seine neuesten Kommentare auf seiner Homepage tonimahoni.com (Link nicht mehr aktuell 08.02.2026) verfolgen.

Nach der Vorstellung seines Debütromans „Gebratene Störche“ am 22.02.2010 im Berliner Kaufhaus Dussmann legt Toni Mahoni nach. In Folge seinem ersten Album „Allet Is Eins“ stellt er nun im BKA-Theater (Mehringdamm 34, Berlin-Kreuzberg) zusammen mit seiner Band am 26.02.2010 seine neue CD „Irgendwat Is Immer“ vor. Dies ist gleichzeitig auch der Tourneestart des Künstlers Toni Mahoni.

(Artikel aktualisiert 08.02.2026)

Rezension: Das Kabinett des Dr. Parnassus – Heath Ledger in seiner letzten Rolle

Das Kabniett des Dr. Parnassus – Heath Ledger und Freunde, das ist aber schon fast alles …

Der kürzlich im Kino angelaufene Film „Das Kabinett des Dr. Parnassus“ ist ein Filmchen für echte Heath Ledger Fans. Mit Sicherheit auch ein Muss für all jene Fans der Hollywoodriege „Heath Ledger and Friends“, wie es im Abspann zu lesen war. So kann der Kinobesucher durchaus gespannt auf die Auftritte der Schauspielerfreunde Jude Law, Colin Farrell und dem Meister solcher Fantasyfilme Johnny Deep sein. „Das Kabinett des Dr. Parnassus“ ist nun wirklich der letzte Streifen mit dem am 22. Januar 2008 verstorben Hollywoodschauspieler, den viele auch aus Filmen wie „Ritter aus Leidenschaft“, „Der Patriot“ und natürlich aus seiner Paraderolle „Batman – The Dark Knight“ als Joker kennen. Genau sein Bildnis ist die sehenswerte und faszinierende Nuance an diesem Fantasyfilm. Der verstorbene Heath Ledger in einer doch sehr abgedrehten Story. Der Film besitzt einen Hauch von Krimi und der Zuschauer rätselt fragmentarisch mit, welche Vergangenheit der Protagonist des Films Tony (Heath Ledger) wohl aufzuweisen hat. Nach und nach lüftet sich das Geheimnis.

Umsetzung des Drehbuchs nach dem Tod von Heath Ledger

Die eigentliche Leistung und die damit verbundene Neugier für den Cineasten besteht darin, zu erfahren, wie das Drehbuch nach dem Tod von Heath Ledger umgesetzt  wurde. Das ist letztendlich auch der herausragende Aspekt, der den Kinobesuch von „Das Kabinett des Dr. Parnassus“ zusätzlich zu Heath Ledger sehenswert gestaltet. Ebenso das Ensemble „Heath Ledger and friends“, die quasi als szenische Einwechselspieler für den verstorbenen Schauspieler fungieren. Neugierig wartet der Kinobesucher ab, um zu erfahren, wann der erste das Spielfeld betritt. Die Hoffnung auf mehr Spannung und Unterhaltung bleibt jedoch bei diesem dargebotenen Ausblick kleben. Die Story, die zu Beginn sehr viel mehr verspricht und in einem interessanten handlungsoptimistischen Licht erscheint, flacht nach und nach ab und plätschert letztendlich so dahin. Da helfen auch nicht die Zugpferde der Hollywood-Ceme-de-la-Creme Jude Law, Collin Farrel und Johnny Depp. Die wenigen abstrakten und skurrilen Fantasyszenen stechen dabei nur fragmentarisch heraus. Leider wirken solche Szenen nur auf der Kinoleinwand optimal und so sollte man sie sich auch da anschauen. Dabei könnte man bei diesem Genre so viel mehr schaffen und erschaffen. Spannung und Unterhaltung sind im „Kabinett des Dr. Parnassus“ auf ein Minimum reduziert. Der Film lebt nur von den Darstellern und der Mini-Story zwischen der Wette des Herrn Dr. Parnassus und dem Teufel. Obwohl die Story einiges an Spannung im Vorfeld assoziiert, ist der Kinobesuch zum Einschlafen. Bestenfalls ein kleines Gut-und-Böse-Märchen mit Starbesetzung für die Vorweihnachtszeit oder den TV-Abend bei dem der Zuschauer nebenbei entspannt im Internett surfen kann.

Das Beste zum Schluss – Welche Erinnerung an Heath Ledger bleibt?

Es lässt sich sicherlich darüber streiten durch welchen Film Heath Ledger in Erinnerung bleiben sollte. Ist es besser ihn als Joker in „Batman – The Dark Knight“ anstatt in „Das Kabinett des Dr. Parnassus“ im Kopf zu behalten? Das ist hier die Frage. Auch wenn Heath Ledger in diesem Film auf der Leinwand wirklich sehr sehenswert ist, bleibt er in seinem Oscar-gekrönten Schauspiel als Joker und Gegenpart zu Batman in seiner Paraderolle.

(Rezension „Das Kabinett des Dr. Parnassus – Heath Ledger in seiner letzten Rolle“ ehemals auf hauptstadtstudio.com)

Dirty Dancing das Musical – Theater am Potsdamer Platz in Berlin – Eine Hommage an Patrick Swayze

  1. Eine Hommage an Patrick Swayze
    1. Dirty Dancing das Musical im Theater am Potsdamer Platz
  2. Johnny-Patrick-Swayze in den Köpfen der Dirty Dancing-Fans
    1. Der Schauspieler Patrick Swayze
  3. Dirty Dancing und „The Time of my Life“
    1. Mein Lieblingslied von Dirty Dancing – „Cry to me“ von Solomon Burke
  4. Informationen zum Musical

Eine Hommage an Patrick Swayze

Dirty Dancing das Musical – Theater am Potsdamer Platz in Berlin

Dirty Dancing das Musical im Theater am Potsdamer Platz

Seit Wochen habe ich mich auf das Musical „Dirty Dancing“ gefreut. Am 2. Weihnachtsfeiertag den 25. Dezember 2009 um 20 Uhr war es dann soweit. Zu Viert ging es mit dem Bus M41 vom Berliner Hauptbahnhof aus zum Potsdamer Platz. Am Marlene-Dietrich-Platz 1 angekommen, standen wir vorm Theater am Potsdamer Platz und sahen auf das große Transparent an der Fassade des Hauses. Wir waren mehr als gespannt auf das Musical, welches die Liebesgeschichte von Baby und Johnny des Sommers 1963 sichtbar anpreist und von dem es derzeit in Berlin nur so an Plakaten wimmelt.

Unsere Erwartungen an die Tanzchoreografie, bekannter Dirty-Dancing-Ohrwurmmusik und dem Esprit des Erfolgsfilms der Liebe zwischen den Protagonisten gespielt von Jennifer Grey als Baby und Johnny gespielt von Patrick Swayze waren höchst unterschiedlich. Zudem war Weihnachten 2009 und die Veranstaltung stand nicht unter dem Motto einer kritischen Betrachtung, sondern eher unter Freude und Genuss auf das, was das Musical Dirty Dancing zu bieten hat. So habe ich mich primär auf die Musik gefreut, da ich diese seit den 80er Jahren, als ich den Film das erste Mal sah, über alles Liebe. Ich muss zugeben, dass ich den Film schon mehrmals gesehen habe und sogar stolzer Besitzer einer ANNIVERSARY EDITION Dirty Dancing DVD, sowie einer ULTIMATIVE Dirty Dancing CD bin. Da liegt es sicherlich nicht fern, sich an zehn Fingern abzuzählen, dass ich auch das Musical besuchen werde.

Johnny-Patrick-Swayze in den Köpfen der Dirty Dancing-Fans

Nun ist ein Musical ein völlig andres Genre als ein Film und so mussten wir uns klar werden, dass es nicht dasselbe sein kann und Erwartungen durchaus enttäuscht werden können. Aber in diesem Fall hielt sich die Enttäuschung in Grenzen; zumindest bei mir. Das Musical hielt sich eins zu eins an die Vorlage des Films. Die Geister haben sich an diesem Fakt geschieden. Ich fand es nicht sonderlich tragisch, während unser Musicalkenner in der Runde dies nicht so gut fand. Auch wurde seiner Meinung nach zu viel gesprochen. Das viel gesprochen wurde, stimmt durchaus, da ich aber ein Mann des Wortes bin, fand ich es wiederum nicht ganz so tragisch. Die Musik selbst hat mich wie eh und je wieder voll berührt und die Sänger des Musical-Ensembles sangen wundervoll. Das Bühnenbild, die wechselnden Szenen haben mich zu keiner Zeit gelangweilt. Einige Effekte, vor allem die Wasserszene mit der Hebefigur, haben mich visuell sehr überzeugt. Während des ganzen Musicals musste ich jedoch an Patrick Swayze denken und der Film selbst war permanent präsent. Der Hauptdarsteller im Musical, ein fantastischer Tänzer, dass muss man ihm lassen, war für mich schauspielerisch nicht so überzeugend gewesen. Aber zu seinen Gunsten muss man bedenken, dass er schließlich im Schatten eines Idols steht, quasi einer Dirty Dancing-Ikone, und dagegen anzukämpfen hat mit seiner Person zu überzeugen. Es ist sicherlich nicht leicht das fest verankerte Bild von Johnny-Patrick-Swayze in den Köpfen der Dirty Dancing-Fans auf die eigene Weise überzeugend zu interpretieren und zu bedienen oder es gar ganz verschwinden zu lassen. Er – Patrick Swayze – und das Bild von ihm bleibt nun mal unvergesslich.

Der Schauspieler Patrick Swayze

Aus diesem Grund möchte ich eben nur kurz vom Musical Besuch Dirty Dancing berichten und am Ende der kleinen Erlebnisanekdote zu Weihnachten eine kleine Hommage an Patrick Swayze anbringen, der am 14. September 2009 im Alter von 57 Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs starb. Patrick Swayze war und ist für mich ein toller Schauspieler, der sich mit dem Film Dirty Dancing sprichwörtlich ein Denkmal gesetzt hat. Natürlich hat er nicht nur in dieser überaus romantischen Liebesgeschichte brilliert, sondern auch in Filmen wie „Gefährliche Brandung“, „Ghost – Nachricht von Sam“ und „Road House“. Auch in diesen Filmen hat er für mich als Spitzenschauspieler überzeugt. Die Welt hat mit ihm einen sehr guten Schauspieler verloren. Seine Filme aber und vor allem der Musik-Film „Dirty Dancing“ mit dem Geist des leidenschaftlichen Tanzens und der Liebe zwischen zwei Menschen bleiben für uns durch ihn im Film Dirty Dancing für immer erhalten.

So ist auch das Musical Dirty Dancing durchaus sehenswert und eine gelungene Hommage an den so fantastischen Film mit seiner allbekannten Filmmusik, dem Tanz des Mambo und der Geschichte eines wundervollen Sommers der Liebe.

Dirty Dancing und „The Time of my Life“

Das bekannteste Lied von Dirty Dancing ist der Song „Time of my Life“. Hier schlagen die Herzen höher, Erinnerungen werden hervor gerufen und der Sound ist unvergleichlich einprägend und mitreißend!

Und mal ehrlich und Hand aufs Herz, wer hat nicht auch schon einmal zum bekanntesten Song von Dirty Dancing getanzt und laut „The Time of my Life“ mitgesungen und wörtlich die Zeit seines Lebens im Tanz genossen, auch wenn er nicht den Mambo, in der Art wie Patrick Swayze und Jennifer Grey, tanzen kann?

Ich schon!

Mein Lieblingslied von Dirty Dancing – „Cry to me“ von Solomon Burke

Mein ultimatives Lieblingslied vom Soundtrack „Dirty Dancing“ bleibt jedoch „Cry to me“ von Solomon Burke.

Informationen zum Musical

  • Laut Homepage Stage Entertainment läuft das Musical Dirty Dancing noch bis 30.06.2010 in Berlin.

Mehr von Dirty Dancing:

(Artikel aktualisiert 10.04.2025)

FESTIVAL of LIGHTS – Mit den Augen sehen: Illuminationen in Berlin

FESTIVAL of LIGHTS – UFOs über Berlin

Illumination Siegessäule
Illumination Siegessäule

Nein, Ufos sind es nicht. Aber mit etwas abstraktem Denken und reichlich viel Phantasie könnte der Beobachter meinen, dass die Lichtstrahlen am Nachthimmel von Ufos stammen, die sich im Landeanflug befinden. Gerade im Begriff die Wolkendecke zu durchbrechen und Berlin wird wieder einmal von Neu- und Unbekanntem heimgesucht. Vom Balkon aus sehe ich jeden Abend das ganze Lichtspektakel. Mit einem sehr guten 180 Grad Blickwinkel ist es mir vergönnt viele Orte in unterschiedlicher Entfernung zu lokalisieren, die direkt am FESTIVAL of LIGHTS teilnehmen. „Das sieht ja cool aus“, meinen dann Freunde, die mich besuchen. Eine erstaunliche Kulisse, die es dann gilt zu genießen.

„Berlin Illuminiert“ präsentiert von City Stiftung Berlin

Illumination Brandenburger Tor
Illumination Brandenburger Tor

Über 50 Wahrzeichen und Gebäude Berlins werden aus Illuminationen und Lichtprojektionen in Szene gesetzt. Dies geschieht vom 14. – 25. Oktober 2009. Das FESTIVAL of LIGHTS lässt sich von vielen Perspektiven aus entdecken. So genannte Lightseeing-Touren können nicht nur vom heimischen Balkon aus gestartet werden, sondern auch per Schiff (dem Light-Shipp), per Bus (dem Light-Liner) oder per Velotaxi (dem Light-Velo) und natürlich auch zu Fuß.

Ich sehe etwas, was Du nicht siehst! Außer: Du bist zur Dämmerstunde dabei …

Den Fernsehturm habe ich schon, wie auch letztes Jahr, bewundern dürfen. Hauptbahnhof sowieso, denn an diesem muss ich ja jeden Tag vorbei bzw. hindurch. Brandenburger Tor und die Straße unter den Linden ist ein heute erklärtes Ziel. Bin gespannt welche Lichtimpressionen ich zum diesjährigen FESTIVAL of LIGHTS noch durch Zufall bis zum 25. Oktober 2009 sehen werde? In gewisser Weise muss der Interessierte irgendwie auch Nachtschwärmer in Berlin sein und sich zur Dämmerstunden nach draußen begeben. Hoffe nur, dass mir die Kälte nicht so schnell in die Glieder fährt. Wenn doch, dann sollten wir uns vom Licht erwärmen lassen.

*Änderungen vorbehalten (laut Veranstalter)

(Artikel aktualisiert 07.05.2025)

Juttas ComedyBus – Eine Kaffeefahrt der besonderen Art

Mit Jutta Hartmann im ComedyBus auf Flirt-Tour durch Berlin

Juttas ComedyBus - Flirt-Tour
Juttas ComedyBus

Zwei Wochen habe ich darauf gewartet endlich diesen ComedyBus betreten zu dürfen. Auf was ich mich da eigentlich eingelassen habe, war mir bis 2 Stunden vor Fahrantritt nicht bewusst. Zwar konnte ich mir eine vage Vorstellung davon machen, was mich bei Juttas ComedyBus erwarten wird, aber weder hatte ich bis zum Tag der Veranstaltung noch einen richtigen Fahrplan um was es geht, noch die Zeit gehabt mich entsprechend zu informieren. Wenige Stunden vor Beginn, Start war am Berliner Nollendorfplatz, habe ich dann doch neugieriger Weise kurz danach gegoogelt und bin auf eine kleine Zusammenfassung von Juttas ComedyBus gestoßen (Link nicht mehr vorhanden). Zeit genug hatte ich nicht mehr, um mir das ganze Video anzuschauen, aber mit ein paar mehr Infos und einem Grinsen bin ich dann per Fahrrad übern Stern vorbei an Goldelse, CDU-Hauptquartier wo unzählige Übertragungswagen standen zum Treffpunkt Kleiststraße gefahren. Natürlich wollte ich mir auch durch das Video nicht schon alles vorweg nehmen lassen.

Einstieg Nollendorfplatz Berlin – Eine Reiseführerin ist Gold wert …

Samstag, den 26. September 18 Uhr ging es los. Nachdem ich etwas irritiert in Begleitung zweier Damen die Kleiststraße gesucht habe und wir zuerst in die falsche Richtung gegangen waren, haben wir den Treffpunkt letztendlich kurz vor knapp dann doch gefunden. Da erkennt man gleich einmal zu was eine vorbereitete Reiseführerin, wie eben Jutta (Bob Schneider), gut ist. Nämlich die Schäfchen beisammen zu halten und geschlossen und ohne Verlust zu den Schauplätzen zu gelangen. Eben ohne große Umwege direkt zum Ziel. Mit Musik und Juttas frechem Plappermaul begann die Flirt-Tour. Das Motto „Flirt-Tour“ wurde zwar nicht permanent bedient, dafür gab es aber auch andere interessante Anekdoten und Live-Musik von Jutta selbst, sowie ihrer Azubine, die am Ende der Tour ein wirklich trauriges Lied singen musste, was bei entsprechender Stimmung eigentlich genau das Gegenteil bewirkte. Man muss schon dabei gewesen sein, um das zu erkennen.

Ein Futschi mit Jutta und noch viel mehr

Jutta Hartmann hat was zu sagen
Jutta Hartmann hat was zu sagen

Ich saß ganz hinten in der Ecke. Allein. Es hat sich so ergeben, da meine Begleitungen zu zweit waren und es nun mal in einem Bus immer nur Zweisitzer gibt; außer ganz hinten. Aber sie saßen ja gleich vor meiner Nase. Der Bus war weitgehend voll. Jedoch neben mir, der Platz war frei. Aber gut, „Mann“ kann ja nicht alles und auch nicht immer Glück beim Flirten haben. Genügend Platz hatte ich jedenfalls. Vom schaukelnden Hinterteil des Busses aus konnte ich den ganzen Innenraum überblicken und jede einzelne Szenerie von Jutta genießen. Ich fand es lustig und habe oft laut mitgesungen. Vor allem als nahe der Friedrichstraße Roland Kaiser mit „Sieben Fässer Wein“ eingespielt wurde und fast die ganze Hütte in richtiger Partystimmung war. Von hinten konnte ich alle Winkelemente sehen, die hin und her geschwenkt worden, zum einen wenn die Musik stimmte und zum anderen, um damit alkoholische Getränke zu bestellen. So war der Deal mit Jutta. „Wenn ihr was trinken wollt, dann bitte Fähnchen schwenken.“ Gleichfalls kam der Reiseteilnehmer durch diese Geste auch zu  Juttas berüchtigten Futschi. Eine kleine Schnapsmischung aus Chantré und Cola; Juttas Spezialrezept. Mit dem Trinken habe ich mich weitgehend zurück gehalten, aber diesen Futschi habe ich dann doch probiert. Ist nicht so mein Fall, ganz ehrlich, macht aber warm ums Herz. Andere wiederum haben neben Prosecco, Bier und Limonade ganz gut Juttas Spezialrezeptur zugesprochen, so dass sich die Stimmung nach und nach potenzierte. Zu Beginn war diese Stimmung leider nur zum Teil auf gewisse Areale begrenzt. Es ist ja auch immer die Einstellung und auch die Erwartungshaltung mit der der Zuschauer sich einem solchen Event nähert und währenddessen hingibt. Ich habe es allerdings genossen und jeder verbalen Nuance von Jutta zugehört. Ich konnte oft von ganzen Herzen lachen und hatte allzeit ein Dauergrienen im Gesicht. Man muss sie schon live gehört haben.

Wenn der Erotik-Coach kommt, dann ist Bewegung in Juttas mobilen ComedyBus

Der Telespargel war dann auch eines der Wörter, die mir in Erinnerung geblieben sind. Den Fernsehturm so zu bezeichnen, passte natürlich, da gerade auch die Erotiktrainerin Silke Maschinger eingestiegen war, die allen Teilnehmerin ihren Job erklärte und anschließend lustvolle Spezialgeräte vorführte. Natürlich stets mitkommentiert von Jutta persönlich. Leider gab es Anschauungsmaterial primär nur für die Frauen der Busreisegruppe. Aber wenn ich mir vorstelle wir eine aufblasbare … durch den Bus? Gut, so konnte so mancher Mann sicherlich noch einiges lernen. Vor allem wo der Ein- und Ausschalter für so manchen Vibrator ist. Die Aufnahme des Erotik-Coachs war nur ein kleiner Zwischenstopp bei dem es jedoch keinen Ausgang für uns gab.

Flirt-Tour durch Berlin
Flirt-Tour durch Berlin

Bei den anderen begaben sich alle unter der Schirmherrscherin- und Reiseleiterin Jutta nach draußen und es gab einen kleinen Exkurs im SEGWAY. So mancher konnte das SEGWAY-Fahren auch ausprobieren. Ein anderer Stopp war das Würstchenessen auf der Monbijourbrücke. Da wurden dann auch zahlreiche Gruppenfotos der doch außergewöhnlichen Kaffeefahrt gemacht. Jutta als Reiseleiterin der Flirt-Tour durch Berlin, die ja ursprünglich aus Berlin Neukölln kommt, wie sie immer wieder betonte und da auch eine Kneipe führen muss, erzählte den Flirt- und Berlintouristen agil und aus erster Hand von ihrem heimatlichen Kiezareal. Ihre verbalen Ausführungen, die auch sehr situationsbezogen waren, ich denke da nur an die Unterhaltung mit den Spaniern vor einem Hotel, ließen Stand-Up Comedy von ganz nah miterleben. Als Reiseschäfchen der Schäferin Jutta waren wir selbst ein Teil der Stand-Up Comedy; quasi aus erster Busreihe. Genau das, war meines Erachtens, das Besondere an der Flirt-Tour in Juttas ComedyBus.

Es folgt ein kleiner Tipp:

ZERO TOLERANCE – Wenn Frauen richtig hassen! (Link nicht mehr vorhanden)

Eine „COMEDYSONGSHOW von und mit Bob Schneider und Gert Thumser“ heißt es auf dem Flyer. Der Titel lässt einiges erahnen und bringt mich zum Schmunzeln. Aber auch, weil ich mir dabei noch die kecke Klappe von Jutta vorstelle, wie sie es uns quäckend aber straff „ZERO TOLERANCE, das ist mal was richtig Hartes“ durch den Bus echote. Wer Frauen mal richtig hassen sehen möchte, sicherlich mit dem nötigen Schuss an humorvoller Würze, kann die Vorstellungen am 13. und 14. November 2009 im Heimathafen Neukölln besuchen. Dazu sagen kann ich nichts, aber ich stelle mir gerade vor wie ich ZERO TOLERNACE beigebracht bekomme … mit einem Lächeln oder gar einem lauten Lachen verabschiede ich mich mit: Toleranz für ZERO TOLERANCE.

Linktipps für Job und Karriere auf ABSOLVENTA – Jens Böhme

Jobbörse ABSOLVENTA
Jobbörse ABSOLVENTA

Job und Karriere Links des Monats (08/2009)

Die Jobbörse ABSOLVENTA bringt stets am Ende des Monats einen Artikel „Job und Karriere Links des Monats“ heraus. Ein kleines Konvolut an aktuellen und interessanten Links zusammengestellt rund um das Thema Arbeitswelt, Karriere und Job’s.

Im Monat August 09 mit folgenden Themen:

Achtung, Achtung: Immer mehr Personaler googlen nach Bewerbern. Facebook & Co. können somit schnell zur Karrierebremse werden und könnte den Berufseinstieg weiter erschweren. Der ist in Zeiten der Wirtschaftskrise für viele Absolventen auch schon schwer genug. Darum geht es auch in dem Handelsblatt-Artikel „Berufseinsteiger: Die verlorene Generation“. Die Ökonomen Christoph M. Schmidt und Dr. Jochen Kluve wollen genau das verhindern und fordern im Spiegel grundlegende Reformen für den Arbeitsmarkt. Trotz Krise, ein höheres Gehalt ist möglich, wenn man sich gut anstellt, so Gehaltsexperte Tim Böger. Am Ende der Job und Karriere Links des Monats August steht bei aller „Krisenbeschwörung“ ein Artikel aus dem Blog HaFAWo – „Have Fun At Work – 22 Tipps für mehr Spaß und Zufriedenheit bei der Arbeit“. Los geht’s!

Vier von fünf Personalern starten Online-Recherche. Bei fast jeder neuen Umfrage unter Personalern steigt die Anzahl derer, die im Internet nach weiteren Infos über die Bewerber Ausschau halten. Provokante Aussagen und zu heikle Fotos im Netz können schnell zum Karrierehemmnis werden, so eine Studie des Dimap-Instituts (im Auftrag der Bundesregierung). Sei also vorsichtig mit Deiner Online Reputation, sprich mit dem Umgang persönlichener Daten und Bildern im Internet.

Sind die Absolventen und Berufseinsteiger von heute angesichts der aktuellen einschneidenden Wirtschaftskrise eine „verlorene Generation“? Das behauptet das „Handelsblatt“ in einem interessanten Artikel über die beruflichen Zukunftsaussichten der Jung-Akademiker.

Mehr Linktipps aus dem Teaser findet der Leser im Artikel auf ABSOLVENTA. (Link und Artikel nicht mehr online | Stand: 05.03.2025)

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑