Anleitung zum Pflanzen eines Bonsai-Baumes – Superdeutsch oder eher supäleutsch

Skurrile und fast schon komödiantenhafte Anleitung zum Pflanzen eines Bonsai-Baumes

Wir haben uns schlapp gelacht. Relaxt saßen wir zu einer Balkonsession auf den Stühlen meines Berliner Balkons. Spontan kam ich auf die Idee doch endlich mal die vier Bonsai-Samen – mehr waren in der Tüte nicht enthalten – in der dazugehörigen kleinen durchsichtigen Schale zu säen. Vor ca. zwei Jahren hatte ich von meiner Mutter zum Geburtstag eine eingeschweißte Plastikschale mit einem Bonsai-Aufkleber bekommen. In der Schale befand sich entsprechende Bonsai-Erde, obendrauf lag ein kleines Plastiktütchen, welches die Samenkerne beinhaltete. Alles konnte wieder so verschlossen werden, dass die Samen wie in einem Gewächshaus keimen konnten. Ein Zettel lag auch noch bei. Und dieser Zettel, der hatte es in sich. Als ich anfing den Text zu studieren und ihn anschließend laut vorlas, bemerkten wir, dass mit ihm etwas nicht stimmte. Zu Anfang hörte er sich noch ganz gut an und lesen konnte ich ihn auch, aber dann wurde es phänomenal katastrophal. Richtig vorgelesen könnte man mit diesem Text einen deutschsprechenden Japaner imitieren; und das im satirischen Kabarettstil. Was ich dann auch tat. Wie gesagt: Wir haben uns schlapp gelacht.

Superdeutsch oder Supäleutsch?

Es folgt der Originalzettel der Anleitung:

Bonsai-Beschreibung
Bonsai-Beschreibung

Text der Anleitung zum pflanzen der Bonsai-Samenkörner

– Die Samen 24 Stunden in lauwarmen Wasser vorweichen lassen. Danach in eine Saatschale in 1 cm Tiefe einsäen. Der Deckel anbrigen und dafur sorgen dass die Erde feucht bleibt. Die Schale nicht in direktes Sonnenlicht stellen Wenn die Trebe den Decke erreicht haben, mösen sie einen flachan Schale ungeplanzt werdern, um somit das Wachstrum des Bonsai-Baümchens zu vereinfachen Damit der Bonsai-Baum die gewünschte Form  ehalt, ist es erfordelich, den Austrieb von Zeit zu Zeit auszukniefen und die Zweige zu beschneiden Dieses Beshneiden muss regelmässig erfolgen, doch jeweils in Begrenzten masse. –

Olea Europaea Sylvestris

So oder ähnlich heißt der Bonsai-Baum bzw. die vier Bäumchen, die daraus erwachsen sollten. Leider hat es nicht geklappt. Dabei habe ich mich doch strikt an die Anleitung gehalten. Ob das wohl richtig war? Aber wenn ich ehrlich bin, habe ich wahrscheinlich nicht so sehr den grünen Daumen. Erst recht nicht bei einem so schwierigen Unterfangen wie Bonsai-Bäumchen groß zu ziehen. Es grenzt wahrscheinlich an ein Wunder, wenn ich es einfach so geschafft hätte. Aber die Anleitung dazu, auch wenn Sie nichts dafür kann, hatte es wirklich in sich.

(Artikel aktualisiert 14.02.2026)

Ein Bericht über die Hafenbar Berlin: Karaoke mit Junggesellinnen und Alexandra Maria Lara

Der Hauptstadt-Club Hafenbar in Berlin: Karaoke mit Junggesellinnen und Alexandra Maria Lara

„Männers! Heute ist euer Glückstag“, meinte der Türsteher. Nichts ahnend was uns an diesem Abend noch erwarten würde, standen wir zu zweit vor der berühmt berüchtigten Hafenbar Berlin. Einem Club in Berlin Mitte, bekannt durch seine Schlager-Party „Stimmen in Aspik“ an jedem Freitag.

„Da oben sind gerade mal 2 Männer anwesend und ca. 70 Frauen.“ „Du willst uns doch verklappsen“, meinte ich ungläubig. „Das ist kein Witz. Mit euch wären es vier. Du kannst gern nach oben gehen, dich umschauen und mir dann sagen, dass ich Recht habe.“ „Okay“, sagte ich und konnte mein verblüfftes Gesicht nicht mehr verbergen. Vor uns hatten gerade ca. 10 hübsche Frauen am Eingang Einlass bekommen. Alle mit nahezu demselben T-Shirt, die elfte Dame fiel nur durch ein Extra-Accessoire auf; nämlich einem Schleier.

Die Damen feierten Junggesellenabschied. Oh Verzeihung! In diesem Fall heißt es ja: Junggesellinnenabschied!

„Am vergangen Samstag gab es ein Jungesellinnen-Abschieds Massaker in der Hafenbar. Wir zählten zum Schluss 6 Bräute mit Anhang. Auf einen Mann in der Hafenbar kamen zeitweise 12 Frauen. Was für eine traumhafte Quote!!!“ (Zitat: hafenbar-berlin.de )

Im Himmel der Hafenbar – Karaoke mit Joe Hatchiban von Bearpit Karaoke aus dem Mauerpark

© Hafenbar-Berlin.de

Der Türsteher sollte wirklich Recht behalten. Die Treppen kurzerhand nach oben gestiegen, hörten wir schon eine Damengruppe, die einen Karaoke-Song performte. Fürs erste sah man(n) überall nur Frauen. Das sollte auch eine ganze Weile so bleiben. Zwei-drei größere Grüppchen waren definitiv zum Junggesellinnenabschied in der Hafenbar. In Berlin sieht man häufig diverse Grüppchen von Männern oder Frauen, die im Tross durch Berlin ziehen. Froh und heiter verkünden sie, dass sich nun EINER oder EINE von ihnen unter die Haube bzw. den Pantoffel begibt. Es scheint Institution zu sein, dass viele von ihnen den Abend im Berliner Club Hafenbar beginnen oder da irgendwann zur richtigen Stunde einkehren bzw. den Abend einfach feucht fröhlich feiernd mit den anderen Gästen verbringen. Das dann, bis zum Zapfenstreich; meist gegen 5 Uhr.

Gastgeber der Karaoke an jenem Abend war der in Berlin bekannte Joe Hatchiban von Bearpit Karaoke aus dem Mauerpark Berlin. Zusammen im Wechsel mit dem „Fabulösen Fabian“ präsentieren beide jeden Samstag ab 21 Uhr Karaoke. Ein „Warm Up für die Partynacht“, wie es auf der Homepage der Hafenbar heißt. Interessant ist, dass die Songs live per Internet von TalentRun geladen werden. Ein Video wird dabei in Echtzeit ebenfalls auf TalentRun gespeichert. Sollte es der Sänger oder die Sängerin wünschen, wird die Kamera selbstverständlich abgeschaltet. Die Junggesellinnen an jenem Samstagabend – einem Abend zur WM-Zeit 2010 – konnten dabei aus 1.900 internationalen und deutschen Titeln wählen. Karaoke-Damenwahl! Und die Damenauswahl an diesem Abend konnte sich phänomenal sehen lassen.

Alexandra Maria Lara performt zu Amy Winehouse

Natürlich kann der Leser dieses Berichtes die Aussage von „Damenwahl“ jetzt eindeutig-zweideutig interpretieren. Ob wir vier Männer während des Karaoke-Status-Quo die Damenwahl hatten oder die Damen die Auswahl aus den Liedern bzw. der wenigen anwesenden Männer; ein Fest für die Sinne war es allemal. Es war einfach nur himmlisch, um nicht erneut die Hafenbar zu zitieren: Es war „ein Jungesellinnen-Abschieds Massaker“. Ganze 6 Bräute mit Anhang wurden laut Hafenbar gezählt. In einem der Gefolge entdeckten wir überraschend die Schauspielerin Alexandra Maria Lara bekannt aus Filmen wie „Der Fischer und seine Frau“, „Nackt“ oder dem Film – und der Titel völlig passend zum Flair der Hafenbar – „Vom Suchen und Finden der Liebe“. Es wurde gemurmelt und gemunkelt und dann hatte es sich bestätigt. Sie ist es.

„Gutes Double oder ist sie es wirklich“, hatte ich die ganze Zeit im Kopf gehabt, doch irgendwann war es Fakt. Sie ist es – wirklich. Von Star-Allüren keine Spur feierte sie wie alle anderen und mit allen anderen den Karaoke-Abend in der Hafenbar. Die verschiedenen Junggesellinnengruppen lieferten sich eine hören- und sehenswerte Sängerschlacht nach der anderen. Die Stimmung war am Kochen. Vor allem dann, als eine der Damengruppen zu ABBAs “Waterloo” eine kleine Choreografie hinlegte, die die Stimmung im Raum und die Partygemüter so richtig nach oben katapultierte. Wer das gesehen hat, „wird diese Nacht nicht so schnell vergessen“, ist ebenfalls auf der Homepage des Clubs zu lesen. Wie wahr. Viva – es lebe die Hafenbar!

Der Saal füllte sich immer mehr und überraschenderweise kamen immer noch, immer mehr Damen in den Club. Ein durchaus perplexes Grinsen konnte man mir sicherlich ansehen. Warum auch nicht? Die Hafenbar ist ja bekannt für eine lockere und freundliche Atmosphäre sowie einem doch gerechten Männer-Frauen-Anteil. Doch zu Zeiten der Fußball-Weltmeisterschaft und weil der Sommer wieder einmal zum Heiraten einlädt, kann es schon einmal zu Verschiebungen im Hafenbar-Raum-Zeit-Kontinuum kommen.

Junggesellinnenabschied – „Let’s dance“ der Herzen bis in den Morgen

Zur Beruhigung aller sich bis hierher eingelesenen Neider, kann ich sagen, dass nach und nach auch immer mehr Männer den Weg in die Hafenbar fanden. Als gegen 24 Uhr dann der Tanz eingeläutet wurde, pendelte sich die Wage der Männer-Frauen-Gerechtigkeitsquote wieder zusehends auf annäherndes Normalniveau ein. Die Junggesellinnen feierten mit allen anderen Besuchern der Hafenbar wie es sich gehörte, nämlich laut mitsingend; das dann auf wie auch neben der Tanzfläche. Die Musik an einem Samstagabend setzt sich dabei aus  Liedern der 50er, 60er, 70er, 80er, 90er, 00er und 10er Hits zusammen. Da wird stets laut mitgesungen; vor allem die Junggesellinnen können dann schon mal zu einem wild schreienden Chor mutieren. „Die heiraten als gäbe es nächstes Jahr ein Gesetz, das verbietet zu heiraten“, sagte mir Helga Schmidt (Link: Video mit Helga auf zeit.de) mit einem Lächeln. Helga, dass ist die nette Dame, deren Revier sich zwischen Raucherlounge und Treppenaufgang erstreckt. Sie passt auf, dass alles seinen rechten Gang innerhalb des Sanitärbereiches geht. Wer mehr als zwei Mal da war, kennt sie. Sie gehört irgendwie zum Inventar und alle lieben sie. Sie hat für alles ein offenes Ohr und kennt so manche Flirt-Anekdote.

Und geflirtet wird in der Hafenbar immer. Denn hier in der Hafenbar werden die Damen noch zum Tanz aufgefordert. Egal wie perfekt oder verquert der Discofox aussieht – egal Hauptsache Mann & Frau tanzen miteinander und lächeln sich zu. Spontane Knutschaktionen nicht ausgeschlossen. Daher mag so manch eine Romanze hier auch begonnen haben. Erst die Nummer ausgetauscht und dann Tage später wieder verabredet. Die Quintessenz dieser Handlungen sind möglicherweise eben jene Damen auf eben diesen so typischen Berliner Junggesellinnenabschieden.

Am Ende blieb mir nichts andres übrig als dem Türsteher im Vorbeigehen zu sagen: „Du hast Recht gehabt. Super Party und ich komme wieder.“

Den Bericht „Hafenbar Berlin: Karaoke mit Junggesellinnen und Alexandra Maria Lara“ [Link nicht mehr existent] gibt es auch zu lesen auf hauptstadtstudio.com.

Bild: Alexandra Maria Lara singt in der Hafenbar Karaoke (Quelle: hafenbar-berlin.de) [Link nicht mehr existent]

Weitere interessante Infos über den Berliner Club Hafenbar Berlin (Video-Beiträge):

Video über die Hafenbar auf SpiegelOnline 20.02.2010

Video über die Hafenbar auf Bild.de 06.12.2007 [Link nicht mehr existent]

(Artikel aktualisiert 08.02.2026)

Deutsche Bücherei in Leipzig – Deutsche Nationalbibliothek?

Die Deutsche Nationalbibliothek ist das Gedächtnis der Nation

Die Deutsche Nationalbibliothek (abgekürzt DNB) ist das zentrale Archivbibliothekssystem Deutschlands. Sie sammelt, dokumentiert und archiviert alle deutschen und deutschsprachigen Publikationen seit 1913. Dazu gehören Bücher, Zeitschriften, E-Books, Karten, Musiknoten, Hörbücher und viele weitere Medienformen. Ziel der Institution ist es, das kulturelle und geistige Schaffen Deutschlands dauerhaft zu bewahren und für Forschung sowie Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Hauptstandorte der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek hat zwei Hauptstandorte: Frankfurt am Main und Leipzig. Während in Frankfurt vor allem neuere Publikationen und Teile der Verwaltung angesiedelt sind, befindet sich in Leipzig der historische Ursprung der Einrichtung. Beide Häuser arbeiten als eine gemeinsame Institution und teilen sich die Aufgaben der Sammlung, Archivierung und bibliografischen Erfassung.

Ist die „Deutsche Bücherei“ in Leipzig gleichzeitig auch die Deutsche Nationalbibliothek?

Eine häufige Frage lautet: Ist die Deutsche Bibliothek in Leipzig identisch mit der Deutschen Nationalbibliothek? Historisch betrachtet ja; zumindest teilweise. Die Leipziger Einrichtung wurde 1912 als „Deutsche Bücherei“ gegründet. Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde sie mit der „Deutschen Bibliothek“ in Frankfurt zusammengeführt. Seit 2006 tragen beide Standorte offiziell den gemeinsamen Namen Deutsche Nationalbibliothek.

Ein Besuch in Leipzig - Deutsche Bücherei Leipzig

Damit ist die Leipziger Bibliothek heute kein separates Institut, sondern ein zentraler Standort der Deutschen Nationalbibliothek. Gemeinsam sichern die beiden Häuser das schriftliche kulturelle Erbe Deutschlands und stellen sicher, dass Publikationen dauerhaft dokumentiert und auffindbar bleiben.

Auch meine Bücher – die Bücher von Jens Böhme – sind in der Deutschen Nationalbibliothek hinterlegt:

Nutzen interessierte den Katalog der Deutschen Nationalbibliothek können sie alle Publikationen von deutschsprachigen Autoren und Autorinnen finden, die in dieser Institution katalogisiert wurden. Wen ein Buch eine ISBN-Nummer hat, dann ist es definitiv im DNB-Katalog vorhanden.

(Artikel aktualisiert 14.03.2026)

Pressemitteilung von Jens Böhme auf online-artikel.de – QualityScope GmbH

IT-Twitter-News – Der IT-Personaldienstleister QualityScope GmbH twittert

News aus dem IT-Bereich für IT-Experten

© QualityScope GmbH
© QualityScope GmbH

News-Tweets für IT-ler. QualityScope spricht nicht nur die Sprache der IT-Experten. Der IT-Personaldienstleister QualityScope GmbH twittert jetzt auch News aus dem IT-Bereich. Interessierte können auf twitter.com/QualityScope  aktuelle Nachrichten aus dem World Wide Web in Kurzform nachlesen. Die Themenplatte fokussiert sich dabei  auf die IT-Branche. In Arbeit ist auch ein Twitter in dem ausschließlich topaktuelle Vakanzen im IT-Sektor getwittert werden.

Social-Media – Twitter als Marketingkanal für IT-Themen und IT-Vakanzen

„Das Thema `Social Media` , die Interaktive-Repräsentanz von Unternehmen im Web,  ist für uns nicht neu, aber ein doch etwas anderes Gebiet im IT-Bereich als die Vermittlung von IT-Experten wie Softwaretester und Programmierer für Java, PHP, .NET“, erklärt Geschäftsführer Rainer Haupt.  „Aber diese Social-Media-Kanäle sind ja indirekt mit dem Aufgabenfeld der IT-Fachkräfte verknüpft. Wir sehen darin eine Möglichkeit unsere Dienstleistung zu promoten und interessante Fakten aus der IT-Branche zur Information und zum Diskurs bereit zu stellen. Primär sind wir jedoch Personalvermittler im IT-Sektor.“

Der Online-Stellenmarkt von QualityScope GmbH

Bei der IT-Stellenbesetzung ist QualityScope für zahlreiche Unternehmen ein verlässlicher Partner geworden. Mit Hauptsitz in Berlin greift der IT-Personaldienstleister auf jahrelange Erfahrung zurück. QualityScope bietet Bewerbern wie auch Unternehmen ein breites Dienstleistungsportfolio für den gesamten IT-Bereich an. So können IT-Fachkräfte auf dem Stellenmarkt von QualityScope Ausschau nach interessanten Vakanzen halten und sich direkt auf das passende Jobangebot bewerben. Aber auch eine Initiativbewerbung ohne explizit offene Stelle lohnt sich beim IT-Personalvermittler. Denn mehrfach  werden IT-Jobangebote von Kunden an QualityScope exklusiv vergeben, die häufig nirgends ausgeschrieben werden. „Unsere Twitterpräsenz ist demnach eine zusätzliche Möglichkeit Jobangebote für IT-Fachkräfte direkt zu kommunizieren und passende Kandidaten zu rekrutieren“, erläutert Rainer Haupt; Geschäftsführer von QualityScope GmbH.

Pressemitteilung von Jens Böhme auf dem Portal http://www.online-artikel.de (Online PR-Portal – Socail Media News Releases – Public Relations Services): „IT-Twitter-News – Der IT-Personaldienstleister QualityScope GmbH twittert“. [Anmerkung: 25.06.2015 Link gelöscht, Artikel nicht mehr vorhanden]

Rezension: Gut gegen Nordwind – Das Theaterstück in der Komödie am Kurfürstendamm mit Tanja Wedhorn und Oliver Mommsen

„Gut gegen Nordwind“ in der Komödie am Kurfürstendamm

Gut gegen Nordwind - Komödie am Kurfürstendamm
Bild: Banner „Gut gegen Nordwind“

Gut gegen Nordwind“ – Die Liebe kommt mit dem Nordwind

Gut gegen Nordwind - Tanja Wedhorn und Oliver Mommsen
Gut gegen Nordwind

Die Liebe kommt mit dem Nordwind. Auch wenn es nicht direkt der Nordwind ist, der Emmi Rothner das Gefühl der Liebe gibt, so ist es eher die Sehnsucht nach ihr. Jene Sehnsucht nach dem Gefühl der Nähe, nach Zweisamkeit, nach Geborgenheit, nach Zukunft, eben nach alldem, was gut tut. Es ist die Sehnsucht vor allem nach einem ganz bestimmten Mann: Leo Leike. Leo Leike ist ihr virtueller E-Mail-Partner. Mit ihm verbindet Emmi etwas ganz Besonderes. Mit ihm hat sie eine derart starke geistige Verbundenheit, die ihre Gefühle voll und ganz in Beschlag nimmt und damit einhergehend ihr Denken, ihr Handeln, letztendlich ihren Alltag bestimmt. Keine Frage. Es geht schließlich soweit, dass daraus Liebe erwächst, denn es fühlt sich für Emmi gut an immer wieder Leos Zeilen zu lesen. Und der Spiegel, der funktioniert natürlich, denn umgedreht ist es nicht anders. Leo fühlt wie Emmi. Eine neue Liebe ist emporgestiegen! Was kann daran falsch sein? Eigentlich nichts. Die Crux ist nur, dass sich Emmi schon in einer Partnerschaft befindet. Demzufolge ist sie wie hin und her gerissen.

Internetbekanntschaften – Die Liebe im Netz finden …

„… also dass gibt es doch nicht wirklich oder? Das geht doch nicht, das ist doch viel zu plump! Das ist nicht real, umständlich ist dass und … irgendwie auch nicht natürlich!“ Doch! Liebe im Netz gibt es. Primär natürlich die Suche und sie ist längst schon zu einem ganz normalen Bestandteil unserer Welt geworden. Über das Internet lernen sich in der heutigen Zeit viele Menschen kennen und kommen sich durchaus näher. Es ist die viel diskutierte – Virtualität -, die den Menschen nicht natürlich erscheint. Dem einem ist es gänzlich suspekt die Liebe über das Netz zu finden, dem anderen hingegen sind die Portale im Netz zeitgemäße Plattformen, um der Liebe, dem eigenen Glück auf die Sprünge zu helfen. Ein Sprungbrett hin zum eigenen Traumpartner. Emmi Rothner ist nun jetzt nicht gerade auf der Suche nach ihrem Traummann. Eher ist es eine Verwechslung der E-Mail-Adresse, die sie an Herrn Leo Leike geraten lässt. Aber irgendwie hat die sich darauf folgende Entwicklung einer doch süchtig machenden E-Mail-Korrespondenz unweigerlich auch den Hauch einer wie oben erwähnten Internetbekanntschaft. Es ist und bleibt eine Suche, ein persönliches Ersehnen nach dem Glück, den richtigen Menschen auf der anderen Seite des Bildschirmes vorzufinden. Damit verbunden, tritt hier die ganze Palette menschlicher Gefühle zu Tage.  

Das spielerischen Techtelmechtel von Frau und Mann nimmt wie eh und je seinen Lauf. All das, wenn „Er“ und „Sie“ sich eben kennen lernen. Im Theaterstück „Gut gegen Nordwind“ zeigt sich, wie eng Wirklichkeit und digitale Welt miteinander verwoben sind. Es sind letztendlich Menschen, die hinter den Buchstaben der digitalen Welt stecken. Somit ist die erwähnte Virtualität nicht das Gegenstück zur Realität, sondern eher ein Teil dieser unserer aller Realität: PARS PRO TOTO – Ein Teil steht für das Ganze. Glattauers Roman ist ein hochmoderner digitaler Briefwechsel mit altbekannten Facetten und neuen Nuancen. Die beiden Protagonisten, Emmi Rothner und Leo Leike, bekommen sich zwar nicht zu Gesicht, lernen sich jedoch mit der Zeit immer näher kennen; eben virtuell. Es sind nur Buchstaben, Wörter und Texte, die von A nach B versendet werden. Doch „Am Anfang“ steht nun mal immer das Wörtchen „Am“ und eine Geschichte nimmt ihren Lauf.

Das Theaterstück in der Komödie am Kurfürstendamm

Als Zuschauer des Theaterstücks ist man im Vorfeld der Aufführung sehr gespannt. Kann ein Theaterstück überhaupt den Bestseller “Gut gegen Nordwind” von Daniel Glattauer darstellen? Kann es dem Text überhaupt gerecht werden? Wer das Buch von Daniel Glattauer gelesen hat, fragt sich dies zu Recht. „Gut gegen Nordwind“ lief bis 4. April 2010 in der Komödie am Kurfürstendamm und konnte sich im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen. Die Umsetzung von Glattauers Bestseller gelang dem Regisseur Rüdiger Hentzschel in einer einzigartigen und herzzerreißenden Art und Weise. Vor allem die Hauptdarsteller Oliver Mommsen als Leo Leike und Tanja Wedhorn als Emmi Rothner trugen zu einer sensationellen und gefühlsechten Inszenierung bei. In Gestik, Mimik und Wortlaut wurden die Gefühle, die sich eigentlich nur im digitalen Briefwechsel des Buches widerspiegelten voll und ganz auf die Zuschauerplätze transportiert.

Die Wörter und letzten Endes die Gefühle wurden greifbar. Als Zuschauer befand man sich mittendrin und war jederzeit bereit, die Handlung selbst in die Hand zu nehmen falls den beiden irgendwann die Worte ausgegangen wären. Es wurde mit gelacht, mit gelitten und mit gefiebert. Von einer E-Mail zur anderen E-Mail bekam der Text mehr Plastizität. Er wurde greifbar und im wahrsten Sinne des Wortes „fühlbar“. Gefühlswallend akkumulierte sich das Stück zum Showdown. Stets gab es einen Kampf zwischen Verstand und Moral, versus Gefühl und dem „Inneren Drang“, das Richtige zu tun. Wie immer ist es uneindeutig eindeutig, was wohl das Richtige wäre. In diesem Fall nämlich den Gefühlen Vorrang zu geben und die Virtualität endlich zu verlassen. Raus, nur raus aus der digitalen Welt. Raus mit dir Emmi, raus mit dir Leo!

Das Gefühl und immer wieder das Gefühl von einem Gefühl

Die schauspielerische Leistung beider Darsteller war brillant. Obwohl sich Emmi und Leo auf der Bühne gegenüber standen, schaffte es die Bühnengestaltung, sowie das Schauspiel beider Protagonisten, dem Zuschauer auf seinem Platz die Anonymität des Internets – die Trennung durch Nullen und Einsen –, die digitale Welt treffend zu verdeutlichen. Es war eine gelungene Darstellung von „so weit weg und doch so nah“. So durchzog eine unsichtbare Wand das Spielfeld der Bühne. Alle Liebelei blieb in einem Elfenbeinturm der Sehnsucht und im jeweiligen Wohnungsquadranten von Frau Rothner und Herrn Leike eingekerkert. Wie sollte diese Sehnsucht auch frei kommen, wenn sich keiner von beiden traut auch nur einen Schritt weit weg vom Elfenbeinturm namens Bildschirm zu begeben?

Die Geschichte trennte die Protagonisten zwar räumlich, aber nicht vom Gefühl her. Sie fand in der Komödie am Kurfürstendamm eine ansehnlich gemütliche Rekonstruktion in Gestalt von Leo Leikes und Emmi Rothner Wohnzimmer. Mitten auf der Bühne verlief diagonal ein Trennstrich. Auch wenn dieser während des Stücks eindeutig wahrnehmbar war und Emmi Rothner und Leo Leike in ihre jeweiligen Grenzen verwies, so gab es jedoch keine Grenzen ihrer unzertrennlichen und sehnsüchtigen Liebe im Geiste. Denn die war irgendwann nur all zu sehr präsent und hatte sich tief manifestiert. Der Trennstrich jedoch war ein gelungenes Symbol für die im Roman vorhandene Virtualität und Trennung durch den digitalen Briefwechsel.

Emmi und Leo schauten sich während der ganzen Vorstellung nicht einmal in die Augen. „Leo, warum gehst Du nicht einfach rüber und sagst ‚Hallo’, mach es dir doch nicht so schwer“, war der Wunsch, der sich dem Zuschauer aufdrängte und dem man all zu gern gewähr gegeben hätte. Notfalls hätte so mancher Herrn Leo Leike oder Emmi Rothner gern einfach mal auf die andere Seite – in die Realität – hin zum Pendant geschuppst. Sollte Hinüberschupsen aber nicht helfen, kann auch gern getreten oder gezogen werden. Hauptsache der Liebe Quälerei wird ein Ende geboten. Niemand wusste schließlich, wie lange die Ewigkeit der Brautwerbung alla Minnesang, dieses ewige Hin & Her, noch zu ertragen gewesen wäre.

Ein gar schmerzlicher Idealismus der Liebe, den es galt bis zum Ende auszuhalten. Natürlich wurde dieser vom Zuschauer sehr unterhaltsam ausgehalten.

Ein Theaterstück ohne Happy End?

„Gut gegen Nordwind“. Das Theaterstück sah sich nicht nur spannend an, sondern fühlte sich auch dermaßen gut an, dass der stürmische Applaus am Ende der Vorstellung voll und ganz gerechtfertigt war. Trotzdem fragt man sich am Ende: Was macht ihr da? Emmi und Leo! Was zum Teufel macht ihr beiden da nur? Nach so viel Gefühl wollen wir doch ein Happy End sehen. Doch hier holt den Zuschauer die Wirklichkeit vollends wieder ein. In jeder Sekunde, die verstrich und der Zuschauer dem Wechsel der schauspielerisch dargestellten Worte folgte, wünschte er sich natürlich nichts sehnlicher als ein Happy End herbei und Leser, die zuvor schon in den Genuss der Roman-Geschichte kamen, kannten den Schluss natürlich schon. Also hoffe man permanent und glaubte an die experimentelle Eigendynamik so mancher Inszenierung. Eben an eine Umsetzung des Stückes, bei dem alles passieren kann.

Alles sollte auch passieren, nur nicht das, dass am Ende … Wo bleibt denn da die Überraschung? Leider hatte Leo Leike Recht. Nämlich, dass es nur eine virtuelle Liebe ist. Nichts Greifbares, nichts für die Ewigkeit. Real anwesend mag diese Liebe ja gewesen sein, aber nicht für die unmittelbaren Sinne. Es brauchte nur einer nicht mehr zu antworten und die Verbindung wäre für immer getrennt. „Nur keine Trennung, nur keine Trennung, lass den Server nur nicht krachen gehen oder irgendjemanden Leo Leike überfahren.“ Jederzeit war man froh, wenn einer vom anderen den Spielball wieder aufnahm, alle technischen Gerätschaften funktionierten und auch niemand der beiden verlor die E-Mail-Adresse aus dem Gedächtnis; aus welchen unerfindlichen Gründen auch immer? Alle moralischen Bedenken, die in den Dialogen mitschwangen, wollte man als Zuschauer nicht wahr haben.

„Gut gegen Nordwind“ – Der Nordwind gibt die Richtung an

Es gab kein – richtig – oder – falsch – mehr. Nur ein: Lass es geschehen, es ist das richtige Gefühl. Außerdem ist doch noch nichts passiert. Eben, „nichts passiert“ – noch nicht. Dass ein kalter Nordwind im Theater am Kurfürstendamm so herzerwärmend sein kann, hätte man im Vorfeld nun wirklich nicht gedacht. Demnach kann folgendes Prädikat vergeben werden: Sensationell kurzweilige Theateraufführung mit viel Gefühl von Daniel Glattauers Bestseller „Gut gegen Nordwind“. Freunde des Happy Ends wurden hier leider nicht belohnt. Die Belohnung lag eher darin, dass der Zuschauer von der schauspielerischen Leistung der Schauspieler permanent belohnt wurden. In jedem geschriebenen, in jedem dargestellten Wort lag die Belohnung für die Zuschauer im wahrsten Sinne im Mitfühlen, sowie den erkenntnisreichen Weg mit Emmi Rothner und Leo Leike gemeinsam zu bestreiten, was nun eigentlich „Gut gegen Nordwind“ ist. Clevererweise steht eine mögliche Gefühlsbelohnung durch ein Happy End ja noch in Aussicht. Nämlich mit Daniel Glattauers Folgeroman „Alle sieben Wellen“. Dieses dann hoffentlich auch wieder mit einer Adaption auf einer der hiesigen Theaterbühnen?

(Artikel „`Gut gegen Nordwind` in der Komödie am Kurfürstendamm“ ehemals veröffentlicht auf hauptstadtstudio.com)

Bücher von Daniel Glattauer:

(Artikel aktualisiert 08.04.2025)

Pressemitteilung von Jens Böhme auf online-artikel.de – QualityScope GmbH

QualityScope GmbH spricht die Sprache der IT-Experten

  • qualityscope.de – Das Internetportal für IT-Personalvermittlung
QualityScope Logo
© QualityScope GmbH

Berlin, 20. April 2010 – Wer IT-Fachkräfte an Unternehmen vermittelt, muss die Sprache der IT-Experten sprechen. „Durch jahrelange Erfahrungen im Bereich der IT kennt die QualityScope GmbH die Anforderungen der Unternehmen im IT-Sektor und weiß worauf es bei einer Stellenausschreibung mit entsprechenden Anforderungen in der Branche ankommt“, erklärt Rainer Haupt, Geschäftsführer der QualityScope. „Beim Matching von Bewerber und Vakanz arbeiten Mitarbeiter des Unternehmens professionell mit Fachtermini und selektieren sorgfältig geeignete Kandidaten auf passende Vakanzen.“

Neuer Internetauftritt des Personaldienstleisters

Seit 1. April 2010 besitzt die QualityScope ein neues Gesicht im Internet. QualityScope steht für: Quality IT Recruitment – Ein Personaldienstleister spezialisiert auf den IT-Bereich. Im Jahr 2004 wurde das Unternehmen als Vertriebspartner für Software-Qualitätssicherungs-Lösungen der Unternehmen Siemens und T-Systems gegründet. Im Zuge eines Gesellschafterwechsels 2008 wurde das Kerngeschäft von QualityScope auf die Beschaffung und Vermittlung von IT-Experten beziehungsweise das Staffing von IT-Projekten konzentriert. Der Fokus Qualitätssicherung besteht weiterhin fort, hinzu kamen klassische IT-Bereiche wie Programmierung, Projektleitung, Datenmanagement und Administration.

Kerngeschäft der Personalvermittlung im IT-Bereich

Inzwischen ist QualityScope für zahlreiche Unternehmen ein verlässlicher Partner bei der IT-Stellenbesetzung geworden. Heute bietet es Bewerbern wie auch Unternehmen ein breites Dienstleistungsportfolio für den gesamten IT-Bereich an. So können sich IT-Fachkräfte auf der Homepage des IT-Personaldienstleisters auf dem IT-Stellenmarkt von QualityScope umschauen, ob ein für sie passendes Jobangebot ausgeschrieben steht. Sollte dies nicht der Fall sein, besteht für den Bewerber die Möglichkeit sich mit einer Initiativbewerbung auch ohne explizit offener Stelle in der Datenbank zu registrieren. Nach Absprache werden Mitarbeiter von QualityScope passende Bewerber mit entsprechenden Qualifikationen bei Kunden mit Vakanzen im IT-Bereich vorstellen. Diese Stellen werden häufig exklusiv vergeben und sind oftmals nirgends ausgeschrieben.

Kooperation mit dem Personaldienstleister http://www.persOrange.de

Durch die Kooperation mit dem Personaldienstleister persOrange hat das Unternehmen seit 2008 Zugriff auf ein professionelles und effizientes Bewerber-Management-System. Mit dieser Datenbank, in der sich über 35.000 Bewerber-Profile befinden, können Unternehmen Fachkräfte unterschiedlichster IT-Bereiche rekrutieren. Zu den Kunden von QualityScope zählt eine Vielzahl von mittelständischen Unternehmen als auch Großunternehmen und Konzerne. Bei einer Personalvermittlung kann zwischen Festanstellung oder flexiblen Arbeitszeitmodellen wie zum Beispiel dem Personalleasing gewählt werden. Ein Modell, das auch zunehmend in der IT geschätzt und angewandt wird. Darüber hinaus bietet Ihnen QualityScope zusätzliche Dienstleistungen rund um das Bewerbermanagement.

Pressemitteilung von Jens Böhme auf dem Social Media News-Portal online-artikel.de: „QualityScope GmbH spricht die Sprache der IT-Experten“ [Anmerkung: 25.06.2015 Link gelöscht, Artikel nicht mehr vorhanden]

Welttag des Buches – Am 23. April ist es wieder soweit und die Buchbranche feiert das Lesen

  1. „Welttag des Buches – Hier. Und überall“ lautet das Motto der Buchbranche
  2. UNESCEO-Welttag des Buches
  3. 23. April der „Welttag des Buches und des Urheberrechts“

„Welttag des Buches – Hier. Und überall“ lautet das Motto der Buchbranche

Am 23. April ist Welttag des Buches. Für die Liebhaber von Literatur, von Büchern jeglicher Art und Weise ist dieser Tag denkwürdig und voller Aktionen. Auf der Webseite welttag-des-buches.de (siehe unten weiterführende Links) kann jeder Neugierige mehr dazu erfahren.

Verlage, Buchhandlungen, Bibliotheken und Schulen feiern den UNESCO-Welttag des Buches; selbstverständlich auch Autoren. Auf der 28. Generalkonferenz der UNESCO im Jahr 1995 wurde dieser Tag festgesetzt. Er fällt gleichzeitig auf den Todestag von William Shakespeare (23. April 1616) und Miguel de Cervantes Saavedra (23. April 1616) und besitzt damit eine fundamentale Bedeutung, die auch das Urheberrecht berührt. Für Autoren, die all ihre Arbeitskraft und Leidenschaft in die Entstehung eines Werkes stecken, ist dieser Fakt besonders wichtig, da sie Urheber ihrer Werke sind und davon leben müssen.

Im Jahr 2010: Unter anderem startete der Börsenverein des Deutschen Buchhandels (Link nicht mehr gültig) und die Stiftung Lesen (Link nicht mehr gültig) zum „Welttag des Buches“ im Jahr 2010 eine übergreifende Dachkampagne. Es wurden zahlreiche Angebote, die das Lesen betreffen, miteinander verbunden. Neben Frankfurter Buchmesse und Leipziger Buchmesse wird an keinem anderen Tag im Jahr so viel über Bücher in den Medien berichtet.

https://www.buchreport.de/news/welttag-des-buches-2010/

UNESCEO-Welttag des Buches

23. April der „Welttag des Buches und des Urheberrechts“

Genauer gesagt wurde, laut Deutsche UNESCO-Kommission e.V., am 23. April der „Welttag des Buches und des Urheberrechts“ ausgerufen.

Weitere interessante Informationen zum Welttag des Buches:

(Artikel aktualisiert: 15.03.2026)

Literaturtipp für Erwachsene – Der Liebesroman „Der Tausendfüßler“:

Der Tausendfüßler – Jens Böhme (Roman)

Literaturtipp für Kinder – Das Geheimnis des goldenen Drachens:

Lesung von Martin Suter „Der Koch“ im Babylon Berlin Mitte

Literatur Live! - Lesung Martin Suter "Der Koch" im Kino Babylon

Buchpremiere von Martin Suters Roman „Der Koch“ (Diogenes Verlag) im Kino Babylon Berlin. Ein Bericht von der Lesung Martin Suters in Berlin Mitte am 8. März 2010. Martin Suter (29. Februar 1948 in Zürich geboren) ist Schriftteller, Kolumnist und Drehbuchautor. Bevor er sich ganz dem Schreiben von Büchern widmen konnte, verdiente er sein Geld als Werbetexter und Creative Director. Er lebt mit seiner Familie in Spanien und Guatemala. 2010 ist er nun zu Besuch in Deutschland und stellt seinen neuen Roman vor. „Literatur Live!“ wird von den Thalia Buchhandlungen Berlin und dem Kino Babylon veranstaltet.

  1. Martin Suter „Der Koch“ – Ein Bericht von Jens Böhme
  2. Martin Suter stellt seinen neuen Roman „Der Koch“ vor –Ein Bericht von Jens Böhme
  3. Martin Suter kämpft mit einer Leselampe
  4. Martin Suter antwortet Knut Elstermann
    1. „Der Koch“ – Liebe geht durch den Magen
  5. Nach der Lesung – Signierstunde und Rezepte zum nachmachen
  6. Ein kleiner Epilog

Martin Suter „Der Koch“ – Ein Bericht von Jens Böhme

Autoren sind auch Leser. Vor allem bin ich ein begeisterter Leser von Martin Suters Romanen. Als ich ihn mit „Lila Lila“ durch eine Rezension in einer Tageszeitung entdeckte, war meine Leidenschaft für seine Schreibe nach dem Buchkauf entfesselt. Ich wollte mehr lesen und war neugierig. „Lila Lila“ war quasi für mich der Einstieg ins Sutersche Textuniversum. Es folgte „Die dunkle Seite des Mondes“ und „Small World“. Als Süchtiger verlangte mein Geist nach mehr. So gesellten sich nach und nach weitere Texte von Martin Suter in meine heimische Bibliothek bis zum heutigen Tag. Nun ist die Sutersche Sammlung von Jens Böhme aktuell komplett und darauf bin ich stolz.

Als ich dann erfuhr, dass er eine Lesung zum Roman „Der Koch“ und zudem noch seine Buchpremiere in Berlin geben wird, war ich hin und weg. Ich würde auf alle Fälle da sein; im Kino Babylon in Berlin Mitte, gegenüber der Volksbühne. Demzufolge stand am 20. März dick und fett in meinem Kalender: Lesung Suter!

Martin Suter stellt seinen neuen Roman „Der Koch“ vor –Ein Bericht von Jens Böhme

Mit dem Eintrittsticket für die Lesereihe der Thalia Buchhandlungen Berlin „Literatur Live!“ stand ich dann 18:45 Uhr vor dem Kino. Frecherweise hatte ich meine noch nicht signierten Bücher im Rucksack und hoffte auf die Signierlaune und Gnade von Herrn Suter. Zuvor jedoch stand eine eineinhalbstündige Lesung an. Etwas verlassen, stand ich also viel zu zeitig vor dem Kino und wartete auf den Beginn der Veranstaltung. Da ich noch etwas frische Luft schnuppern wollte, kam ich in den Genuss der Ankunft des Schriftstellers. Ein paar Leser hatten sich mit der Weile ebenso wie ich in der Kälte vor dem Kino eingefunden. Sie stauten nicht minder erfreut als einer der bekanntesten Schweizer Autoren sich durch die Türen des Babylon ins Innere des heutigen Lesungstempels begab – es war Punkt 19 Uhr.

Kino Babylon - Literatur Live mit Martin Suter
Kino Babylon – Literatur Live mit Martin Suter

Noch eine halbe Stunde und dann bekamen auch die Fans Einlass. Der Vorraum hatte sich schon arg gefüllt, überwiegend mit weiblichen Verehrern seiner Texte. Da es freie Platzwahl gab, wollte jeder soweit wie möglich vorn sitzen. Meine Befürchtungen, dass es zu einem Kampf mit Händen und Füßen, sowie verbalen Spitzfindigkeiten um die freien Plätze kommen würde, zerschlugen sich; auch wenn es einen kleinen Anflug davon gab. Denn ich konnte mich nicht auf einen der Außenplätze von Reihe 9 setzen. Eine Dame hatte 3 Plätze in dieser Reihe okkupiert und verteidigte diese vehement.

„Ich dachte wir haben frei Platzwahl ohne Platzhalter“, war meine zugegebenermaßen etwas schnippige Antwort. Aber diplomatisch und keine Lust auf eine Diskussion setzte ich mich einen Platz weiter nach hinten; links außen auf die Sitzreihe 10. Da saß ich letztlich genau so gut. Ich mag es sowieso nicht, ganz vorn zu sitzen, von der Mitte aus bekommt man genau so viel mit. Zudem kann man von da aus jederzeit aufstehen und rausgehen. Das ist der Vorteil wenn man an der Seite sitzt. Es werden nicht alle Leute aufscheucht und jeder glotzt einen dann mehr oder weniger wohlwollend an.

Martin Suter kämpft mit einer Leselampe

20 Uhr sollte es losgehen, aber wie alle Künstler machte es auch Martin Suter spannend und nutzte das akademische Viertel. Zusammen mit Knut Elstermann betrat er dann 20:15 Uhr die Bühne. Das Publikum applaudierte und der Abend mit Martin Suter begann. Gleich zu Beginn nach dem ersten interessanten Dialog zwischen Elstermann und Suter kam es jedoch zu einem für die Zuschauer interessanten Zwischenspiel. Es entwickelt sich aufgrund der Anmerkung einer Dame im Publikum eine Interaktion zwischen den Interviewteilnehmern Knut Elstermann und Martin Suter, sowie dem Publikum. In diesem Fall der sich äußernden Dame, die quasi für das Publikum stand. Der Rest der Zuschauer lachte nur hin und wieder und verfolgte gebannt die Szenerie. Denn bevor Martin Suter die erste Leserunde beginnen wollte, intonierte eine Frau von Reihe 10: „Können Sie bitte die Lampe ausmachen oder etwas dimmen, Herr Suter? Man kann sie gar nicht sehen. Die Lampe blendet so.“

Ticket - Literatur Live im Babylon
Ticket – Literatur Live im Babylon

Vermutlich wurde die ältere Dame aus Reihe 10 arg und in direkter Linie von der Lampe geblendet und konnte so ihren Lieblingsautor nicht sehen. Gegen diesen Zustand der Ungerechtigkeit musste sie natürlich intervenieren. Es entstand eine rege Auseinandersetzung um die optimale Position der Leselampe. Natürlich probierten die Herren auf dem Podest bestmöglich darauf einzugehen und versuchten die Lampe vorteilhaft für alle Beteiligten zu drehen. Aber der Dame half das wenig. Ein allgemeines Raunen und Gelächter dieser doch komischen Situation ging durch die Reihen, da sich nun nur noch alles um die Leselampe an Martin Suters Tisch drehte. Etwas hilflos aber sichtlich bemüht, versuchten Elstermann und Suter und sogar ein Techniker dem nachzukommen. Nachdem Herr Suter kurz die Lampe ausknipste meinte er:

„Ich sehe die Buchstaben nicht mehr!“ Er lachte. „Ich habe das Buch schon oft gelesen, aber nicht so viel, dass ich es schon auswendig könnte.“

Die Lampe wurde mal da und mal dort hin gedreht, auch hin zu Suters Gesicht und dessen Hand, die beim Lesen das Buch hielt. „Oh, es wird heiß.“ Er war einfach zu nah an der Glühbirne der Leselampe. Letztendlich gab es hier und da Bewegung auf der Bühne und einige Versuche den vorher festgesetzten Status Quo der Lampe zur Zufriedenheit der Dame zu ändern. Wie es mir am Ende der Szene schien, wurde dann doch ein Konsens erzielt. Herr Suter wurde ein wenig geblendet, aber gleichzeitig erhielt das Publikum, welches in direkter Linie zu ihm und der Leselampe saß einen befriedigenden Blick auf den Autor. Wahrscheinlich erschien Herr Suter zu diesem Zeitpunkt mit einem Nimbus hervorgerufen durch die Leselampe etwas fassbarer als zuvor für den Zuschauerblick dieser optisch Unterprivilegierten des Publikums. Allen voran, die Dame aus der zehnten Reihe.

Martin Suter antwortet Knut Elstermann

Mit seiner angenehmen tiefen sonoren Stimme und Akzent begann Martin Suter zu lesen. Insgesamt gab es drei Leseeinheiten. Er stieg am Anfang des Buches ein. Nach der ersten Leseeinheit gab es wie erwartet Applaus und Knut Elstermann begann sogleich den Dialog mit Martin Suter. Einige wenige interessante Dialoganekdoten, die mir in Erinnerung geblieben sind und die ich zum Teil notiert habe, möchte ich kurz anreißen. Interessant war zum Beispiel die Frage von Elstermann, ob Suter seine Figuren mag. Herr Suter antwortete darauf: „Man umgibt sich mit Menschen, die man mag, deshalb muss ich meine Figuren auch mögen. Im Roman ´Die dunkle Seite des Mondes´ war es durchaus anders. Der Protagonist war schon eine sehr zwiespältige Figur, die ja durch die Pilzeinnahme ein völlig anderer Charakter wurde. Nicht eben ein angenehmer Mensch. Aber es ist mir gelungen, glaube ich, damit umzugehen und auch diese Figur zu lieben. Ich mag auch den Dalmann [Figur in „Der Koch“]. Ich glaube ein Essen mit ihm“, er überlegte kurz, „ … ist glaube ich auch ganz amüsant.“

„Der Koch“ – Liebe geht durch den Magen

Der Koch - signiertes Buch
Der Koch – signiertes Buch

Da es im Buch auch um kulinarische Gerichte geht und Martin Suter die Liebe, das Erotische, den Genuss mit eben diesem Aspekt verbindet, gehörte natürlich auch so eine Frage mit zum Repertoire von Elstermann:

„Sie sind ja bekannt als Feinschmecker und das sie selbst kochen. Ihre Frau ist demnach aus der Küche verbannt? Sie hat da nichts zu suchen oder?“ Martin Suter antwortet ernsthaft. „Doch doch, wenn sie in der Küche ist, dann ist sie so zuständig für Logistik und Technik, eben abwaschen etc.“ Er lacht. „ Nein nein! Ein Scherz. Seit wir uns kennen, habe ich einfach diesen Part übernommen.“

Knut Elstermann: „Der Roman ist ja auch irgendwo ein Wirtschaftskrimi. Erotik und Essen werden thematisiert. Waffen und Liebe. Liebe geht durch den Magen heißt es. In unserem Fall: Kann das Essen, können gute Gerichte die Liebe heilen? “

Martin Suters Antwort: „Ich glaube nicht, dass Liebe derart über den Magen geht, wie es ihr zugeschrieben wird und das man eine Ehe damit reparieren kann, aber doch um sie damit zu beflügeln. Gute Gericht wirken unterstützend, denke ich.“

In Bezug auf das Thema Liebe und Partnerschaft und die langjährige Beziehung zu seiner Frau meinte Herr Suter: „Meine Erkenntnis: Es ist wichtig, dass man nicht durch die Welt läuft und denkt man verpasst etwas. Man verpasst nie etwas.“

Knut Elstermann: „Ihr Roman ist wie ein Gericht von dem man nicht genug bekommt.“ Martin Suter lächelt freundlich. „Wenn sie meinen Roman wie ein Gericht vergleichen, das schmeckt und von dem der Genießer nicht satt davon wird, dann ist das ein Kompliment und bedanke mich dafür.“

Nach der Lesung – Signierstunde und Rezepte zum nachmachen

Martin Suter signiert
Martin Suter signiert

Der Leser ist zugleich auch ein Koch! Das behaupt ich einfach mal. In meinem Fall bin ich Autor und Leser und mit Sicherheit auch gleichzeitig ein Koch. Wir stehen schließlich alle tagtäglich in der Küche und mutieren zum Koch alla Büchsenschnellgericht oder zum 5 Sternekoch; je nach Fasson. Bei Martin Suters neuem Roman mutieren wir aber erst nach der leckeren Lektüre zum Koch. Warum? Nun, im Buch „Der Koch“ von Martin Suter befinden sich am Ende des Romans vollständige Rezepte. Einer Verwandlung von einem Leser in einen Koch, in einen Entdecker neuer oder auch altbekannter Speisen steht nichts im Weg. Bin gespannt, ob mir das ein oder andere Gericht gelingen wird. Zuvor jedoch heißt es den textlichen Gaumenschmaus, den uns Herr Suter mit dem Buch „Der Koch“ bietet, mit den Augen zu genießen.

Nach einem gefeierten Applaus verabschiedete sich Herr Suter beim Publikum. Sehr höflich und sehr freundlich strahlend bedankte er sich für die Aufmerksamkeit der Leser und trat von der Bühne. Es begann die Signierstunde. Natürlich gab es regen Andrang und da ich keine Lust auf langes Anstehen in der Schlange hatte, bin ich erst einmal vor das Gebäude und habe mich abklimatisiert. Vor dem Kino Babylon stehend, kam ich mit dem ein- oder anderen Literaturbegeisterten ins Gespräch. Es verging eine knappe Stunde bevor die Schlange kleiner wurde. Ich vertrieb mir die Zeit mit interessanten Gesprächen und fachsimpelte mit anderen Lesern über die Texte von Martin Suter und Literatur allgemein. Am Anfang schlängelte sich die Schlange vom Eingangsbereich die linke Treppe hinauf, den Gang entlang bis zu einem separaten Raum im oberen Bereich. In diesem saß Martin Suter an einem Tisch und signierte alles was signiert werden sollte.

Martin Suter
Martin Suter

Obwohl vom Veranstalter vorher gebeten wurde, auf großartige Widmungen zu verzichten, damit es zeitlich nicht ausartet, haben die meisten doch diese Bitte ignoriert. Warum auch nicht? Schließlich sind die Signierwünsche nicht nur die Anerkennung, der Lohn des Autors an seinem Werk, sondern auch das Geschäft des Autors. Ein Autor sollte bei solcherlei Popularität ebenso Standhaftigkeit beweisen wie sein Publikum. Es ist immer ein „Geben und Nehmen“ und wenn man in die freudigen Gesichter der Leser schaut, dann ist dies sicherlich zusätzlich erquickend für den Autor. Martin Suter hat durchgehalten, bis zum Schluss und der letzte Fan aus dem Publikum, nun, der war wieder einmal ich. Wie schon erwähnt hatte ich mir Zeit mitgebracht. Außerdem hatte ich ja nicht nur ein Buch dabei und wollte Herrn Suter nicht schon zu Beginn erschlagen. „Doch wann habe ich schon mal die Chance Herrn Suter live zu treffen und meine Bücher signieren zu lassen“, hatte ich fragend vor ihm stehend zu einer Person zu seiner Linken gesprochen, die ihn begleitete und die mir persönliche Herrn Suter vorstellte. „Na aller zwei Jahre“, antwortete Martin Suter daraufhin. „Ich nehme sie beim Wort, Herr Suter“, gab ich zurück und legte ihm meine Bücher und ein Hörbuch auf den Tisch. Relativ fix signierte der Autor Martin Suter meine Exemplare. Danach verabschiedete ich mich von ihm. Hinter mir stand schon die Riege der Organisatoren, ebenfalls mit einem mir nachahmenden „unverschämt“ großen Stapel an Büchern unter den Armen zum signieren. Sicherlich für Hinz & Kunz und überhaupt … für die ganze Welt des literarischen Establishment.

Ein kleiner Epilog

Kino Babylon
Kino Babylon

Es war 23:10 Uhr als ich das Kino Babylon verließ und mich Richtung Alexander Platz begab. Die signierten Bücher hatte ich vorher sorgfältig im Rucksack verstaut. Die Berliner Luft war kalt. Es nieselte leicht. Auch wenn mir der Tag noch etwas in den Knochen steckte, ich zwischendurch die eigene Müdigkeit arg spürte, so war ich doch zu jenem Zeitpunkt hellwach. Mit einem warmen Gefühl der Befriedigung und einem schönen Tagesabschlusses ging ich nach Hause. Die nächtlichen Lichter der Großstadt verfolgten meinen Weg und die Lesung von Martin Suter war vorbei.

Anmerkung des Autors: Etwaige Dialog- bzw. Interviewsequenzen wurden von mir paraphrasierend wieder gegeben.

    • Martin Suter Inhalt & Rezension des Romans „Der Koch“ (faz.net von Sandra Kegel) [Anmerkung: Link nicht mehr vorhanden]

    Eine andere interessante Lesung im Babylon Mitte in Berlin:

    (Artikel aktualisiert 18.03.2026)

    Interview mit der Berliner Band Berge auf Hauptstadtstudio

    1. Interview mit der Band Berge zum Debütalbum „Keine Spur“
    2. 10 Fragen an die Berliner Band Berge

    Interview mit der Band Berge zum Debütalbum „Keine Spur“

    Berliner Band Berge
    hoertberge.de

    Vor kurzem habe ich hier in der Rubrik „Videos auf dem Blog“ das Lied „Die fetten Jahre sind vorbei“ von Berge vorgestellt. Hauptstadtstudio hat 10 neugiere Fragen an die Band gestellt, die Rocco, einer der vier Bandmitglieder, mir gern beantwortet hat. Mehr Informationen zur Berliner Band Berge wie Twitter, Homepage, Debütalbum „Keine Spur“ und natürlich das Interview können Interessierte auch auf hauptstadtstudio.com lesen.

    Es folgt der Artikel mit dem Interview der Band Berge:

    „Keine Spur“ das Debütalbum der Berliner Band Berge

    In Berlin steckt viel Musik. In den Clubs, auf den Straßen, in Proberäumen, in den Zimmern von Wohngemeinschaften, auf der Sommerwiese im Tiergarten oder auf den öffentlichen Plätzen wie zum Beispiel dem Alexanderplatz; letztendlich in den hiesigen Konzerthallen. In der Hauptstadt tummeln sich viele Künstler, vor allem auch Musiker unterschiedlicher Genre. Einsame Solisten, erquickende Duos, aber auch Zusammenschlüsse mehrerer Musiker – leidenschaftliche Liebhaber von Melodien und Texten – zu einer Band, sind hier auf ihren Instrumenten unterwegs.

    Die Berliner Band Berge kommt direkt von der Spree. Berge, das sind vier gebürtige Berliner, die neuen Schwung in das deutschsprachige Popkarussell bringen. Die Band, deren Stimme die Sängerin Marianne ist, besteht seit dem Jahr 2007. Mit den drei Musikern Rocco, Jakob und Rüdiger komplettiert sich das Band-Quartett. Am 6. Februar 2010 erschien das Debütalbum „Keine Spur“. In Online-Shops wie zum Beispiel iTunes, Musicloadoder bei Amazon ist das Album bereits erhältlich. Musik und Texte produzieren und schreiben Berge selbst. Die Band gestaltet eigenhändig das Artwork, ihre Videos und Kurzfilme. Das Hauptstadtstudio war neugierig und stellte der Band Berge 10 Fragen. Rocco „einer der 3 Kerle“ aus der Band stand Rede und Antwort.

    10 Fragen an die Berliner Band Berge

    Jens: Hallo „Berge“ ich grüße Euch und bin neugierig. Ich kann mir vorstellen, dass Ihr die Frage schon oft gehört habt. Also die nervigste Frage zu Beginn: Wie seid Ihr auf den Bandnamen „Berge“ gekommen?

    Berge: Na dann legen wir mal los …Der Name war eine teilweise intuitive und am Ende eine rationale Entscheidung. Einer unserer Songs fängt mit diesem Wort an und heißt auch so, dadurch hat sich das Wort lange Zeit in die Köpfe gebrannt als wir noch keinen Namen hatten. Und als es dann um die Namensfindung ging, sollte der Bandname auch ein paar Kriterien erfüllen: Kurz sollte er sein. Er sollte deutlich erkennbar machen, dass es sich um eine deutschsprachige Band handelt. Er sollte viele Bilder hervorrufen, ohne ein Phantasiewort zu sein. Da war die Entscheidung recht schnell da.

    Jens: Wer schreibt bei Euch die Texte und welche Begebenheiten inspirieren Euch dabei? Wo sucht Ihr die Kreativität?

    Berge: Die Texte und die Musik schreiben Rocco und Marianne zusammen. Die Themen dafür sind weit gefächert, oft einfach nur von dem abhängig, was einem in der Zeit gerade beschäftigt. Grundsätzlich handeln die Texte irgendwie von der Natur des Menschen, von Denkweisen oder eigenen Beobachtungen, ohne dabei zu sehr vorzuschreiben, was jeder einzelne zu hören hat. Kreativität ist eigentlich immer da, wenn man sie zulässt und nicht zu angestrengt ein ganz bestimmtes Ergebnis erzwingen will. Sobald eine Textpassage oder ein paar bestimmte Klänge einen berühren, entsteht der Rest des Songs von selbst.

    Jens: Seit 6. Februar ist Euer Debüt-Album „Keine Spur“ in den Online-Shops zu bekommen. Wie lange habt ihr an dem Album gesessen?

    Berge: An dem Album Haben wir ca. ein Jahr gesessen und es in unserem alten Proberaumstudio aufgenommen. Inklusive Songs schreiben und allem was dazu gehört. Es war ein langer Weg, der sich für uns aber gelohnt hat, denn wir konnten alles so umsetzen wie wir uns das gewünscht haben.

    Jens: Was ist der Hintergrund des Titels „Keine Spur“, der sowohl Albumtitel als auch Titel einer der Songs ist?

    Berge: Auch hier gilt wieder: Jeder kann sein eigenes Bild vom Song bzw. vom Titel haben. Der eine hört vielleicht einen Dialog zwischen zwei Menschen aus dem Songtext, ein anderer vielleicht einen Text über Vergänglichkeit und das am Ende eh alles wieder zu Staub wird. Im Zuge des CD Titels ging es darum, dass Musikhören in der heutigen Zeit wie ein Rummelbesuch, kurzlebig und ohne Nachhaltigkeit, funktioniert. Vor 10 Jahren hat man jede CD deutlich öfter gehört und auch mehr geschätzt. Das ist sicherlich nicht pauschal bei jedem so, aber in der Masse kann man die Entwicklung erkennen und darum geht’s in diesem Albumtitel.

    Jens: Ihr seid harmoniesüchtig und Romantiker habe ich gehört und gelesen. Der Song „scheinbar“ drückt dies, meines Erachtens, sehr stark aus. Was bedeutet das Wort „Romantik“ für Euch und Eure Musik?

    Berge: Romantik ist für uns auf jeden Fall kein klischeebehafteter oder kitschiger Begriff, eher ein Ausdruck mutig mit Emotionen jeglicher Art umzugehen. Wirklich romantisch sind wir aber eher nicht, vielmehr harmoniesüchtig im Sinne der musikalischen Harmonien. Pop ist nun mal Pop und wir alle sind unter anderem auch mit Popmusik groß geworden.

    Jens: Neben anderen interessanten Schlagwörtern zu „Berge“ definiert Ihr Euch mit der Phrase „Suche nach besonderen Momenten“. Wo sucht Ihr diese Momente für Euch? Wie stark könnt Ihr diese in der Musik festhalten?

    Berge: Ob ein Moment etwas Besonderes ist oder nicht bestimmt nicht der Umstand, sondern die Betrachtungsweise. Sprich: Wir suchen eigentlich in den meisten Momenten eine Besonderheit. Egal ob man auf dem schönsten Konzert seines Lebens ist oder einfach nur aus dem Fenster schaut und Tauben beobachtet. Wenn man Interesse hat genauer hinzusehen, dann kann man viel entdecken wo man oft vom Alltag abgelenkt ist. Mit der Musik ist das ähnlich, du kannst einen Song schreiben und danach auch versuchen ihm kleine Besonderheit zu verleihen, egal ob im Text oder im Sound.

    Jens: Unabhängig davon, dass Ihr mit Sicherheit Eure eigene Note habt. Provokativ gefragt: Was sagt Ihr zu einem Vergleich mit Silbermond?

    Berge: Wir sind eine deutschsprachige Pop/Rock Band mit einer dunkelhaarigen Sängerin und 3 Kerlen, welche die typischen Rockband Instrumente spielt. Da können sehr viele Ähnlichkeiten gefunden werden. Man kann es aber auch lassen und sehen was an Berge eigen ist. Der Vergleich wäre berechtigt, wenn wir bewusst Silbermond kopieren würden, das ist aber nicht der Fall, daher ist der Vergleich für uns hinkend. Es ist ja auch irgendwie nachvollziehbar das man, wenn man nicht bekannt ist, erst mal mit etwas Bekanntem in Verbindung gebracht wird.

    Jens: Beim Titel „Die fetten Jahre sind vorbei“ muss ich unweigerlich assoziativ an den Film mit Daniel Brühl denken. Aber lassen wir das. Wie ist der Titel „Die fetten Jahre sind vorbei entstanden“? Gibt es dazu ein Geschichte?

    Berge: Die Refrainmelodie und die Textzeile kamen mir (Rocco) beim Hören eines Foo Fighters Songs in den Kopf; ohne dass ich in jener Zeit den Film gesehen habe. Es war durchaus in der Band ein Thema, ob wir den Text abändern sollten, aber irgendwie passte die Melodie nur mit dem Text zusammen. Also haben wir’s so gelassen. Die Zeile hat jedenfalls keinen Bezug zum Film gehabt.

    Jens: Wo und wann können Fans Euch dieses Jahr auftreten sehen? Gibt es schon Termine?

    Berge: Wir spielen am 18.03.2010 in München im Ampere. Weitere Termine folgen ganz bald.

    Jens: Wie sieht Eure Zukunft aus, was habt Ihr demnächst vor und ist schon ein 2. Album geplant?

    Berge: (Rocco lacht) Album 2 – so etwas ist, glaub ich, immer geplant oder nicht? … Wir schreiben neue Songs, spielen ein paar Mal live und toben uns noch mehr aus was Animationsfilme etc. angeht. Wir wollen vor allem live eine Menge mehr auf die Bühne zaubern als nur 4 Musiker mit ihren Instrumenten. Es steckt alles noch in den Kinderschuhen, aber man kann schon ganz gut erkennen, wo die Reise hingehen soll. Kommt vorbei und schaut es euch einfach an.

    (Das Interview führte Jens Böhme mit der Band „Berge“)

    (Interview mit der Berliner Band Berge ehemals veröffentlicht auf hauptstadtstudio.com siehe auch Link zur ehemaligen Seite WayBackMaschine)

    Berliner Künstler Toni Mahoni stellt am Freitag 26.02.2010 seine neue CD „Irgendwat Is Immer“ im BKA-Theater Berlin vor

    Toni Mahoni Tourneebeginn im  BKA Theater in Berlin

    Toni Mahoni - Irgendwat Is Immer
    © Toni Mahoni – Irgendwat Is Immer

    Rauchige Stimme, immer einen „juten Spruch uf Laga“, sowie Lieder und Geschichten aus dem Alltag, so kennt man Toni Mahoni. Als ehemaliger Videoblogger bei spreeblick.com können Fans seine neuesten Kommentare auf seiner Homepage tonimahoni.com (Link nicht mehr aktuell 08.02.2026) verfolgen.

    Nach der Vorstellung seines Debütromans „Gebratene Störche“ am 22.02.2010 im Berliner Kaufhaus Dussmann legt Toni Mahoni nach. In Folge seinem ersten Album „Allet Is Eins“ stellt er nun im BKA-Theater (Mehringdamm 34, Berlin-Kreuzberg) zusammen mit seiner Band am 26.02.2010 seine neue CD „Irgendwat Is Immer“ vor. Dies ist gleichzeitig auch der Tourneestart des Künstlers Toni Mahoni.

    (Artikel aktualisiert 08.02.2026)

    Rezension: Das Kabinett des Dr. Parnassus – Heath Ledger in seiner letzten Rolle

    Das Kabniett des Dr. Parnassus – Heath Ledger und Freunde, das ist aber schon fast alles …

    Der kürzlich im Kino angelaufene Film „Das Kabinett des Dr. Parnassus“ ist ein Filmchen für echte Heath Ledger Fans. Mit Sicherheit auch ein Muss für all jene Fans der Hollywoodriege „Heath Ledger and Friends“, wie es im Abspann zu lesen war. So kann der Kinobesucher durchaus gespannt auf die Auftritte der Schauspielerfreunde Jude Law, Colin Farrell und dem Meister solcher Fantasyfilme Johnny Deep sein. „Das Kabinett des Dr. Parnassus“ ist nun wirklich der letzte Streifen mit dem am 22. Januar 2008 verstorben Hollywoodschauspieler, den viele auch aus Filmen wie „Ritter aus Leidenschaft“, „Der Patriot“ und natürlich aus seiner Paraderolle „Batman – The Dark Knight“ als Joker kennen. Genau sein Bildnis ist die sehenswerte und faszinierende Nuance an diesem Fantasyfilm. Der verstorbene Heath Ledger in einer doch sehr abgedrehten Story. Der Film besitzt einen Hauch von Krimi und der Zuschauer rätselt fragmentarisch mit, welche Vergangenheit der Protagonist des Films Tony (Heath Ledger) wohl aufzuweisen hat. Nach und nach lüftet sich das Geheimnis.

    Umsetzung des Drehbuchs nach dem Tod von Heath Ledger

    Die eigentliche Leistung und die damit verbundene Neugier für den Cineasten besteht darin, zu erfahren, wie das Drehbuch nach dem Tod von Heath Ledger umgesetzt  wurde. Das ist letztendlich auch der herausragende Aspekt, der den Kinobesuch von „Das Kabinett des Dr. Parnassus“ zusätzlich zu Heath Ledger sehenswert gestaltet. Ebenso das Ensemble „Heath Ledger and friends“, die quasi als szenische Einwechselspieler für den verstorbenen Schauspieler fungieren. Neugierig wartet der Kinobesucher ab, um zu erfahren, wann der erste das Spielfeld betritt. Die Hoffnung auf mehr Spannung und Unterhaltung bleibt jedoch bei diesem dargebotenen Ausblick kleben. Die Story, die zu Beginn sehr viel mehr verspricht und in einem interessanten handlungsoptimistischen Licht erscheint, flacht nach und nach ab und plätschert letztendlich so dahin. Da helfen auch nicht die Zugpferde der Hollywood-Ceme-de-la-Creme Jude Law, Collin Farrel und Johnny Depp. Die wenigen abstrakten und skurrilen Fantasyszenen stechen dabei nur fragmentarisch heraus. Leider wirken solche Szenen nur auf der Kinoleinwand optimal und so sollte man sie sich auch da anschauen. Dabei könnte man bei diesem Genre so viel mehr schaffen und erschaffen. Spannung und Unterhaltung sind im „Kabinett des Dr. Parnassus“ auf ein Minimum reduziert. Der Film lebt nur von den Darstellern und der Mini-Story zwischen der Wette des Herrn Dr. Parnassus und dem Teufel. Obwohl die Story einiges an Spannung im Vorfeld assoziiert, ist der Kinobesuch zum Einschlafen. Bestenfalls ein kleines Gut-und-Böse-Märchen mit Starbesetzung für die Vorweihnachtszeit oder den TV-Abend bei dem der Zuschauer nebenbei entspannt im Internett surfen kann.

    Das Beste zum Schluss – Welche Erinnerung an Heath Ledger bleibt?

    Es lässt sich sicherlich darüber streiten durch welchen Film Heath Ledger in Erinnerung bleiben sollte. Ist es besser ihn als Joker in „Batman – The Dark Knight“ anstatt in „Das Kabinett des Dr. Parnassus“ im Kopf zu behalten? Das ist hier die Frage. Auch wenn Heath Ledger in diesem Film auf der Leinwand wirklich sehr sehenswert ist, bleibt er in seinem Oscar-gekrönten Schauspiel als Joker und Gegenpart zu Batman in seiner Paraderolle.

    (Rezension „Das Kabinett des Dr. Parnassus – Heath Ledger in seiner letzten Rolle“ ehemals auf hauptstadtstudio.com)

    Dirty Dancing das Musical – Theater am Potsdamer Platz in Berlin – Eine Hommage an Patrick Swayze

    1. Eine Hommage an Patrick Swayze
      1. Dirty Dancing das Musical im Theater am Potsdamer Platz
    2. Johnny-Patrick-Swayze in den Köpfen der Dirty Dancing-Fans
      1. Der Schauspieler Patrick Swayze
    3. Dirty Dancing und „The Time of my Life“
      1. Mein Lieblingslied von Dirty Dancing – „Cry to me“ von Solomon Burke
    4. Informationen zum Musical

    Eine Hommage an Patrick Swayze

    Bild: Dirty Dancing das Musical – Theater am Potsdamer Platz in Berlin

    Dirty Dancing das Musical im Theater am Potsdamer Platz

    Seit Wochen habe ich mich auf das Musical „Dirty Dancing“ gefreut. Am 2. Weihnachtsfeiertag den 25. Dezember 2009 um 20 Uhr war es dann soweit. Zu Viert ging es mit dem Bus M41 vom Berliner Hauptbahnhof aus zum Potsdamer Platz. Am Marlene-Dietrich-Platz 1 angekommen, standen wir vorm Theater am Potsdamer Platz und sahen auf das große Transparent an der Fassade des Hauses. Wir waren mehr als gespannt auf das Musical, welches die Liebesgeschichte von Baby und Johnny des Sommers 1963 sichtbar anpreist und von dem es derzeit in Berlin nur so an Plakaten wimmelt.

    Unsere Erwartungen an die Tanzchoreografie, bekannter Dirty-Dancing-Ohrwurmmusik und dem Esprit des Erfolgsfilms der Liebe zwischen den Protagonisten gespielt von Jennifer Grey als Baby und Johnny gespielt von Patrick Swayze waren höchst unterschiedlich. Zudem war Weihnachten 2009 und die Veranstaltung stand nicht unter dem Motto einer kritischen Betrachtung, sondern eher unter Freude und Genuss auf das, was das Musical Dirty Dancing zu bieten hat. So habe ich mich primär auf die Musik gefreut, da ich diese seit den 80er Jahren, als ich den Film das erste Mal sah, über alles Liebe. Ich muss zugeben, dass ich den Film schon mehrmals gesehen habe und sogar stolzer Besitzer einer ANNIVERSARY EDITION Dirty Dancing DVD, sowie einer ULTIMATIVE Dirty Dancing CD bin. Da liegt es sicherlich nicht fern, sich an zehn Fingern abzuzählen, dass ich auch das Musical besuchen werde.

    Johnny-Patrick-Swayze in den Köpfen der Dirty Dancing-Fans

    Nun ist ein Musical ein völlig andres Genre als ein Film und so mussten wir uns klar werden, dass es nicht dasselbe sein kann und Erwartungen durchaus enttäuscht werden können. Aber in diesem Fall hielt sich die Enttäuschung in Grenzen; zumindest bei mir. Das Musical hielt sich eins zu eins an die Vorlage des Films. Die Geister haben sich an diesem Fakt geschieden. Ich fand es nicht sonderlich tragisch, während unser Musicalkenner in der Runde dies nicht so gut fand. Auch wurde seiner Meinung nach zu viel gesprochen. Das viel gesprochen wurde, stimmt durchaus, da ich aber ein Mann des Wortes bin, fand ich es wiederum nicht ganz so tragisch. Die Musik selbst hat mich wie eh und je wieder voll berührt und die Sänger des Musical-Ensembles sangen wundervoll. Das Bühnenbild, die wechselnden Szenen haben mich zu keiner Zeit gelangweilt. Einige Effekte, vor allem die Wasserszene mit der Hebefigur, haben mich visuell sehr überzeugt. Während des ganzen Musicals musste ich jedoch an Patrick Swayze denken und der Film selbst war permanent präsent. Der Hauptdarsteller im Musical, ein fantastischer Tänzer, dass muss man ihm lassen, war für mich schauspielerisch nicht so überzeugend gewesen. Aber zu seinen Gunsten muss man bedenken, dass er schließlich im Schatten eines Idols steht, quasi einer Dirty Dancing-Ikone, und dagegen anzukämpfen hat mit seiner Person zu überzeugen. Es ist sicherlich nicht leicht das fest verankerte Bild von Johnny-Patrick-Swayze in den Köpfen der Dirty Dancing-Fans auf die eigene Weise überzeugend zu interpretieren und zu bedienen oder es gar ganz verschwinden zu lassen. Er – Patrick Swayze – und das Bild von ihm bleibt nun mal unvergesslich.

    Der Schauspieler Patrick Swayze

    Aus diesem Grund möchte ich eben nur kurz vom Musical Besuch Dirty Dancing berichten und am Ende der kleinen Erlebnisanekdote zu Weihnachten eine kleine Hommage an Patrick Swayze anbringen, der am 14. September 2009 im Alter von 57 Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs starb. Patrick Swayze war und ist für mich ein toller Schauspieler, der sich mit dem Film Dirty Dancing sprichwörtlich ein Denkmal gesetzt hat. Natürlich hat er nicht nur in dieser überaus romantischen Liebesgeschichte brilliert, sondern auch in Filmen wie „Gefährliche Brandung“, „Ghost – Nachricht von Sam“ und „Road House“. Auch in diesen Filmen hat er für mich als Spitzenschauspieler überzeugt. Die Welt hat mit ihm einen sehr guten Schauspieler verloren. Seine Filme aber und vor allem der Musik-Film „Dirty Dancing“ mit dem Geist des leidenschaftlichen Tanzens und der Liebe zwischen zwei Menschen bleiben für uns durch ihn im Film Dirty Dancing für immer erhalten.

    So ist auch das Musical Dirty Dancing durchaus sehenswert und eine gelungene Hommage an den so fantastischen Film mit seiner allbekannten Filmmusik, dem Tanz des Mambo und der Geschichte eines wundervollen Sommers der Liebe.

    Dirty Dancing und „The Time of my Life“

    Das bekannteste Lied von Dirty Dancing ist der Song „Time of my Life“. Hier schlagen die Herzen höher, Erinnerungen werden hervor gerufen und der Sound ist unvergleichlich einprägend und mitreißend!

    Und mal ehrlich und Hand aufs Herz, wer hat nicht auch schon einmal zum bekanntesten Song von Dirty Dancing getanzt und laut „The Time of my Life“ mitgesungen und wörtlich die Zeit seines Lebens im Tanz genossen, auch wenn er nicht den Mambo, in der Art wie Patrick Swayze und Jennifer Grey, tanzen kann?

    Ich schon!

    Mein Lieblingslied von Dirty Dancing – „Cry to me“ von Solomon Burke

    Mein ultimatives Lieblingslied vom Soundtrack „Dirty Dancing“ bleibt jedoch „Cry to me“ von Solomon Burke.

    Informationen zum Musical

    • Laut Homepage Stage Entertainment läuft das Musical Dirty Dancing noch bis 30.06.2010 in Berlin.

    Mehr von Dirty Dancing:

    (Artikel aktualisiert 19.03.2026)

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