Thomas Coraghessan Boyles neues Buch „Wenn das Schlachten vorbei ist“ als Buch-Trailer
Genial gemacht!
Quelle: Carl Hanser Verlag youtube.com (http://www.youtube.com/user/HanserVerlag/videos)
Das Literatur-Blog zum Roman
Genial gemacht!
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Buchmesse Leipzig, Diogenes Verlag und Martin Walkers „Bruno, Chef de Police“ …
Entdeckt habe ich Martin Walker auf der Buchmesse 2010 am Stand des Diogenes Verlags. Ich erhielt überraschenderweise ein noch nicht rezensiertes Exemplar mit dem Vermerk es nicht vor dem 27. Mai 2010 zu besprechen. Angetan vom Cover des Buches und mit einer gehörigen Portion Neugier habe ich mich noch am selben Abend in den 2. Fall des Protagonisten von Martin Walker „Bruno, Chef de police“ gestürzt; ohne den 1. Fall zu kennen.
Alles begann mit dem Roman „Grand Cru“ dem 2. Fall von Bruno, Chef de police

Natürlich begann es nicht mit „Grand Cru“, sondern mit dem Roman „Bruno, Chef de police,“ welches dann der erste Fall war (siehe Chronolgoie des Bruno-Zykluses am Ende des Artikels). Das Cover hatte es mir jedoch wahrlich angetan. Ich muss zugeben, ich bin jemand, der seine Kaufentscheidung zwar primär vom Inhalt, aber eben auch vom Cover abhängig macht. Ein schönes Cover, bleibt ein schönes Cover! Mehrere Weinfässer waren darauf zu sehen und meine Phantasie erträumte sich einen richtig guten Krimi auf dem Lande. Das „Grand Cru“ mehr war als nur ein Kriminalroman, sondern auch eine Geschichte zum Thema Liebe, die vom 1. Walker-Roman „Bruno, Chef de police“ weiter gesponnen wurde, erfuhr ich erst während der Lektüre. Neben interessanter Historie, passend zum Fall, mit entsprechenden Fakten für den Leser, wandelte ich gleichzeitig bei Martin Walkers Romanen mit zusätzlich mit meinem Gaumen über die Zeilen jedes Buches. Denn in seinen Romanen wird von guten Weinen, selten und gutschmeckenden Pilzen wie „Schwarze Diamanten“ sowie vorzüglichen Gerichten berichtet und liebend gern möchte man sich beim Lesen mit an den Tisch der jeweiligen Szenerie setzen. Und am Ende seiner Romane hat der Leser große Lust das Fleckchen Erde zu besuchen, wo die Geschichten von Martin Walker spielen, nämlich im Städtchen Saint-Dennis im Perigord in Frankreich. „Meine Bücher sind ein bisschen Reisebuch, Kochbuch und Geschichtsbuch. Ich wäre gelangweilt von nur Mord und Totschlag“, sagte Martin Walker bei seiner Lesung.
Martin Walker Lesung in Berlin
Die Lesung zu seinem neuen Roman „Delikatessen“ fand am 04.05.2012 in der Thalia-Buchhandlung in den Hallen „Am Brosigturm“ in Berlin statt. 20:15 Uhr ging es los und schon zu Beginn tummelten sich Leser am Stand der Weinverkostung, die gleichzeitig zu Walkers Lesung als Extra-Schmankerl dazu gehörte. Es gab Weine aus dem Bergerac von denen der Autor selbst ein Loblied singen konnte. Zusammen mit der Journalistin und Moderatorin an diesem Abend, Margarete von Schwarzkopf, gestaltete sich ein amüsanter und höchst abwechslungsreicher Leseabend.
Archäologie und das Leben im Perigord im Roman „Delikatessen“
Im wundervoll moderierten Dialog zwischen Margarete von Schwarzkopf und Martin Walker erfuhren die Teilnehmer der Lesung mehr und mehr über den Autor und über seinen neuesten Roman wie z.B., dass es in ihm um Archäologie, um Geschichte geht, dass auch die ETA sowie das Thema Stopfleber und die Organisation PETA eine große Rolle spielen. In seinem neuen Roman taucht Martin Walker tief in die Vergangenheit ab, ganze 40.000 Jahre geht es zurück. Es geht um die Menschen die damals im Gebiet von Perigord gelebt haben. Es geht um den Neandertaler. Es geht aber auch um jene Menschen, die heute in dieser Gegend leben und selbst das Essen anbauen, das Obst von Hand pflücken und eigenes Geflügel halten. Martin Walker erzählt, das er die Leser teilhaben lassen möchte, von dem Leben der Menschen im Perigord. „Die Leute leben von diesem Land“, sagte er. Er selbst praktiziert es so auf seinem eigenen Landstück. „Eigenes Geflügel und die gelegten Eier selbst essen.“ Scherzhaft erzählte Martin Walker, dass er seinen Hähnen und Hühnern Politikernamen gegeben hat und mit einer witzigen Poente meinte er: Huhn „Frau Merkel“ legt die größten Eier (kann sein, dass es auch die meisten Eier waren). Das Publikum lachte. Ob dies wirklich stimmt, sei noch zu beweisen.
Thema: ETA, Delikatessen und Bruno auf der Leinwand

Im Roman selbst geht es um einen Toten in einer Höhle, der eine Armbanduhr trägt, eine Swatch. Die gab es vor 1983 nicht. Also stimmt da etwas nicht und somit hat Bruno wieder einen Fall. Die Idee zum Buch selbst habe er tatsächlich gehabt als wahrhaft ein französischer Polizist von der ETA erschossen wurde, so der Autor. Zusätzlich wurde im Dialog von Margarte von Schwarzkopf mit dem Autor Martin Walker ein weiteres Geheimnis gelüftet. Auf die Frage nach der Verfilmung des Polizisten erfuhren wir, dass er sich schon am nächsten Tag, hier in Berlin, in Gespräch mit dem ZDF und ARTE befinden würde. Es wird also auch spannend im cineastisch Sinne rund um den literarischen Protagonisten Bruno aus „Delikatessen“, der auch mit der Liebe und demzufolge mit den Frauen so seine Problemchen hat. „Bruno ist kein Gigolo“, erklärte Martin Walker, „er will wie viele andere Männer auch eine Familie. Seine Geschichte ist die wie von vielen anderen: Die eine Liebe geht, verlässt ihn. Geht in eine andere Stadt. Eine neue Frau kommt und irgendwann kommt die alte Liebe wieder und das … das bringt eben Probleme. Aber genau das sind die Geschichten aus dem Leben. Sagen wir – die Komplikationen aus dem Leben.“ Genau das macht diesen Bruno auch „Dsympathisch, meinte schon zu Beginn der Lesung Frau Margarete von Schwarzkopf, er ist kein Schürzenjäger und trotzdem hat er Problem mit den Frauen. Gerade als „Frau“ war Margarete von Schwarzkopf wie sicherlich viele Leserinnen am Liebesleben von -Bruno, Chef de police- im nunmehr 4. Fall „Delikatessen“ interessiert und harkte oft in dieser Thematik nach. Martin Walker stand mal auf Deutsch und mal auf Englisch der Journalistin Rede und Antwort, die während der Lesung den deutschen Part las. Martin Walker hingegen las auf Englisch und am Ende erfuhren wir, dass beide Damen aus den bisher erschienen Romanen wieder ein Thema sein werden.
Disziplin als Autor – Tipps von Martin Walker

Bei der Frage von Margarete von Schwarzkopf an Martin Walker wie er neben seinen vielen Tätigkeiten seine Disziplin für ein neues Buch alljährlich halten könne, antwortete dieser auf interessanter Art und Weise: Als Journalist war es kein Problem 1.000 – 1.500 Wörter am Tag zu schreiben. Es fiele ihm leicht und es macht ihm Spaß. Genau das ist der Grund warum am Ende des Tages auch 1.000 Wörter auf dem Papier stehen sollten. 1.000 Wörter, das ist meine Disziplin und die brauche ich als Autor auch. Und da hat er vollkommen Recht! Diesen Tipp muss ich mir merken und sicherlich hilft dieser Schreibtipp auch so manch anderem Autor. Wir können nur hoffen, dass Martin Walker auch in diesem Jahr seine Disziplin hält, so dass wir im nächsten Jahr einen weiteren Bruno Roman aus dem Bruno-Zyklus zu lesen bekommen. Vorerst jedoch können wir uns nun mit der „Lese-Delikatesse“ des 4. Falls für Bruno -Chef de police- begnügen: Delikatessen. Allseits guten Lesehunger!
Sämlichte bisher erschienen Romane des Bruno-Zykluses des Autors Martin Walker:
Arto Paasilinna, er gehört zu meinen Top 3 Lieblingsautoren (siehe auch: Meine literarische Hitliste). Wie T.C.Boyle und Martin Suter schreibt Paasilinna Texte für die ich mich sehr begeistern kann. Bettlektüre, für unterwegs in der S-Bahn oder einfach im Liegestuhl einer Strandbar, die Romane von Arto Paasilinna zu lesen, macht Spaß und erheitert ungemein das Gemüt. Seine Texte sind oft skurril, manchmal phantastisch, aber immer mit den Stärken und Schwächen der Menschen; vorwiegend seiner finnischen Protagonisten. In einem lockeren, ein einem „federleichten“ Schreibstil und mit zwischenmenschlichen interessanten Beziehungen treten die von Arto Paasilinna erschaffenen Charaktere in seinen Geschichten auf. Wer die Texte von Paasilinna liest, der muss unweigerlich Schmunzeln. Mit viel Humor, oft auch schwarzen Humor, und einer Leichtigkeit in der Handlung passieren die sonderbarsten Geschichten inmitten seiner finnischen Landsleute und beinahe könnte der Leser in Versuchung geraten diese für bare Münze zu nehmen. Arto Paasilinna wird nicht umsonst als „Meister des skurrilen Humors“ bezeichnet.
Höchst interessant: Die Person Seppo Sorjonen! … Es gibt da einen Taxifahrer namens Seppo Sorjonen (Insider dieser Geschichten werden mir beipflichten und sicherlich das ein oder andere Schmunzeln auf den Lippen haben) ist in vielen seiner Bücher vertreten. Mehr oder weniger spielt er eine wichtige Rolle. Ob als einer der Hauptprotagonisten wie in „Zehn zärtliche Kratzbürsten“ und in „Der Sommer der lachenden Kühe“ oder als Statist, es erfreut den Leser von Seppo Sorjonen zu lesen. Als Taxifahrer erlebt er hautnah die Geschichten seiner Klienten mit und vielmals hat Sorjonen den einen oder anderen Anteil am Fortgang der Geschichte.
Jedes Mal beim Lesen fragt man sich als Leser, wann kommt der Herr Sorjonen noch oder wieder in Aktion?
Verraten kann ich hier schon mal die Auftritte von Seppo Sorjonen in folgenden Romanen:
Weiterhin vertreten ist Arto Paasilinnas Taxifahrer in den Romanen „Der wunderbare Massenselbstmord„, „Nördlich des Weltuntergangs“ und in „Adams Pech, die Welt zu retten„. In diesen Büchern spielt Herr Sorjonen eine mal mehr oder weniger gewichtige Rolle. Aber egal was Herr Sorjonen beizutragen hat, er ist ein gern „gelesener“ Charakter in Paasilinnas Büchern. Überzeugt Euch selbst!
Zum Autor Arto Paasilinna
Arto Paasilinna ist ein finnischer Autor. Geboren wurde er am 20. April 1945 in Kittilä und ist der populärste Autor Finnlands. Er lebt heute im südfinnischen Espoo-Westend in der Nähe von Helsinki. Viele Leser freuen sich auf den „jährlichen Paasilinna“. Seine Bücher wurden in 45 Sprachen übersetzt, unter anderem auch in Deutsch. Ein bekanntes Hörbuch in Deutsch ist der Roman „Adams Pech, die Welt zu retten“, 4 CDs bei Lübbe Audio gelesen vom Komiker Jürgen von der Lippe. Ein geniales Buch, das durch seinen Vorleser noch mehr an Witz und Spannung gewinnt. Erfolgreichstes Buch des Autors ist „Das Jahr des Hasen“.
Persönlich präferiere ich die bisher gelesenen Romane „Der wunderbare Massenselbstmord“ auf Platz 1, „Der Sommer der lachenden Kühe“ mit Platz 2 und „Im Wald der gehenkten Füchse“ für den Medaillen-Rang 3. Es ist jedoch schwierig dieses Ranking festzusetzten, da alle Geschichten ihren unverwechselbaren Stil und gleichzeitig ihre unverwechselbare Geschichte haben. Jeder Roman für sich, ist fantastisch zu lesen. Was für mich „Der wunderbare Massenselbstmord“ auf Platz 1 ist für einen anderen die Geschichte „Zehn zärtliche Kratzbrüsten“.
Es folgt die Liste zur allgemeinen Übersicht der bisher auf Deutsch erschienen Romane von Arto Paasilinna:
Im Oktober heißt es wieder: Umblättern! Die Frankfurter Buchmesse öffnet vom 6. bis 10. Oktober 2010 erneut ihre Tore und die Macher der Branche wie Verleger, Buchhändler, Agenten, Filmproduzenten und Autoren sind wieder in den heiligen Hallen der Frankfurter Messe zu Hause. In diesem Jahr ist der Ehrengast das Land Argentinien. Über 7.300 Aussteller aus 100 Ländern sind vertreten. Thematischer Schwerpunkt des Programms der Buchmesse ist „Die Digitalisierung in der Buchbranche“.
Öffnungszeiten für das Lesepublikum
Vom 9. und 10. Oktober 2010 finden jeweils die Publikumstage statt. Die Tageskarte für Privatbesucher kostet 14€. Mit 12€ pro Person ist der Literaturfan im Gruppentarif dabei. Schüler bezahlen 7€ (den Nachweis nicht vergessen). Ein Wochenendticket kostet 20€. Weitere Preise für Fachbesucher, Sortimenter, Bibliothekare und Studenten außerhalb der Publikumstage sind auf der Homepage der Frankfurter Buchmesse zu finden.
Die Frankfurter Buchmesse ist weltweit bekannt. Daher ist sie auch der bedeutendste Handelsplatz für Bücher, Medien, Rechte und Lizenzen. „Entdecken Sie Neues“, heißt es auf der Homepage der Frankfurter Buchmesse. Wer nicht weiß, was „digitaler Content“ ist, wird auf der Messe mit Sicherheit Gesprächspartner finden, mit denen dieses Thema besprochen werden kann.
Deutscher Buchpreis 2010
Auch in diesem Jahr vergibt der „Börsenverein des Deutschen Buchhandels“ wieder den – Buchpreis 2010 –. Mit diesem Preis zeichnet der „Börsenverein des Deutschen Buchhandels“ den besten Roman in deutscher Sprache aus. Sechs Finalisten stehen zur Auswahl. Die Preisverleihung findet am 4. Oktober zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse statt.
Die nominierten Romane:
Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels
Während der Messe wird ebenfalls der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen. Im Gegensatz zum – Buchpreis 2010 – steht hier der Autor des Preises schon fest. Es ist der israelische Schriftsteller David Grossmann. Er erhält den 25.000€ dotierten Friedenspreis. Die Begründung des Stiftungsrates lautete: Das sich Grossmann „aktiv für die Aussöhnung zwischen Israelis und Palästinensern“ einsetzte. Sein zu letzt erschienener Roman trägt den Titel „Eine Frau flieht vor einer Nachricht“.
Mehr Informationen zum Programm, zu Themen u.v.a. zur Buchmesse in Frankfurt finden Interessierte stets auf der Homepage der Frankfurter Buchmesse.
Artikel zum diesjährigen Friedenspreisträger David Grossmann:
FAZ online: „Der Rufer in der Wüste“ von Anja Hirsch“
ZEIT online: „David Grossman, ein verzweifelter Optimist“ von Gerrit Bartels
Buchtipp: Bücher von Jens Böhme
Rauchige Stimme, immer einen „juten Spruch uf Laga“, sowie Lieder und Geschichten aus dem Alltag, so kennt man Toni Mahoni. Als ehemaliger Videoblogger bei spreeblick.com können Fans seine neuesten Kommentare auf seiner Homepage tonimahoni.com (Link nicht mehr aktuell 08.02.2026) verfolgen.
Nach der Vorstellung seines Debütromans „Gebratene Störche“ am 22.02.2010 im Berliner Kaufhaus Dussmann legt Toni Mahoni nach. In Folge seinem ersten Album „Allet Is Eins“ stellt er nun im BKA-Theater (Mehringdamm 34, Berlin-Kreuzberg) zusammen mit seiner Band am 26.02.2010 seine neue CD „Irgendwat Is Immer“ vor. Dies ist gleichzeitig auch der Tourneestart des Künstlers Toni Mahoni.
(Artikel aktualisiert 08.02.2026)

In einem Zustand
voller Hilflosigkeit.
In einem beengten Zustand!
In einem fürchterlich beengten Zustand
voller Hilflosigkeit:
sprang er.
Er sprang!
August Mannheimer sprang.
Er sprang,
mit einem kräftigen Satz
vor vielen penetrant
glotzenden Augenpaaren.
In einem Zustand
voller Verzweiflung
sprang August Mannheimer
über eine riesige Pfütze
und entfernte sich schleunigst
vor ihr, um nicht
vom herannahenden
und sehr rasant fahrenden Bus
von oben bis unten
nass gespritzt zu werden.
Er war sichtlich erleichtert,
dass er es gerade noch
geschafft hatte.
Gedicht von Jens Böhme
Mehr Gedichte von Jens Böhme:
„[…] Fuhr ich doch Richtung Kochstraße in der U-Bahn unter der Friedrichstraße, um dort Sushi zu holen für den gemeinsamen Abend in unserer WG.
Steigt doch zwei Stationen vorher wieder ein Obdachloser in den Waggon ein und beginnt seine Rede. Schon als ich ihn einsteigen sah, dachte ich mir genervt:
‚Jetzt geht schon wieder die alte Leier los.‘
Doch es kam anders als gedacht!
Nach dem typischem ‚Hallo, ich …‚, ging er witzig über zu ‚… ich nehme auch Diamanten, Brillanten, Aktienpapiere, Kreditkarten …‘ Die Leute in deren Gesichter ich das Gleiche las, was ich zuvor dachte, fingen an zu grinsen. ‚Ein bisschen Spaß muss sein‘, fuhr er fort, ‚unterstützten Sie meine ICH-AG. Angie, unsere Angie, mit der ich gestern noch telefoniert habe, macht das auch …‘
Einige der Leute mussten daraufhin richtig lachen, aber leider gab keiner von ihnen etwas. Ich muss gestehen, ich auch nicht. Bin derzeit zu knapp bei Kasse, um hier und da den Fragenden etwas zu geben und ich hatte auch just in diesem Moment kein Kleingeld dabei. Die „Angie“ ist sicherlich nicht – knapp bei Kasse –, obwohl sie ja den begehrtesten ICH-AG-Job in Deutschland hat, den es zu vergeben gibt:
Nämlich ‚Bunte-Kanzlerin‘ … wie der Obdachlose noch am Schluss erwähnte bevor er uns dann wieder verließ. […]“
Jens Böhme – Auszug aus den Tagebüchern meines Lebens
Hier gibt es mehr Infos über das Tagebuchschreiben und auch Bildern von meinen Tagebüchern:
Bücher von Jens Böhme:
(Artikel aktualisiert 14.05.2025)
Kurzinformation – Literatur-Kuriositäten
Die Information ist zwar jetzt schon eine Woche alt, aber ich finde sie immer noch erwähnenswert und das Thema sehr interessant: Angeblich soll es von Siegfried Lenz neuem Buch „Die Versuchsperson“ (Theaterstück über die Macht von Büchern) nur 5.000 Exemplare geben, berichtete die Berliner Morgenpost am 27. April 2009.
Na da bin ich mal gespannt, ob ich eines davon abbekomme? Das wäre was!
(Ergänzung 05.02.02026) Es gibt nach meiner Recherche zwei Bücher mit dem Titel „Die Versuchsperson“. Einmal nur mit dem Untertitel „Stück“ und einmal mit dem Untertitel „Harmonie – Stücke“. Welches von beiden nun die Auflage mit den 5.000 Stück ist, konnte ich nicht ermitteln? Ich habe das Gefühl ich bin hier irgendwem auf den Leim gegangen. Wenn es nicht gar eine Zeitungsente ist; in diesem Fall wohl auch eine Verlagsente, wenn es denn vom Verlag in erster Instanz damals so gesteuert wurde? In keiner meiner Recherchen komme ich wieder auf diese Meldung. Vielleicht sollte ich einmal eines dieser Large Language Models (einen der bekannten ChatBots) fragen und das Netz durchforsten lassen? Eines meiner Schlagwörter von damals im System lautet immer „Berliner Morgenpost“. Das legt nahe, dass der Tag dafür steht, dass die Meldung von diesem Printmedium ausging. Versuche ich über die Suchmaschine den Artikel darüber zu finden, erhalte ich hier ebenso keine Info mehr dazu. Es bleibt spannend! Sobald ich Aufklärung geben kann, werde ich das hier im Blog-Artikel notieren. Nichtsdestotrotz gibt es nachfolgend mehr Infos zum Inhalt der beiden Theaterstücke von Siegfried Lenz. (Siehe auch Editorische Anmerkung am Artikel-Ende.)
Hier jedenfalls erst einmal die beiden Stücke bei denen es sich möglicherweise um diese Auflage handelt:
„Schauplatz ist eine Buchhandlung, die Helden des Stücks sind Menschen, die sich mit Büchern und ihren Autoren umgeben. »Die Versuchsperson« handelt von nichts Geringerem als von der Wirkungsmächtigkeit der Bücher, beweist das nahezu Gesetzgeberische, das von der Literatur ausgeht, direkt oder indirekt. Neben der spannenden und amüsanten dramatischen Handlung bietet Siegfried Lenz en passant einen Streifzug durch die großen Werke der Weltliteratur.“ (Klappentext: Siegfried Lenz – Die Versuchsperson – Stück)
„Guntram, Marie, Dirk und Alf leben, nicht konfliktfrei und notorisch unterfinanziert, in einer Studenten-WG. Eine lukrative Einnahme quelle scheint sich aufzutun, als Oskar, der Onkel von Alf, der WG ein Geschäft anbietet: Seine Firma arbeite an einem neuen Medikament. ‚Harmonie‘, so der Name des Medikaments, könne in der Wohngemeinschaft doch vielversprechend auf seine Wirksamkeit getestet werden. Die Studenten willigen ein.“ (Quelle: buecher.de)
„Siegfried Lenz, 1926 im ostpreußischen Lyck geboren, gestorben 2014 in Hamburg, zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern der deutschsprachigen Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur. Seit seinem Debütroman Es waren Habichte in der Luft von 1951 veröffentlichte er alle seine Romane, Erzählungen, Essays und Bühnenwerke im Hoffmann und Campe Verlag. Mit den masurischen Geschichten So zärtlich war Suleyken hatte er 1955 seinen ersten großen Erfolg, Sein Werk ist geprägt von der Auseinandersetzung mit gesellschaftskritischen Problemen (z. B. Der Mann im Strom, 1957, oder Brot und Spiele, 1959) und mit dem Nationalsozialismus bzw. seiner Aufarbeitung. Zu Lenz’ größtem Erfolg wurde der 1968 erschienene Roman Deutschstunde. Bis heute ist die Geschichte eines Polizisten, der im Nationalsozialismus das Malverbot seines Freundes überwacht, eine bestechende Entlarvung eines pervertierten Pflichtgefühls. Das Buch wurde verfilmt, avancierte zur Pflichtlektüre an Schulen und war international ein großer Erfolg. Der Deutschstunde folgten viele weitere große Romane (Das Vorbild, 1973, Heimatmuseum, 1978, Der Verlust, 1981, Exerzierplatz, 1985, Die Auflehnung, 1994, Landesbühne, 2009), welche Siegfried Lenz neben Schriftstellern wie Heinrich Böll, Günter Grass oder Martin Walser zu einem der wichtigsten deutschen Gegenwartsautoren machte. Sein zweiter Roman Der Überläufer erschien postum im Jahr 2016 und wurde ein großer Erfolg. Für seine Bücher wurde er mit zahlreichen bedeutenden Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main, dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, dem Gerhart-Hauptmann-Preis, dem Thomas-Mann-Preis und dem Lew-Kopelew-Preis für Frieden und Menschenrechte 2009.“ (Quelle: amazon.de)
Mehr Informationen zu Auflage – auf der Homepage vom Hoffmann & Campe Verlag (Link nicht mehr vorhanden). Lenz veröffentlichte alle seine Romane, Erzählungen, Essays und Bühnenwerke im Hoffmann und Campe Verlag.
Im ursprünglichen Beitrag wird auf eine angebliche Literatur-Kurzmeldung der Berliner Morgenpost aus dem Frühjahr 2009 verwiesen, nach der Siegfried Lenz’ Theaterstück „Die Versuchsperson“ (Hoffmann und Campe, 2009) in einer Erstauflage von rund 5.000 Exemplaren erschienen sein soll. Der betreffende Zeitungsartikel ist heute online nicht mehr zugänglich und konnte bislang nur indirekt über den zeitnahen Blogeintrag vom Mai 2009 nachgewiesen werden. Eine unabhängige Bestätigung der genannten Auflagenhöhe in frei verfügbaren Quellen liegt derzeit nicht vor.
(Artikel aktualisieret 05.02.2026)
Ich möchte hier ein Projekt vorstellen, auf das mich ein Journalistenkollege aufmerksam machte. Es handelt sich um die Webseite ZEILENSURFER. Wie bei allen Projekten steht am Anfang eine Idee mit einem Ziel dahinter. Hier steht in erster Instanz die Person Jonas Kassner hinter der Idee: eine Plattform für feste Autoren zu etablieren. Er kreiert die Webseite nicht nur grafisch in eigener Regie, sondern engagiert und präsentiert sich zuvorderst vor allem auch als einer der Hauptautoren mit eigenen Texten.

Die Webseite Zeilensurfer soll wie eine digitale Zeitung mit festen Autoren funktionieren. Die Autoren werden in einer separaten Vita vorgestellt und veröffentlichen in (vorerst unregelmäßigen) Intervallen eigene und vor allem unterschiedliche Texte aller Genres. Literarische Schmankerl von Gefühlen, Gedanken, Begebenheiten und den verschiedenen Sichtweisen des jeweiligen Autors sind zu lesen.
Ebenso ist es gewünscht, dass der Leser in den Texten biografischen Bezug wahrnimmt. „Gerade das macht den Text interessanter und den Autor fassbarer“, so Jonas Kassner. Es dürfen durchaus tagebuchartige Anekdoten und Kurztexte auf der Webseite Zeilensurfer gegenüber rein fiktiven Themen und Ereignissen in Textform stehen. Wir reden hier von mittleren Texten und Textfragmenten, die aus dem unmittelbaren Leben der Schreibenden erwachsen.
Ziel der Seite ist es einen festen Leserkreis zu gewinnen, der sich für das Literatur-Projekt im Ganzen interessiert oder auch nur den einzelnen Besucher und Leser der Webseite, der sich genüsslich der Schreibe seines Lieblingsautors widmet. Auch von der Idee des Gastautors war die Rede. Damit können sich zusätzlich externe Autoren am Literaturprojekt engagieren, die nicht zu den Stammautoren gehören. Ihren Texten wird somit eine jederzeit aufrufbare Plattform im Netz gegeben, anstatt dass sie in der „virtuellen Schublade“ auf heimischen PC zu vergammeln drohen.
Zeilensurfer – Das Intro der Seite
„Es gibt Menschen, die schreiben Geschichten. Andere des Nachts Poesie. Es gibt solche, die kritzeln in der U-Bahn Titel neuer Drehbücher in ihr Notizbuch. Wieder andere schreiben Tagebuch aus Zeitvertreib. Manche trällern unter der morgendlichen Dusche Verse unbekannter Popsongs. Andere tüfteln seit Jahren heimlich an ihrem Meisterwerk. Der Zeilensurfer ist eine Plattform für diese Leute. Für Literatur. Für Wortketten und Wortfetzen. Für das Leben in Textform.
Der Zeilensurfer bietet die Möglichkeit, zum Autor zu werden. Texte zu veröffentlichen, auf sich aufmerksam zu machen. Und er bietet die Möglichkeit, kennen zu lernen. Unerwartetes, Unerhörtes, Unglaubliches. Ganz egal, wie: Der Zeilensurfer ist dazu da, beschrieben und gelesen zu werden. Text zu beleben und das Leben zu vertexten. Schnell und wendig, aber immer mit Tiefgang.“

Sicherlich wird es mit der Zeit hier und da Veränderungen geben, nicht nur bei den Autoren, sondern auch in der Aufmachung der Webseite Zeilensurfer selbst; denn schließlich ist die Idee und die initiale Umsetzung an sich stets der Anfang von allem, was anschließend historisch weiter wächst. Die sukzessiven Umsetzungen in die Realität sin die nächsten Schritte, um größer zu werden. Was wächst, verändert sich nun mal! Die Besucher und Leser der Webseite können gespannt sein und beobachten in welche Richtung es geht und welche Texte auf ihr dargeboten werden. Der mittelfristige Plan ist es, dass Autoren und ihre Texte kommentiert werden können. Die Diskussion zu den jeweiligen Texten soll die Mauer zwischen Autor und Leser hinwegfegen und Freiraum für neue Ideen auf beiden Seien geben. Der Zeilensurfer ist demzufolge ein Projekt, das Autoren und Leser gleichermaßen anspricht.
Information zu diesem Artikel und dem ehemaligen Literaturprojekt „Zeilensurfer„:
Mein damaliger erster Beitrag:

Dialog mit der Liebe
Wieder einmal war ich am Boden
– mit dem Herzen.
Als mich die Liebe fragte:
„Und, meine Junge? Soll ich Dir helfen? …
Es liegt in meiner Macht.“
Anwortete ich mit zwei Buchstaben:
„NEIN!“
von Jens Böhme
(Artikel aktualisiert 21.04.2025)
Habe gestern das von mir überprüfte Manuskript meines Romans „Der Tausendfüßler“ mit den vorgenommenen Änderungen der Lektorin zu Frau L. vom Verlag geschickt. Die Lektorin hat professionelle Arbeit geleistet und ich bin zufrieden und sehr froh mich für eine solche Vorgehensweise entschieden zu haben. Wie vermutet, wurden doch noch einige Korrekturen am Manuskript vorgenommen; vor allem formal. Jene Endfassung, die ich jetzt zurück gesendet habe, betrifft nur noch wenige Änderungen, die wiederum mir aufgefallen sind. Die Lektorin soll diese nur noch einmal checken. Das Ganze wird sicherlich kein großer Aufwand mehr sein. Und dann …
Auch habe ich gestern die letzte und 2. Rate von 512,60 € der Kosten für das „Korrektorat“ des Verlages angewiesen (siehe auch Artikel: Über Geld redet man nicht). Nun kann es endlich losgehen – ab mit dem Manuskript in die Buchproduktion. Ich denke, Ende der Woche oder vielleicht Anfang nächster Woche kann der Autorenvertrag unterschrieben werden. Dann wird das ganze Buch wieder etwas fassbarer durch die Kalkulationen des Verlages (Seitenanzahl, Verkaufspreis, Buchlayout etc.pp.).
Im Moment beschäftige ich mich mit dem Finden eines passenden Covers. Ich habe dahingehend auch schon etwas in Aussicht, möchte aber dazu noch nichts Konkretes sagen. Die Entscheidung für ein Buch-Cover habe ich noch nicht endgültig getroffen. Ich empfinde die Wahl eines Buchcovers als sehr schwierig, da ich bei dieser Entscheidung an so viel denken muss. Wie zum Beispiel: Ist dies die passende Farbe? Sagt das Bild auch wirklich aus worin es in dem Buch geht oder muss es das eigentlich gar nicht? Soll das Cover-Bild unbedingt etwas mit dem Titel „Der Tausendfüßler“ zu tun haben oder kann es auch ein anderes Bild sein? Soll es ein Bild sein, welches zur Story, zum Liebesroman oder auch nur zum Protagonisten passt? Fragen über Fragen!
Ein wirklich diffiziles Pflaster … doch kommt Zeit, kommt Rat.
Frage an den Blogleser: Muss das Bild unbedingt etwas mit dem Buchtitel zu tun haben oder kann dieser auch andere Assoziationen hervorrufen? Ist man enttäuscht, wenn der Klappentext etwas anderes mitteilt als das Cover oder ist dies gerade interessant im Zusammenspiel mit Titel, Buchcover und dem auf der Rückseite stehenden Klappentext?
(Artikel aktualisiert 01.02.2026)
Wir befinden uns in der 12. Kalenderwoche. Am Donnerstag erhielt ich per E-Mail einen Teil der ersten Version des korrigierten Manuskriptes. Die Korrektur erfolgte digital und die Veränderungen bzw. die Veränderungsvorschläge sahen sehr übersichtlich aus. Entweder ich habe in Microsoft Word diese Bearbeitungsvariante noch nicht entdeckt oder aber die Lektorin hat ein spezielles Programm dafür benutzt, um die Änderungen so dazustellen wie ich sie jetzt vor mir habe. Nun, das bekomme ich sicherlich noch raus. Bevor ich etwas am Text ändere, soll ich noch warten bis das Manuskript vollständig von ihr korrigiert wurde. Da die Änderungen schon Bestandteil der endkorrigierten Fassungen sind, wie ich erfuhr. Erste dann erst soll ich mich an das fertig korrigierte Manuskript setzen und noch einmal mit den Augen des Autors über den Text fegen und alles Unstimmige ausmerzen. Ich rechne mit der vollen Korrektur des Textes Ende nächster Woche. Ich lass mich überraschen!
Einer Ansprechpartnerin beim Verlag habe ich noch schnell geklärt, dass der Name der Buchhändlerin nicht Mira – wie es unwissentlich als Arbeitstitel durch die Lektorin im gesamten Text geändert wurde -, sondern Miria heißen soll. Miria Marck ist die Dame in die sich der Protagonist Conrad Wipp verliebt. Zum Glück erledigt die Lektorin die Richtigstellung gleich mit und ich bin froh darüber, dass auch dieses Problem aufgefallen ist und geklärt wurde. Ich weiß auch nicht, wie Mira in den Text gekommen ist? Entweder ich habe aus Versehen ein paar Mal das „i“ vergessen oder die Rechtschreibprüfung von Word hat irgendetwas umformatiert, was nicht formatiert werden sollte. Wer weiß es?
Außerdem: Meine Frage an den Leser und die Leserin des Autoren-Blogs – wo hätte denn der Leser seine Lieblingspräferenz im Namen – bei Mira oder bei Miria? Das würde mich echt einmal interessieren!
(Artikel aktualisiert 01.02.2026)
Die ARD berichtete in der Tagesschau am gestrigen Abend, dass 1.500 Autoren auf der diesjährigen Buchmesse in Leipzig gelesen und signiert haben. Insgesamt über 2.100 Aussteller waren auf dem Messegelände präsent und laut dw-world.de | 16.03.20 „Leipziger Buchmesse erzielt Rekordergebnis“ soll es einen neuen Besucherrekord mit 147.000 Besuchern gegeben haben.
Ein ganz großes Thema auf der Buchmesse in Leipzig soll vor allem das digitale Buch gewesen sein. In einem Artikel hierzu auf SPIEGEL ONLINE sprechen die Autoren von einer „eVolution“, statt einer Revolution (Artikel auf spiegel.de: „Die eVolution“ von Marco Evers und Martin U. Müller). Noch mehr Informationen rund um das mediale Bücherereignis kann der Leser auf der Homepage der Leipziger Buchmesse selbst nachlesen.