Hellmuth Karasek mit Witz – Lesung des Schriftstellers in Berlin Mitte

Hellmuth Karasek stellt sein neues Buch „Auf Reisen“ vor: Mit Witz

Erfahren habe ich von Karaseks Anwesenheit in Berlin Mitte durch den Vielfalter von Dussmann. Denn da schaue ich ab und zu beim Stöbern im Kulturkaufhaus hinein. Den Termin der Lesung von Hellmuth Karaseks neuem Buch „Auf Reisen – Wie ich mir Deutschland erlesen habe“ aus dem Verlagshaus Hoffmann und Campe hatte ich mir somit notiert. Ich wusste jedoch nicht, ob ich aufgrund meiner täglichen Arbeit pünktlich vor Ort sein konnte.

Am Anfang war schon das Ende in Sicht – Lesung von Hellmuth Karasek gut besucht

Buchtitel Hellmuth Karasek Auf Reisen Wie ich mir Deutschland erlesen habe
Buchtitel Hellmuth Karasek Auf Reisen Wie ich mir Deutschland erlesen habe

Da stand ich nun, noch vor Beginn der Lesung mit einigen anderen Literaturinteressierten vor dem Einlass und vor zwei Damen, die höflich aber konsequent uns und den Besuchern mitteilten: „Der Saal der Lesung ist voll. Aus sicherheitstechnischen Gründen können wir niemanden mehr hinein lassen, außer es kommt wieder jemand heraus. Es tut uns leid.“ Etwas enttäuscht war ich schon, aber nicht so sehr, dass ich nun schniefend wieder von dannen zog, zumal durch die vehemente Konsequenz der Buchhändlerinnen hier eine gewisse Gerechtigkeit und Ordnung im Buchstaate herrschte. Das freute mich.

Ich erkundigte mich nach dem Ende der Lesung und ob Herr Karasek signieren würde. Eine der Damen gab mir entsprechend Auskunft und ich suchte mir daraufhin innerhalb des Kaufhauses jene  Ecke, wo das neue Buch des Autors zu finden war. Interessanterweise handelt sein neues Buch vom Thema Reisen. Da auch ich demnächst eine Reise vor habe, war es nur vernünftig, dass ich da blieb und ich mich durch seine Lektüre inspirieren ließ. Ich las hier und da ein paar Passagen und genoss die Anekdoten und Erzählweise. Vertiefte mich derart, dass schnell eine halbe Stunde im Nu verflog.

Der Witz am Ende – Das vorzeitige Ende der Lesung, war erst der Anfang

Lesung Hellmuth Karasek mit Signierstunde in Berlin
Hellmuth Karasek Signierstunde in Berlin

Zurück zum Leseareal gelaufen, fiel mir auf, dass plötzlich kein Mensch mehr auf Einlass wartete und die Lesung noch lange nicht zu Ende war. Bevor ich etwas sagen konnte, teilte eine der beiden Damen mir mit: „Sie können gern eintreten.“ So kam ich dann doch noch in den Genuss der Lesung von Hellmuth Karasek. Ich setzte mich und empfand die witzige Leseart, die der Autor  darbot, als spannend und amüsant. Der bekannte Literaturkritiker, der einst zusammen mit Marcel Reich-Ranicki, Sigrid Löffler und einem wechselndem Teilnehmer (ab 1990) im ZDF in der Sendung „Das Literarischen Quartett“ Bücher besprach, schaffte es sein Publikum auf intelligente Art und Weise sprachvirtuos in den Bann zu ziehen. Ich erlebte somit die Geschichte, dass Karasek im Zug mit Günter Grass verwechselt wurde, fast hautnah. Weiterhin erhielt ich einen Vergleich, was der Unterschied ist, das letzte Kapitel von Karaseks neuen Buches „Auf Reisen“ in einer stillen Ecke zu lesen und gleich anschließend dieses live vorgelesen zu bekommen.  Das letzte Kapitel seines Buches handelte von Signierstunden nach der Lesung.  Witzigerweise befand ich mich gerade annähernd in einer „Das Drama im Drama“-Situation. Denn der Autor, wie auch das Publikum, dem ich zugehörig war, standen ebenfalls kurz vor der gerade beschriebenen Signierstunde. Einfach komisch: Denn die zu diesem Zeitpunkt bereits erfolgte Geschichte würde sich gleich aufs Neue, sicherlich mit gleichen Nuancen, in der Realität wieder finden!

Herr Karasek erzählt ein Witz

Es lohnt sich, mit Herrn Karasek und seiner lockeren-witzigen Art auf Reisen zu gehen und der Stimme in seiner Lesung zu folgen. Dies gipfelte dann letztendlich in seinem Angebot an das Publikum als Zusatz 3 Witze zu erzählen. Einer davon gefiel mir derart, sodass ich aus dem Lachen nicht mehr heraus kam. Da ich diesen nun selbst schon 2 Mal erzählt habe und er sich in mir manifestiert hat, möchte ich ihn hier einfach mal paraphrasieren:

Treffen sich zwei Männer.

Sagt der eine zum anderen: „Du bist aber auch ein bisschen dicker geworden.“

Erwidert der andere: 

„Nun ja, wie das so ist. Sonntagabend. Schaust Tatort, danach vielleicht noch den Jauch. Meistens gehe ich danach ins Bett. Meine Frau liegt schon drin und ich mach das Licht aus. Dann fass ich sie an und sie erschrickt sich immer und sagt: ‘Is was!?!‘ … und dann … dann geh ich eben zum Kühlschrank.“

Diesen Witz hat Hellmuth Karasek auf der Lesung erzählt.

Herr Karasek signiert mein Reisetagebuch

Reise-Tagebuch Jens Böhme mit Widmung von Hellmuth Karasek
Reise-Tagebuch Jens Böhme mit Widmung von Hellmuth Karasek

Wie im letzten Kapitel seines Buches „Auf Reisen – Wie ich mir Deutschland erlesen habe“ stand ich nun als einer der letzten aus dem Publikum vor ihm. Ließ mir sein neues Buch signieren und auch gleich noch „Auf der Flucht. Erinnerungen“ und bat Hellmuth Karasek spontan – denn ich hatte das eigene Reisetagebuch an diesem Tag glücklicherweise dabei und wenige Tage zuvor gekauft  – mein Blanko-Reisetagebuch für die geplante USA-Reise ebenfalls noch zu signieren. Eine persönliche Widmung für Jens Böhme! Sozusagen ein schriftlicher Anfang einer anderen Reise als jene von Karasek. Ein Buch zu meiner Reise und meiner hoffentlich reichhaltigen Reise-Notizen. Es soll ein inspirierender Aufhänger sein, von dem was dann „im Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ folgt.

Ein Gruß, eine Art Vorwort von Schreiberling zu Schreiberling.

Er schrieb auf die 5. Seite des Reise-Tagebuches:

Kreative Reisegrüße

und viele interessante Entdeckungen

und Begegnungen

und Erlebnisse

wünscht

Hellmuth Karasek

März 2013

Als er so schrieb, kam mir der Gedanke. Was würde wohl der Literaturkritiker Herr Karasek zu meinem Roman „Der Tausendfüßler“ sagen? Leider hatte ich kein Exemplar dabei und werde es wohl nie erfahren …

Seine Widmung und sein Buch gehen jedoch demnächst mit mir auf Reisen. Somit kann ich am Ende wahrlich reimhaft sagen:

Hab nun, ach!

Wie schön der Tach!

Den Karasek …

mit im Gepäck!

Weitere interessante Artikel

Buch-Tipp in eigener Sache:

Literatur-Tipp: Videotrailer – Die Landkarte der Zeit – Félix J. Palma

Der Videotrailer des Buches – Die Landkarte der Zeit

Die Bücher von Félix J. Palma

Der Autor Félix J. Palma hat auf kreative und spannende Weise Geschichten erfunden in den das Thema Zeit eine besondere Rolle spielt; hier explizit im Buch „Die Landkarte der Zeit„.

„Eine Reise durch die Jahrhunderte. Eine Liebe ohne Grenzen. Eine Geschichte voller Wunder.
London, 1896: Die Vergangenheit ändern, die Zukunft sehen – alles scheint möglich durch Expeditionen in die vierte Dimension. Andrew, ein wohlhabender Fabrikantensohn, reist in der Zeit zurück, um seine große Liebe vor Jack the Ripper zu retten. Claire, frustriert vom viktorianischen London, flieht dagegen in die Zukunft – und verliebt sich dort. Inspektor Garrett jagt einen Mörder, der mit Waffen tötet, die noch gar nicht erfunden wurden. Alle Fäden der Geschichte laufen zusammen bei einem dämonischen Bibliothekar. Denn nur er kennt das Geheimnis der Landkarte der Zeit … Ein Fest für alle Zeitreise-Fans.“ (Quelle: brigitte)

Ich habe die Triologie verschlungen und es hat einfach Spaß gemacht die Bücher zu lesen oder dem Sprecher der Hörbücher zu zuhören. Die Bücher sind auch als Hörbuch ein Genuss! Das erste Hörbuch, welches ich gehört habe, war dann Die Landkarte des Himmels“ (Hörbuch) gelesen von Stefan Kaminski. Bei dieser Geschichte verging die mehrstündige Autobahnfahrt wie im Flug.

Viktorianische Trilogie von Félix J. Palma

(Artikel aktualisiert 09.04.2025)

63. Internationale Filmfestspiele in Berlin – Berlinale Bär vor dem Eingang der Postdamer Platz Arkaden

Berlinale-Foto-Impression

63. Internationale Filmfestspiele in Berlin - Berlinale Bär Postdamer Platz Arkaden
Bild: Berlinale Bär vor den Potsdamer Platz Arkaden – 63. Internationale Filmfestspiele in Berlin unweit des Roten Teppichs am Berlinale Palast

Eine Sommernacht : Tanja Wedhorn und Oliver Mommsen in der Komödie am Kurfürstendamm in Berlin

Vorpremiere der britischen Komödie „Eine Sommernacht“

Mit 35 geht es bergab! Das muss auch der Kleinkriminelle Bob erfahren, ob jetzt auf der Flucht oder in Form eines belehrenden Gespräches mit seinem … nun ja, „besten Freundes“, der sich wild zwischen seinen Beinen echoviert. In gleichem Atemzug betrifft dies auch die Scheidungsanwältin Helen(a), der vor allem der richtige Mann fehlt.  Wobei, wenn wir schon mal bei – Atemzug – sind, so fällt dem Zuschauer des Theaterstücks „Eine Sommernacht“ frappierend oft auf, dass die Metapher „Irgendwann kommt der Atemzug nachdem keiner mehr kommt!“ mehr als einmal fällt und einen unweigerlich über sich selbst nachdenken lässt.

Vor allem beim Miterleben der britischen Komödie „Eine Sommernacht“ von David Greig ist es erstaunlich wie viel Vergangenheit, Gegenwart und möglicher Zukunft in eine Sommernacht passt; in diesem Fall sogar in ein ganzes Wochenende.

Eine Sommernacht - Tanja Wedhorn und Oliver Mommsen in der Komödie am Kurfürstendamm
Bild: „Eine Sommernacht“ – Komödie mit Tanja Wedhorn und Oliver Mommsen

Die Geschichte unter der Regie von Folke Braband ist witzig-spritzig. Das liegt vor allem an den fantastischen Schauspielern Tanja Wedhorn, bekannt z. B. aus der TV-Serie „Bianca Wege zum Glück“ und Oliver Mommsen, bekannt z. B. aus der Krimireihe „Tatort“. Aber nicht nur das, auch melancholisch-überraschende Momente gibt es in denen der Zuschauer gebannt ist und darauf wartet, was sich im nächsten Augenblick offenbaren wird.

Die Geschichte ist modern und wild, die Figuren sympathisch und die Kulisse einfach, visuell-originell und abwechslungsreich gestaltet. Ob die Liebe der beiden wohl doch eine Zukunft hat?

Fantastisch und liebenswert in ihren Rollen: Tanja Wedhorn und Oliver Mommsen

Flyer Eine Sommernacht mit Oliver Mommsen und Tanja Wedhorn
Eine Sommernacht mit Oliver Mommsen und Tanja Wedhorn

Es macht Spaß den beiden Protagonisten Helena (Tanja Wedhorn) und Bob (Oliver Mommsen) in eine aufregende Begegnung zu folgen. Fans von Tanja Wedhorn und Oliver Mommsen kommen voll auf ihre Kosten und werden wie schon im Theaterstück-Duo „Gut gegen Nordwind“ nicht enttäuscht. Herzerfrischend, mit fiebernd und still gespannt folgt der Zuschauer den beiden durch die Geschichte und wer direkt 35 ist – zufälligerweise bin ich dieses und durfte mir von den Damen zu meiner rechten so manches mit einem Lächeln daraufhin anhören –, weiß durchaus mitzufühlen von dem was Helen und Bob da reden und was ihnen so durch den Kopf geht. Das soll aber nicht heißen, dass diese Komödie auf diese eine Alterszahl beschränkt ist. Keineswegs. Liebend gern möchte man den beiden sagen: Mit 35 … ist noch lange nicht Schluss!

Begleitet werden die beiden von einem Musiker im Hintergrund, so dass die Szenerie auch noch eine entsprechende musikalische Note erhält und der Zuschauer Tanja Wedhorn und Oliver Mommsen ab und an singen hört, über das Leben und über die Liebe. Vor allem über ein Leben in dem jederzeit „Wechseln möglich“ ist wie der Parkautomat ihnen weissagt. Nur müssen sie es erst erkennen – das „Wechseln möglich“ ist!

Am Ende ist das ENDE von „Eine Sommernacht“ dann etwas zu abrupt zu Ende. Ob das daran liegt, dass es mit 35 bergab geht? Eher nicht. Vielleicht aber ändert sich doch eher etwas ganz Bestimmtes nur allzu überraschend und oft viel zu schnell mit einer fatalen Klarheit, die der Schlüssel für einen Neu-Anfang ist … so am Ende des Stückes.

Die Handlung des Stückes „Eine Sommernacht“

In einer Bar lernen sich Helena, eine erfolgreiche Scheidungsanwältin, die nicht viel Glück in der Liebe hat und der kleinkriminelle Bob kennen. Beide sind ziemlich betrunken und stürzen sich in einen spontanen One-Night-Stand. Eigentlich Ende der Geschichte … wenn die beiden sich nicht am nächsten Tag zufällig wiederbegegnen würden: sie im völlig lädierten Brautjungfernkleid und er mit 15.000 Pfund Diebesgut in der Tasche. Es beginnt ein schräg-magisches Wochenende, an dem alles passieren kann, wen man es nur zulässt.

 Nachfolgend ein-zwei-drei Liebesroman-Buchtipps:

(Artikel aktualisiert 09.04.2025)

Veränderungsatelier BIS ES MIR VOM LEIBE FÄLLT: Ernest Hemingway – bis ER mir vom Leibe fällt

Ernest Hemingway war 2003 mein Begleiter in Cuba. Okay, nicht persönlich, aber in Form des Buches „Haben und Nichthaben“ wandelte ich auf seinen Spuren in Havanna. Da lag es nicht fern, dass auch die Bar El Floridita kennen lernte. Und wo diese zu finden ist, ist auch die Bar La Bodegita Del Medio nicht weit davon entfernt.

  1. My mojito in La Bodeguita – My daiquiri in El Floridita
  2. Veränderungsatelier „BIS ES MIR VOM LEIBE FÄLLT“ in Berlin
  3. Veränderungsatelier Bis-es-mir-vom-Leibe-fällt erhält den Bundespreis ECODESIGN 2012
    1. Hemingway ist tot, es lebe Hemingway!
      1. Ein weiterer Blogartikel zu Ernest Hemingway:
      2. Hier geht es zum Artikel in der Zeitschrift Tina:

My mojito in La Bodeguita – My daiquiri in El Floridita

Applikation Floridita Cuba
T-Shirt Applikation Floridita Cuba

Getreu nach Hemigways Spruch „My mojito in La Bodeguita – My daiquiri in El Floridita“ habe ich allerhand in Havanna erlebt und diese Zeit in Cuba bleibt für mich einfach unvergesslich und äußerst prägend. Havanna, ist eine bezaubernde Stadt voller Musik, Tanz, Zigarren & Rum sowie sichtbarer Armut und dem Verfall preisgegebenen Häusern. Die Hauptstadt Cubas gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und das ist richtig so. Wer als Tourist, hochpolierte Bauten erwartet, ist hier falsch. In dieser Stadt ist die Zeit stehen geblieben, bröckelnde Fassaden in den das wahre Leben Cubas existiert und alte Autos gehören zum Stadtbild und … die karibische Temperaturen und dessen Flair in die Seele der Menschen – Hitze pur! Übrig geblieben von dieser Reise sind allerlei Erinnerungen, Fotos und diverse Mitbringsel sowie ein T-Shirt mit Hemingway-Motiv aus dem Restaurant & der Bar El Floridita.

Veränderungsatelier „BIS ES MIR VOM LEIBE FÄLLT“ in Berlin

10 Jahre ist es mittlerweile her, dass ich durch Cuba gereist bin und in den 10 Jahren habe ich das T-Shirt mit dem Hemingway-Motiv all zu gern getragen, bis es die letzten Jahre nur noch als Schlaf-T-Shirt fungierte. Es mir quasi: vom Leibe fiel. In der Öffentlichkeit tragen, konnte ich das Shirt nicht mehr. An manchen Stellen war es voller Löcher, ausgewaschen war es und ausgedehnt. Nur noch selten habe ich es benutzt, da es mir einfach zu schade war und ich es so lange wie möglich erhalten wollte. Dann erfuhr ich dieses Jahr vom Änderungsatelier „Bis es mir vom Leibe fällt“ in den Hackeschen Höfen in Berlin. „Hey Jens, hier kannst du doch dein T-Shirt wieder aufpolieren lassen“, wurde mir vorgeschlagen. „Die Designer machen da auch was völlig Neues draus, wenn du willst.“ Wie jetzt? Echt? Ich brauchte eine Nacht und mein Entschluss stand fest. Ich mach das einfach mal und probiere es aus. Vielleicht können die von „BIS ES MIR VOM LEIBE FÄLLT“ mein T-Shirt oder zumindest Hemingways Geist und meine Erinnerungen in Form meines Hemingway-T-Shirts an meine Zeit in Cuba retten?

Veränderungsatelier Bis-es-mir-vom-Leibe-fällt erhält den Bundespreis ECODESIGN 2012

Also begab ich mich Ende Oktober zu den Hackeschen Höfen und gab mein T-Shirt in vertrauensvolle Hände. Zuvor habe ich mir noch ein weises T-Shirt von Esprit gekauft, denn ein Grundgerüst von einem Kleidungstück wurde zur Verarbeitung benötigt. Welche Größe, Form und Farbe war mir selbst überlassen und da die Esprit-T-Shirts meiner Meinung nach am besten von allen die ich je probiert habe am Körper passen, habe ich mich für ein solches Blanko-Shirt entschieden. Nach einer Beratung und meinen schon vor sinnierten Wünschen erlangte ich mit der Designerin einen interessanten Kompromiss wie das neue T-Shirt – ein solches sollte es auch wieder sein – aussehen könnte. Die Anzahlung von etwas über 30 EURO habe ich sofort getätigt. Ein fairer Preis für ein T-Shirt, wenn ich überlege, dass ich ein Unikat in den Händen halten werde und mein Ernest Hemingway T-Shirt wieder tragbar ist. Vom heutigen Zeitpunkt aus wissentlich, dass das Veränderungsatelier Bis-es-mir-vom-Leibe-fällt sogar den Bundespreis ECODESIGN 2012 erhielt, war es die richtige Entscheidung.

T-Shirt Ernest Hemingway Motiv und Floridita Applikation
T-Shirt mit Ernest Hemingway Motiv und El Floridita Applikation

Nach knapp 2 Wochen hatte ich mein T-Shirt mit neuem-alten Hemingway-Motiv wieder. Wie vereinbart wurde die Hauptapplikation ausgeschnitten, mit einem Hilfsstoff verbunden, da es schon sehr abgetragen und demzufolge dünn geworden war, und beides zusammen fest und sicher auf die Vorderseite genäht. Eine stylische Naht mit schwarzem Zwirn umrandete nun das Motiv. Auf den rechten kurzen Ärmel ließ ich mir in gleicher Verarbeitung das Emblem der Bar El Floridita nähen, sodass alle Applikationen gerettet wurden.

Hemingway ist tot, es lebe Hemingway!

Hemingway T-Shirt
Hemingway T-Shirt

Mein T-Shirt ist wieder tragbar und sieht echt tipptopp aus. Im Freundeskreis und bei den Kollegen auf Arbeit habe ich mit stolzgeschwellter T-Shirt-Brust davon erzählt und kann wahrhaftig behaupten: „vereinzigarten“ und umgestalten, das funktioniert bei den Designern von „Bis es mir vom Leibe fällt“.

Ein weiterer Blogartikel zu Ernest Hemingway:

Hier geht es zum Artikel in der Zeitschrift Tina:

Ernest Hemingway: My mojito in La Bodeguita – My daiquiri in El Floridita

Bild von einem Besuch in Havanna in der Bar „La Bodeguita“

Ernest Hemingway - My mojito in La Bodeguita - My daiquiri in El Floridita - Cuba
Bild: Ernest Hemingway schrieb hier in der La Bodeguita: „My mojito in La Bodeguita – My daiquiri in El Floridita“

Dieser Artikel könnte für Hemingway-Fans interessant sein:

Besinnliche Weihnachten 2012 und „juten“ Rutsch ins neue Jahr 2013!

Frohe Weihnachten und Gute Reise!

Jens Böhme im Photoautomat - Weihnachten 2012
Weihnachten 2012 – Jens Böhme im Photoautomat

Alle Jahre wieder …“  ist es an der Zeit sich auf Reisen zu begeben. Die meisten Menschen führt es nach Hause, da wo die Familie, die Liebsten zu finden sind und auf einen Warten. Andere bekommen Besuch, bereiten schon alles festlich vor und warten auf jene, die auf Reisen sind.

Es ist eine Zeit in der die Menschen, die Familien, die Freunde wieder zusammen finden und sich bei aller Hektik, vollen Terminkalendern und auch so mancher Diskrepanzen, die das Leben mit sich bringt, doch vergeben und aneinander denken sollten. Zusammensein, den Festschmaus genießen, Geschichten vom vergangenem Jahr erzählen, zur Ruhe kommen und auf den Weihnachtsbaum schauen – ihn mitgestalten oder eine Idee der Gestaltung beitragen -, Wünsche und Ziele äußern und sie gemeinsam ins Auge fassen und vielleicht auch eine Runde Halma spielen, wie es bei uns der Fall ist … ist das, was zu Weihnachten zählt!

Manch einer sitzt allein zu Hause, auch das sollte uns bewusst sein! Doch das muss nicht sein, dem Nachbarn ein Gruß gesandt im Hausflur, beim Schneeschippen oder nach der Heimkehr vom Weihnachtsspaziergang und das Herz erwärmt sich … bei einem Gespräch.

Schnell mal in einen der Berliner Photoautomaten zu Weihnachten

Weihnachten 2012 - Jens Böhme im Photoautomat mit Tasche "Der Tausendfüßler"
Jens Böhme im Photoautomat zu Weihnachten mit Tasche „Der Tausendfüßler“

Spontan hat es mich auf dem Arbeitsweg in einen Berliner Photoautomaten gezogen. Zwei Schnappschüsse haben mir besonders gefallen und stehen symbolisch für „besinnliche Weihnachten und Weihnachtsgrüße“ und „zu Weihnachten auf Reisen“. Freudig halte ich auf einem der Fotos meine Tasche mit einem der Bilder meines Blogs – Der Tausendfüßler – und bin wie alle anderen schon bald wieder zu Hause …

… ich wünsche den Lesern dieser Zeilen sowie den Menschen, die mich kennen und die mir nahe stehen, von ganzen Herzen ein besinnliches Weihnachtsfest und: Bleibt gesund!

Gute Heimkehr, gute Wiederkehr und gute Reise wohin es auch immer zieht.

Frohe Festtage sowie ein gesunder und erfolgreicher Start in das kommende Jahr …

Euer Jens

Wikipedia muss unabhängig bleiben! – Spendenkampagne der Wikimedia Foundation

Spendenaufruf von Wikipedia-Gründer Jimmy Wales

Alle guten Dinge sind drei! lautet ein bekanntes Sprichwort. Um ein Zeichen – wenn auch nur ein kleines Zeichen – zu setzen, habe ich gestern 3 EURO an die Wikipedia gespendet. Es ist eine symbolische Spende, doch wenn alle Wikipedianutzer nur einen kleinen Betrag zur Wikipedia-Enzyklopädie spenden würden (bei 450 Millionen Menschen die Wikipedia im Monat nutzen), dann wäre die Spendenkampagne in einer Stunde vorbei. So lautet es zumindest im Aufruf von Wikipedia-Gründer Jimmy Wales und vielen anderen Autoren, die sich für die Unabhängigkeit des Lexikons einsetzen.

Nummer fünf in der Welt – die Webseite Wikipedia

Wikipedia ist die Nr. 5 der am häufigsten besuchten Webseiten der Welt und dafür fallen Kosten für Technik, Infrastruktur, Personal und Unterstützung der Autoren an. Es wird betont, dass keine kommerziellen Interessen verfolgt werden und das Ziel „freier Zugang zum Wissen“ ist. Damit auch zukünftig keine Werbebanner zu sehen sind und das „freie Wissen“ fundiert digital-lexikalisch sowie unverfälscht allen zur Verfügung steht, auch ein Beitrag in Form eines Artikels auf meinem Blog.

Nachdem ich mein Knöpfen gedrückt habe, lautete mein publiziertes Statement:

Screenshot Wikipedia-Spendenkampagne
Wikipediakampagne Spendenaufruf Screenshot

10:27 Uhr / Jens Böhme / Berlin / 3,00 / Ich finde die Die und das Univesum von Wikipedia fantastisch. Nutze Wikipedia täglich, habe selbst einen Autoren-Account und stehe für ‚freies Wissen für alle Menschen‘ unter der Beachtung der Urheberrechte und fundierter Recherche. Da jede Spende hilft, hier meine Spende: ‚Aller guten Dinge sind drei.‘

Es ist interessant zu lesen, was andere Menschen über die Wikipedia denken. Und es ist wahr: Wer hätte vor ca. 10 Jahren gedacht, dass sich daraus eine wirkliche nutzbare Enzyklopädie entwickelt, die von allen Menschen gefüttert, quasi mitgestaltet und genutzt werden kann. Hoffen wir, dass es so bleibt!

Autor Jens Böhme bei Wikipedia:

Weitere interessant Blogartikel zum Urheberrecht:

Plattform für Autoren und Leser – Das Projekt und Forum „Buch auf Reisen“

Bookcrossing-Plattform „Buch auf Reisen“

Internetplattform Buch auf Reisen
Forum „Buch auf Reisen“

Eine etwas andere Art des Bookcrossings hat der Autor Fred Lang ins Leben gerufen. Mit seiner Plattform „Buch auf Reisen“ möchte der Autoren (Kreative im Allgemeinen) und auch Lesern die Möglichkeit geben die eigenen Werke vorzustellen bzw. diese zu lesen und zu rezensieren. Es soll „Eine Leihbibliothek der ganz besonderen Art!“ sein, heißt es bei Fred Lang. Anders als beim Bookcrossing, wo Bücher einfach irgendwo (z.B. im Zug, auf einer Parkbank oder auf sonstigen öffentlichen Plätzen) abgelegt werden, mit dem Hinweis auf der ersten Seite des Buches den Weg auf bookcrossing.com zu registrieren, sollen bei „Buch auf Reisen“ Bücher, Anthologien, CDs und DVDs kostenfrei an interessierte Menschen verschickt werden. Was beim Bookcrossing schnell schief gehen kann, weil die Bücher an keinen Leser gelangen, verschüttet gehen oder für immer bei einem Finder verweilen, soll bei Fred Langs Forum „Buch auf Reisen“ anders sein. Hat der Empfänger und Leser das Buch durchgelesen, gibt er es direkt weiter in die Hände bzw. an den Briefkasten des nächsten Lesers. Dieser kennt das Prinzip von „Buch auf Reisen“ und wird es mit größter Wahrscheinlichkeit ebenso wieder auf Reisen zu einem involvierten Leser schicken. Somit ist die Reise eines Romans weitgehend abgesichert und der Autor kann Resonanz zu seinem Werk im Forum oder gar im Blog des jeweiligen Lesers erhalten.

Büchersendung
Büchersendung an „Buch auf Reisen“

„Der Tausenfüßler“ wieder auf Reisen

Als Fan vom „Bücher frei lassen„, „Bücher auf Reisen senden“ bzw. dem bekannten Bookcrossing habe ich auch wieder den Liebesroman „Der Tausendfüßler“ auf Reisen gesendet. Direkt an den Initiator des Forums „Buch auf Reisen“. Ich habe das Label eingeklebt und darunter folgenden Vorlagetext benutzt (ich habe ihn etwas an den Roman „Der Tausendfüßler“ angeglichen):

Liebe Leserin, lieber Leser!

Dieses Buch ist von mir als

„Leihgabe auf Zeit“ gedacht.

Bitte schicken Sie das Exemplar,

nachdem Sie es gelesen haben,

an Leser aus Ihrem Freundes-

und Bekanntenkreis weiter,

die über einen Internetzugang verfügen

und am Projekt „Buch auf Reisen“ mitmachen!

Auf Resonanz in Form eines kleinen Kommentars

auf „Der Tausendfüßler – Das Blog zum Roman

sowie auf buchaufreisen.isthier.de oder

einer Rezension freue ich mich sehr …

Ich bin gespannt welche Reise der Roman und die Geschichte „des Tausendfüßlers“ um Conrad Wipp nehmen wird. Wer es liest und was er zu sagen hat. Viel Spaß beim Lesen!

Nachtrag zum Artikel (23.06.2015): Das Projekt „Buch auf Reisen“ existiert nicht mehr. Links wurde entfernt.

Weitere Artikel zum Thema „Bücher frei lassen“:

Kategorie Bookcrossing

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑