Der Autorenvertrag

Durchgelesen, unterschrieben, eingetütet, zugeklebt und jetzt:

Jetzt ist er raus – der Autorenvertrag.

Gestern fand ich diesen zusammen mit der Auftragsbestätigung der Startauflage des Romans „Der Tausendfüßler“ in meiner Post. Da glänzten die Augen vor Freude. Heute auf dem Weg zum Rosa-Luxemburg-Platz werde ich den Autorenvertrag in den nächsten Briefkasten werfen, so dass er nächste Woche von der anderen Vertragpartei dem Verlag book-on-demand unterschrieben werden kann.

Mitte bzw. Ende nächster Woche, wurde mir von Frau L. gesagt, wird das Buchblocklayout fertig sein und ich weiß dann wie viel Seiten mein Roman nun wirklich haben wird. Momentan wurde er mit 400 Seiten – hochgerechnet – kalkuliert. Ich denke aber, dass es sich realistisch um eine Zahl handelt, die sich im Bereich zwischen 350-380 Seiten Taschenbuchformat einpendelt. Erst dann kann der endgültige Verkaufspreis festgelegt werden.

Als nächstes folgt dann Buchumschlagslayout. Nun denn, packen wir es an …

Der Tausendfüßler – Eine E-Mail mit 6 MB

Gestern (Montag) habe ich alle Daten in einer 6 MB großen E-Mail an Frau L. gesendet.  Darin befindlich war das komplett korrigierte Manuskript „Der Tausendfüßler“. Außerdem noch mit dabei befand sich das endgültige Coverbild (ich hoffe, ich habe das richtige Bild gewählt, lasst Euch überraschen), der Klappentext und diverse andere relevante Daten zur Buchproduktion.

Jeder Autor braucht ein Foto für das Buch oder etwa nicht?

Autorenfoto - Jens Böhme
Autorenfoto – Jens Böhme

Zuvor jedoch, im Laufe des Vormittags, nach einem Frühstück mit selbst gemachtem Rührei, habe ich von einer Fotografin zu Hause ein entsprechendes Autorenfoto für das Buch knipsen lassen. Dieses Autorenbild – ganz klassisch – vor meiner kleinen heimischen Bibliothek. Mit dem Bild bin ich sehr zufrieden und wir mussten uns am Ende zwischen zwei Favoriten entscheiden. Letztendlich haben wir jenes ohne Denkerpose (dieses gibt es erst im Buch zu sehen) genommen. Auch alle anwesenden in unserer Berliner WG haben das auserwählte Bild als das Bessere mit einem Fingerzeig attestiert.

Im Anschluss habe ich dann die schon vorbereitete Kurzvita unter das Bild gefügt und gleich hinter den Manuskripttext eingefügt. Seitdem warte ich auf einen Rückruf vom Verlag, um Details zur Produktion zu klären. Vor allem was das Layout betrifft, da muss noch die direkte Vorstellung des Machbaren abgeglichen werden.

Es bleibt spannend!

Andere Artikel zur Entstehung und Veröffentlichung des Romans „Der Tausendfüßler“:

Bücher von Jens Böhme:

Manuskript komplett korrigiert

Neuigkeiten vom Verlag

Das Manuskript ist jetzt unter Dach und Fach. Gestern habe ich die letzten Korrekturen von der Lektorin übersendet bekommen und weitere Absprachen mit Frau L. gehalten. Am Wochenende muss ich jetzt alles fertig machen für den Satz (was alles noch so neben dem Haupttext mit hinein kommt – Prolog, Vita, Widmung, vielleicht auch ein Inhaltsverzeichnis), auch für das Layout (Cover, Klappentext) und alles was noch so benötigt wird, damit am Montag der Produktionsprozess endlich beginnen kann.

Mensch, bin ich vielleicht aufgeregt und kann es kaum noch erwarten.

Nicht auf die Schippe, aber auf die Schaukel genommen …

… habe ich mich zu Ostern freiwillig selbst.

Was macht der Erwachsene, wenn er eine Schaukel sieht und als Kind gern geschaukelt hat?

Er denkt: Da möchte ich noch einmal Kind sein. Braucht er aber nicht. Denn im Allgemeinen sind die hiesigen Schaukeln so konstruiert, dass jeder normale Mensch damit schaukeln kann.

Es geht los ...
Es geht los …

Sieht man also als Erwachsener eine Schaukel auf dem Kinderspielplatz oder an irgendeiner anderen Ecke, dann sollte jeder von uns ohne groß darüber nachzudenken seinem inneren Drang nachgeben und sich dem Glücksgefühl einer Schaukelpartie ergeben. Einfach die ersten paar Schritte Richtung Schaukel gehen. Der Rest geschieht von ganz allein. Schon nach der 4. oder 5. Amplitude auf der Schaukel ist das Glücks- und Freiheitsgefühl präsent.

Sonne zu Ostern und Wind im Gesicht

Lacht dazu noch die Sonne und genießt man die Bewegung und den Wind im Gesicht, dann ist das „kleine Glück“ perfekt. Bei einem Osterspaziergang (hier muss ich jedes Jahr erneut an Goethes „Osterspaziergang“ denken und versuche ihn dann bei Familie und Freunden irgendwie aus dem Gedächtnis zu kramen und zu rezitieren) erblickte ich freudestrahlend unterwegs einen Spielplatz mit zwei Schaukeln nahe der Wuhle im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Ich erklärte meinen Begleitern, dass ich unbedingt kurz schaukeln möchte. Aus kurz wurde fast eine ganze dreiviertel Stunde bis mir die Arme vom Festhalten an der Stahlkette schwer wurden.

Glück beim Schauckeln: Das richtige Sitzbrett

Das richtige Sitzbrett
Das richtige Sitzbrett

Diesmal hatte ich mit der Breite des Sitzbrettes zusätzliches Glück zum „Schaukelglück“. Eine Schaukel zuvor, die ich an einer anderen Ecke in dieser Gegend ausprobierte, war nämlich der Sitzbereich wirklich nur für Kinder konzipiert worden. So etwas passiert einem echten Schaukelfan öfter als ihm lieb ist. Die Schaukel ist stabil und hält einen aus, aber der Sitzbereich ist viel zu klein. Das schmälert den Genuss. Und, ganz ehrlich, selbst einem korpulenten Kind hätte jenes 1. Sitzbrett mit Sicherheit auch Probleme bereitet. Was bedeutet das für den Schaukelfanatiker? Nun, es drückt ganz leicht an den Seiten der Oberschenkel. Auf Dauer ist das dann sehr unangenehm. Aber dieses Mal, da auf dem Spielplatz, bestand das Sitzbrett aus einer Art Gummisitzbank. Breit genug für jeden Schaukelliebhaber und sehr bequem für längeres Schaukeln auf dem eigenem Sitzfleisch.

Zeit nehmen beim Schaukeln

Mit dem Blick zur rechten Seite auf den Kienberg Berlin – einer doch angenehmen Gegend mitten im berühmten Berliner Plattenmeer Marzahn –

Schaukelschlenker - Spaß muss sein
Schaukelschlenker – Spaß muss sein

und dem zur Linken, wo einige Menschen wirklich große Drachen in den Frühlingshimmel empor steigen ließen, genoss ich diesen wunderbaren Moment in gleichmäßiger Bewegung auf der von mir okkupierten Schaukel. Genau dafür muss der Mensch sich Zeit nehmen, dachte ich mir, sonst lebt und genießt er nicht. Ab und an wechselte ich mit meinen Begleitern ein Wort über Dies & Das, die sich in der Nähe der Schaukel aufhielten. Wie von einer erhobenen Kanzel gab ich meinen glückseligen Senf nach unten.

Das Glück dieser Erde …

Weit oben, wenn die Amplitude schon sehr beachtlich ist und man die Augen schließt und sich deutlich auf das Pendeln der Schaukel konzentriert und die Augen weiterhin geschlossen hält, dann kribbelt es im Bauch. Immer und immer wieder. Bei jeder neuen Bewegung. Ein wunderbares, ein einmaliges Gefühl. Zwar sagt man, dass man das Glück dieser Erde auf dem Rücken der Pferde findet, aber ich behaupte, dass sich dieses annähernd auch auf dem Sitzbrett einer Schaukel finden lässt – wenn man es selbst zulässt.

Frohe Ostern 2009

Ich wünsche den Lesern meines Blogs – Frohe Ostern. Genießt die freien Tage, die Sonne und lasst die Seele baumeln, um neue Kraft zu schöpfen. … Euer Jens

Zweite Rate für das Lektorat und die Qual der Wahl

Nächstes Etappenziel erreicht

Habe gestern das von mir überprüfte Manuskript meines Romans „Der Tausendfüßler“ mit den vorgenommenen Änderungen der Lektorin zu Frau L. vom Verlag geschickt. Die Lektorin hat professionelle Arbeit geleistet und ich bin zufrieden und sehr froh mich für eine solche Vorgehensweise entschieden zu haben. Wie vermutet, wurden doch noch einige Korrekturen am Manuskript vorgenommen; vor allem formal. Jene Endfassung, die ich jetzt zurück gesendet habe, betrifft nur noch wenige Änderungen, die wiederum mir aufgefallen sind. Die Lektorin soll diese nur noch einmal checken. Das Ganze wird sicherlich kein großer Aufwand mehr sein. Und dann …

… steht die Endfassung für das Buch

Auch habe ich gestern die letzte und 2. Rate von 512,60 € der Kosten für das „Korrektorat“ des Verlages angewiesen (siehe auch Artikel: Über Geld redet man nicht). Nun kann es endlich losgehen – ab mit dem Manuskript in die Buchproduktion. Ich denke, Ende der Woche oder vielleicht Anfang nächster Woche kann der Autorenvertrag unterschrieben werden. Dann wird das ganze Buch wieder etwas fassbarer durch die Kalkulationen des Verlages (Seitenanzahl, Verkaufspreis, Buchlayout etc.pp.).

Das richtige Cover für das Buch „Der Tausendfüßler“

Im Moment beschäftige ich mich mit dem Finden eines passenden Covers. Ich habe dahingehend auch schon etwas in Aussicht, möchte aber dazu noch nichts Konkretes sagen. Die Entscheidung für ein Buch-Cover habe ich noch nicht endgültig getroffen. Ich empfinde die Wahl eines Buchcovers als sehr schwierig, da ich bei dieser Entscheidung an so viel denken muss. Wie zum Beispiel: Ist dies die passende Farbe? Sagt das Bild auch wirklich aus worin es in dem Buch geht oder muss es das eigentlich gar nicht? Soll das Cover-Bild unbedingt etwas mit dem Titel „Der Tausendfüßler“ zu tun haben oder kann es auch ein anderes Bild sein? Soll es ein Bild sein, welches zur Story, zum Liebesroman oder auch nur zum Protagonisten passt? Fragen über Fragen!

Ein wirklich diffiziles Pflaster … doch kommt Zeit, kommt Rat.

Frage an den Blogleser: Muss das Bild unbedingt etwas mit dem Buchtitel zu tun haben oder kann dieser auch andere Assoziationen hervorrufen? Ist man enttäuscht, wenn der Klappentext etwas anderes mitteilt als das Cover oder ist dies gerade interessant im Zusammenspiel mit Titel, Buchcover und dem auf der Rückseite stehenden Klappentext?

(Artikel aktualisiert 01.02.2026)

Das Manuskript – Digitale Post von der Lektorin

Montag: Das komplette Manuskript ist überarbeitet

Erst nach 22 Uhr habe ich am Montagabend in den digitalen Briefkasten schauen können. Neben anderen Korrespondenzen konnte ich so noch zu später Stunde einen kurzen Blick auf das komplett lektorierte Manuskript werfen. Wirklich nur einen kurzen Blick, denn anschließend bin ich auch schon todmüde ins Bett gefallen.

Dienstag: Anruf bei Frau L.

Ein paar Fragen gibt es immer. Vor allem wollte ich von Frau L. wissen, wie es jetzt weiter geht. Jetzt, da alles unter Dach und Fach ist; was das Lektorat betrifft. Sie meinte: Ich muss nur noch einmal komplett darüber schauen, ob ich mit allen Änderungen einverstanden bin. Wenn ja, bleibt die Endfassung so, wie ich sie bekommen habe und sende sie wieder zum Verlag zurück. Sollte ich doch noch etwas ändern, ist dann diese Version in der etwas neuerlich geändert wurde die „Topversion“ für den Druck.

Mittwoch: Ziel gesteckt

Ich habe mir das Ziel gesetzt mit der Überprüfung des korrigierten Textes bis Sonntag fertig zu sein, damit ich dann nächste Woche die ersten Produktionsgespräche führen und der Autorenvertrag im Detail geklärt werden kann. Auch zum Cover habe ich mir schon Gedanken gemacht und eine Künstlerin getroffen, die eventuell das Cover erstellt.

Donnerstag: Montag ist „eigentlich“ Schontag

Ist nicht viel passiert. Habe viel zu lange geschlafen und bin ehrlich gesagt nicht so richtig in die Gänge gekommen. Das nächste Etappenziel ist aber immer noch präsent und begleitet mich den ganzen Tag über in meinen Gedanken. Ich bin schon sehr neugierig auf den Text. Habe aber noch nicht angefangen, da es noch einige andere Dinge zu erledigen gab.

Freitag: Die ersten Seiten

Habe mit der Begutachtung angefangen. Über das Wochenende möchte ich alles geschafft haben.

Also dann … pack ich’s an …

Heimatbesuch mit Fummel

„Ich bin wieder hier, in meinem Revier …“

Es fühlt sich an wie April, obwohl noch März war. Ein bisschen Schnee, dann wieder etwas Regen. Am Morgen glaubte ich schon fast durch die strahlende Sonne sei der Frühling endgültig auf dem Vormarsch, aber dann bläst mir ein eisigkalter Wind ins Gesicht und die Wolkenformationen zeigen dem Betrachter immer wieder Unentschlossenheit in der Wolkendarstellung. Ob Berlin, Dresden oder Meißen, Petrus befindet sich momentan in jeder Stadt im Wetterwechselbad der Gefühle.

Ende letzter Woche stand ein kurzer Abstecher in die Heimat auf dem Plan. Zu Besuch bei Mutter’n, die Geburtstag feierte und das versprochene „Hallo“ bei Freunden. „Ich bin wieder hier, in meinem Revier …“, kommt mir dann das Lied von Marius Müller-Westernhagen bei jedem Besuch von neuem in den Sinn. Ich freue mich und staune, wie sich die Stadt Meißen – meine Heimatstadt – vor allem auch baulich verändert hat. Ansonsten bleibt wie so oft zumeist vieles beim Alten.

Bei einem Spaziergang zusammen mit meiner Mutter durch die Stadt kehrten wir auch bei einer bekannten Backwareninstitution (Konditorei Zieger) vor Ort ein, um einen Kaffee zu trinken und in stiller Atmosphäre zu entspannen. An den – Roten Stufen 5 – unterhalb der Albrechtsburg kann der Besucher sich laben; bevor es weiter hinauf zur Burg geht. Natürlich wusste ich auch, welch spezielles Gebäck es neben den schönen Törtchen hier zusätzlich zu kaufen gab: Die Meißner Fummel. Genau hier bei Konditorei Zieger vor dem Aufstieg zur berühmten Albrechtsburg zu Meißen kann der Besucher eine Original Meißner Fummel mit nach Hause nehmen.

Zur Geschichte der Meißner Fummel

… Der Kurier des Kurfürsten von Sachsen verkehrte regelmäßig zwischen Meißen und Dresden. Auf seinem Weg trank er gern einen Schluck des berühmten Meißner Weins, was ihn regelmäßig aus dem Sattel warf. Oft kam die Post lädiert in Dresden an und man vermutete, dass es am Meißner Wein lag. Um das Fehlverhalten nachweisen zu können, beauftragte der Kurfürst die Meißner Bäcker ein entsprechendes Gebäck zu erfinden. Dieses musste so filigran, so zerbrechlich sein, dass es bei der geringsten Erschütterung kaputt gehe. So entstanden die Meißner Fummel. Die einzelne Fummel wird aus einen einfachem Nudelteig hergestellt und hat keinen besonderen Geschmack. Sie zeichnet eine hauchdünne Schale aus. Dies in Form eines Hohlkörpers vergleichbar mit einem unregelmäßigen runden Luftballon.

Dieses Gebäck musste nun der Postreiter unversehrt in Empfang nehmen. Sollte der Reiter damit heil in Dresden ankommen, so wäre er über jeden Verdacht erhaben. War die Meißner Fummel jedoch zerbrochen, konnte der Kurier des Kurfürsten von Sachsen der Trinkerei überführt werden. Die Meißner Fummel ist so zart, dass man sich denken kann was geschah. …

Meine Meißner Fummel

Meißner Fummel
Meißner Fummel

Wenn ich stets Besuch von Freunden oder Bekannte in Meißen hatte, dann habe ich meine Freunde bei einem Spaziergang zur Burg immer zu dieser Konditorei geführt und eine original Meißner Fummel kaufen lassen, die sie dann in unversehrtem Zustand nach Hause bringen mussten. Na ja, zumindest zurück bis zu meiner Wohnung in Meißen. Aber manche Freunde stellten sich auch das Ziel die Meißner Fummel heil bis nach Hause in ihre Heimatstadt zu bringen.

Da ich dieses Mal selbst zu Besuch war, habe ich mir wieder einmal eine eigene Original Meißner Fummel gekauft. Als alter Meißner weiß ich natürlich, dass es sich nicht lohnt mit einer Fummel im Gepäck unterwegs Wein zu trinken. Dieses Mal habe ich meine Fummel heil nach Hause gebracht. Es gab aber auch schon andere – nun ja holprige – Heimwege!

(Artikel aktualisiert 17.05.2025)

Korrekturen – Es geht voran!

Etappenziel auf dem Weg zum Buch erreicht

Wir befinden uns in der 12. Kalenderwoche. Am Donnerstag erhielt ich per E-Mail einen Teil der ersten Version des korrigierten Manuskriptes. Die Korrektur erfolgte digital und die Veränderungen bzw. die Veränderungsvorschläge sahen sehr übersichtlich aus. Entweder ich habe in Microsoft Word diese Bearbeitungsvariante noch nicht entdeckt oder aber die Lektorin hat ein spezielles Programm dafür benutzt, um die Änderungen so dazustellen wie ich sie jetzt vor mir habe. Nun, das bekomme ich sicherlich noch raus. Bevor ich etwas am Text ändere, soll ich noch warten bis das Manuskript vollständig von ihr korrigiert wurde. Da die Änderungen schon Bestandteil der endkorrigierten Fassungen sind, wie ich erfuhr. Erste dann erst soll ich mich an das fertig korrigierte Manuskript setzen und noch einmal mit den Augen des Autors über den Text fegen und alles Unstimmige ausmerzen. Ich rechne mit der vollen Korrektur des Textes Ende nächster Woche. Ich lass mich überraschen!

Mira vs. Miria?

Einer Ansprechpartnerin beim Verlag habe ich noch schnell geklärt, dass der Name der Buchhändlerin nicht Mira – wie es unwissentlich als Arbeitstitel durch die Lektorin im gesamten Text geändert wurde -, sondern Miria heißen soll. Miria Marck ist die Dame in die sich der Protagonist Conrad Wipp verliebt. Zum Glück erledigt die Lektorin die Richtigstellung gleich mit und ich bin froh darüber, dass auch dieses Problem aufgefallen ist und geklärt wurde. Ich weiß auch nicht, wie Mira in den Text gekommen ist? Entweder ich habe aus Versehen ein paar Mal das „i“ vergessen oder die Rechtschreibprüfung von Word hat irgendetwas umformatiert, was nicht formatiert werden sollte. Wer weiß es?

Außerdem: Meine Frage an den Leser und die Leserin des Autoren-Blogs – wo hätte denn der Leser seine Lieblingspräferenz im Namen – bei Mira oder bei Miria? Das würde mich echt einmal interessieren!

(Artikel aktualisiert 01.02.2026)

Wie auf heißen Kohlen sitzen – Ich warte, warte und warte …

Fehlerteufel und Lektorat

Ich sitze wie auf heißen Kohlen. Jeden Tag denke ich an die Lektorin und frage mich, wann sie wohl mit dem Manuskript fertig sein wird? Schaue auf den Kalender und male mir in Gedanken schon den Tag aus, welcher es frühestens sein könnte, um eine erste Nachricht von ihr zu erhalten. Dann frage ich mich: Wie viel muss ich wohl noch verändern bzw. auf wie vielen Seiten hat sich möglicherweise der berühmtberüchtigte Fehlerteufel* eingeschlichen und sein rechtschreib-grammatikalisches Unwesen getrieben?

Ausschluss der Betriebsblindheit

Wer weiß, wer weiß es? Selbst mit Hilfe der Word-Rechtschreibprüfung habe ich bei der letzten Überarbeitung und bei denen davor immer wieder etwas Neues entdeckt, was es galt zu berichtigen bzw. was nicht so ganz stimmig war. Doch genau dafür ist so ein Lektorat eben da, – ohne die so genannte Betriebsblindheit – eben unabhängig und kritisch mit dem Text des Autors umzugehen. Das geht nicht von heute auf morgen, das braucht auch seine Zeit und das muss ich wohl oder übel auch anerkennen.

Trotzdem sehne ich die E-Mail mit dem korrigierten Text herbei, so dass es endlich vorwärts gehen kann.

*Bedeutung: imaginäre, als heimtückisch-listig vorgestellte Macht, der man die Schuld an den trotz aller Sorgfalt auftretenden Fehlern gibt (duden.de)

(Artikel aktualisiert 30.01.2026)

Woran ich gerade lese

Sabine Kuegler – „Ruf des Dschungels“

Eigentlich bin ich ja ein Parallelleser. Mehrere Bücher gleichzeitig, je nach Stimmung und Tageszeit, das ist keine Seltenheit. Aber zurzeit lese ich an nur einem Buch und zwar am 2. Buch von Sabine Kuegler „Ruf des Dschungels“. Letztes Jahr um dieselbe Zeit habe ich ihr erstes Buch „Dschungelkind“ gelesen. Eher durch Zufall bin ich auf ihr Buch bei Dussmann in Berlin gestoßen. Natürlich kannte ich die Geschichte aus den Medien, aber so richtig damit beschäftigt hatte ich mich noch nicht. Ich habe – diese Dschungelgeschichte – eher am Rande wahrgenommen. Doch als ich das Buch in den Händen hielt und darin blätterte und hier und da in einigen Absätzen schmökerte, wusste ich, dass ich ohne das Buch das KulturKaufhaus nicht verlassen würde. Die interessanten Doku-Bilder taten ihr übriges.

Wie Sie kehre ich zurück

Jetzt genau ein Jahr danach lese ich den Nachfolgeroman und habe das Gefühl erst Recht mit ihr in diese fremde Welt einzutauchen und lausche fasziniert ihrer Wahrnehmung und ihren neuen Schilderungen. Wahrscheinlich liegt es an der Parallele, dass auch bei mir etwas Zeit verstrichen ist und ich nach einem Jahr erneut mit den Augen von Frau Kuegler in den Dschungel zurückkehre. Ebenfalls mit etwas Gespäck – von vergangener Zeit und zurückliegenden Erinnerungen – im Geiste. Zurück an jenen Ort an dem sie den größten Teil ihrer Kindheit verbracht hat. Genauer gesagt nach West-Papua an den Ort ihrer Erinnerungen zurück zu den Fayu einen vergessenen Stamm von Kannibalen.

Nicht nur, das es sich angenehm lesen lässt und der Leser in eine völlig andere Welt eintaucht, zusätzlich besitzt das Buch auch eine recht informative Seite, was die Geschichte und das Schicksaal der Menschen im Indonesischen Raum anbelangt. Daher werde ich sicherlich nicht all zu lange auf der momentanen Seite 142 verweilen.

Wie schon die letzten Tage, so werde ich mich auch vor dieser Nacht auf einen kleinen Ausflug in diese so „andere Welt“  begeben … ich bin schon wieder sehr gespannt und klappe das Buch schon mal auf. Gute Nacht.

Buchtipp: Siegfried Lenz – Schweigeminute

Ganz ehrlich. Es gibt nur wenige Bücher, die mich zu Tränen gerührt haben. Gerade eben habe ich das 128-seitenstarke Buch „Schweigeminute“ von Siegried Lenz ausgelesen. Eine rührende, eine romantische, eine geisterwärmende Liebesgeschichte von Siegfried Lenz, die einem selbst zurück blicken lässt auf die Neigungen und Zuneigungen der eigenen Jugend.

Buchtitel
Buchtitel – Siegfried Lenz „Schweigeminute“

Dem Ende entgegen, auf den letzten Seiten schon, bemerkte ich, wie sich mein eigenes Universum mit dem des Buches vermischte. Verklärt romantische Gefühle in ihrer Urgewalt erfassten mich mit ihrer ganzen Bandbreite. Bittersüß spürte ich ihre Macht, ihren Schmerz und mein eigens Leben und lieben.

Ein Zitat aus „Schweigeminute“

„[…] Was Vergangenheit ist, ist dennoch geschehen und wird fortdauern, und begleitet vom Schmerz und einer zughörigen Angst werde ich versuchen, das zu finden, was unwiederbringlich ist. [..]“

(S. Lenz, Schweigeminute, S.122, Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2008)

Anmerkung zum Foto: spontan abfotografiert vom Buchtitel (Umschlaggestaltung: Steigenberger Grafikdesign, München / Foto: mauritius images – Bernd Römmelt)

(Artikel aktualisiert 01.02.2026)

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