
Das Literatur-Blog zum Roman

Zeitumstellung – von Sommerzeit auf Winterzeit (Normalzeit)
Diese Nacht ist es wieder soweit. Es findet eine neuerliche Zeitumstellung statt. Dieses mal können wir eine Stunde länger schlafen. Die Uhren werden um eine Stunde zurück gestellt, das passiert dann gegen 3 Uhr in der Nacht.
Wer mehr über die Zeitumstellung erfahren will, kann auf Zeitumstellung.de gehen.
ARBÖ-Checkliste, wo überall Uhren lauern, die bei der Zeitumstellung vergessen werden können.
Eindeutig zweideutige Bilder – Spiegelbilder der Illusion?
Ich habe sie auch schon gesehen, die Bilder der BVG zur Kampagne „Meine Augenblicke“. Es sitzen sich ein Mann und eine Frau gegenüber und einer von beiden ist zumeist beschäftig oder abgelenkt. Der oder die andere dagegen ist gefangen – vom Gegenüber. Zwischenmenschliche Augenblicke gewürzt mit allseits bekannten Gefühlen von Neugier, Sympathie, … Liebe auf den ersten Blick?
Die Berliner Verkehrsbetriebe stellen mit „Meine BVG“ eine Plattform für Suchende
Wer sucht, der findet! Tja, da hat die BVG, neben ihren diesjährigen Ausfallerscheinungen, einmal eine doch menschenfreundliche „Einfall-Erscheinung“ in Form einer Kampagne mit Mehrwert erschaffen. Was ich aus Anzeigen im [030] Magazin Berlin oder dem Tip Berlin kenne, gibt es nun auch auf der Homepage der BVG. Der Suchende bzw. der Verkehrsteilnehmer kann sich registrieren lassen und einen Text verfassen, „den Augenblick“ festhalten und hoffen, dass dieser von anderer Seite erwidert bzw. gefunden wird.
Die BVG-Nadel im Heuhaufen
Wie hoch die Wahrscheinlichkeit bei rund 3,4 Mio. Menschen in Berlin ist jemanden wieder zu finden bzw. dass ER oder SIE sich auf die Webseite der BVG begeben und nachlesen … kann MANN & FRAU sich denken. Eine coole Idee ist es allemal, wie ich finde. Und wer weiß, vielleicht klappt es ja doch irgendwie und ein so festgehaltener und postulierter Augenblick führt zu weiteren, dann hoffentlich, gemeinsamen Augenblicken. Wenn ja, dann ist es wieder einmal wie im Film. Eine richtige Filmgeschichte und wie sagt man doch so schön: Die besten Geschichten schreibt das Leben.
Ein Gedicht von Jens Böhme
(Meißen 1999)
Zukunftskenner*
Wer die Zukunft kennt,
weiß, was er verpennt.
So erfahre ich sie lieber nie,
bleib so dumm wie’s Federvieh.
*(Anthologie: da ist ein Drängen in mir, Fünfzehn Autoren des Kulturaumes Elbtal, Prosa und Lyrik, Hrsg. Stadtbibliothek Riesa, Riesa 2000)
Rubrik Lyrik auf dem Blog „Der Tausendfüßler“ eröffnet
Werter LeserIN meines Blogs, ich überlege schon seit geraumer Zeit, ob ich nicht eine extra Rubrik für Lyrik aufmache. Seit meiner Jugend entsteht, neben prosaischen und journalistischen Texten, jedes Jahr ein Konvolut von Gedichten. Hier und da, je nach Stimmung und Situation, schreibe ich Gedanken in Gedichtform nieder. Mal ist es ein Aphorismus, dann wieder ein Gedicht in prosaischer Form, aber auch ein klassisches Sonnet gehört dazu und immer wieder mal ein Text im Stil alla Charles Bukowski. Je nach Gemütsverfassung und Stilistik verfasse ich Gedichte. Diese eigentlich seit Jahren für die virtuelle Schublade, indem ich sie in einem Worddokument abspeichere und in einen Ordner verfrachte, der dann irgendwo im Festplattennirwana verschwindet.
Meine Forderung & die Frage: Freiheit für Texte
Ab und zu kommt es zu Situationen, dass ich diese Tetxe direkt vom Laptop oder schon ausgedruckt vom Papier Freunden bei mir zu Hause vorlese. Natürlich dann, wenn ich in Laune bin und es gerade die Situation dafür ist, dann beginne ich mal mehr – mal weniger gut meine Texte zu rezitieren und frage mich gleichzeitig immer wieder: Gibt es da noch mehr Leser, noch mehr Geister, noch mehr Interessierte im Zeitalter von facebook, E-Mail und unendlicher Textproduktion, die sich die Zeit nehmen Gedichte lesen?
Ich hoffe es …
Gotthold Ephraim Lessing – Gedanken aus dem Vorwort „Vorrede zum ersten und zweiten Theile der Schrifften“
Seit jeher zitiere ich gern Lessing, wenn ich von meinen Gedichten spreche:
„[…] Ich band mich also lieber an nichts und schrieb sie so auf, wie es mir jedesmal am besten gefiel. Daher kömmt es, daß einige niedrig genug sind, andere aber ein wenig zu poetisch. Daher kömmt es sogar, daß ich verschiedene lieber in Prosa habe erzählen wollen als in Versen, zu welchen ich vielleicht damals nicht aufgelegt war. […]“*
Ich möchte mir nichts anmaßen, weder verstehe ich mich als großer Lyriker, jedoch aber als ein Freund und Liebhaber dieser Textdarstellung und Gedankenwiedergabe. Mein Anspruch ist demzufolge in Verben wie „unterhalten“, „aufzurütteln“ oder „nachempfinden“ zu bündeln. Ich möchte den Leser zum Lächeln oder auch nur für den Augenblick zum Schmunzeln bringen. Der Leser soll sich am Plot des Gedichtes, ob nun gereimt oder ungereimt, erfreuen oder die Zeilen einfach nur wirken lassen. Das, genau jenes, ist mein Anspruch. Nicht mehr und nicht weniger.
Viel Spaß beim Lesen.
*Quelle Zitat: Märkischer Dichtergarten: Die Ehre hat mich nie gesucht, Lessing in Berlin, Gedichte, Stücke, kritische Schriften, Briefe, Hrsg. Gerhard Wolf, Fischer Taschenbuch Verlag GmbH, Frankfurt am Main 1986.
Gedicht von Jens Böhme: Dialog mit der Liebe
Gedicht „In einem Zustand“ von Jens Böhme in der Zeitschrift SCHÖNGEIST
Mak Wilkinson’s Lieder inspirieren mich beim Schreiben
Jetzt ist es soweit – mein erstes Video auf dem Blog. Es ist keines von mir, sondern von einem Künstler, dessen Lieder ich sehr gern höre. Ich habe mir heute im Laufe des Vormittages die Zeit genommen und einen kurzen E-Mail-Wechsel mit Mark geführt. Letztes Jahr zu meinem Geburtstag im August 2008 in der „Art und EventBar OXIDENT (Frankfurter Alle 53)“ habe ich ihn persönlich kennen gelernt. Zusammen mit der Sängerin Bridget A’Beckett war er live aufgetreten. Seitdem bin ich von seiner Musik fasziniert.
Das Album „CELLOPHANE LIFE“, welches ich von ihm persönlich an meinem Geburtstag gekauft habe, spiele ich seitdem rauf und runter. Es gehört zum festen Repertoire meines Musikgeschmacks. Freunde, die mich zu Hause besuchen, wissen dies und kennen nunmehr auch seine Lieder, die ich dann des Öfteren abspiele.
Hier geht es zur Homepage vom Sänger Mark Wilkinson
*Video mit freundlicher Genehmigung von Mark Wilkinson.
Na Mensch, wer hätte das gedacht. Sitze heute auf dem Balkon, höre Radio und stelle fest, dass heute Herbstanfang ist. Der Sommer 2009 gehört nun zur Geschichte und ab geht es in großen Schritten auf Weihnachten 2009 zu. Aber vorher gibt es noch die Frankfurter Buchmesse. Ehrengast ist dieses Jahr China.

In einem Zustand
voller Hilflosigkeit.
In einem beengten Zustand!
In einem fürchterlich beengten Zustand
voller Hilflosigkeit:
sprang er.
Er sprang!
August Mannheimer sprang.
Er sprang,
mit einem kräftigen Satz
vor vielen penetrant
glotzenden Augenpaaren.
In einem Zustand
voller Verzweiflung
sprang August Mannheimer
über eine riesige Pfütze
und entfernte sich schleunigst
vor ihr, um nicht
vom herannahenden
und sehr rasant fahrenden Bus
von oben bis unten
nass gespritzt zu werden.
Er war sichtlich erleichtert,
dass er es gerade noch
geschafft hatte.
Gedicht von Jens Böhme
Mehr Gedichte von Jens Böhme:

twitter.com – Zwitschern auf dem Mikro-Blog
Mein erster Eintrag fand am 24. August 2009 statt. Seitdem sind schon 12 sogenannte „Tweets“ (von engl. to tweet = zwitschern) entstanden; teils mit Infos zu meinem Blog, zu Literatur oder auch mit einigen Nuancen aus dem privaten Aktions- und Meinungsbereich. Mit maximal 140 Zeichen muss der Nutzer sich kurz fassen können. Da ist mitunter Simplizität und Kreativität gefragt. Bei einem Verweis auf interessante Webseiten bzw. Beiträgen aus dem Netz hilft ein URL-Verkürzer wie tinyurl.com oder bit.ly. Ohne diese Hilfsmittel wird es schwierig, die meist ellenlangen URL’s und Seitenverweise zusätzlich einzubinden.
FOLLOWING und FOLLOWERS bei TWITTER
Twitter ist, seit es Twitter gibt, sicherlich mehr als nur ein Experiment – eben ein neuer Kommunikationsweg. Für mich seit wenigen Wochen auch kein Experiment in diesem Sinne mehr, sondern schon ein neuer spannender Kommunikationskanal im Minniformat. Ich gebe zu, ich stehe am Anfang und lerne gerade in dieser Spähre laufen. Auch was die Anzahl meiner Followers anbelangt. Ein „Follower“ (engl. to follow = folgen) sind Leser, Interessiert & Neugierige, die dem Feed bze. Log (wie Logbuch) einer Person folgen. Je nach Intension wie viel getwittert wird, erfährt der Follower fast in Echtzeit was der Autor des Tweets gerade macht oder gemacht hat, was er für Gedanken hegt oder auch was er gedenkt zu machen. Vielmals werden News die gerade selbst eruiert worden oder aber die man von einem anderen Twitter-User bekommen hat ins Mikro-Tagebuch eingetragen. Demzufolgen kann Twitter ein sehr schnelles Medium für Neuigkeiten sein. Was jeder Einzelne preis gibt, muss auch jeder Einzelne selbst entscheiden. Aus diesem Grund wird auch die Relevanz der einzelnen Meldung stets davon abhängen ob es sich um belangloses oder brisantes Gezwitscher handelt.
Der Autor Jens Böhme ist jetzt auch dabei
Interessant ist es auch für mich jemanden zu folgen, den ich kenne. Erstens, um meine eigene Neugier zu befriedigen und zweitens, um eine weitere Möglichkeit zu haben in Kontakt zu bleiben. Kürzlich habe ich für diejenigen, die noch nicht bei twitter.com sind meinen News-Feed ins Blog „dertausendfuesslerroman“ eingebunden. Einfach mal links bei „Jens Böhme Twitter“ schauen. Viel Spaß beim Lesen meines Mikro-Tagebuches.
Für alle anderen Interessierten, die mir gern über TWITTER direkt folgen möchten hier meine Twitter-Adresse:

Job und Karriere Links des Monats (08/2009)
Die Jobbörse ABSOLVENTA bringt stets am Ende des Monats einen Artikel „Job und Karriere Links des Monats“ heraus. Ein kleines Konvolut an aktuellen und interessanten Links zusammengestellt rund um das Thema Arbeitswelt, Karriere und Job’s.
Im Monat August 09 mit folgenden Themen:
Achtung, Achtung: Immer mehr Personaler googlen nach Bewerbern. Facebook & Co. können somit schnell zur Karrierebremse werden und könnte den Berufseinstieg weiter erschweren. Der ist in Zeiten der Wirtschaftskrise für viele Absolventen auch schon schwer genug. Darum geht es auch in dem Handelsblatt-Artikel „Berufseinsteiger: Die verlorene Generation“. Die Ökonomen Christoph M. Schmidt und Dr. Jochen Kluve wollen genau das verhindern und fordern im Spiegel grundlegende Reformen für den Arbeitsmarkt. Trotz Krise, ein höheres Gehalt ist möglich, wenn man sich gut anstellt, so Gehaltsexperte Tim Böger. Am Ende der Job und Karriere Links des Monats August steht bei aller „Krisenbeschwörung“ ein Artikel aus dem Blog HaFAWo – „Have Fun At Work – 22 Tipps für mehr Spaß und Zufriedenheit bei der Arbeit“. Los geht’s!
Vier von fünf Personalern starten Online-Recherche. Bei fast jeder neuen Umfrage unter Personalern steigt die Anzahl derer, die im Internet nach weiteren Infos über die Bewerber Ausschau halten. Provokante Aussagen und zu heikle Fotos im Netz können schnell zum Karrierehemmnis werden, so eine Studie des Dimap-Instituts (im Auftrag der Bundesregierung). Sei also vorsichtig mit Deiner Online Reputation, sprich mit dem Umgang persönlichener Daten und Bildern im Internet.
Sind die Absolventen und Berufseinsteiger von heute angesichts der aktuellen einschneidenden Wirtschaftskrise eine „verlorene Generation“? Das behauptet das „Handelsblatt“ in einem interessanten Artikel über die beruflichen Zukunftsaussichten der Jung-Akademiker.
Mehr Linktipps aus dem Teaser findet der Leser im Artikel auf ABSOLVENTA. (Link und Artikel nicht mehr online | Stand: 05.03.2025)

Der Meißner Autor Jens Böhme hat seinen neuen Roman „Der Tausendfüßler“ veröffentlicht. Darin ist ein Schriftsteller auf der Suche nach Liebe und sich selbst.

Herr Böhme, Sie sind in Meißen aufgewachsen, leben aber seit sechs Jahren in Berlin. Was verbindet Sie heute noch mit der Domstadt?
Ich bin in Berlin so etwas wie ein Botschafter von Meißen, erzähle immer ganz begeistert vom Porzellan und der Stadt als Wiege Sachsens. Zudem leben meine Mutter und viele Freunde noch in Meißen, da habe ich eine enge Bindung und bin heute immer noch gern dort.
Spiegelt sich die Stadt auch in Ihrem Roman wieder?
Die Stadt im Roman ist zwar fiktiv, aber ich habe beim Schreiben die Meißner Altstadt vor Augen gehabt, Leser haben auch einiges wiedererkannt. Im Buch beschreibe ich ein Café, in dem der Schriftsteller immer sitzt und eines Tages seine Angebetete im gegenüberliegenden Buchladen beobachtet. Witzigerweise gibt es heute bei der Frauenkirche tatsächlich diese Konstellation, da hatte ich die Szene aber schon längst geschrieben. Eine spiegelverkehrte Erfüllung, sozusagen.
Ihr Protagonist Conrad Wipp ist Schriftsteller, kämpft mit einer Blockade, immer öfter fehlen ihm die Worte. Kennen Sie das auch als Autor, schreiben Sie aus eigener Erfahrung?
Das möchte ich mir nicht auf die Fahne schreiben. Sicher kenne ich zum Teil auch solche Probleme, habe auch die Erfahrung gemacht, dass in entscheidenden Momenten die Worte fehlen oder man beim Vorstellungsgespräch bzw. beim Flirt aufgeregt ist. Aber Literatur lebt natürlich von Übertreibung und ich habe die Figur zugespitzt, damit sie plastischer wird.
Immer wieder vergleichen Sie Ihren Helden mit einem Tausendfüßler. Wie sind Sie auf dieses Bild gekommen?
Ein Tausendfüßler setzt synchron seine vielen Gliedmaßen, ohne darüber nachzudenken, wie es funktioniert. Wenn er aber immer öfter darüber nachdenkt, verheddert er sich, kommt ins Straucheln. Genauso ergeht es Conrad, der ständig über das Leben nachgrübelt und darüber, ob ihm die richtigen Worte einfallen oder er die richtige Entscheidung trifft. Darüber vergisst er, einfach zu leben.
Und es ist die Liebe in Form einer schönen Buchhändlerin, die den Helden schließlich rettet?
Ja, mein Roman ist auf jeden Fall eine Liebesgeschichte. So etwas wie ein schöner Film abends im Fernsehen. Ich bin selbst auch eher der romantische Typ und glaube an die große Liebe, da stehe ich dazu.
Wie lange haben Sie denn an Ihrem Roman geschrieben?
Die Idee hatte ich schon im Jahr 2000, seitdem habe ich immer wieder kontinuierlich daran geschrieben, wenn ich Zeit hatte. Weil ich aber nebenbei meine Brötchen auch anderweitig verdienen muss, hat es ein Stück gedauert, bis der Roman schließlich Ende des letzten Jahres fertig war.
Wann haben Sie selbst denn angefangen zu schreiben?
Das war zeitig, schon in der dritten oder vierten Klasse. Da habe ich kleinere Geschichten geschrieben, manche sogar vor der Klasse vorgetragen. Später dann Gedichte und Kurzgeschichten, sogar ein Buch zu einem Filmprojekt. Und mein Debütroman ‚Zweimal Alltag, bitte! – Mit Problemen!!!‘ im Jahr 2000.
Arbeiten Sie derzeit an weiteren Werken?
Ich habe noch ein paar Manuskripte in der Schublade, zudem arbeite ich gerade an einem Projekt, wo ich als Ghostwriter fungiere. Eine Geschichte über einen Großstadtmacho, der überall Geliebte hat und schließlich ein ordentlicher Ehemann wird. Dafür suche ich aber noch einen Verlag.
Das Blog zum Roman: https://dertausendfuesslerroman.wordpress.com/
Autorenporträt Jens Böhme (siehe Sächsische Zeitung – Artikelbild)
Interview: Christiane Raatz
Foto: Claudia Hübschmann